Unsereins hat ja eine natürliche Vorliebe für die Dunkelheit. Kein Wunder also, dass ich hellhörig wurde, als ich im Radio von dem finnischen Kulturprojekt »The 876 Shades of Darkness« hörte: Schattentheater, Picknick mit Laternen im Dunklen, beleuchtete Kunstbehausungen, Ausstellungen zum Thema Tod, Animationen im dunklen Herbstwald.
Dies sind nur einige Programmpunkte auf einer langen, düsteren Liste, die die ehemalige finnische Hauptstadt Turku ab Oktober zu einem Gothic-Eldorado macht.
Hintergrund: Turku ist in diesem Jahr eine der beiden »Kulturhauptstädte Europas«. Bekanntermaßen ist es in Finnland insbesondere im Winter ziemlich dunkel. Es wird nur wenige Stunden am Tag so hell, dass man überhaupt von »Tag« sprechen kann. In Lappland geht die Sonne monatelang gar nicht auf.
Offensichtlich sind nicht alle Finnen mit dem Mangel an Tageslicht einverstanden, denn Anti-Depressiva finden in Finnland reißenden Absatz. Doch die Dunkelheit hat auch ihre guten, sinnlichen, spannenden und lustigen Seiten. Die sollen im Rahmen des Projekts »The 876 Shades of Darkness« gezeigt werden. Das Projekt ist grob in drei Bereiche mit entsprechenden Events eingeteilt: Den ganzen Artikel lesen… »


