25 Mai

Moskau Zombie Parade 2011

Kategorie: Schwarzes Netz2 Kommentare

Als Gor­bat­schow 1986 damit begann, seine Peres­troika durch­zu­set­zen, konnte nie­mand ahnen, wo das ein­mal hin­füh­ren würde. 2011 gehö­ren Zombie-Parade zum Stadt­bild der rus­si­schen Haupt­stadt, wer hätte das geahnt? Als Mathias Rust 1987 auf dem roten Platz lan­dete, war die Auf­re­gung groß, heute würde das wohl Hollywood-Reif insze­niert wer­den, wäh­rend man sich an den Stän­den um den Schau­platz des Spek­ta­kels mit Geträn­ken eines ame­ri­ka­ni­schen Brau­se­her­stel­lers ver­sor­gen kann, wäh­rend ein gol­de­nes »M« von der Packung eines wei­chen Bröt­chens leuch­tet. Mag man von die­ser Ent­wick­lung hal­ten was man will. Tat­sa­che ist, dass ich es mit­un­ter sehr fas­zi­nie­rend finde, was hin­ter dem ehe­mals Eiser­nen Vor­hang so stattfindet.

Der Blog English Rus­sia ist ein guter Start für Ein­bli­cke in rus­si­sche Krea­ti­vi­tät, so wie jüngst bei der Moscow Zom­bie Parade, zu der es einige sehr fas­zi­nie­rende Auf­nah­men gibt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 April

Neomorphus: Morbide und Imaginäre Kreaturen im Kurzfilm

Vom bra­si­lia­ni­schen Ano­ma­to­rio kommt ein Stop-Motion Film ers­ter und schwar­zer Güte­klasse, in der Muta­tion, Trans­for­ma­tion und Ent­wick­lung zu einer neuen Spe­zies sich die Hand rei­chen um zu einer neuen tra­gi­schen Krea­tur zu wer­den. Was der Film visu­ell zu bie­ten hat, ist in etwa das, was man wohl als »sach­li­che Ästhe­tik der schwar­zen Szene« bezeich­nen würde, vor­aus­ge­setzt man würde gefragt. Und in der Tat ist auch mir bei so man­cher Vision des Künst­lers das Herz auf­ge­gan­gen, seine Anlei­hen an Tim Bur­ton ver­lei­hen Neo­mor­phus ein schau­rig schö­nen Charakter.

Transformation trough mutations stages. Evolution as a function gain is called neo-morphic. Imaginary creatures adapt into an Ecosystem and the transformation of these habitats for these creatures generates a fantastic cycle. The mutation symbolism is part of Animatorio experiences in its trajectory, changing places, finding a new spectrum, a new phase, evolving.

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10 März

Gastartikel auf Gothic.at

Kategorie: Schwarzes Netz3 Kommentare

Wechsel der GenerationenDas Öster­reich mehr zu bie­ten hat als Berge und Kai­ser­schmarrn dürfte jedem, der dort schon mal zu Gast gewe­sen ist, in Erin­ne­rung geblie­ben sein. Doch auch für das gemeine Schwarz­volk bie­tet das Land aus­rei­chend Rück­zugs­mög­lich­kei­ten. Allen voran die Haupt­stadt Wien, eine der schöns­ten Städte Euro­pas und schwar­zer Schmelz­tie­gel des Lan­des. Schon seit Gothic auf das Euro­päi­sche Fest­land geschwappt ist, ent­wi­ckelte sich die Öster­rei­chi­sche Gothic-Szene ähnlich wie in Deutschland.

Dass sich das etwa 1990 änderte, erfuhr ich in einer Nach­richt von Bern­hard Hans­bauer, der mich ein­lud, für das öster­rei­chi­schen Por­tal gothic.at einen Gast­ar­ti­kel zu ver­fas­sen, um mich genau die­ser The­ma­tik ein­mal anzu­neh­men.  Einige Recher­chen älter konnte ich tat­säch­lich ein Aus­ein­an­der­drif­ten der musi­ka­li­schen Grund­la­gen nach­voll­zie­hen und habe damit begon­nen im Arti­kel »Wech­sel der Gene­ra­tio­nen«  davon zu berich­ten. Ich habe ver­sucht, die Muta­tion in die zweite Gene­ra­tion Gothics anhand von Ent­wick­lun­gen im gleich­na­mi­gen Musik-Genre zu beschrei­ben und sehe auch den Mau­er­fall als bedeu­tende Initi­al­zün­dung für eine Reihe von wei­te­ren Ereig­nis­sen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 Februar

Popkultur in Plastik: Madness trifft Joy Division

Kategorie: Schwarzes Netz4 Kommentare

Als Kind männ­li­cher Natur kam man zu mei­ner Zeit schnell mit dem Phä­no­men Lego in Berüh­rung. Da wur­den Stra­ßen gebaut, Städte geplant und tech­ni­sche Meis­ter­werke voll­bracht. Eine Reihe von Links haben eine inter­es­sante Ver­bin­dung geschaf­fen. Pop­kul­tur in Plas­tik. Zunächst bin ich bei Spe­cky­boy über eine Samm­lung von 30 Alben gestol­pert, die lie­be­voll und krea­tiv in Lego insze­niert wur­den. Das Madness-Album, das ich hier bei­spiel­haft für die groß­ar­tige Samm­lung prä­sen­tiere, ist in mehr­fa­cher Hin­sicht eines der bes­ten. Das ent­hal­tene Stück »Night­boat to Cairo« ist aktu­el­ler denn je und es steht stell­ver­tre­tend für die spä­ten Aus­läu­fer einer Jugend­kul­tur. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 Dezember

Video: Neulich in der Diskothek (1986)

Tan­zen. Neben den klas­si­schen und erlern­ba­ren Metho­den zu Tan­zen gibt es auch den Tanz als Aus­drucks­form sei­ner Selbst und das kann man nicht erler­nen. Seit tau­sen­den von Jah­ren tan­zen wir und der Tanz ent­wi­ckelte sich von einer Aus­drucks­form zur Tra­di­tion und spä­ter zum Zei­chen gesell­schaft­li­cher Inte­gra­tion. Das ist auch heute noch so. Die Namen der Tänze ändern sich mit den Jahr­hun­der­ten, nicht aber die Bedeutung.

Ich kann nicht tan­zen. Jeden­falls nicht klas­sisch. In mei­ner Jugend habe ich begon­nen die Tänze mei­ner Idole im Musik­fern­se­hen nach­zu­ah­men, allen voran den von Curt Smith und zwar so, wie er ihn im Video zu »Mad World« von 1982 (ab Minute 2:20) tanzt. Auch heute tanze ich eher so wie es mir gefällt, füge mich aber den­noch aus Gemein­schafts­ge­fühl auf der Tanz­flä­che aus­ge­ru­fe­nen Mas­sen­be­we­gun­gen. So wie den »Toten­grä­ber­tanz«, da mache ich ein­fach mal mit, weil er eben so herr­lich tra­di­tio­nell ist, wäh­rend ich bei Anne Clark meist mit geschlos­se­nen Augen die Musik so rich­tig schön in mich rein­krie­chen lasse. Ein Video zu Tri­so­mie 21 — The Last Song hat mich dann doch wie­der in Erin­ne­run­gen schwel­gen las­sen, obwohl ich anfangs nur im Dun­keln getanzt habe und mich bei zu Viel Licht wie ein scheues Reh im Dickicht der Men­schen ver­kro­chen habe. Wie tanzt ihr? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 November

Video: The Cutest Evil Dead Girl Ever

Übri­gens: Meine neue vir­tu­elle Freun­din heißt Eve­lyn, obwohl sie eigent­lich mit Edward zusam­men sein sollte.  Mit einem Bud­get von nur $16.000 drehte Brad Pey­ton 2002 einen preis­ge­krön­ten Film, der sagen wir mal böse ist und so vol­ler schwar­zem Humor, das die Farbe schon aus dem Play-Button her­aus­quillt. Wirk­lich »hüb­scher« Film, bei dem ich mich unwei­ger­lich frage, warum er mir erst jetzt zu Gesicht kommt. So ist das Inter­net, manch­mal sieht man den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht.

The film is about an evil living dead girl named Evelyn who decides that she needs friends. Her gifts for other girls (including a crow's heart) only scare them. Evelyn then tries to resurrect herself through suicide, after reading a book entitled How to Kill Yourself Back to Life. Her suicide attempts fail; part of the problem is that she wastes her bullets killing birds instead of herself, and she swings on her rope instead of hanging herself. Eventually, one boy (Close) is killed in a bus accident and becomes a living dead friend for her.

(via Gothic Tea Society)


24 November

Video: Keep Matches away from Children

»Spiel nicht mit dem Feuer!« sagte man mir und ich tat es doch. Ich eine kleine Gar­ten­schau­fel goss ich den Pin­sel­rei­ni­ger den ich im Schup­pen des Schre­ber­gar­tens gefun­den hat­ten. Das Feu­er­zeug ent­fachte das lodernde kleine Spek­ta­kel, fas­zi­niert fun­kel­ten meine Augen im Schein des Feu­ers. Doch ein plötz­li­ches Geräusch erschreckte mich. Ich sprang auf und trat mit meine Fuß auf die Spitze der Schau­fel. Wie auf einem Kata­pult schleu­derte die bren­nen­den Flüs­sig­keit auf mei­nen Fuß, panisch erschlug ich die Flam­men mit mei­nen Hän­den und den­noch war mein Knö­chel eine Mischung aus Ruß und Haut­fet­zen, die das rohe Fleisch ent­blöß­ten. Ich emp­fand kei­nen Schmerz, der Schock saß mir in den Kno­chen. Erst als man mir im Kran­ken­haus die Wunde säu­berte und die Reste ver­brann­ter Strümpfe ent­fernte schos­sen mir die Trä­nen in die Augen. Der Arzt fand, das ich für einen 10-jährigen Jun­gen sehr tap­fer war. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 November

Video: Opfer von Satanisten erkennen

Im Zuge der Satanismus-Welle in den spä­ten 60ern litt beson­ders die USA unter eini­gen davon inspi­rier­ten Mor­den, allen voran die von Charles Man­son, der sich selbst als Wie­der­ge­burt von Aleis­ter Crow­ley bezeich­nete und als per­so­ni­fi­zier­tes Böses damit die Werke des 1947 ver­stor­be­nen Schrift­stel­lers in ein blu­ti­ges Licht rückte. Anton LaVey grün­dete 1966 die berühmte »Church of Satan« die damit eben­falls einen neuen Zeit­geist in den frü­hen 70ern ein­läu­tete, dem sich viele Musi­ker und Bands unter­war­fen. So kommt es vor allem seit die­ser Zeit immer wie­der zur Ver­qui­ckung von Sata­nis­ten und Rockmusik.

Poli­zei und Behör­den zeigte sich den spi­ri­tu­el­len Ein­flüs­sen gegen­über sehr hilf­los und haben seit die­ser Zeit immer wie­der mit Ritu­al­mor­den zu tun, bei denen sich die Mör­der Sym­bo­len bedie­nen um damit ihre Opfer zu zeich­nen. Ein biss­chen gru­se­lig ist es ja schon wenn der steife Poli­zist hier an dem Bikini-Mädchen zeigt, woran man »typi­sche Spu­ren sata­nis­tisch beein­fluss­ter Morde« erkennt. (Keine Angst, alles Jugend­frei) Den gan­zen Arti­kel lesen… »


16 November

Schloss Einstein - Das Gruftie-Internat (2)

BeschwörungstheorienWie es aus­sieht, wenn man eine Jugend­be­we­gung in einer Jugend-Soap zum Thema macht, habe ich bereits mit der ers­ten Folge von Schloss Ein­stein — Das Gruf­tie Inter­nat deut­lich gemacht. Erschre­ckend ist, das es heute immer noch mög­lich zu sein scheint, mit den sel­ben Vor­ur­tei­len und Kli­schees wie vor 20 Jah­ren zu arbei­ten um dar­aus eine Unter­hal­tungs­sen­dung für Jugend­li­che zu pro­du­zie­ren, bei der die Auf­klä­rung nur mit­schwingt, wäh­rend sie von der pla­ka­ti­ven Dar­stel­lung einer halb ver­stan­de­nen Szene über­strahlt wird.

Es scheint unaus­weich­lich gewe­sen zu sein, das Thema »Gothic« durch die aktu­ell große Popu­la­ri­tät in die Serie mit ein­zu­be­zie­hen, gewünscht hätte ich mir aber eine andere Sicht­weise, ohne die ewige Leier von Beschwö­run­gen, Sata­nis­mus und schwar­zen Mes­sen. Es gibt durch­aus andere ernst zuneh­mende Pro­bleme her­an­wach­sen­der die man in einer sol­chen Serie anfas­sen könnte, obwohl ich zuge­ben muss, dass das den Wert der Unter­hal­tung drü­cken würde. Der Kunde ist König und so pro­du­ziert man das, was sich am bes­ten ver­kau­fen lässt. Doch genug von mei­ner per­sön­li­chen Ansicht, hin zur lang erwar­te­ten zwei­ten Folge. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 November

Du sollst Skinheads nicht mit Nazis verwechseln

Kategorie: Schwarzes Netz10 Kommentare

»Du sollst Skin­heads nicht mit Nazis ver­wech­seln« ist nicht nur der Titel einer auf­klä­ren­den Inter­net­seite, son­dern auch Motto mit erho­be­nem Zei­ge­fin­ger. Auf­merk­same Leser wis­sen bereits: Eine Glatze und ein Paar Dr. Mar­tens rei­chen noch lange nicht für die Iden­ti­fi­zie­rung eines Neo­na­zis. Viel schlim­mer noch: Heute scheint es prak­tisch unmög­lich typi­sche Erken­nungs­merk­male zu defi­nie­ren, die dem Bür­ger bei sei­nem Schub­la­den­den­ken unter die Arme grei­fen. Auf sehr anschau­li­che Art und Weise haben sich die Fil­me­ma­cher und Edina MedraS­te­fan Beren­thal mit Kin­dern und Jugend­li­chen zweier Schu­len in Bre­men zusam­men­ge­tan  und das Video Vor­sicht Nazi gedreht, das im leicht ver­ständ­li­chen Stil die Sache noch ein­mal in 6:55 aus­ein­an­der­kla­mü­sert und damit den Ver­such gestar­tet, das Vor­ur­teil das sich untrenn­bar mit dem Den­ken vie­ler Bür­ger ver­kno­tet hat, zu entwirren.


(via KFMW)

Neo­na­zis leben heute davon, alte Sym­bo­lik auf­zu­ge­ben und sich stän­dig neue Bezüge her­zu­stel­len.  Die meis­ten sind nicht mehr durch ihr äuße­res zu unter­schei­den, son­dern nur durch ihre Ideen und die immer glei­chen Argu­mente. Die Belie­big­keit in der man in der rech­ten Szene Sym­bole für sich ver­ein­nahmt ist erschre­ckend und ver­lei­ten unin­for­mierte immer wie­der zu fal­schen Asso­zia­tio­nen. Gothics wur­den in den 90ern eben­falls als Weg der Infil­tra­tion ent­deckt, ihr poli­ti­sches Des­in­ter­esse, Bezüge zu Mythen und Legen­den sowie die Erfor­schung musi­ka­li­scher Grenz­be­rei­chen musste auf die braune Brut wie ein Magnet gewirkt haben. Und trotz­dem fan­den sie auch hier kei­nen frucht­ba­ren Boden son­dern stie­ßen auf breite Ableh­nung. Bis heute ist das Thema jedoch sen­si­bel geblie­ben und sorgt immer wie­der für Dis­kus­si­ons­stoff, der manch­mal nur auf Ver­feh­lun­gen ein­zel­ner zurück zu füh­ren ist.