Das Resümee der Wochenschau steht noch auf der Agenda, unzählige Beiträge wollen noch noch bewertet und kategorisiert werden, während weitere Artikel darauf warten, eingepflegt zu werden. Spontis wird umstruktiert, umgebaut, umgekrempelt. Und ich habe nichts anderes zu tun, als mich durch den Feedreader zu klicken um neue und interessante Beiträge anderer zu lesen. Verdammt! Es ärgert mich, dass ich immer noch nicht fertig bin. Ich will wieder in einer fertigen Umgebung schreiben und suche händeringend nach Zeit um all die großen Pläne umzusetzen. Auch die Frau mit den magischen Augen drängt auf die Fertigstellung, schließlich ist unsere gemeinsame Ankündigung schon wieder fast eine Woche alt. Klick! Der nächste Link. Shan Dark schreibt wieder einen faszinierenden Artikel über eine Schädelausstellung in Mannheim. Schon wieder ist eine viertel Stunde vergangen in der ich nichts weiter gemacht habe, als zu lesen. Immerhin hat es sich gelohnt. Neid ist die höchste Form der Anerkennung und zu gerne wäre ich selbst zu der Ausstellung gegangen. Klick! Selber Schuld, denke ich. Ich könnte ja endlich mal das fertig machen, was ich angefangen habe. Ach was, nur noch einen. Klick! Den ganzen Artikel lesen… »
27 Januar
Spontis Wochenschau #3/12
7 Januar
Spontis Wochenschau #1/12
Neues Jahr, neues Glück. Mittlerweile haben sich alle ein frohes neues Jahr gewünscht, die Weihnachtsbäume entsorgt und das Geschenkpapier gebügelt, um es in diesem Jahr nochmal wiederzuverwenden. Umweltschutz und so. Ein großes schwedisches Möbelhaus wirbt sogar damit, die Bäume aus dem Fenster zu schmeißen, um so Platz für neue und günstige Möbel zu schaffen, die natürlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Oder nicht? Eine absurde Zeit in der wir leben. Es gibt sogar Männer, die schenken ihrer Freundin Andrea ein Tiefdruckgebiet für 199€ (Hochdruckgebiete kosten 100€ mehr), das dann auch noch wütend über das Land zieht um Chaos und Zerstörung zu hinterlassen. Ich wäre als Tiefdruckgebiet sicherlich auch sauer, wenn mich jemand Andrea nennen würde. In Zeiten des Internet wird man sich so mancher Absurdität erst bewusst und paradoxerweise ist das Netz für eine ganze Reihe solcher Unmöglichkeiten auch noch selbst verantwortlich. Hätten wir sonst erfahren wie man ein Tiefdruckgebiet kaufen kann? Genug davon. In der Spontis Wochenschau gibt es auch dieses Jahr wieder regelmäßig kostenlose schwarze Links, die natürlich alle viel wertvoller, qualitativ hochwertiger, nachhaltiger und umweltschonender sind als andere. Oder nicht?
14 Dezember
Spontis Wochenschau #25/11
Einige Wochen sind vergangen, seit ich die letzte Wochenschau veröffentlicht habe. Und dennoch ist meine Liste von Verweisen überschaubar geblieben. Ich habe den Eindruck, dass sich eine digitale Stille breitmacht, kurz vor dem Jahreswechsel und dem besinnlichen Fest scheint man sich noch ein letztes mal dem Stress des Alltags hinzugeben. Vorbereitete haben bereits jetzt alle Geschenke besorgt, Backzutaten eingekauft und die Rezepte für das Weihnachtsessen bereitgelegt. Die anderen, die mit dem Fest so rein gar nichts anfangen können, verstecken sich vor dem Konsumterror, der ewig dudelnden Weihnachtsmusik und der aufgesetzten Besinnlichkeit. Ich schwebe irgendwo dazwischen, vermutlich habe ich mich mit der Tatsache abgefunden, dass Weihnachten nun mal so gefeiert wird, werde mich aber davor hüten ein Baum mit Kugeln zu behängen oder lustige Weihnachtsmänner aufzustellen. Ich schätze die Zeit der Ruhe, die Zeit mit der Familie und Freunden und die Zeit mit sich selbst. Die meisten müssen nicht arbeiten und nutzen die Gelegenheit, auch weite Entfernungen zu überbrücken, um sich im Kreise seiner Familie oder seiner Freunde zu bewegen. Schade, dass das außerhalb dieser Zeit so schwierig geworden ist. Und damit ihr euch beim klicken zwischen möglichen Geschenken eine Pause gönnt, hier ein paar Weihnachtsfreie Links. Den ganzen Artikel lesen… »
6 Oktober
Spontis Wochenschau #24/11
Eine turbulente Woche, eine verrückte Zeit. Es ist erstaunlich, aber manchmal fühlt sich das Leben so an wie ein Baum. Er wächst und gedeiht, verändert sich und verliert im Herbst seine Blätter um im Frühling wieder in neuer Blüte zu erwachen. Im Augenblick wiege ich mich im Sturm der Ereignisse, die um mich herum geschehen, jeder Ast wird auf seine Standfestigkeit geprüft — wie die Zeit fallen die Blätter des Baumes zu Boden. Im Blog ist es ruhig geworden, ich muss warten, bis sich der Sturm wieder gelegt hat. Ich muss warten, bis der Sturm den Baum von seinen Blättern befreit hat um zu wissen, was Kälte ist und darauf zu hoffen, dass er neue Blätter tragen wird. Die Blätter der Vergangenheit werden langsam Eins mit dem Boden, auf dem sie verwesen.
Nach diesem, eher philosophischem Ansatz einer Momentaufnahme, will ich versuchen, mich wieder darauf zu konzentrieren, etwas Produktives zu tun. Die Wochenschau ist eine ideale Gelegenheit, dem Wetter Rechnung zu tragen und etwas von dem weiterzugeben, was außerhalb des eigenen Dunstkreises geschieht und lenkt ein wenig von dem ab, was innerhalb geschieht. Den ganzen Artikel lesen… »
1 September
Spontis Wochenschau #22/11
Am Bahnhof ist der Teufel los. Ich quetsche mich durch die Menschenmengen hindurch um im Schatten des Kölner Doms frische Luft zu schnappen. Der Nerd und Geek Faktor ist hoch, sehr hoch. Überall typische und untypische Spieler, Freaks und Fans in Kostümen und mit Tüten der großen Spielehersteller und neuesten Top-Titel der Branche. In Köln findet die Gamescom statt und lockt die vermeintliche Randgruppe aus dem gesamten Bundesland in die Stadt am Rhein. Mittendrin verzweifelte Kamera-Teams dubioser Produktionsfirmen. Ein hippe und blondierte Mikrofonhalterin, die im Holzfällerhemd und mit der fensterverglasten Hornbrille Zugehörigkeit suggeriert, sieht sich überfordert. Die einen sind nicht an einem Interview interessiert und ignorieren die Kamera, die anderen haben entgegen dem Skript, an dem sich die Frau mit Mikrofon krampfhaft festhält, Hintergrundwissen und langweilen. Als die Kamera aus ist, zeigt sie sich genervt und sagt: »Scheiße, wo sind denn hier die Freaks?«, zieht weiter und verschwindet wieder im Hauptbahnhof. Ich schmunzle. Hätte ich bloß einen Spiegel dabei gehabt um der Dame ihr Abbild zu zeigen. Freaks, so lehrt mich die Situation, finden andere oftmals im Spiegel und nicht auf der Domplatte. Schaut weniger Fernsehen und klickt euch eure Hintergründe selbst zusammen. Hier könnt ihr anfangen: Den ganzen Artikel lesen… »
22 August
Spontis Wochenschau #21/11
Da vermutete doch eine gute Freundin, Frisch & Schwarz, die neue Rubrik zum Thema »schwarze« Musik, würde die Wochenschau ersetzen. Macht sie natürlich nicht, der eigentliche Grund liegt darin, dass beides zu mischen den Rahmen einer einzelnen Wochenschau sprengen würde und sonst das eine oder das andere Gefahr laufen würde, unterzugehen. Die meisten großartigen Links, die hier zu finden sind, habe das nicht verdient. Denn sie entstammen großartigen Quellen und sind handverlesen. Was nicht gut genug erscheint, wird entsternt (Google Reader), entsorgt oder schonungslos gelöscht.
Was macht sie qualitativ hochwertig? Mein Gefühl dafür. Zum Fantasy-Filmfest möchte ich gerne hinfahren, Gedichte vorlesen wollte ich auch schon mal, Jugendsünden habe ich reichlich begangen und ich hätte gerne in die Gesichter beim Nazi-Waschtag geschaut. Die Unruhen in London bewegen mich, die verlassene Insel finde ich faszinierend, den Ursprung von Bandnamen oder die Bestattungsrituale in Indien hochinteressant. Und ja, ich habe auch alle Videos geguckt, gelacht, geschmunzelt, mich aufgeregt oder getobt, je nachdem. Und genau deshalb dauert es auch immer etwas länger mit den Links. Die Qualitätskontrollen durchlaufen die härtesten Kontrollen und leben alle von einer Tatsache: Genau so hätte ich das auch gerne machen oder bloggen wollen. Neid ist kein Gefühl des Missgunst, sondern meine höchste Form der Anerkennung. Den ganzen Artikel lesen… »
8 August
Spontis Wochenschau #20/11
Nachdem ich am Wochenende festgestellt habe, das Platzregen auf dem mittelalterlicher Phantasie Spektakel nicht bloß Einbildung ist, sondern auch trotz Regenschirm ganz real nass machen kann, bin ich natürlich etwas meiner Illusion beraubt. Umso authentischer war dann das Gefühl, als der Platz sich schlagartig leerte und hastige Händler ihre ertrinkenden Waren auf alten Holzkarren durch knöchelhohen Matsch zogen. So stelle ich mir das Mittelalter schon eher vor, jedenfalls das richtige.
Natürlich war ich im Nachhinein entsetzt über mich selbst, wie ich schamlos auf einem elektronischen Hexengerät (Smartphone) ein Bild von der Szenerie in den weltweiten Gesichts-Pranger (Facebook) stellte. Da frage ich mich angesichts der angeregten Diskussion im Artikel über das bevorstehende Spectaculum, wie ernst es die Darsteller mit der »gelebten Geschichte« nehmen. Verbot von Mobiltelefonen? Verachtung und Steinigung von Regenschirm– und Gummistiefelbenutzern? Ist näher dran am Mittelalter auch mittendrin? Ich glaube, ich will es gar nicht wissen und freue mich über die Tatsache, einen atemberaubenden Schmuck-Fund auch mit elektronischen Zahlungsmitteln begleichen zu können. Achso, die Wochenschau, Entschuldigung. Den ganzen Artikel lesen… »
1 August
Spontis Wochenschau #19/11
Ich könnte jetzt über das Wetter sprechen. Mache ich aber nicht. Ich könnte auch darüber sprechen, wie die gefühlte Geschwindigkeit der Zeit im Sog schicksalhafter Tage zunimmt. Mache ich auch nicht. Ich könnte auch über christliche Taufen zwischen Kollekte und Buffet sprechen. Mache ich auch nicht. Ich spreche lieber über eine Zahl, die wie ein Kilometerzähler im Backend dieses Blogs tickt, so wie im Auto, während man beim beobachten des Kilometerzählers beim erreichen einer bestimmten Zahl einen Augenblick lang inne hält.
Nachdem ich die teuflische Anzahl von 666 Kommentare bereits schon vor Jahren überschritten habe, steht nun das 6.666 Kommentar ins Haus (Wann wird nicht verraten). Angesichts dieser simplen Zahl verblassen die anderen Dinge im Hintergrund für einige Momente in der Belanglosigkeit. Ich lasse dieses Zahl in zutiefst empfundener Dankbarkeit einfach mal im Raum stehen und mache das einzig vernünftige: Weitermachen wie bisher. Interessant, dass kurze Gedanken sich immer wieder vor die Wochenschau schleichen — eine schöne Tradition. Den ganzen Artikel lesen… »

