Todessehnsucht wird überbewertet. Das innige Verlagen nach dem was man liebt oder begehrt ist zuweilen verbunden mit dem schmerzhaften Gefühl, das Verlangen nicht befriedigen zu können. Der Tod ist jedoch das Ende der Sehnsucht ohne die Aussicht das Verlangen jemals stillen zu können. Sollte man sich nach etwas sehnen, was der Tod der Sehnsucht selbst ist? (via This isn’t happiness)
7 Juli
Ohne Worte: Unschöne Schlankheit
»Welch Freude! Endlich brauche ich nicht mehr meine unschöne Schlankheit zu verbergen. — Bedenken Sie, wie auch Ihre Figur und um wie viel Sie sich dadurch begehrenswerter machen.« Aus einer Zeit, in der Schlankheit ein Zeichen für Armut und die Figur die soziale Stellung repräsentieren konnte. (via Kraftfuttermischwerk)
4 Juli
Ohne Worte: Kleider machen Leute
Reclams Moder & Kostüm Lexikon, Stuttgart 1994: »Der Mühlsteinkragen war dem Typ nach eine überdimensionierte steife Halskrause, die, von Spanien ausgehend, im 16./17. Jahrhundert. gleicherweise von Frauen und Männern »von Stand« getragen wurde. Im 17. Jh. gehörte der Mühlsteinkragen in vielen Gebieten zum Habit protestantischer Geistlicher. Selbst heute noch ist der Mühlsteinkragen in manchen evangelischen Landeskirchen als Teil der Amtstracht gebräuchlich.« (via coisas do arco da velha)
28 Juni
Ohne Worte: A Love Craft
»Over the last few months I helped curate an exhibit taking place at the Observatory in Brooklyn New York. I’ll also have a Lovecraft themed artwork included. And a few artists I can vouch for being in the show who haven’t been officially mentioned are Mat Brinkman and Skinner.« Ausstellung von H.P. Lovecraft inspirierter Kunst in New York. (via This isn’t Happiness)
17 Juni
Kreative Randgruppenreflektion: Emo Assault Squadron 2
Der Humor ihrer Videoproduktionen ist so schwarz wie die Protagonisten selbst. Über die Agents of S.O.R.P. (Sacred Order of the Ring Pop) hatte ich bereits gebloggt, jetzt sind sie mit neuem Video und neuer Internetseite zurück. Nach ihrem Klassiker Emo Assault Squadron gibt es jetzt den lange erwarteten zweiten Teil, bei dem man sich intensiver mit Hipstern und den Twilight-Kids auseinandersetzt. Das ich mich wieder köstlich amüsiert habe, brauche ich sicherlich nicht weiter erwähnen, ich mag einfach die unverkrampfte Art mit der eigenen Randgruppenidentität umzugehen.
28 Mai
Über die Beeinflussung durch Medien: Schwarz wie Milch
Den Blick in die Welt kann eine Zeitung versperren. Sagte man zu Zeiten der Studentenrevolte und meinte das Richtige. Denn tatsächlich ist es doch so, das unser Weltbild durch die Medien manipuliert wird unsere Kaufabsichten durch Werbung beeinflusst und unsere Vorurteile auch nicht von ungefähr kommen. Nichts ist daran schlimm, sich passiv im Strom zu bewegen und sich bequem im Fluss der Meinungen zu bedienen, das machen ja schließlich alle anderen auch. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr darauf so zu sein und das zu denken was die anderen auch so denken und was sie darstellen. Ich kleidete mich schwarz und stieß dem Umfeld vor den Kopf. Vielleicht habe ich gehofft das einer fragt warum ich das tue. Ich begann mich für Dinge zu interessieren und Fragen zu stellen die keiner beantworten konnte. Seine eigene Meinung bilden und Sachen auf den Grund gehen, das finde ich jetzt viel besser. Etwas mit Hintergrund zu füllen anstatt es mit Farbe aus dem Baumarkt der Meinungen auszumalen.
Nur Werbung, geistlose Unterhaltung und politischer Schwachsinn überfluten die Bildschirme. Einer lügt mehr als der Andere. Und wenn die Welt nur noch aus Lügen besteht, dann wird die Wahrheit das Einzige sein, was niemand mehr glaubt. Und werde ich meine Augen schließen und wegsehen... Nein... ich habe meine eigene Meinung! Ich traue nicht den schönen Bildern und den Worten, die mir verbieten selbst zu denken. Ich werde suchen und ich werde die Wahrheit finden. Auch wenn es mir nicht bewusst war, dass ich manipuliert wurde... Oder hast du es gemerkt? Ich hoffe du bist nicht meiner Meinung? Den ganzen Artikel lesen... »
4 Mai
Top 5 der musikalischen TV-Skandale in den 80ern
Ein furchtbar menschliche Eigenschaft sich immer an die schlechten und selten an die Guten Dinge seine Lebens zu erinnern. Vielleicht wäre es auch anders nicht möglich, aus seinen Fehlern zu lernen. Ebenso Menschlich ist es, sich an die Verfehlungen anderer zu erinnern vor allem dann, wenn es um die musikalischen TV-Skandale der 80er geht. Ich habe Musiksendungen wie Formel 1, ZDF Hitparade, Rockpalast oder auch Bravo TV verschlungen. Die waren dann auch am nächsten Tag noch Thema auf dem Schulhof, bei dem es nach skandalösen Auftritten nur so brodelte. Postpunk erinnerte mich mit seinem grandiosen Fundstück an eben diese Zeit, denn dort gibt es in einer Off-Beat Sendung mit Co-Moderator Andrew Eldrith (Sisters of Mercy) Ausschnitte eine geplatzten Phillip Boa Auftritts, den ich selbst bei einem anderen Sender gesehen hatte.
In diesem Zusammenhang habe ich dann in meinem Kopf und im Netz recherchiert und die Top 5 der musikalischen TV-Skandale zusammengetragen, die ich noch aus den 80ern in Erinnerung habe. Nutzt die Kommentare um eure Erinnerungen niederzuschreiben.
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28 April
LARP weltweit - Pennsic War
Wer glaubt, LARP (Live Action Role Playing) wäre ein europäisches Phänomen Mittelalterbegeisterter Zeitgenossen, der ist auf dem Holzweg und dessen Herkunft ist ebenso in dieser Zeit zu suchen. Aber bevor ich wieder abschweife, konzentriere ich mich wieder auf das wesentliche.
In den USA ist man immer schon Anhänger von der Darstellung historischer Schlachten gewesen, gerade die aus der eigenen Geschichte wie dem Bürgerkrieg, sind besonders beliebt. Vielleicht der amerikanische Weg die eigene und recht kurze Geschichte zu würdigen. Deshalb habe ich immer geglaubt, das mittelalterliche Leidenschaft sei vor allem in Europa zu Hause und würde in den Staaten eher im Untergrund stattfinden und höchstens durch die Teilnahme an Gerneorientierten Spielen zelebriert. Als ich dann das Video sah, das diesem Artikel zu Grunde liegt, musste ich mich eines besseren belehren lassen. Amerikaner sind einfach Begeisterungsfähiger für solches Ansinnen, eine ihrer größten Stärken. Den ganzen Artikel lesen… »
1 April
Kostengünstige WGT Reiseherberge für Grufties
Wenn man sich als Gruftie auf Reisen begibt, hat man es wirklich nicht leicht. Man lässt seine vier Wände einsam und verlassen zurück und tauscht die flackernden Grablichter gegen die künstliche und laute Umgebung. Es ist brutal alles das zurück zu lassen was einem das Gefühl vermittelt zu Hause zu sein. Grablichter, Spinnweben, schwarze Wände und der kleine Altar auf dem man gestern noch liebevoll ein Tier dem Fürsten der Finsternis opferte. Natürlich lässt man auch seinen Sarg zurück, in dem man jede Nacht seinen wohlverdienten Schlaf findet und der mit seinem weißen und glatten Satin-Stoff dem eigenen Körper schmeichelt. Was für ein schönes Gefühl, wenn der schwere hölzerne Deckel sich schließt und die laute Umwelt einfach ausblendet, endlich kann man mit sich allein das Gefühl der absoluten Stille genießen und über den Sinn des Lebens nachdenken und Energie tanken um den täglichen Anforderungen des Alltags gerecht zu werden.
Natürlich ist es nicht praktikabel das eigene Bett auf Reisen mitzunehmen, wenn man nicht in der Lage ist sich einen adäquaten Leichenwagen zu besorgen in dem man sein Bett bequem transportieren kann. Deswegen muss eine geeignete Alternative her, eine Möglichkeit auch auf kostengünstigen Reisen mit dem Zug seine Ruhe zu finden. Und endlich hat die Deutsche Bahn reagiert und bietet auf größeren Bahnhöfen kostengünstige Ruhefächer nach japanischem Vorbild an und eignet sich damit als Alternative zu klassischen Schlafröhre. Die Ausstattung ist spartanisch und etwas hart, dafür aber kostengünstig und sicher. Den ganzen Artikel lesen… »
2 März
Somebody - Soundcheck mit Alan Wilder
Ganz großes Kino, als Alan Wilder am 17.02.2010 anlässlich einer Benefiz-Veranstaltungen in der Royal Albert Hall auf die Bühne marschierte und Martin L. Gore am Klavier begleitete. Darüber hatte ich bereits gebloggt. Noch größer war das Kino, als die Band selbst ein Video vom Soundcheck zum Konzert veröffentlichte und gleich im Anschluss noch ein Interview mit Alan Wilder selbst, der auch der Ansicht ist, das dies ein ganz besonderer Moment gewesen ist wieder einmal mit Fletch und Martin auf der Bühne zu stehe. Einfach mal anschauen, zurück lehnen und ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.





