21 Oktober

Blutige Schuhe - Blood Red Shoes

Kategorie: Dunkle Lichtblicke — Jahrgang: 20089 Kommentare

Im Blog von Iwe­li­ene habe ich eine für mich neue Band aus Eng­land gehört, deren Song »I wish I was Someone Bet­ter« es glatt auf mei­nen MP3 Player geschafft hat, Grund genug einen genaue­ren Blick zu ris­kie­ren. Die Blood Red Shoes aus Brigh­ton, Eng­land klin­gen very bri­tish und beschrei­ben sich selbst als ver­kappte Pop­band und fin­den Indie-Rock zum kot­zen. Laura-Mary Car­ter aus Lon­don und Ste­ven Ansell aus Sus­sex grün­de­ten im Novem­ber 2004 die Blood Red Shoes,  deren Namen aus einer Gin­ger Rogers Legende her­vor­ging. Die hat angeb­lich für einen Stepp­tanz Film eine Szene so oft wie­der­ho­len müs­sen, das sich ihre wei­ßen Tanz­schuhe blut­rot färb­ten.  Obwohl sie keine gebür­ti­gen Eng­län­der und das auch noch zuge­ben, klin­gen sie zwi­schen­zeit­lich sehr bri­tisch und sto­ßen damit in das Horn der neus­ten Punk-Rock Welle die aus Eng­land zu uns rüberschwappt.

Die bei­den flei­ßi­gen Eng­län­der spiel­ten sich durch unzäh­lige Live-Auftritte in die Gehör­gänge der Fans und schlos­sen sich im April 2007 dem Indie Label V2 an und ver­öf­fent­lich­ten ihre EP »I´ll be Your Eyes«. Auf­tritte auf vie­len Fes­ti­vals form­ten aus den bei­den eine gehö­rig guten Live-Act.  2008 wag­ten die bei­den den Schritt zu Uni­ver­sal und ver­öf­fent­lich­ten ihre Debüt LP »Box of Secrets«.

Deut­lich hört man Laura-Mary´s Lei­den­schaft für Gitar­ren, ist sie doch das domi­nie­rende Instru­ment und neben den bei­den fre­chen und lau­ten Stim­men für den typi­sche Punk Sound zustän­dig. Obwohl sehr gitar­ren­las­tig klingt die diese doch nie lang­wei­lig und sehr abwechs­lungs­reich und sorgt für einige musi­ka­li­sche Über­ra­schun­gen. Ste­ven Ansell spielt die Drums schnell und hart, eben sehr pun­kig. Klingt gut, passt prima und run­det die Sache ab, man merkt deut­lich den pro­fes­sio­nel­len Cha­rak­ter des Major Labels.

Die Stü­cke »I wish I was Someone Bet­ter«, »Take the Weight« und »Doesn´t Mat­ter much« cha­rak­te­ri­sie­ren die Band eigent­lich am bes­ten und bie­ten für mich den bes­ten Über­blick, den nicht wirk­lich alle Songs ver­mö­gen Akzente zu set­zen. Auch wenn die Stü­cke abwechs­lungs­reich gespielt sind fehlt etwas mehr kon­zep­tio­nelle Unter­schei­dung und musi­ka­li­sche Band­breite. Feuer im Arsch und Talent ist da, doch um sich unter den vie­len ande­ren guten Punk-Rock Bands aus Eng­land zu eta­blie­ren fehlt noch ein wenig Entwicklungsarbeit.

(Bild­quel­len: Blood Red Shoes, Wiki­pe­dia)

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Dunkle Lichtblicke

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9 Kommentare

  1. :) do soll­test mir ein vor­bild sein.. ich inter­es­siere mich kaum für die hin­ter­gründe etc. einer band… nach dem motto; »klingt gut… oki, dann hör ich es mir öfters mal an!« *g*…

  2. Ist doch Unsinn :) Sicher­lich hast du Stär­ken und Lei­den­schaf­ten in ande­ren Berei­chen, schließ­lich bin ich ja erst durch Dich auf die Blood Red Shoes gekom­men. Ich bin ein Infor­ma­ti­ons­jun­kie, muss immer alles ganz genau wis­sen finde es geis­tig erre­gend nach­zu­for­schen und her­aus­zu­fin­den :D

  3. ^^

    ja stimmt… mich erregt es eher in sachen medi­zin und psy­cho­lo­gie zu for­schen *g* :D

  4. Dok­tor­spiele? Super­vi­sion? Es freut mich einen Hob­bypsy­cho­lo­gin ken­nen­zu­ler­nen, viel­leicht kön­nen wir bei Gele­gen­heit mal anstän­dig reflek­tie­ren. Schließ­lich ist Kom­mu­ni­ka­tion das wich­tigste und hier im Inter­net gibt es keine 4 Ohren ;)

  5. so ein bissle ist die hob­bypsy­cho­lo­gie mein beruf, arbeite in der psychiatrie ^^

  6. Eine sehr inter­es­sante Tätig­keit. Ich muss ehr­lich zuge­ben, ein wenig bewun­dere ich Men­schen, die sich auf einer sozia­len Ebene für andere Men­schen ein­set­zen. Die Soziale Kom­po­nente ist eine nicht zu ver­ach­tende Belas­tung der man sich aus­setzt. So fällt mir auf, das es Men­schen in die­sen Beru­fen häu­fig schwer­fällt nach der Arbeit abzu­schal­ten und los­zu­las­sen, immer wie­der las­sen sie sich von Ein­zel­schick­sa­len beein­flus­sen. Ist es das was den Beruf aus­macht, oder eher störend?

  7. das ist ja auch das pro­blem, viele in die­sem beruf haben oft­mals n hel­fer­syn­rom… kön­nen nicht abschal­ten, weil sie sich noch zu hause n kopf um die gescheh­nisse auf der sta­tion machen… ich per­sön­lich finde, dass man n stück ego­is­tisch sein MUSS um in die­sem beruf zu über­le­ben… sonst besteht die gefahr aus­zu­bren­nen.
    natür­lich ist die arbeit nicht ein­fach, egal ob soma­tik oder psych­ia­trie… man braucht einen guten aus­gleich zur arbeit. sich ab und an über die arbeit zu unter­hal­ten finde ich nicht schlimm, gehört dazu… aber man muss auch irgend­wann ein stop set­zen! die schick­sale machen den beruf aus… es ist ja auch inte­resant und span­nend was man­chen men­schen in ihrem leben erle­ben (oft­mals auch kaum zu glau­ben)… wobei ich denke, dass wenn jemand sich zu sehr mit ande­ren din­gen beschäf­tigt (wie zb arbeit) dann ver­sucht er ggf. pri­vat was zu ver­mei­den… zb mit sich selbst aus­ein­an­der zu set­zen oder sonst­was…
    hm, irgednwie keine rich­tige ant­wort auf deine frage,es ist aber auch schwer zu beantworten…^^

  8. Deine Ant­wort beant­wor­tet meine Frage aber schon ganz gut. Trotz dei­ner Aus­füh­run­gen finde ich, das der schmale Grat zwi­schen dem »sich aus­ein­an­der­setz­ten« und dem »nicht abschal­ten kön­nen« sehr dünn ist. Den von Dir ange­spro­che­nen Aus­gleich ist der Kern der Sache. Ohne einen ent­spre­chen­den Aus­gleich ist man ver­lo­ren, da gebe ich Dir voll­kom­men recht. Was mir der Beruf nicht bie­ten kann, oder was er mir nimmt, muss ich mir wo anders holen.

  9. ja ist es auch…irgendwie… :)

    man muss halt auf den see­len­fick *hust*sorry* ste­hen ^^ was ich dirt erlebe… man glaubt es kaum, dass es sol­che grau­sam­kei­ten wirk­lich gibt… und… man muss natür­lich auch nen klei­nen sprung in der schüs­sel haben *hihi* ;oD

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