“Well, you wonder why I always dress in black. Why you never see bright colors on my back, And why does my appearance seem to have a somber tone. Well, there’s a reason for the things that i have on.” Angesichts der aktuellen Wochenschau möchte ich jedoch ein klein wenig daran zweifeln dürfen. Jedenfalls für mich persönlich. Da gibt es doch tatsächlich jemanden, der “Goth” ist und Blut trinkt. Eigentlich klar. Jeden Abscheulichkeit, die sich ein Mensch ausdenkt, wird irgendwo gelebt. Bevorzugt in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Schließlich kommt die zitieren Textzeile aus dem gleichen Land: Johnny Cash sang “Man in Black”, weil ihn die Leute immerzu fragten, warum er hauptsächlichen schwarze Klamotten trägt. Herrje. Und dann gibt es da noch eine Bloggerin, die mir schon seit Ewigkeiten auf die Nerven geht. Ich meine, ich bin auch selber schuld, warum habe ich ihre Seite auch in meinem Feed-Reader? Womöglich um an das erinnert zu werden, was Gothic nicht ist: Ein reiner Kleidungsstil – und überhaupt, was für ein Stil?. Fast so schlimm wie dieses rumgepose mit den ganzen Leuten die sie trifft. Herrje. Ich reiße mich ja schon zusammen. Habe mir ja selbst aufgeschrieben, dass ich als Gegenbewegung zur Meckerkultur blogge. Gelegentlich muss ich mich selber daran erinnern. Tut gut. Genießt eure Woche mit handverlesenen Links zum schmökern, staunen und echauffieren (klingt besser als meckern). Den ganzen Artikel lesen… »
23 April
Spontis Wochenschau #05/2013
15 April
Super Goths, Satanisten und Vampire in London

The London Vampire Monthly Meetup – (c) Vampires of London
Vor rund 30 Jahren war London eine Hochburg der zu dieser Zeit aufstrebenden Jugendkultur der “Goths”. Begeistert lauschten die Jugendlichen der Musik und nahmen das auf, was die Szene an Inhalten mitbrachte und entwickelte. Vampire, Okkultismus, Satanismus und Mythologie versprachen einen möglichen “Kick” und luden dazu ein, sich auszuprobieren. Man spazierte auf Friedhöfen, rückte Gläser über eine Tischplatte, entzündete schwarze Kerzen und murmelte geheimnisvolle Texte. Für viele ein Phase, ein Stück ihrer Jugend, eine Erinnerung. Was jedoch passieren kann, wenn man aus einem Interesse und einer Leidenschaft eine Lebensweise oder gar Weltanschauung macht, zeigt eine kurze Dokumentation aus dem Jahre 2010. Offensichtlich haben “Super Goths”, “Real Life Vampires” und Satanisten vor 15 Jahren damit begonnen, sich in London zu organisieren und Gruppen zu bilden, in denen man sich austauscht und möglichen Aktivitäten okkulter Mächte beobachtet.
Haben hier ein paar Erwachsene nie aufgehört wild und rebellisch zu sein? Wie in der schwarzen Szene selbst, ist auch hier ein breiter Altersquerschnitt zu finden. Offensichtlich ist das Interesse für die Randbereiche zwischen Wissen und Glaube immer noch enorm groß. Das Devonshire Arms war und ist so ein Treffpunkt. Heute heißt der Pub Hobgoblin und ist eine der ältesten Gothic-Kneipen in London. Hier trifft sich unter anderem die London Vampire Meetup Group zum monatlichen Stell-Dich-Ein.
Interessant. Hier treffen sich Cyber, Steampunker, Goths und Neo-Romantics, weil sie ein Interesse haben. Vampire, Geschichten und Menschen mit den gleichen Leidenschaften. Völlig unabhängig von der subkulturellen Zugehörigkeit. Vorbildcharakter? Ohne vom Eigentlichen, der kurzen Video-Reportage, abzulenken möchte ich behaupten: Durchaus! Beobachtet man beispielsweise die Ausstellungen, Lesungen und Museumsführungen zum WGT in Leipzig wird deutlich, dass Interessen keine Differenzierung kennen. Den ganzen Artikel lesen… »
10 April
Spontis Wochenschau #04/2013
Provokation ist etwas, worüber wir uns aufregen. Provokation ist darauf angelegt eine Regung zu erzeugen und Gedanken und Emotionen zu vermischen. Erst neulich provozierte ein Artikel über die Jesus-Freaks eben solche Reaktionen. Ich hatte damit nicht gerechnet und war überrascht, wie provoziert ich mich durch die vielen Kommentare fühlte. Und ich sage euch, es ist gut, dass wir uns noch provozieren lassen, dass wir unsere Meinung sagen, uns aufregen, diskutieren und streiten. Was wäre die Alternative? Schweigend alles hinnehmen, was um uns herum passiert. Kein schönes Szenario. Natürlich, Provokation bewirkt nicht nur Gutes, sie kann auch Mittel zum Zweck werden, jemanden von seiner Meinung oder Ideologie zu überzeugen. Man hat es nicht leicht. Es gibt viel zu viele Menschen, die alles falsch verstehen. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich werde auch weiterhin schreiben, was ich denke. Ich werde weiterhin den inneren Schweinehund besiegen und zugeben, wenn ich etwas falsch gemacht habe. Und natürlich werde ich auch weiterhin provozieren. Bewusst oder unbewusst. Bis dahin gibt es erstmal die aktuelle Wochenschau: Den ganzen Artikel lesen… »
19 März
Baut Mist statt Bauhaus – Peter Murphy festgenommen

Peter Murphy bei einem Konzert in London 2006 | CC by-sa pfig@flickr.com
Es gibt Gründe, die Künstler auf der Bühne von dem Menschen dahinter zu trennen, sonst werden aus legendären Ikonen schnell stinknormale Straftäter. Peter Murphy, Sänger der Band Bauhaus, wurde am Samstag, dem 18. März, wegen Fahrerflucht von der Polizei festgenommen. Wie die Glendale News-Press berichtet, stand der 55-jährige vermutlich unter dem Einfluss von Alkohol, als er in Glendale (Kalifornien) rückwärts ein Auto rammte und den Fahrer dabei leicht verletzte. Ein Augenzeuge, der Murphys Flucht und seine Fahrweise als lebensgefährlich beschrieb, verfolgte den Flüchtigen und informierte die Polizei, so dass Murphy wenig später gestellt werden konnte. Die Polizeibeamten beschrieben Peter Murphy als “sehr verwirrt”, er hatte angeblich Schwierigkeiten, den Tag und die Uhrzeit wiederzugeben. Er stritt zwar ab, an diesem Tag Alkohol getrunken zu haben, gab aber zu, Anti-Depressiva eingenommen zu haben.
Bei einer Durchsuchung fand man unter anderem ein Plastiktütchen, in dem er Methamphetamine (Crystal) mit sich führte. Peter Murphy stritt ab, dass ihm das Tütchen gehört, während die Polizeibeamten zu Protokoll gaben, er hätte zuvor versucht, das Zeug aus dem Fenster zu entsorgen. Bis zum Montag hielt man den Sänger in Gewahrsam und setzte die Kaution letztendlich auf 500.000$ fest, da Gefahr bestehe, Murphy würde außer Landes fliehen. Unklar ist noch, ob Murphy die geplante Tour “Peter Murphy Celebrates 35 Years of Bauhaus“, die am 22. April starten sollte, überhaupt durchführen kann.
Ich muss sicher niemandem erklären, dass Murphy großen Bockmist gebaut hat. Sich mit 55 Jahren noch mit “Mittelchen” aus dem Leben zu beamen und sich dann noch hinter das Steuer eines Autos zu setzen ist einfach nur peinlich. Vielleicht sollte man sich angewöhnen nicht von Wiedervereinigungen alter Legenden zu träumen um dann doch nur bitter enttäuscht zu werden. Manchmal muss man sich einfach mit einer schönen Erinnerung begnügen, mit einer Geschichte oder einem Lied. Manchmal haben die Kunstfiguren mit dem Menschen dahinter nicht viel gemeinsam. Ich bleibe gespannt, ob Murphy die Läuterung schafft und verfolge die News. Den ganzen Artikel lesen… »
14 März
Spontis Wochenschau #03/2013
In Zeiten wie diesen plätschert das Leben vorbei. Man fühlt sich, als hätte man nichts geschafft, nichts erledigt, nichts bewältigt. Die Zeiger der Uhr bewegen sich unaufhörlich vorwärts, es ist so, als befänden sich die Zeiger in einer fließenden Bewegung. Früher, da hatte ich mal Langeweile und die Zeit ging nicht vorbei. Heute traut man sich ja nicht mehr, nichts zu machen. Oder mal gar nichts zu tun. “Wie gehts Dir?” – “Mir ist langweilig.” – “Was? Also ich würde ja…” Heute streitet man vehement ab, Langeweile zu haben. Es gibt immer was zu erledigen, immer schon wollten man die eine Sache in Angriff nehmen und überhaupt könnte man sich jetzt wieder mehr den anderen Dingen widmen. Sie ist und bleibt negativ behaftet, diese Langeweile. Wer schuld daran ist, klären die Philosophen oder vielleicht Momo. Ich genieße meine gelegentliche Langeweile. In dieser Zeit bin ich unproduktiv, langsam und träge. Ich konsumiere hemmungslos, phantasiere und lasse mich berieseln. Musik, Spiele und gute Filme. Ich spüre förmlich, wie der Akku wieder lädt. Solltet ihr mal versuchen, diese Langeweile. Sie ist nicht negativ, sondern nur fremd. Den ganzen Artikel lesen… »
15 Februar
Video: Midnight Archive #15 – Kunst und Okkultismus
Okkultismus findet meistens im Verborgenen statt, ganz so, wie es das ursprünglich lateinische Wort “occultus” schon sagt. Kein Wunder, war die Beschäftigung mit “Nicht-Christlichen” Weltanschauungen, Gebräuchen und Ritualen lange Zeit ein Grund, auf dem Scheiterhaufen zu brennen oder im Gefängnis zu schmoren. Heute wird man vielleicht noch schief angeschaut, gesellschaftlich ausgegrenzt und ganz tief in die Esoterik-Ecke geschoben. Dabei ist die Auseinandersetzung damit immer schon ein Feld voller Phantasie und Kreativität, wenn man so möchte, zieht auch die Szene aus dieser Thematik ein Stück ihrer Inspiration.
Auch die neueste Folge des “Midnight Archives“, beschäftigt sich mit der Verbindung von Kunst und Okkultismus und stellt Pam Grossman vor, die auch einen eigenen Blog mit okkulten Inhalten befüllt. Die Einordnung in eine hübsche Schublade, die man Esoterik, Okkultismus, Magie, Hexerei, Spinnerei oder einfach nur durchgeknallt nennt, überlasse ich Euch. Den ganzen Artikel lesen… »
19 Januar
Spontis Wochenschau #01/2013
Das Land erstarrt in der Kälte-Zange! Das Rheinland ertrinkt im Schnee-Chaos! Wenn man, so wie ich, jeden Morgen an den Schlagzeilen der Boulevard-Blätter vorbeiläuft, gewinnt man den Eindruck, dass jedes mal, wenn das Wetter nicht den Wünschen und Ansprüchen der breiten Bevölkerung entspricht, gleich die ganze Welt untergeht. Wettermeckern. Dabei spielt es natürlich keine Rolle, welches Wetter gerade ist, irgendetwas gibt es immer daran auszusetzen. Tatsache ist, dass sich diesbezüglich 2013 noch nichts geändert hat, ganz im Gegensatz zu den anderen Dinge die ich ändern möchte und mit deren Umsetzung ich bereits begonnen habe. So bin ich jüngst wieder in die Fluten eines Schwimmbades eingetaucht und habe Geschmack daran gefunden, eine gewisse Regelmäßigkeit in dieser Form der Bewegung zu etablieren. Zusammen mit seiner Orphi besucht der Wizard of Goth auch einen Rauchentwöhnungskurs um uns gemeinsam auf Nichtraucherpfaden zu bewegen. Womöglich, dass man mit schwindender Lebenszeit damit beginnt, sich an die restlichen Tage zu klammern und unweigerlich in einen Zwang der Gesunderhaltung verfällt. “Besser spät als nie!“, wie die Kursleiterin uns vermittelte. Und ganz ehrlich? Alle haben sie recht. Was nützt einem der immer noch entfernte Altersruhestand, wenn man nicht mehr in der Lage ist zu genießen? Wenn Bewegung zur Qual wird, oder die Lunge bereits nach 100m ihre Funktion einstellen möchten? Sie haben alle recht. Auch damit, dass man jetzt darüber grübelt warum man nicht viel früher irgendetwas getan hat. Aber Zweifel und Selbstmitleid beiseite, 2013 ist ein neues Jahr. Das Blatt ist leer. Das Leben wartet, genau wie die Wochenschau: Den ganzen Artikel lesen… »
21 Dezember
Spontis Wochenschau #16/12
Glaubt man den Medien und der aktuellen Euphorie, dann ist das hier die letzte Wochenschau. Wegen Weltuntergang und so. Glücklicherweise haben die Maya das so nie behauptet, außerdem gibt es nach dem Ende ihrer Zeitrechnung immer einen Neuanfang, bei dem – laut der Maya – eigentlich alles beim Alten bleibt. Ich für meinen Teil mag diese Welt, ich finde “Weltuntergang? Gefällt mir!” Bekundungen bei Facebook ziemlich armselig und Hamsterkäufe lemminghafter Konsumenten äußerst lächerlich. Gestern im Supermarkt: “Bei dem Einkauf kann der Weltuntergang ja kommen, nicht wahr?” – “Sie haben ja nur noch einen Tag das alles zu verputzen!” Allgemeines Gelächter. Die Verkäuferin wünscht der Kundin zum Abschluss noch ein frohes Weihnachtsfest. Paradox. Wenn die Welt wirklich untergeht, wie soll es dann Weihnachten geben? Und vor allem: Worin geht die Welt denn unter? Offensichtlich funktioniert das Ganze nach dem “Mich-trifft-es-nicht” Prinzip, was dem anderen Prinzip, das unsere Welt wirklich zu Grunde richtet, erstaunlich nahe kommt. Die Menschheit zerstört ihre Umwelt “Aber-ich-kann-nichts-dafür”. Fast so, wie es schon einer der Spontis-Sprüche unter dem Logo auf den Punkt bringt: “Alle wollen zurück zur Natur, aber keiner zu Fuß.” Ich liebe diese Welt. Ganz ehrlich. Doch ein Neuanfang, wie die Maya ihn prophezeit haben, würde der Menschheit ganz gut zu Gesicht stehen. Umdenken statt wegschieben, handeln statt meckern, aktiv werden statt nur zu partizipieren. Jeder bei sich selbst. Und weil ich so hoffnungslos optimistisch bin, behaupte ich: Das ist nicht die letzte Wochenschau. Den ganzen Artikel lesen… »
18 Dezember
80er Style & Darkwave: Trash Groove Girls
1986. Die Bravo entdeckt Gothic als Jugendkultur und arbeitet in den folgenden Jahren an einer stetigen Verbreitung dieser Bewegung. Etwa zu gleichen Zeit gründet Produzent und Songschreiber Chris Garland (U-BahnX, The Slits) die “Trash Groove Girls” in Düsseldorf und findet mit Simone Stepputat, Andrea Willert und Katinka Päkel drei Damen, die wie keine anderen die 80er verkörpern.
Zunächst fanden sie als Vorgruppe der Einstürzenden Neubauten neugierige Musikredakteure, die ihnen mit einigen Artikeln zu einem Achtungserfolg verhalfen. Sie veröffentlichen das Album “Arbeit, Sport & Spiel”, dass jedoch mit einer unterschwelligen Form von Monotonie, einem Hauch tanzbaren Beats und einer Gitarre auf Diät nie zu einem kommerziellen Erfolg aufstieg. Womöglich hätte man sich an X-mal Deutschland ein Beispiel nehmen sollen, die den Schritt nach England wagten um dort entsprechende Erfolge feiern zu können. Denn die waren tatsächlich fasziniert von den 3 Damen im Gothic-Cyber-Punk-Style und berichteten in der englischen Sounds, dem Melody Maker und dem NME Magazin über die Band.
Genau dieser Style stand immer wieder im Mittelpunkt der Betrachtungen, so waren sie 1987 in der Vogue zu sehen und erhielten auch das Angebot, im Playboy zu erschienen, das sie jedoch ausschlugen. Es mag wohl dem Zeitgeist geschuldet sein, dass die Trash Groove Girls so beliebte Models waren, schließlich feierten Sigue Sigue Sputnik Mitte der 80er Jahre mit einem ähnlich Style große Erfolge und nutzten die Provokation ihres Outfits geschickt für ihre Zwecke. Konzept oder Zufall? Den ganzen Artikel lesen… »


