8 August
Auf dem Mera Luna 2009
Dieser Eintrag wird während meiner körperlichen Abwesenheit erstellt, ich bin nämlich auf dem Mera Luna Festival 2009. 3 Tage lang werde ich Zelten, Feiern und mir den Pelz verbrennen. Wie ich bereits in einigen Artikel im Vorfeld informiert habe, freue ich mich besonders auf die eigentlich untypische Band The Prodigy, die so gesehen gar nicht zum schwarzen Volk passt, die ich aber schon einige Jahre begeistert verfolge.
Sind die überhaupt als Live-Band geeignet? Bekanntlicherweise besorgen elektronische Hilfsmittel, Drumcomputer, Synthesizer und Soundmaschinen die musikalische Seite, klassische Instrumente liefern höchstens die zu verzerrende Grundlage. Wirklich singen kann auch keiner der Künstler und trotzdem ist es für mich Musik. Die Totalablehnung elektronischer Hilfsmittel zu Erzeugung von Musik ist spätesten seit 1980 überholt, als die ersten Synthesizer den Massenmarkt eroberten oder Kraftwerk mit ihrer Musik ein neues Zeitalter einläuteten. Den überspitzten und größtenteils unkreativen Zweig der elektronischen Musik (Techno, Rave, Dance) lehne ich ab, deshalb ist es umso schwerer den schmalen Grat zwischen Kreativität und Dilettantismus zu beschreiten, zu erklären oder zu rechtfertigen. Hier habe ich The Prodigy immer als sehr impulsgebenden Teil dieser Entwicklung in Erinnerung, obwohl auch die mittlerweile alternden Ikonen im Kommerz angelangt sind. Aber genug der klanglich und künstlerischen Analysen.
Das Line-Up ist beeindruckend lang und erstklassig bestückt, für mich sind einige Premieren dabei (Nightwish, Apocalyptica) auf die ich mich natürlich besonders freue. Die Mischung schwingt zwar deutlich in die elektronische Ecke, lässt dafür aber Spielraum das Gelände und die Stände zu erforschen.
Dieses mal mutiere ich auch zum Pro-Camper, ein Gaskocher soll für die leiblichen Mahlzeiten sorgen und für den wichtigen, morgendlichen Kaffee zur Verfügung stehen. 4 Gaskartuschen habe ich besorgt, bis ich den Hinweis gelesen habe, das eine 6 Stunden lang hält — nicht das ich noch wegen Terror-Verdacht eine Leibesvisitation aufgebrummt bekomme. Aufgefallen ist dummerweise daheim, naja, vielleicht kann ich jemandem aushelfen ich fahr jetzt nicht nochmal los und tausche die Teile um. Die leckersten Produkte die es in Dosen zu kaufen gibt haben wir mitgenommen, einen ausführlich Gourmet Bericht behalte ich mir vor, selbstverständlich haben wir auch an einen Dosenöffner gedacht. Eigentlich bin ich ja nicht so für Camping zu begeistern, Wohnwagen sind mir ein Graus und Hotels sind mir einfach lieber, aber im Rahmen eines Festivals empfinde ich Hotels als nicht authentisch.
Meinem Aufruf ist leider nur Ralf von Das ist mein Blog gefolgt, mal sehen ob wir etwas zustande bringen werden und uns auf dem großen Gelände über den Weg laufen werden zumal ich das erste mal mit von der Partie bin. Vielleicht lerne ich ja noch ein paar andere nette Menschen kennen, die mir von sich erzählen.
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Dunkle Klänge
Schlagwort: Camping, Festival, Mera Luna, video

