5 August

Gothic Friday August - Top of the Goth (2)

Kategorie: Gothic Friday39 Kommentare

Gothic Friday 2011Irgend­wie ein schö­ner Som­mer. Ich muss mich nicht stän­dig Ein­cre­men um kei­nen Son­nen­brand zu bekom­men, unter mei­nen schwar­zen Man­tel schwitze ich nicht und der Kauf eines schwar­zen Regen­schirms war eine loh­nende Inves­ti­tion. Außer­dem muss man beim lesen im Gar­ten oder Park keine Son­nen­brille tra­gen, weil das weiße Papier des Buches keine Sonne zu reflek­tie­ren hat und somit nicht blen­det. Man kann ohne schlech­tes Gewis­sen in sei­nem Ses­sel sit­zen, ein gutes Buch auf­schla­gen und sich in den Wor­ten ver­lie­ren, wäh­rend drau­ßen vor dem Fens­ter die Blitze vom Him­mel zucken oder der Tag im tris­ten Grau ver­sinkt. Folgt man den ein­schlä­gi­gen Sze­ne­ab­hand­lun­gen, so ist Lesen eine der Lieb­lings­be­schäf­ti­gun­gen der Gothics. In einem Atem­zug mit schwar­zen Kla­mot­ten und düs­te­rer Musik fal­len Namen gro­ßer Schrift­stel­ler und Auto­ren aus vie­len Berei­chen der Lite­ra­tur, Poe­sie, Phi­lo­so­phie oder Belletristik.

Der Gothic Fri­day im August steht ganz im Zei­chen des geschrie­be­nen Wor­tes. Stellt eure Top 5 der dun­kels­ten Bücher oder die Top 5 der bes­ten Sach­bü­cher zusam­men: Wel­che fünf könn­tet ihr immer wie­der lesen, wel­che Werke sind für euch ein fes­ter Bestand­teil eurer Szene und was müs­sen andere unbe­dingt ein­mal gele­sen haben? Wel­che Bücher habt ihr ins Herz geschlos­sen und wel­che laben euren Ver­stand, wo liegt die Quelle eures Wis­sens? Wel­che Bücher gehö­ren in das Rei­se­ge­päck für einen wei­ten Weg und wel­che Bücher lie­gen zur Zeit neben eurem Bett? Stellt die Bücher kurz vor, oder erzählt worum es geht. Beschreibt, was der Leser zu erwar­ten hat und was euch an der Geschichte oder der The­ma­tik, an der Schreib­weise oder Dar­stel­lung des Autors am bes­ten gefällt. Es steht euch auch frei, die bei­den mög­li­chen The­men­ge­biete zu einer Liste zu mischen nur eine oder beide zu beant­wor­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


4 August

Veranstaltungen: Mittelaltermärkte und Ritterfeste

Kategorie: Veranstaltungen6 Kommentare

Spectaculum 2009Kri­ti­ker unken, dass der gemeine Mit­tel­al­ter­markt und die weit ver­brei­te­ten Rit­ter­feste nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Mit­tel­al­ter als sol­chem zu tun haben. Ich sage: Das ist mir egal. Es ist eine Wohl­tat zwi­schen all den Zel­ten und Lager­feu­ern im Duft von geba­cke­nem Brot zu dem Geklim­per von Schel­len­bän­dern über die Märkte zu wan­deln, wäh­rend im Hin­ter­grund eine mit­tel­al­ter­li­che Band ihre Inter­pre­ta­tion einen hand­fes­ten Zeit mit Sack­pfei­fen und Trom­meln zele­briert. Der Som­mer (wenn er denn statt­fin­det) ist die klas­si­sche Sai­son für diese Oase der alter­na­ti­ven Kul­tur, und nahezu an jedem Wochen­ende fin­det man irgendwo ein ent­spre­chen­des Refugium.

Wo mit­tel­al­ter­li­che Musik, Schmuck und Acces­soires aus längst ver­gan­ge­nen Zei­ten locken, das sind die Gothics nicht weit, wen wun­dert es, dass die schwar­zen Gestal­ten von kaum einem Markt mehr weg­zu­den­ken sind und fest zum Ziel­pu­bli­kum der Händ­ler und zahl­rei­chen Stände gehö­ren. Auch hier könn­ten Kri­ti­ker unken, dass die Kom­mer­zia­li­sie­rung wie­der auf dem Vor­marsch ist, denn schließ­lich geht es auf sol­chen Märk­ten um den Umsatz. Dem möchte ich ent­ge­gen­set­zen, dass hier das Geld oft­mals bei den rich­ti­gen lan­det, näm­lich den klei­nen und pri­va­ten Händ­lern, die oft in Hand­ar­beit und mit viel Lei­den­schaft für den Groß­teil ihrer Krea­tio­nen ver­ant­wort­lich sind.  Ich habe mit eini­gen Händ­lern gespro­chen und weiß, wie viel Arbeit hin­ter etwas ste­cken kann und wie hart das Brot ist, dass man sich damit verdient.

Doch genug von den ide­el­len Hin­ter­grün­den, wohin gehe ich denn nun am Bes­ten, schließ­lich haben nur wenige Feste eine Beach­tung in über­re­gio­na­len Zeit­schrif­ten und Ver­an­stal­tungs­ka­len­dern und gehen oft genug spur­los am ein­zel­nen vor­über. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 Juli

Ohne Worte: Phönix aus der Asche

Kategorie: Dunkelkunst9 Kommentare

Weltraumtelekop Hubble

1 von 100 Bil­der des Welt­raum­te­le­skops Hub­ble, der Phan­ta­sie sind keine Gren­zen gesetzt. Nicht im Welt­raum und auch nicht in unse­ren Köpfen.



28 Juli

Gothic Friday 2011 - Die Auslosung

Gothic Friday - Shan Dark und RobertIm Dezem­ber 2010 hat­ten zwei blog­gende Gruf­ties die zün­dende Idee, mit dem »Gothic Fri­day« die Szene selbst auf die Suche nach sich selbst zu schi­cken und in 12 The­men her­aus­zu­fin­den, wie Sze­n­e­mit­glie­der sich selbst und ihr schwar­zes Umfeld sehen. Ein gan­zes Jahr lang, jeden Monat ein neues Thema. Als Anreiz kün­dig­ten wir an, Gewinn­pa­kete zu schnü­ren, um in einem Los­ver­fah­ren die 3 attrak­ti­ven Pakete zu ver­lo­sen.  Lange habe sich Shan Dark und Robert dar­über Gedan­ken gemacht, wie man die Teil­neh­mer zusätz­lich beloh­nen könnte und wir beschlos­sen, uns für euch vor der Kamera zu prä­sen­tie­ren. Was dabei her­aus gekom­men ist, spot­tet jeder Beschreibung.

An einem Sams­tag Mit­tag machte ich mich auf den lan­gen Weg von Mön­chen­glad­bach nach Mainz, um Shan zu besu­chen und die Auf­nah­men auf den digi­ta­len Chip zu ban­nen. Wir prob­ten, wir übten, wir lach­ten, wir scherz­ten, wir fluch­ten und mach­ten uns vor der uner­bitt­li­chen Linse der Kamera lächer­lich. Nur für euch.

Dabei her­aus­ge­kom­men sind 2 Videos: Die offi­zi­elle Ver­lo­sung der 3 Gewinn­pa­kete und eine Samm­lung von Outta­kes und einem »Making of« um den Rah­men des Erträg­li­chen deut­lich zu spren­gen. Natür­lich erwar­ten wir ver­nich­tende und anspor­nende Kom­men­tare, die uns davon über­zeu­gen auch die­ses Video zu ver­öf­fent­li­chen. Von unse­rem nächt­li­chen und natür­lich rein zufäl­li­gen Besuch in einem Frank­fur­ter Eta­blis­se­ment für »Kul­tur und Sinn­lich­keit« fange ich jetzt gar nicht erst an. Auch nicht davon, wie wir anschlie­ßend im Final Desti­na­tion den Kopf über das schüt­tel­ten, was wir sahen und wie wir auf der Rück­fahrt Lie­der san­gen, die zu ungruf­tig waren, das selbst die Fle­der­maus am Innen­spie­gel des Autos die Augen ver­drehte. Nein, das sind The­men für ganze Anek­do­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 Juli

Das WGT 2011 bei Planetopia - Schwarz ist bunt!

Kategorie: Schwarze Szene39 Kommentare

Eine Frage, die mich immer noch beschäf­tigt: Ist es über­haupt mög­lich, ein erklä­ren­des, all­um­fas­sen­des Bild der schwarze Szene abzu­ge­ben? Ich per­sön­lich halte es für schwie­rig, wenn nicht unmög­lich. Man kann immer nur einen IST-Zustand dar­stel­len, eine Wunsch­vor­stel­lung äußern oder der Ver­gan­gen­heit nachtrauern.

Die Sen­dung »Pla­ne­to­pia« auf Sat.1 begnügt sich mit dem momen­ta­nen Zustand und wirft eine Sicht auf das jüngste WGT, die sicher­lich dar­auf zielt, die Sen­sa­ti­ons­lust der Zuschauer zu befrie­di­gen und genau die Strö­mun­gen der schwar­zen Szene dar­zu­stel­len, die kon­tro­vers, exhi­bi­tio­nis­tisch und medi­en­wirk­sam sind. Ein­fach nur schwarz, das wäre langweilig.

Und den­noch: Pla­ne­to­pia hat sich Mühe gege­ben, ein umfas­sen­des Bild zu ver­mit­teln, das dem einen oder ande­ren sicher­lich — und ich möchte mich davon nicht frei­spre­chen — sauer auf­sto­ßen wird, aber von der Wahr­heit viel­leicht nicht ganz so weit ent­fernt ist, wie man es sich wün­schen würde. In der Beschrei­bung zur gest­ri­gen Sen­dung, die auf der Inter­net­seite ange­schaut wer­den kann, heißt es: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


23 Juli

Ohne Worte: Fehlkonstruktion

Kategorie: Dunkelkunst6 Kommentare

Körper und Geist

Uni­for­mi­tät trägt nicht immer Schul­ter­klap­pen. »Es ist der Geist, der sich den Kör­per baut.« (Schil­ler | Bild: New York, Juni 2011)


22 Juli

Wenn der Kommerz erdrückt: And One brechen Tour mit Unheilig ab

Kategorie: Schwarze Szene12 Kommentare

And One FrontmannMir däm­merte es bereits beim lesen der ers­ten Zei­len des Arti­kels »Wir bre­chen die Unhei­lig Tour ab!« auf der News-Seite von And One: Ein­sicht ist der erste Weg zur Bes­se­rung. Doch zunächst zu den Hin­ter­grün­den.  Die Band Unhei­lig befin­det seit Juni 2011 auf ihrer »Heim­reise Open Air« Tour durch Deutsch­land und kün­digte bereits im März an, dass man And One bei eini­gen Kon­zer­ten als Vor­gruppe gewon­nen hat: »Der Graf höchst­per­sön­lich hat die Band um Front­mann und »Enter­tai­ner« Steve Nag­havi als Spe­cial Guest ein­ge­la­den.«

Schnell wur­den aus den Rei­hen der ein­ge­fleisch­ten And One Fans Vor­würfe laut, wie man sich einer sol­chen Kom­merz­schleu­der anschlie­ßen könne, denn die 1990 gegrün­dete Band um Front­mann Steve Nag­havi hatte sich immer um einen Gegen­sätz­li­chen Kurs bemüht und ist eher für pro­vo­kante Inhalte und eine sehr dis­tan­zierte Art gegen­über den Medien bekannt. Wie ich bereits im Arti­kel »Der Graf und sein Pro­dukt: Schein­hei­lig — Gescho­ren um zu erle­ben?« schrieb, star­tete Unhei­lig mit ihrem neuen Album »Große Frei­heit« einen bei­spiel­lo­sen Mar­ke­ting­feld­zug, in dem der Graf und seine Band keine Gele­gen­heit aus­lie­ßen, sich einem immer brei­te­ren Publi­kum zu prä­sen­tie­ren. Ob das zusam­men­pas­sen würde?

Über­ra­schen­der­weise war nach dem 3. gemein­sa­men Kon­zert bereits Schluss, auf der Inter­net­seite von Unhei­lig war zu lesen: »Es herrscht wie­der mal ein biss­chen Chaos im Hause AND ONE. Schwe­ren Her­zens müs­sen wir euch mit­tei­len, dass wir lei­der nicht mehr an allen unhei­li­gen Kon­zer­ten als Spe­cial Guest mit­wir­ken kön­nen und somit die Anzahl der Ter­mine redu­zie­ren müs­sen. Auch muss­ten wir sämt­li­che Auto­gramm­stun­den bun­des­weit absa­gen. Der Grund hier­für sind dras­ti­sche Ände­run­gen in der Band­struk­tur.« Was folgte, waren wilde Spe­ku­la­tio­nen über die wah­ren Hin­ter­gründe, denn so rich­tig glau­ben wollte man der Mit­tei­lung nicht. Die Gerüch­te­kü­che kochte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Juli

Gothic Friday Juli - Von teuflischen Schlangen und gekreuzigten Wölfen

Kategorie: Gothic Friday3 Kommentare

Das Juli-Thema des Gothic Fri­day geht nicht nur wie­der ein­mal in die Tiefe, son­dern behan­delt dar­über hin­aus auch ein Thema, das mit per­sön­lich sehr wich­tig ist:. Es geht um die Sym­bole und Sinn­bil­der, die wir in Form von Schmuck am, oder auf dem Kör­per tra­gen. Nicht zuletzt ist unsere Klei­dung in ihrer kon­se­quen­ten Schwär­zung ein eben sol­ches Sinn­bild für eine innere Ein­stel­lung. Sollte sie zumin­dest sein.  Mit die­sem Wunsch wären wir auch gleich beim Kern des Pro­blems, dass die Wich­tig­keit die­ser The­ma­tik für mich erklärt.

Die Szene ist oft­mals dazu über­ge­gan­gen, Sym­bole unre­flek­tiert und hin­ter­grund­los als Acces­soire ein­zu­set­zen ohne sich des­sen Bedeu­tung, Wir­kung und Auf­la­dung bewusst zu sein. Es geht nicht mehr um Sinn­bil­der, son­dern um Sty­ling. Das ist zwar manch­mal pro­vo­ka­tiv, aber endet mit­un­ter im totale Chaos und Unver­ständ­nis, weil der Trä­ger nicht in der Lage ist, die Bedeu­tung zu erklä­ren um Vor­ur­tei­len und Halb­wis­sen etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Doch auch »Wis­sende« kön­nen sich nicht von dem Vor­wurf frei­spre­chen, das ver­wen­dete Sym­bol nicht aus­rei­chend zu erklä­ren, zu oft ist die Kluft zwi­schen dem, der das Sym­bol falsch deu­tet und dem, der es trägt zu groß. Dies ist keine Anklage, son­dern nur eine Anre­gung es bes­ser zu machen, nicht zuletzt an mich selbst.

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18 Juli

Amphi Festival 2011 - Gothic Karneval mit Schattenblicken

Kategorie: Veranstaltungen4 Kommentare

In den Irren und Wir­ren des Gothic-Karnevals, der seit eini­gen Jah­ren auf den Fes­ti­val gefei­ert wird,  gab es auch auf dem Amphi sehens­werte Licht­bli­cke (Schat­ten­bli­cke?). Da ich es gele­gent­lich schaffte, mit hart­nä­cki­ger Intro­ver­tiert­heit und einem eiser­nen Scheu­klap­pen­blick auf die Bühne (und nicht ins Publi­kum) zu schauen, konnte ich ein paar nette Ein­drü­cke mit nach Hause neh­men. Ich greife mal die High­lights her­aus. Den gan­zen Arti­kel lesen… »