20 Juli

Frisch & Schwarz #1 - Alles andere ist kalter Kaffee

Kategorie: Frisch und Schwarz — Jahrgang: 20115 Kommentare

Neue Alben, Videos und SinglesNach­dem die meis­ten zwang­los Befrag­ten in der Wochen­schau #17 für die Ein­füh­rung der neuen Rubrik »Frisch & Schwarz« aus­ge­spro­chen haben,  widme ich mich nun die­ser neuen Bei­trags­se­rie, die sich nicht als schnells­tes Medium für Plat­ten­ver­öf­fent­li­chun­gen sieht, son­dern viel­mehr als Zusam­men­fas­sung des­sen, was sich mei­nem beschei­de­nen Musik­ge­schmack nach in letz­ter Zeit so abge­spielt hat. In gewohnt kur­zer und kna­cki­ger Form prä­sen­tiere ich Videos, Ver­öf­fent­li­chun­gen und Neu­er­schei­nun­gen in loser Rei­hen­folge und durch viele der schwar­zen Genre hin­durch, auch wenn Rand­be­rei­che gerne und gewollt aus­ge­lo­tet und betrach­tet werden.

Die sym­pa­thi­schen Elektro-Popper von Lady­tron haben jüngst ihre neue Sin­gle »Ambu­lan­ces« vom im Sep­tem­ber erschei­nen­den Album »Gra­vity the Sedu­cer« her­aus­ge­bracht, die man sich in einer Sound­cloud in vol­ler Länge zu Gemüte füh­ren kann. Die 80er Legende Grace Jones, die zwar meist du Skan­dale als durch musi­ka­li­sche Meis­ter­leis­tung auf­ge­fal­len ist ver­öf­fent­licht eben­falls im Sep­tem­ber eine Dub Ver­sion ihres letz­ten Albums »Hur­ri­cane«, an die ich mit einem Link auf »Cor­po­rate Can­ni­bal« noch ein­mal erin­nern möchte. Wo wir schon mal so sym­pa­thisch in den 80er sind, die Dexys Mid­night Run­ners (Come on Eileen oder auch Geno) haben ange­kün­digt, 2012 ein neues Album her­aus­zu­brin­gen, viel­leicht weil die Kohle aus ist oder sie ein­fach Lust dazu haben. Der NME hat übri­gens das Johnny Cash Video zu sei­ner Cover-Version von »Hurt« zum bes­ten Video aller Zei­ten gewählt, ich finde, eine sehr gute Wahl, auch wenn die musi­ka­li­sche Inter­pre­ta­tion der Dre­ad­ful Shadows für mich gelun­ge­ner klingt.

Auch der ruhe­lose Sven Fried­rich ver­öf­fent­licht am 22. Juli mit sei­nem Pro­jekt »Solar Fake« ein neues Album, das auch den Name »Fron­tiers« hört, Konna von der Gedan­ken­de­po­nie hat schon aus­führ­li­ches Ohr hin­ein­wer­fen kön­nen. Eben­falls auf der elek­tro­ni­schen Schiene bewegt sich Apo­ptygma Berz­erk, die im Sep­tem­ber die »Black EP Vol. 2″ her­aus­brin­gen, auf der er bis­her unver­öf­fent­lich­tes zu hören geben soll, inklu­sive einem Cover des Joy Divi­sion Klas­si­kers »Love will Tear Us Apart«, wie auf Radio Dunkle Wel­len zu lesen ist. Die Pagan-Folker von Faun haben mit »Eden« ein wasch­ech­tes Kon­zept­al­bum am mit­tel­al­ter­li­chen Start und setz­ten damit einen 4 Jah­ren geheg­ten Traum in die Rea­li­tät um, den Opener »Iduna« gibt es auf der Web­seite zu hören, auf der Seite der schwarzen-News die dazu pas­sende Rezen­sion. Die Öster­rei­cher Psycho-Billy Band Kitty in a Cas­ket hat ein neues Video zu ihrem Song »Don’t get me wrong« her­aus­ge­bracht, das den Ver­kauf des aktu­el­len Albums »Back to Thrill« ankur­beln soll:

Wenn die Bri­ten von Inter­pol mit David Lynch zusam­men­ar­bei­ten, kommt übri­gens das dabei her­aus, »We deci­ded to send him our song „Lights” which we usually per­form under red lights — as it see­med a fit­ting match [for Lynch’s cha­rac­ter]. And thus this short clip was born.« Beim audio­gruft fand ich den Link zum XWave Radio, einer der vie­len Per­len unter den Netz­ra­dios, das sich fernab von klas­si­schen Musik­stile, dem außer­ge­wöhn­li­chen ver­schrie­ben hat. Was ihr übri­gens nicht kau­fen soll­tet, ist die letzte Neu­auf­lage des Nine Inch Nails Albums »Pretty Hate Machine« — sage nicht ich, son­dern Trent Rez­nor höchst­per­sön­lich, er emp­fahl sei­nen Fans auf den Kauf die­ses von der Plat­ten­firma her­aus­ge­brach­ten Albums zu ver­zich­ten. Ob man dage­gen auf den Kauf des neuen Albums von Eva­ne­scence ver­zich­ten sollte, kann ich nicht sagen, im Okto­ber erscheint ihr 3. Stu­dio­al­bum, aus dem sie mit »The Other Side« einen Schnip­sel unter die Fans des Metal-Genre streut. Last but not least gibt es zum Song »Real Goths« von Mode Moderne ein hüb­sches Video, dass sich des Inhalts des Lie­des auf ganz eigene Weise annimmt, ein pas­sen­des Stück Musik zu schö­nen Bil­dern als melan­cho­li­scher Abschluss, ich hoffe ihr habt den Inhalt auf­schluss­reich gefunden.

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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5 Kommentare

  1. Nach­trag, wenn ich denn darf…

    Diary of Dreams »Ego:X« wird am 26.08.2011 ver­öf­fent­licht. Hier kann man schon reinhören:

    http://www.youtube.com/watch?v=V4bKns53ScI

  2. Schö­nes Kategorie-Logo (gleich mal einen But­ton bas­teln)! Und »The Man in Black« ist im hier gezeig­ten Fall für mei­nen Geschmack bes­ter Espresso!

  3. Oooh, bei dem »Mode Moderne« Video ist Herbst. Haachjaaa…

  4. Ich bin auch ganz begeis­tert von der neuen Rubrik und schaue mir gleich den einen oder ande­ren Tip an! Danke ^^

    Mir ist eben­falls eine Ergän­zung ein­ge­fal­len. Im Juni schon kam das neue Album von House of Usher raus, es heißt Pandora’s Box.
    Ich kann es auf jeden Fall emp­feh­len, wenn man schö­nen Gothic Rock mag. Die Alben sind immer limi­tiert und alle Songs pas­sen zu einer Kurz­ge­schichte des Sän­gers, die man im Book­let lesen kann. House of Usher haben ihren Stil nie groß­ar­tig geän­dert und sind mei­ner Mei­nung nach ein­fach gut in dem, was sie tun. ;)

  5. Tau­send Dank für euer Feed­back, es freut mich sehr, das euch die neue Rubrik gefällt und arbeite auch aktu­ell an einer zwei­ten Aus­gabe von »Frisch & Schwarz«, in die ich auch die bei­den Hin­weise von Sabrina und Anja habe ein­flie­ßen las­sen, vie­len Dank dafür.
    Natür­lich bin ich dar­über im kla­ren, dass ich hier keine rep­re­sen­ta­tive Dar­stel­lung aller Ver­öf­fent­li­chun­gen errei­chen kann, dafür ist der schwarze Markt ein­fach zu unüber­sicht­lich gewor­den und prak­tisch täg­lich erscheint etwas neues.
    Ich werde mich trotz­dem bemü­hen einen Rest von Objek­ti­vi­tät zu bewah­ren und auch Bands zu prä­sen­tie­ren, die nicht unbe­dingt in mein per­sön­li­ches Beu­te­schema pas­sen, aber euch einen Ein­blick geben sollen.

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  1. […] der erste Teil von Frisch & Schwarz so erfolg­reich war, habe ich nun eine wei­tere Aus­gabe zusam­men­ge­stellt, die wieder […]