30 September

Xmal Deutschland

Kategorie: Back to the Roots — Jahrgang: 200817 Kommentare

xmal_deutschland1980 ist nicht nur die Blü­te­zeit des deut­schen Punks gewe­sen, son­dern auch die Zeit, in der die Blüte ihre Blät­ter ver­liert und dar­aus immer neue Triebe ent­ste­hen. In Ham­burg, der här­tes­ten Stadt des Punks sei­ner Zeit hat­ten 5 Mäd­chen mit dem glei­chen Musik­ge­schmack den Plan eine Band zu machen. Bands zu grün­den war modern und so kam es das die Band Xmal Deutsch­land zum ers­ten mal nament­lich erwähnt wurde, benannt nach die­sem Buch von Rudolf Wal­ter Leon­hardt über das Deutsch­land der 50er. Anja Huwe (Gesang), Manuela Rickers (Gitarre), Fiona Sangs­ter (Key­board), Rita Simon (Bass) und Caro May (Schlag­zeug) sind damit wohl die erste deut­sche Girl Band der New Wave Bewegung.

Ihre große Beliebt­heit bei den Goths grün­det in der ener­gie­ge­lan­de­nen, unge­stü­men und doch melan­cho­li­schen Musik. Laute Gitar­ren, ein typi­scher New Wave Beat und der schrille Gesang von Anja Huwe boh­ren sich in den Schä­del. Der Ein­satz von Syn­the­si­zern macht aus dem Gesang ein fünf­tes, neues Instru­ment und sorgt für die bedrü­ckende Atmo­sphäre vol­ler Lei­den­schaft, Ver­zweif­lung und Hingabe.

In stumpfer alter Rocktradition "ihr Ding bringen" wollen Xmal Deutschland; und dann halten sie nicht mal was von Sexy-Images [..] Das einzige, was ich ihnen abnehme, ist, dass sie als kleine Amateur-Garagen-Depressorocker zu viel schlechte Bücher gelesen haben und ansonsten auf Pfefferminzschokolade, Hamburger, Ami-Cabrios vor 1960 und deutsche Horrorstummfilme stehen. (Kid P. in "Die Wahrheit über Hamburg" Sounds 5/82).

Von der deut­schen Musik­land­schaft zunächst igno­riert, spiel­ten die Band einige Kon­zerte mit Palais Schaum­burg und Wirt­schafts­wun­der. Wit­zi­ger­weise war es Tho­mas Fehl­mann von Palais Schaum­burg, der von Cora May eine volle Bier­dose an die Rübe gepfef­fert bekom­men hat. Rita Simon (Bass) ver­ließ die Band und wurde von Wolf­gang Eller­brock ersetzt. Die Sin­gle »Schwarze Welt — Groß­stadt­in­dia­ner« erregte in Eng­land gro­ßes Auf­se­hen und ern­tete durch­weg posi­tive Kri­ti­ken. Das Stück »Incu­bus Suc­cu­bus« (Männ­li­cher und weib­li­cher Dämon) sollte zum Under­ground­hit avan­cie­ren und ist heute noch Hymne der Gothic Bewe­gung. Beide Sin­gles sind auf Alfreds Hils­ber­gers »Los, wir machen ne´ Platte« Zick­Zack Records erschienen.

John Peel hat deut­sche Luft geschnup­pert und lud die Band am 25.11.1982 zu der ers­ten von vier berühm­ten Peel-Sessions nach Eng­land ein, was Xmal Deutsch­land einen wei­te­ren Bekannt­heits­schub ver­lieh. Caro May (Schlag­zeug) ver­ließ die Band und wurde durch Manuela Zwing­man ersetzt. So lang­sam wit­ter­ten dann auch die Major Labels der auf­kom­men­den Neuen deut­schen Welle das Poten­tial der Band. Zu spät, denn die Band hatte ihren eige­nen Pläne und lehnte die Ange­bote ab.  Durch ein Demo-Tape wurde das legen­däre 4AD Label auf­merk­sam und so kam es, dass Xmal Deutsch­land die erste und letzte Band des eng­li­schen Labels wurde.

Xmal, you came just about the right time...we were getting all silly, rolling about in the grass. We might replace the old with the new...this is only the tip of the iceberg. [...] I have to thank Mick Mercer for bringing this German blend of atmosphere and noise to my lugholes. (ZIGZAG Magazin, Oktober 1983)

Anfang 1983 erschien dann auch ihre erste LP »Fetisch«. Tech­nisch mit­ge­wirkt haben daran Ivo Watts (This Mor­tal Coil) und John Fryer (NIN, Depe­che Mode), die dem Album einen eige­nen fri­schen Sound bescher­ten, das in Eng­land für über­schwäng­li­che Kri­ti­ken sorgte. Das die Texte größ­ten­teils auf deutsch sind, hat die Eng­län­der nicht gestört, passte die stimm­li­che Umsetz­tung von Anja Huwe doch aus­ge­zeich­net in das musi­ka­li­sche Kon­zept. Das Album klingt sehr rau und zeigt deut­lich die Expe­ri­men­tier­freude durch einige klang­li­che und musi­ka­li­sche, dunkle Per­len. Es ist wie eine Reise durch die Dunkle Szene Anfang der 80er Jahre. Per­sön­li­che High­lights sind »Boo­me­rang« und »Dan­them«. Das Album erreichte Platz 3 in den bri­ti­schen Inde­pen­dent Charts, direkt hin­ter New Order und Aztec Camera. Nach einer Tour durch Eng­land erschien 1983 die 12 inch »Qual«, auf der sehr tanz­bare, schlag­zeug­las­tige Remixe ver­tre­ten sind.

Deine Qual ist meine Lust, meine Liebe ist dein Tod, nachts wenn du schläfst bin ich lebendig, mein Tag ist deine Dämmerung, meine Wiege ist dein Grab, deine Qual ist meine Lust, meine Liebe ist dein Tod, I'll murder you... (Qual - Xmal Deutschland)

Nach­dem Manuela Zwing­man die Band ver­ließ wurde sie von Peter Bel­len­dir ersetzt, im Juni 1984 hol­ten sie gemein­sam mit 4AD zu einem wei­te­ren Genie­streich aus. »Toc­sin« gehört für mich zu den bes­ten Alben der Band, es ver­bin­det schöne Syn­t­hie­klänge mit trei­ben­den Drums und sehr dunk­len Bass­ver­läu­fen. Das Gitar­ren­spiel rückt hier aber­mals in der Vor­der­grund und glänzt durch scharfe und klare Riffs. Auch Anja Huwe hat sich wei­ter­ent­wi­ckelt, ihr Gesang ist nun nicht mehr so hys­te­risch Schrill, son­dern eher melo­di­scher auch wenn sie dabei nichts von Ihrem Reiz ein­büßt. Höhe­punkte des Album sind »Mond­licht« und »Eiland« die längst meine per­sön­li­che Defi­ni­tion von Gothic sind.

Dem Album folgte eine aus­ge­dehnte Tour durch Europa und Ame­rika. Wäh­rend sich Xmal Deutsch­land in Eng­land schon eta­bliert hat­ten, rea­gierte die Deut­sche Musik­land­schaft hoch­nä­sig und Eitel. Warf man der Band doch vor, nur eine Kopie der eng­li­schen Szene zu sein und nicht in die aktu­elle Phase der Neuen Deut­schen Welle zu pas­sen. Ver­glei­che mit Siou­xie an the Bans­hees, Kil­ling Joke und Depe­che Mode (!) wur­den gezo­gen, viel­leicht eine späte belei­digte Reak­tion auf die Ableh­nung der Band sich einige Jahre zuvor einem Major Label anzu­schlies­sen? In einem Inter­view des Melody Makers 1982 heißt es:

So do they treat you with disdain (mißachtung)? [...] When we started the said - Oh my God, five Girls - they look alright but the can´t play. The say - "Oh it´s an English copy", but over here they say, "Oh you´re different"! (Melody Maker Interview 1982)

Die Band ver­ließ 4AD und grün­dete ihr eige­nes Label eXile und brachte die EP »Sequenz« her­aus. Das dar­auf ver­tre­tene »Autumn« war der erste rein eng­lisch­spra­chige Text der Ham­bur­ger. Die Musik klang jetzt deut­lich mehr nach Pop, die Sounds waren wavi­ger und deut­lich ein­prä­gen­der, was sich in dem Stück »Polar­licht« deut­lich her­aus­kris­tal­li­siert. 1986 schlos­sen X-Mal Deutsch­land einen Ver­trag mit Pho­no­gram ab und brach­ten die 12inch »Mata­dor« her­aus, die von Hugh Corn­well, dem Sän­ger der Strang­lers pro­du­ziert wurde und sogar in die Charts klet­tern konnte. Dar­auf­hin spielte die Band im Vor­pro­gramme der Strang­lers im Wem­bley Sta­dion, bei dem Anja Huwe einem Gedränge von sicht­lich unbe­ein­druck­ten Fans der Strang­lers ent­ge­gen­schrie »Ein biss­chen mehr Respekt!!«, wobei die Aus­ru­fe­zei­chen spä­ter im Melody Maker als ver­gif­tete Dol­che gedeu­tet wurden.

Die dritte LP »Viva« wird 1987 in Ham­burg auf­ge­nom­men, Sin­gle Aus­kopp­lung ist »Sickle Moon«. Der hohe Anteil eng­lisch­spra­chi­ger Songs, unter ande­rem einer Ver­to­nung eines Gedich­tes von Emi­liy Dick­in­son. Die Songs wir­ken deut­lich erwach­se­ner und hel­ler. Statt die mor­bide und depres­sive Stim­mung fort­zu­füh­ren, ent­schie­den sich Xmal Deutsch­land für die Melan­cho­lie. Die Stü­cke klin­gen pop­pi­ger und sind nun voll­ends im New Wave ange­kom­men. Schöne und ein­präg­same Melo­dien wer­den vom deut­lich gefühl­vol­le­ren Gesang getra­gen und mani­fes­tie­ren sich in den Stü­cken »Eisen­grau« und »Illu­sion«. Ein schö­nes und gelun­ge­nes Album, ohne nen­nens­werte neue Akzente.  Nach der anschlie­ßen­den Europa Tour zebrach die Band. Manuela Rickers, Fiona Sangs­ter und Peter Bel­len­dir ver­lie­ßen die Band.

Wir haben die Trennung kommen gesehen. Wie es scheint wachsen einige Bands durch ihre Erfahrungen zusammen oder leben sich auseinander. Ursprünglich war es unser gemeinsames Interesse in Literatur und Musik das unsere Freundschaft zusammenhielt. Mit der Zeit begannen wir uns zu verändern und wuchsen immer weiter auseinander. (Anja Huwe und Peter Ellerbrock)

Aus der ursprüng­lich 5-köpfigen Mäd­chen­band blie­ben nun nur noch Anja Huwe und Peter Eller­brock, die sich aber ent­schie­den, wei­ter­zu­ma­chen. 1988 began­nen die zwei wie­der mit Arbei­ten an neuem Mate­rial. Joe Clis (vor­mals Human Lea­gue) und Frank Z (vor­mals Abwärts) unter­stütz­ten die Band. Das Album »Devils« erschien 1989 bei Poly­gram. Die Ent­wick­lung erste deut­sche Texte mit dem eng­li­schen zu mischen endet hier nun auf rein eng­li­schen Tex­ten mit gele­gent­li­chen deut­schen Ein­flüs­sen. Das Album klingt nun gar nicht mehr nach Xmal Deutsch­land, son­dern wie weich­ge­spül­ter Endacht­zi­ger Pop. Zu viele neue Ein­flüsse ver­än­der­ten den Sound kom­plett. Keine Ecken und Kan­ten, nichts neues und außer­ge­wöhn­li­ches machen deut­lich, dass eine Band nicht nur aus der Front­frau beste­hen kann. Setzt man die bei­den Stü­cke »Dream­house« von die­ser Scheibe und »Mond­licht« von Toc­sin gegen­über wird der unter­schied mehr als deutlich.

Die Platte floppte und ist in Eng­land nie erschie­nen, obwohl der Fokus ja auf dem eng­lisch­spra­chi­gen Publi­kum lag.  Xmal Deutsch­land war damit end­gül­tig Geschichte. Ein schö­nes Finale aus der Schluss­phase der Band ist die B-Seite der letz­ten Sin­gle »The girl in the Iron Mask« von Billy Bragg. Mit dem Fall der Mauer fiel auch Xmal Deutsch­land. Schade und doch unver­meid­lich, sie waren die rich­tige Band in der rich­ti­gen Zeit und haben ein ganze Genre geprägt. »Man soll auf­hö­ren, wenn es am schöns­ten ist…« hätte nach Viva das Fazit sein müs­sen, in Eng­land hat Xmal Deutsch­land heute noch Kult­sta­tus und gehört fest in die Play­lis­ten der eng­li­schen Underground-DJ´s.

Was wurde aus…

Anja Huwe (Gesang von 1980–1989) war danach neben Lou Rich­ter in der NDR Sen­dung »Musiq« zu sehen und betä­tigte sich 1990 als Pro­du­zen­tin der Sen­dung »House­frau TV« auf VIVA. 2000 legte sie Ihren Fokus auf die Male­rei und eröff­nete am 10.3.2005 ihre erste Aus­stel­lung in New York unter dem Titel »X-mal«. Sie lebt immer noch in New York und Ham­burg. Mic von Unruhr hatte die Gele­gen­heit 2005 eines schö­nes Inter­view mit Frau Huwe zu führen.

Manuela Rickers (Gitarre von 1980–1987), schloss sich 1992 dem Ross­bur­ger Report an und blieb ihrer Gitarre treu und pro­bierte sich mit die­ser expe­ri­men­tel­len Musik neu aus, 1994 endete das Pro­jekt.  2003 star­tete sie zusam­men mit Olaf Blo­quist das Pro­jekt Mis­pel­heim, das aber nie einen Ton­trä­ger ver­öf­fent­licht hat, den­noch trenn­ten sich die Wege der Bei­den nicht, so das Manuela auf der 2007 erschie­nen CD Hun­dert Kro­nen an der Gitarre zu hören ist. Ein aus­führ­li­ches Inter­view mit Olaf Blo­quist hat Mic von Unruhr geführt, dem auch diese Ergän­zung zu ver­dan­ken habe.

Peter Bel­len­dir (Schlag­zeug 1982–1987), war eben­falls 1992 am Ross­bur­ger Report betei­ligt, dem er genau wie Manuela Rickers bis 1994 treu blieb. Auf YouTube gibt es übri­gens ein sehr… ande­res Musik­vi­deo von einem Auf­tritt der Band, er betä­tigt sich heute als Musik­leh­rer.

Manuela Zwing­mann (Schlag­zeug 1982–1983) spielte noch für den Song »D for Desire« ein kur­zes Gast­spiel bei All about Eve.

Was aus den fol­gen­den Mit­glie­dern der Band gewor­den ist ließ sich lei­der nicht her­aus­fin­den, schade. Caro May (Schlag­zeug 1980–1982), Fiona Sangs­ter (Key­boards 1980–1987),  Rita Simon (Bass 1980) und Wolf­gang Eller­brock (1980−1989)

(Bild­quelle:  © Phil­ippe Carly — www.newwavephotos.com | Quel­len: The Archive, Gotham­ci­ty­boy, Poi­son Door, Anja Huwe, Unruhr, Videos und Musik bei Youtube)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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17 Kommentare

  1. Manuela Rickers hat nach XmalD noch beim Ross­bur­ger Report Gitarre gespielt und von 2003 an mit Olaf Boqwist (ex-Blue Krem­lin, Brosch) zusam­men als Mis­pel­heim Musik gemacht — lei­der ohne regu­läre Ver­öf­fent­li­chung. Aller­dings ist sie auf der schö­nen 2007er 7inch von Olaf Boqwist »hun­dert kro­nen« an der Gitarre zu hören.

    Hier ein Link zum Thema: http://www.unruhr.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1701&Itemid=30

  2. Vie­len Dank für deine Infor­ma­tion, ich habe den Arti­kel aktua­li­siert. Ich möchte auch diese Gele­gen­heit nut­zen, dich für deine Seite Unruhr zu loben. Eine gross­ar­tige Seite über Musik die wenige ken­nen, aber mehr Leute kenne soll­ten. Ich bewun­dere den Fleiß und die Menge an Herz­blut die in die­sem Pro­jekt steckt, Men­schen wie Dich (euch?) braucht das Netz.

  3. »Tho­mas Feld­mann, der Front­mann von Palais Schaum­burg»
    1. tho­mas heißt nicht »feld­mann« son­dern feHL­mann..
    2. war tho­mas feHL­mann nicht front­mann, son­dern (wenn man über­haupt jeman­den als front­mann beti­teln muß) hol­ger hiller!

    bitte das nächste mal sim­pel recher­chie­ren, wenn man einen arti­kel verfasst!

  4. Lie­ber volodya,

    vie­len Dank für dei­nen anony­men Kom­men­tar. Ich habe den unver­zeih­li­chen Feh­ler aus­ge­bes­sert. Feld­mann heißt natür­lich Fehlmann.

    Hol­ger Hil­ler ver­ließ das Palais Schaum­burg ja bereits nach der Debüt-LP und ist damit nur eine gewisse Zeit Front­mann gewe­sen. Hol­ger Hil­ler war Grün­dungs­mit­glied. Aber gut, las­sen wir das Front­mann ein­fach weg.

  5. Manuela Zwing­mann hatte noch ein kur­zes Gast­spiel auf der ers­ten All about Eve Sin­gle « D for Desire «

  6. Danke für die Infor­ma­tion, habe die Infor­ma­tion fin­den kön­nen und werde sich noch in den Arti­kel ein­flies­sen lassen.

  7. Peter Bel­len­dir hat für And­rew Eldritch (The Sis­ters of Mercy) einige Musik­stü­cke geschrie­ben. Wei­te­res hier: http://de.wikipedia.org/wiki/SSV-NSMABAAOTWMODAACOTIATW

  8. @vicus: Danke für die Infor­ma­tion :) Deine Home­page ist übri­gens einer der bes­ten X-mal Deutsch­land Seite über­haupt, das nur mal am Rande erwähnt. Es ist schön, das du sie immer noch pflegst!

  9. anonym ist wer kei­nen namen nennt. ich aller­dings heiße volo­dya. also mal nicht so unhöf­lich wer­den hier.

    das hol­ger dann und wann weg war, macht fehl­mann den­noch nicht zum front­mann.
    und von­we­gen »Hol­ger Hil­ler war Grün­dungs­mit­glied. Aber gut, las­sen wir das Front­mann ein­fach weg.«…
    ich habe ja offen­sicht­lich geschrie­ben, WENN man ÜBERHAUPT wen als front­mann beti­teln MUSS, dann schon eher hol­ger hil­ler. bitte rich­tig lesen, was ich schreibe.
    1. kannste palais schaum­burg nach hol­gers abgang ver­ges­sen (bis auf vllt 2 stü­cke, die ganz nett waren, aber mehr auch nicht).
    2. statt­des­sen könnt man ja auch »sän­ger« bzw »trom­pe­ter« oder syn­the­si­zer­kram schrei­ben.
    die­ses front­mann­ge­quat­sche ist näm­lich bescheu­ert, weil jeder für sich eine front­sau war/ist.. vor­al­lem bei palais schaum­burg, wie man ein­deu­tig zb bei kon­zer­ten sehen konnte.

  10. @volodya: Nein, unhöf­lich war ich nicht. Und auch das »Front­mann weg­zu­las­sen« dürfte ja in dei­nem Sinne gewe­sen sein, da du das gequat­sche darum ja »bescheu­ert« fin­dest. Ich lese sehr auf­merk­sam jedes Kom­men­tar, die Inter­pre­ta­tion ist jedoch unter­schied­lich. »Wenn über­haupt« impli­ziert mei­ner Mei­nung nach den Ver­zicht auf einen Front­mann, daher ist der Ver­zicht dar­auf die ein­zig logi­sche Kon­se­quenz um von dei­nem Wis­sen zu pro­fi­tie­ren. Daher ist Kri­tik daran, so wie ich finde, unan­ge­bracht. Anonym wird ein Kom­men­tar mei­ner Defi­ni­tion dann, wenn eine fal­sche oder ungül­tige E-Mail Adresse ange­ge­ben wird und mir so keine Mög­lich­keit ein­ge­räumt wird mit dem Autor in Kon­takt zu tre­ten. Daher anonym. Aber nichts für ungut.

    zu 1. und 2.: Das ist deine Mei­nung, keine Fakt. Sicher eine inter­es­sante Mei­nung aber nicht unbe­dingt meine, denn ich finde letzt­end­lich gibt es immer einen Frontmann/Frontfrau die sich häu­fig aus Bands her­aus­kris­tal­li­siert und sei es nur durch Zu– und Abgänge andere Musiker.

  11. @robert: Danke für die Blu­men ;-)
    Die Pflege hält sich in Grenzen.

    Eine Klei­nig­keit noch: Unter »was wurde aus…« stim­men die Jah­res­zah­len bei Herrn Bel­len­dir nicht. Es müßte 1982–87 lau­ten. btw.: http://www.cms-musikschule.de/cgi-bin/service/docents_2.pl?template=docent.html&usr_id=58

    Und die Damen Sangs­ter und Zwingmann-Wood kann man bei face­book finden.

  12. @vicus: Keine Blu­men, nur die nötige Aner­ken­nung. Danke für die Infor­ma­tio­nen zu Herrn Bel­len­dir und den bei­den Damen. Ich kann nur hof­fen, das es nicht auch hier zu einer »Reunion« der Band kommt, jetzt wo das so ganz in Mode gekom­men ist. Ich fürchte, Xmal bleibt ein Stück Zeit­ge­schichte, die sich nicht noch­mal erfin­den kann.

  13. »Manuela Rickers und Anja Huwe haben auf der ers­ten LP der Ham­bur­ger Punk­band Die Gol­de­nen Zitro­nen eine Stro­phe in dem Stück »Für immer Punk« (Cover­ver­sion von Alpha­vil­les »Fore­ver Young«) gesun­gen.»
    http://www.ndw-wiki.org/index.php?title=X-mal_Deutschland

  14. In der Tat, vie­len Dank für den Tipp!

  15. Und, Robert, kannst Du uns spon­tan die rest­li­chen Sän­ger die­ses Klas­si­kers nen­nen? Ohne nach­zu­schauen käme ich höchs­tens auf die Hälfte der betei­lig­ten Protagonisten.

  16. http://www.indiepedia.de/index.php?title=Die_goldenen_Zitronen#Kollaborationen ;-)

  17. Nein, das weiß ich leder nicht aus­wen­dig, glück­li­cher­weise war vicus so frei und hat den ent­spre­chen­den Link gepos­tet. Auch hier sind für mich einige Über­ra­schun­gen dabei, hätte sicher nicht alle erra­ten. Marian Gold bei­spiel­weise, auf den wäre ich nie gekommen.

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Trackbacks

  1. […] Wie schwer es ist, die Musik die­ser Zeit zu erfas­sen zeigt des­sen Viel­falt. Es scheint unmög­lich alle Bands die­ser Zeit zu erfas­sen, erst in Zei­ten von Inter­net ist es mög­lich die Infor­ma­tio­nen dar­über zu tei­len und auch heute noch ent­de­cke ich für mich völ­lig neue Stü­cke aus die­ser Zeit. Dabei ist die Zuord­nung zu die­sem spe­zi­elle Genre äußerst schwer, began­nen sich die Musik­rich­tung unter dem New Wave/Neue Deut­sche Welle Genre damit, sich aus­zu­dif­fe­ren­zie­ren.  Ich habe zu die­sem Zweck ein Play­list erstellt, die euch eine kleine Zeit­reise in den Unter­grund der Neuen Deut­schen Welle von 1979–1984 mit­nimmt. Es sind einige groß­ar­tige Rari­tä­ten dabei, die ihr euch nicht ent­ge­hen las­sen soll­tet. Mit dabei sind unter ande­rem: Der Moderne Man, Mala­ria!, Abwärts, Hans-A-Plast, DAF, Fehl­far­ben, Nichts und X-mal Deutschland […]

  2. […] der ers­ten Stunde fei­er­ten auch zu die­ser Zeit ihre Höhe­punkte, die deut­sche Band Xmal Deutsch­land, die in ihrer Hei­mat nahezu in völ­li­ger Unbe­kannt­heit ver­gra­ben war, gehör­ten in […]

  3. […] Okto­ber machte mich dann Kom­men­ta­tor volo­dya auf ein paar Unge­reimt­hei­ten in mei­nem Arti­kel zu Xmal Deutsch­land auf­merk­sam, die ich lei­der erst nach einer zweite Rüge des Kom­men­ta­tors im November […]