13 Oktober

The Capricorns

Kategorie: Dunkle Lichtblicke — Jahrgang: 20092 Kommentare

the capricorns facesErin­nert ihr euch noch an Trio? Klar, die meis­ten ken­nen das Stück »Da Da Da«, das zwar tot­ge­spielt aber den­noch eine neue und span­nende Form des mini­ma­lis­ti­schen Sound dar­stellte.  Wäh­rend einer klei­nen Tour­nee 1981 bekam Ste­phan Remm­ler ein Casio VL-1 von einem Jour­na­lis­ten geschenkt1, bei dem es sich eigent­lich um ein Spiel­zeug han­delte. Doch anstatt es weg­zu­wer­fen setzte sich Remm­ler hin und kom­po­nierte den Hit, der nicht nur das bekann­teste Stück der 3 wurde, son­dern es auch zu einem gewis­sen inter­na­tio­na­len Ruf brachte. Jetzt bin ich dem Arti­kel Und plötz­lich doch Elek­tro im Blog von Karn­stein über einen Link gestol­pert, dem ich auf den Grund gehen musste.

Was mei­ner Mei­nung nach 1981 mit Trio begann fand ich noch­mal in ähnlich inter­es­san­ter Form bei den Capri­corns. Aber von vorne: 19 Jahre spä­ter2 grün­de­ten Hea­ther Lynn und Kirs­ten Nor­dine die Band The Capri­corns (Die Stein­bö­cke). Mit zwei ein­fa­chen Casio Key­boards, die man güns­tig bei einem Gara­gen­ver­kauf ergat­terte, spiel­ten die bei­den ihre ers­ten Songs ein. Ein­fa­che, mini­ma­lis­ti­sche Sounds misch­ten sich mit dem Gesang der bei­den zu anste­cken­den Rhyth­men mit Tex­ten die sich wie Tage­buch­ein­träge lesen.

The CapricornsEs fällt schwer die Musik der bei­den ein­zu­ord­nen, eine inter­es­sante Bezeich­nung ist auf ihrer Mys­pace Seite zu fin­den. Geek­sound oder Power­pop tref­fen es wohl am bes­ten, Synthie-Pop oder Elek­tro­clash pas­sen auch — wir wol­len das mal nicht so eng sehen. 3 Alben und eine Demo habe die bei­den Damen gemacht bevor sie sich im April 2006 wie­der still und heim­lich auf­lös­ten. Ver­dammt. Ich komme immer erst dann, wenn das schönste wie­der vor­bei ist. Ich glaube zum Musik­fin­der für neue Pro­jekte tauge ich nicht viel. Ich habe schon mal ganz spon­tan einige der Songs ins Herz geschlos­sen, klingt ein­fach frisch und unverbraucht.

2008 mel­de­ten sich die bei­den aus unter­schied­li­chen Pro­jek­ten zurück. Kirs­ten von einer Band namens This is Gold­dust und Hea­ther bei Pure magi­cal Love is real. Die klin­gen nicht nur kurios, die hören sich auch so an. Immer­hin schreibt man, man hätte sich eigent­lich nicht getrennt und würde auch mal wie­der was zusam­men machen. Abwarten.

Bis es soweit ist, kann man sich die »erfolg­reichs­ten« Alben bei Par­o­xysm­re­cords besor­gen, auf der Mys­pace Seite lau­schen, ein paar zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen gibt es auch im eng­li­schen Wiki­pe­dia.  Oder ein­fach noch­mal bei Spon­tis vor­bei­gu­cken, das lohnt sich sowieso immer, den meine per­sön­li­chen Lieb­linge der Band The New Sound und Pure magi­cal Love könnt ihr gleich hier bewundern:


(Direkt­link zur MP3 bei Par­o­xysm)


(Direkt­link zur MP3 bei Par­o­xysm)

  1. Arti­kel zur Band Trio bei Wiki­pe­dia []
  2. Aus der Band­bio­gra­phie des Plat­ten­la­bes Par­o­xysm­re­cords []

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Dunkle Lichtblicke
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2 Kommentare

  1. Hehe, infi­ziert ^^

    Ich bin aller­dings selbst auch erst zu spät auf die Damen auf­merk­sam (gemacht) wor­den, als mir DJ Dead-Stefan von der Dead Ken­nys Party mal auf einer CD »The New Sound« prä­sen­tierte, was mich total gefes­selt hat, ohne dass ich so rich­tig wusste warum. Mir ist dann erst spä­ter auf­ge­fal­len, dass das Lied (wie so viele Pop– und Rock­songs) auf Pachel­bels Kanon auf­baut (eines mei­ner liebs­ten klas­si­schen Stü­cke — das erklärt’s natür­lich schon mal ein Stück weit ^^).

    Gerade aber auch »Pure Magi­cal Love« finde ich beson­ders toll, und die Live-Auftritte haben wirk­lich Charme :)

  2. Ja, stimmt, du bist schuld :) Mir hat sofort das mini­ma­lis­ti­sche und ehr­li­che der Capri­corns zuge­sagt, das mich an frü­here Zei­ten erin­nert. Die Ver­wand­schaft mit Pachel­bels Kanon (Danke für den Link) ist wirk­lich verblüffend.

    Dann gilt mein Dank an die­ser Stelle auch an den toten Ste­fan für sei­nen musi­ka­li­schen Spür­sinn. Der Dol­lar steht güns­tig, daher habe ich mir meine bei­den Favo­ri­ten bestellt. Gesamt­re­zen­sion folgt :)

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