19 März

Informationen, Links und Literatur zu den Szenewurzeln der schwarzen Subkultur

Bild vom Abney Park LondonWie war das denn ein­mal? Also frü­her jetzt? Von einer Lese­rin erreichte mich über das Kon­takt­for­mu­lar die Frage, ob ich Lite­ra­tur– oder Link­vor­schläge hätte, um mehr über die Sze­ne­an­fänge zu erfah­ren. Als »Szen­e­frisch­ling«, wie sie sich selbst bezeich­net, hätte man es nicht leicht, die Wur­zeln der Szene freizulegen.

Dem stimme ich unein­ge­schränkt zu und möchte gleich vor­aus­schi­cken, dass selbst alte »Sze­ne­ha­sen«, Auto­ren von ein­schlä­gi­ger Lite­ra­tur und Betrei­ber von Inter­net­sei­ten nicht einig dar­über sind, wo die Wur­zeln die­ser »Szene« lie­gen. Sicher, Ende der 70er Jahre begann es mit der Musik. Was folgte waren die Fans der Musik, die sich anders klei­de­ten und anders dach­ten. Sie begrün­de­ten damit nicht nur eine modi­sche Szene vol­ler Pro­vo­ka­tion, son­dern auch eine Sub­kul­tur mit eige­nen Inhal­ten, Inter­es­sen und Leidenschaft.

Was sich dar­aus ent­wi­ckelte, ist nur schwer zu grei­fen. Nach und nach erach­te­ten Zeit­schrif­ten die Mode und die jun­gen Anhän­ger ein­schlä­gi­ger Bands als inter­es­sant genug, um dar­über zu schrei­ben. Die Szene wuchs, wurde als Markt ent­deckt und als Auf­hän­ger der unter­schied­lichs­ten Vor­ur­teile. Doch als man Ende der 80er den Tod der Szene pro­gnos­ti­zierte, geschah etwas sehr selt­sa­mes, denn die Tot­ge­sagte lebte wei­ter. Vom Fall der Mauer berei­chert, ent­wi­ckelte man ein reges Eigen­le­ben. Neue Bands, neue Musik­rich­tun­gen, neue Maga­zi­nen, neue Inhalte und gemein­same Fes­ti­vals tra­ten auf den Plan. Sie sind heute immer noch die Grund­lage gemein­sa­mer Iden­ti­fi­ka­tion und gleich­zei­tig auch Motor der Ausdifferenzierung.

Wer sich heute als Szen­e­frisch­ling sieht und dar­über hin­aus etwas über die Ver­gan­gen­heit erfah­ren möchte, trifft auf uner­war­tete Wider­stände und eine aus­ge­spro­chene Viel­falt. Gäbe es einen ulti­ma­ti­ven Sze­ne­rück­blick, würde es nicht lange dau­ern, bis ein ande­rer Rück­blick kommt, der etwas ganz ande­res behaup­tet. Ganz falsch sind beide nicht, aber auch nicht ganz richtig.

Das wich­tigste, was ich Ein­stei­gern und Inter­es­sier­ten mit auf den Weg geben möchte, ist sich seine eigene Mei­nung zu bil­den. Daran führt kein Weg vor­bei. Es ist müh­sam, schwie­rig und kom­plex, keine Frage. Und den­noch ist es unheim­lich berei­chernd zu erken­nen, dass da mehr ist als Musik und Kla­mot­ten. Im fol­gen­den Arti­kel sind ein paar Tipps, die ich per­sön­lich für rele­vant halte und die Grund­lage mei­ner Sicht­weise sind. Ich bitte jeden Leser ihn durch eigene Infor­ma­tio­nen und Link– sowie Lite­ra­tur­tipps zu erwei­tern. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Februar

Ein faszinierender Mann: Jonathan Safran Foer

von Sabrina KirnapciKategorie: Wortkunst2 Kommentare

Jonathan Safran FoerJa, ich bin fas­zi­niert. Er ist offen­sicht­lich sehr intel­li­gent, humor­voll und rea­lis­tisch: Jona­than Safran Foer! Autor der Bücher »Alles ist erleuch­tet« und »Extrem laut und unglaub­lich nah«. Ein ame­ri­ka­ni­scher Schrift­stel­ler, der Phi­lo­so­phie und Lite­ra­tur stu­dierte. Das alleine ist natür­lich nicht der Grund für die­sen Blo­g­ar­ti­kel. Neu­lich noch habe ich mich über ein Buch zum Thema Vege­ta­ris­mus und Ernäh­rung auf­ge­regt, heute will ich eins vor­stel­len. Das Sach­buch »Tiere essen« von Jona­than Safran Foer erscheint mir inter­es­sant. Eine gute Mischung aus Info und Gedan­ken­an­stoß. Sach­lich und kei­nes­falls fana­tisch. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 Februar

Shel Silverstein: Die Geschichte vom Missing Piece

Ein Drei­eck sieht sich als ver­lo­re­nes Teil eines Gan­zen und sucht Anschluss, um voll­kom­men zu sein. Einem »Gan­zen« fehlt ein Stück und es sucht das pas­sende Teil, um  kom­plett zu sein.

Zwei Geschich­ten des Autors, Illus­tra­tors, Dich­ters und Lied­tex­ters Shel Sil­ver­stein: Die Geschichte vom Mis­sing Piece und — aus der glei­chen Serie mit etwas ande­rem Haupt­dar­stel­ler — Mis­sing Piece trifft Big O. Strich­zeich­nun­gen und Geschich­ten, die mit weni­gen Wor­ten viel sagen.

Shel Sil­ver­stein hat mit dem Mis­sing Piece zwei Kin­der­bü­cher geschaf­fen, die auch Erwach­se­nen zu Den­ken geben.

Sil­ver­stein begann Ende 1956 als Schrei­ber, Foto­graf und Car­too­nist für das Maga­zin Play­boy. Er lebte län­gere Zeit in der Play­boy Man­sion. Bekann­ter ist er heute als Ver­fas­ser und Illus­tra­tor sei­ner Children’s lite­ra­ture, die fol­gende Bände umfasst: Die Geschichte vom Mis­sing Piece, Mis­sing Piece trifft Big O, Licht unterm Dach, Wo der Geh­weg endet, Rauf­ge­fal­len und Der frei­ge­bige Baum. Er schrieb auch Uncle Shelby’s ABZ Book, ein sati­ri­sches Pseudo-Kinderbuch, und ver­fasste Dif­fe­rent Dan­ces, einen Bild­band mit wort­lo­sen Comics für Erwach­sene. (Zitat Wiki­pe­dia) Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 Dezember

Journal der Jugendkulturen #17

von Robert ForstKategorie: Wortkunst8 Kommentare

Das Archiv der Jugend­kul­tu­ren hat eine tur­bu­lente Zeit hin­ter sich. Zum Ende des Jah­res 2010 hat es so aus­ge­se­hen, als müsste das Archiv seine Pfor­ten schlie­ßen, da es fernab von jed­we­der staat­li­cher Unter­stüt­zung nicht mehr in der Lage war, die monat­li­chen Kos­ten der Ein­rich­tung zu decken. Eine ehr­gei­zige Spen­den­ak­tion wurde ins Leben geru­fen, um das Archiv in eine Stif­tung zu über­füh­ren. Nur so lässt sich das Archiv lang­fris­tig sichern, da es so wesent­lich bes­ser geför­dert wer­den kann. Zahl­rei­che Pro­mi­nente unter­stütz­ten die Aktion und den­noch ist es den zahl­rei­chen Spen­dern zu ver­dan­ken, das bis zum 31. Okto­ber 2010 rund 100.000 Euro zusam­men­ge­kom­men sind. Das Archiv ist geret­tet (vor­erst) und hat 2011 die Stif­tung Respekt! gegrün­det. Damit ist die Arbeit zunächst gesi­chert und den­noch bedarf es dau­er­haf­ter Unter­stüt­zung und Spen­den, um den zahl­rei­chen Pro­jek­ten und Aktio­nen einen finan­zi­el­len Nähr­bo­den zu bieten.

Frucht die­ser Arbeit ist bei­spiels­weise das Jour­nal der Jugend­kul­tu­ren, das jüngst zum 17. mal erschie­nen ist. Einer der Schwer­punkte die­ser Aus­gabe ist der geschlechts­spe­zi­fi­sche Aspekt von Jugend­kul­tu­ren, die im Edi­to­rial pas­send als »Jun­gen­kul­tu­ren« bezeich­net wer­den. Noch immer sind die meis­ten Jugend­kul­tu­ren männ­lich domi­niert, an der die Eman­zi­pa­tion offen­bar spur­los vor­bei­ge­zo­gen ist. Auch die Gothic-Szene, in der nach mei­ner per­sön­li­chen Ein­schät­zung immer ein funk­tio­nie­ren­des Gleich­ge­wicht der Geschlech­ter herrschte, droht deut­lich in eine männ­lich ori­en­tierte Rich­tung zu kip­pen. Nicht zuletzt, weil körperlich-männlich ori­en­tierte Musik­rich­tun­gen wie EBM, Cyber, Techno oder (Neo-)Industrial ver­stärkt den schwar­zen Schirm gepresst wer­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


4 September

Rezension: Pfingstgeflüster - Wave Gotik Treffen 2011

von Robert ForstKategorie: Wortkunst3 Kommentare

Pfingstgeflüster InhaltHek­tisch öffne ich das Paket. Es ist schwer und der Absen­der ver­rät viel über den Inhalt. Mar­cus Rietzsch, lei­den­schaft­li­cher Her­aus­ge­ber des Pfingst­ge­flüs­ters hat es gepackt. Der Inhalt: Ein gan­zer Sta­pel der neu­es­ten Aus­gabe, das sich the­ma­tisch dem 20. Wave-Gotik-Treffen in Leip­zig wid­met. Ich habe reich­lich Exem­plare bestellt, denn es ist das erste mal, dass ich mein geschrie­be­nes Wort in einer rich­ti­gen Zeit­schrift finde. Papier, Bil­der, Buch­sta­ben und mein Name, nicht auf dem Bild­schirm son­dern zum anfas­sen. Ich bin auf­ge­regt und ein klei­nes biss­chen stolz, sitze noch mit dem geöff­ne­ten Paket auf dem Sofa und ver­schlinge die ande­ren Arti­kel der Aus­gabe in einem Rutsch.

Nach­dem ich bereits ange­kün­digte, etwas über das Pfingst­ge­flüs­ter zu schrei­ben, möchte ich nun end­lich die Gele­gen­heit ergrei­fen und werfe einen Blick auf die Inhalte des Hef­tes, der wie­der ein­mal eine ganz andere Sicht­weise auf das schwarze Groß­er­eig­nis wirft und ein ums andere mal von groß­ar­ti­gen Auto­ren erstellt wurde, um einen tie­fe­ren Blick auf das zu wagen, was mitt­ler­weile als »Kos­tüm­fest« in den Köp­fen der Gesell­schaft exis­tiert. Das under­groun­dige ist nicht mehr die Exis­tenz der Szene selbst, son­dern das Wis­sen der Mit­glie­der, dass da mehr ist als Musik und Kla­mot­ten. Ich möchte die Gele­gen­heit nut­zen, meine Ein­drü­cke eini­ger Arti­kel wei­ter­zu­ge­ben, denn immer noch scheint mir die Prä­senz die­ses Sterns der Publi­ka­tio­nen viel zu klein.

Refle­xio­nen — Guld­han (blog.opus-mentis.de)

Ein Blick zurück auf zwei Jahr­zehnte. Guld­han begibt sich für das Pfingst­ge­flüs­ter auf eine gera­dezu poe­ti­sche Reise in die Moti­va­tio­nen des Wave-Gotik-Treffen und schafft einen Ein­blick in das, was wir Szene nen­nen dürf­ten und zeigt uns, wie der gemein­same Gedanke und die Lust der Erin­ne­rung die Men­schen Jahr für Jahr nach Leip­zig treibt. »Jedes Szene-Zeitalter besitzt seine Berech­ti­gung. Jede Sparte, wel­che den Gedan­ken teilt, sollte sei­nen Platz fin­den sowie seine eigene Nische bean­spru­chen dür­fen. Und sollte sich den­noch in der gro­ßen schwar­zen Halle zusam­men­fin­den kön­nen. Nicht nur, um im eige­nen Lichte zu glän­zen, son­dern um sich als Teil eines beach­tens­wer­ten dunk­len Mosa­iks zu ver­ste­hen. Auf dem man sich, das Zusam­men­sein, das Tref­fen und die Szene, an Pfings­ten zu fei­ern weiß.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Juni

Black Celebration: Schwarze Fetzen aus 20 Jahren Wave-Gotik-Treffen

von Robert ForstKategorie: Wortkunst5 Kommentare

Black Celebration - Ploettner Verlag»20 Jahre ist es nun schon her…« Seuf­zend sitzt der schwarz geklei­dete Mann in den bes­ten Jah­ren auf der Wiese des AGRA-Gelände, stützt das geschminkte Gesicht auf die mit Rin­gen ver­zier­ten Hände und beob­ach­tet das mitt­ler­weile schwarz-bunte Trei­ben, das sich wie eine schil­lernde Schlange an ihm vor­bei­sch­län­gelt. Erin­ne­run­gen sind das, was übrig bleibt — schwarze Fet­zen aus 20 Jah­ren Wave-Gotik-Treffen.

Alex­an­der Nym, der sich schon mit sei­nem schwarz-brachialen Werk »Schil­lern­des Dun­kel« einen Namen machte, hat zusam­men mit Jen­ni­fer Hof­fert ein Jubi­lä­ums­buch zu 20 Jah­ren Wave-Gotik-Treffen her­aus­ge­bracht, in dem er nach bewähr­tem Mus­ter wie­der zahl­rei­che und nam­hafte Auto­ren dafür gewin­nen konnte, aus ihrem Erfah­rungs­schatz zu berich­ten. Jedes Jubi­läum braucht eine Fest­schrift, »Black Cele­bra­tion« — und soviel möchte ich vor­weg­neh­men — schickt sich an, genau diese Rolle zu bekleiden.

Ich war im Vor­feld skep­tisch, was die Aus­wahl der Auto­ren anbe­langte, wurde aber posi­tiv über­rascht, denn Nym gelingt ein Brü­cken­schlag von der künst­le­ri­schen Seite des WGT zu den Besu­chern, treuen Anhän­gern und Ein­woh­nern der Stadt Leip­zig. Die Mischung aus Erfah­run­gen, Ereig­nis­sen, Anek­do­ten und Ana­ly­sen ist eben so viel­fäl­tig wie die Szene selbst, die Abwechs­lung ist erfri­schend und interessant.

Mit dabei sind bei­spiels­weise Mark Ben­ecke (Autor/Kriminalbiologe), Bruno Kramm (Das Ich), Andreas Plö­ger, Mar­cus Rietzsch (Pfings­ge­flüs­ter), Mark Fore­man (Sad­goth) und Myk Jung (Sche­men­t­he­men), Hol­ger Karas (Seventh-Sin) oder die bei­den Japa­ner Kenji & Masa sowie die Auf­zeich­nung der illus­tren Wohn­ge­mein­schaft vom Hotel Gustav-Adolf, um nur einige der ins­ge­samt 19 Auto­ren zu nennen.

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5 Mai

Marcus Rietzsch: ...wenn wir nie träumten

von Robert ForstKategorie: Wortkunst7 Kommentare

WMarcus Rietzsch Bildbander bit­te­schön foto­gra­fiert Fried­höfe? Mar­cus Rietzsch, ambi­tio­nier­ter Foto­graf aus Ober­kotzau, einem beschau­li­chen Ort in der nähe von Hof. Wer um alles in der Welt macht davon einen Bild­band? Mar­cus Rietzsch, er brachte sei­nen Bild­band »…wenn wir nie träum­ten« 2008 nach unzäh­li­gen Arbeits­stun­den, viel Herz­blut und Lei­den­schaft auf Edi­tion Paper One her­aus. Wer steht schon auf Fried­höfe in Bild­bän­den? Wir, die Gruf­ties (inter­na­tio­nal auch Gothics genannt) fin­den sol­che Bil­der aus­ge­spro­chen »Rei­se­taug­lich«, jeden­falls viele Men­schen die­ser Szene. Nach­dem in den ers­ten Fra­gen gleich zu Beginn begeg­net sind, widme ich mich nun dem Inhalt.

Fried­höfe beglei­ten mich schon seit der Zeit, als das, was schwarz war noch nicht so hieß wie man es heute nennt, die Fas­zi­na­tion für mor­bide Plätze hat mich seit­dem nicht mehr los­ge­las­sen. Ver­fall, Ver­wit­te­rung und Ver­gan­gen­heit sind die zen­tra­len Ele­mente der ästhe­ti­schen Fas­zi­na­tion. Stun­den­lang könnte ich die Orte der Stille auf­su­chen um sich der Reise ins Ich hin­zu­ge­ben am liebs­ten beglei­tet von Stille oder ent­spre­chen­der Musik. Lei­der war ich man­gels foto­gra­fi­schem Auge bis­lang nie in der Lage, die Ein­drü­cke anspre­chend zu kon­ser­vie­ren. Schön das Rietzsch die Arbeit über­nom­men hat.

Der fran­zö­si­sche Schrift­stel­ler und Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger Ana­tole France schrieb ein­mal den Satz »Das Leben wäre uner­träg­lich, wenn wir nie träum­ten.« der dem Bild­band auch sei­nen Namen ver­leiht. Zitate sind ein zen­tra­les Ele­ment der Foto­gra­fien, die sich durch das Buch zie­hen und über das visu­elle Emp­fin­den hin­aus noch Ein­bli­cke in Asso­zia­ti­ons­fä­hig­keit des Autors geben. Kei­nes scheint zufäl­lig gewählt, ein teil­weise fra­gile Typo­gra­fie baut die Brü­cke zwi­schen Bild und Text. Das ich die­ser Vor­ge­hens­weise grund­sätz­lich ange­tan bin, zeigt sich dem treuen Leser sicher­lich in mei­ner Ohne Worte Reihe in die­sem Blog. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 April

Edgar Allan Poe lebt, spricht und schreibt wieder

von Sabrina KirnapciKategorie: Wortkunst6 Kommentare

Nein, die Sonne hat mir nicht das Gehirn ver­brannt. Edgar Allan Poe lebt! Er stellt regel­mä­ßig neue Gedichte und Geschich­ten bei Youtube ein und über­rascht sogar mit 3D-Videos. Er liest seine Werke vor, ant­wor­tet auf Kom­men­tare und gibt gele­gent­lich Kol­le­gen wie Oskar Wilde oder Goe­the Gele­gen­heit, eben­falls zu Wort zu kom­men. Wie es zu der Wie­der­ge­burt kam, erzählt der Schrift­stel­ler in die­sem Video gleich selber:

Eine wun­der­volle Idee. Die Stimme ist ange­nehm, die Ani­ma­tio­nen sind ange­mes­sen, wenn sie auch mit­un­ter etwas selt­sam wir­ken — ins­be­son­dere das Zwin­kern. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 März

Die Geschichte einer Freundschaft

von Sabrina KirnapciKategorie: Wortkunst1 Kommentar

Es kommt sel­ten vor, dass mich ein Buch emo­tio­nal so ergreift, dass die Worte und Gefühle mich durch den gan­zen Tag beglei­ten. Heute bin ich auf so ein Buch gestoßen.

Im Radio lief eine Sen­dung mit dem Titel »Der tan­zende Tod«. Es wur­den unter ande­rem Pas­sa­gen aus dem Buch »Just Kids« von Patti Smith vor­ge­le­sen. In die­sem Buch erzählt sie die Geschichte einer Freund­schaft — der Freund­schaft zwi­schen ihr und dem Foto­gra­fen und Künst­ler Robert Mapp­le­thorpe.

Es kommt ja nun öfter vor, dass Pro­mi­nente Memoi­ren schrei­ben oder Geschich­ten aus ihrem Leben zum Bes­ten geben, um noch ein paar Euros mit­zu­neh­men. Doch die­ser Text, den ich im Radio hörte,  hat mich vom ers­ten Wort an fas­zi­niert. Er besteht aus Gefüh­len und nicht nur aus sach­li­chen Erin­ne­run­gen, wenn ich das mal so blu­mig aus­drü­cken darf.

Viel­leicht kann Patti Smith kurz selbst erzäh­len. Die­ser Fern­seh­bei­trag zum Buch ist sehr gelun­gen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 März

Lieben wir das Flüchtige?

von Sabrina KirnapciKategorie: Wortkunst1 Kommentar

Was fas­zi­niert einen Men­schen? Was genießt er? Was mag er? Was macht ihn froh? Diese Fra­gen hat sich Her­mann Hesse wohl gestellt, bevor er das Gedicht »In Sand geschrie­ben« ver­fasste. Wenn man über seine Worte nach­denkt, muss man ihm zumin­dest größ­ten­teils Recht geben.

Ein Moment im Wald, in dem die Son­nen­strah­len durch die Bäume bre­chen und ein lauer Som­mer­wind durch die Büsche weht, ist sinn­li­cher als das Gemälde, das dau­er­haft an der Wand im Wohn­zim­mer hängt.

Leben heißt Ver­än­de­rung. Das Leben ist im Fluss. Still­stand ist der Tod. Nur einige Rede­wen­dun­gen, die Her­mann Hes­ses Gedicht unterstreichen.

Lie­ben wir das Flüch­tige, weil es unse­rem Wesen entspricht?