Der Teufel liegt im Detail und ist verborgen unter undurchsichtigen Begrifflichkeiten. Gothic ist eine zertretene Floskel, die mittlerweile allem aufgedrückt wird, was den Klischeevorstellungen einer breiten Masse entspricht. Als ich vor etwa 6 Jahren wieder damit begann mich auch äußerlich dem Erscheinungsbild der Subkultur anzugleichen, fragte man mich: »Bist du jetzt ein Gothic oder was?« — diese Frage habe ich immer verneint. Ich wollte mich nicht unter einen Begriff stellen, der mittlerweile zum Modebegriff verkommen war und als verkaufsförderndes Argument auf Kleidung, Musikalben und Einrichtungsgegenständen klebte. Ich habe mich nie als Gothic gefühlt, denn als ich 1987 erstmals begann, mich für das Unbekannte in Schwarz zu interessieren, bezeichnete man damit immer noch eine Musikrichtung. Doch das Erklären meiner Interessen und Vorlieben brachte nicht den gewünschten Erfolg, immer noch versuchte man mich vehement in eine Schublade zu drängen.
Der Erklärungen müde fand ich mich damit ab, für andere ein »Gothic« zu sein. Es ist einfach leichter jemanden mit »Ja, ich bin ein Gothic.« abzuspeisen, als für eigenen Definitionen zu sorgen, die niemand hören will. »Ist Gothic (D)ein Lebensstil?« Die Frage erscheint paradox, lehne ich den Begriff doch eigentlich für mich selbst ab. Warum heißt der Gothic Friday dann so, wie offenbar niemand genannt werden möchte? Den ganzen Artikel lesen… »








