31 Januar

Ohne Worte: Tag 2 und der Klugscheißer Herr Goethe

Quit Smoking - Neothezion@flickr.com Den ganzen Artikel lesen… »


21 August

Experimentelle Kurzfilme: Berlin Super 80

von Robert ForstKategorie: Schwarze Leinwand1 Kommentar

3302 - Kurzfilm von Christoph DoeringWest-Berlin, kurz vor dem Aufbruch in die 80er. Ein Taxi fährt durch die Berliner Nacht, immer neue Fahrgäste nehmen Platz. Die Persönlichkeiten flackern ebenso rasend vorbei, wie die Straßen, Laternen und Schilder. Im Morgengrauen erscheint der Funktturm, mit dem Ende der Nacht werden die Passagiere immer groteskter. Auch Christiane steigt ein, flackert kurz auf um dann im irgendwo in Berlin ihr Ziel zu erreichen. Die geteilte Hauptstadt war in der 80er die ungeschlagenen Kreativ-Hauptstadt, die gezwungene Isolation mitten in der DDR und eine allgegenwärtige Mischung aus Spannung, Depression und Angst machte sie zum Magneten für Kreative und Individualisten aus aller Welt. Eine Video aus dieser Zeit erregte meine Aufmerksamkeit.

“3302″ ist ein Kurzfilm von Christoph Döring der einen Teil eines Kunstprojekts darstellt, dass man “Berlin Super 80″ getauft hat. Ein Rückblick auf die revolutionäre Subkultur der zukünftigen Hauptstadt, die zwischen 1978 und 1984 entstanden sind. Die Werke der Super-8-Film-Avantgarde dokumentiert die Musik, die Kunst der Anarchisten, Aktivisten und Punks einer geteilten Stadt. “Zwischen Kippenbergers SO 36 um dem Centre Pompidou. Authentisch, intensiv, radikal.” So verspricht es Beschreibung der bei Monitorpop erhältlichen Zusammenstellung. Beispielhaft für die Sammlung an wirklich seltenem Material stelle ich die beiden Kurzfilme “3302″ und “Geld/Money” vor, die ich persönlich als besonders stilprägend empfinde. Bei Ronny gibt es übrigens einen Überblick über alle Kurzfilme, und auf Backagain eine schriftliche Übersicht über alle enthaltenen Werke der DVD Box. Den ganzen Artikel lesen… »


18 August

Ohne Worte: Gruftie in der Sonne

Robert auf einem Fels an der Ostküste der USA

Der Sommer ist da. Drei Dinge, die heute gar nicht ratsam sind. Erstens: Vor dem Rechner sitzen und bloggen. Zweitens: Schminken, läuft garantiert irgendwo hin. Drittens: Schmuck, gibt Ränder, weil die Haut ihre Farbe wechselt. Bild? An der Ostküste der USA 2011 – frei nach dem Motto: Goths in hot Weather.


7 Juni

Ohne Worte: Nicht vergessen?

Keep it in Mind!

Jetzt, da ich es weiß, werde ich mich nach Kräften mühen, es zu vergessen. Nur ein Narr nimmt allen Plunder auf, über den er stolpert, so dass das Wissen, das ihm nützen könnte, von der übrigen Menge verdrängt wird.” (Arthur Conan Doyle, 1887)


29 Mai

Ohne Worte: These Pikes are made for Walking

Weltrekord Versuch auf dem WGT

Es soll Menschen geben, die verbinden Schuhe mit Erinnerungen. Diese Pikes sind voll damit. Wenn sie Geschichten schreiben könnten, würden diese Schuhe einen ganzes Buch füllen, dessen Inhalt von dem erzählt, was uns bewegt. (Bild vom WGT 2012 in Leipzig)


12 Mai

(Ohne) Worte: Leute ohne Rückgrat

Gerade klare Menschen wären ein schönes Ziel, Leute ohne Rückgrat haben wir schon zuviel.Bettina Wegner sang es für ihre Kinder. Menschen, die sich eins erhalten haben, gibt es noch viel zu wenige. Rückgrat bewiesen in der vergangenen Woche die Redakteure der SZ für die Ablehnung des Henri-Nannen-Preises und Günther Jauch, für die Reaktion auf den Rausschmiss eines Demonstranten. Heute ist ein guter Tag, seines zu stärken. Für die Bürger in NRW beginnt das mit einem leichten Strechtching, Frühstück, Meinungsbildung und dem Gang zur Wahlurne. Wählt ab, was kein Rückgrat mehr hat, lest das, was euch zu einem verhilft und dankt auch eurer Mutter für euren Verstand.

(Bildquelle: Madilyn Peiper | CC by-nc-nd)


5 Mai

Ohne Worte: Eine elektronische Nacht

Elektronische Nacht Wiesbaden

Carpe Noctem! “…eine Spezialauswahl Vergangenes, Vergessenes, Verlorengeglaubtes sowie Von-Hand-Verlesenes-Aktuelles zum Hören und Tanzen…” Auf die Tanzfläche stellen, die Augen schließen und die Musik ganz tief in sich reinkriechen lassen. Heute Nacht in Wiesbaden.


20 April

Augenlust – Die Kunst der Fotografie

Augenlust - Marcus RietzschFrüher nahm man sich viel mehr Zeit zum Fotografieren. Fuhr man in seinen wohl verdienten Sommer-Urlaub, hatte man eine kleine Kamera dabei und 2, oder vielleicht 3 Filme mit jeweils 36 Bildern. Die Motive waren stets gut ausgesucht, für Gruppenbilder positionierte man sich penibel und achtete darauf, dass die Sonne im Rücken stand. Berühmte oder Beeindruckende Bauwerke wurden nicht einfach im vorbeigehen abgelichtet, sondern konzentriert in Szene gesetzt. Der Film war viel zu schade und die anschließende Entwicklung der Bilder viel zu teuer um alles dem Zufall zu überlassen. Trotzdem war die Spannung groß, wenn man die entwickelten Fotos vom Studio abholte. Hatte alles geklappt? Habe ich die Bilder verwackelt? Ist irgendwo der eigene Daumen zu sehen?

Heute ist das anders. Beim Spaziergang durch die fremde Stadt ist die Kamera immer griffbereit. Alles wird gnadenlos abfotografiert, der Auslöser als Abzug einer Maschinenpistole. Von einer eindrucksvollen Kirche entstehen schnell einmal 50 Bilder, schließlich kann man Sie ja nachher am heimischen Rechner aussortieren. Wenn man dann Lust hat. Kreativität entsteht allenfalls dabei, die Bilder zu benennen in Ordner zu sortieren und seinen Freunden unkommentiert zur Verfügung zu stellen. Schaut mal wie schön es hier war! Den ganzen Artikel lesen… »


10 April

Ohne Worte: Böser Rabe!

Boeser Rabe

Böser Rabe? Erst seit dem Mittelalter gilt der Rabe, der einst Weisheit und Intelligenz symbolisierte, als Unheilbringer. Zu dieser Zeit begrub man erhängte “Verbrecher” nicht, sondern ließ sie einfach liegen. Der Rabe, auf der Suche nach Nahrung, aß die Leichen und wartete, dank einfacher Konditionierung, schon auf dem Galgen um seine nächste Mahlzeit einzunehmen. Dieser böse Galgenvogel! (Bildquelle: This isn’t happiness)


16 März

Ohne Worte: Subkultur mit Inhalten

Capuchin Catacombs Palermo Italy

…eines offenbart sich leider öfter und öfter: ein Verlust an Authentizität. Denn mittlerweile verursacht die Konfrontatio mit realen Objekten des Todes, einem Schädel etwa, bei vielen Schwarzen mehr Unbehagen, als man doch gemeinhin vermuten sollte. Und es wäre höchst bedauerlich, wenn sich Gothics am Ende lediglich nur noch über Musik und eine möglichst extravagabte Mode definieren würden. Dann nämlich hätte sie ihre Einstufung als “Subkultur mit Inhalten und Werten” beinahe verwirkt.” (Roman Rutkowski, 2004 | Bild: Capuchin Catacombs Palermo Italy