20 September

Gothic Friday: Ist Gothic (D)ein Lebensstil?

Kategorie: Gothic Friday10 Kommentare

Gothic Friday 2011Der Teu­fel liegt im Detail und ist ver­bor­gen unter undurch­sich­ti­gen Begriff­lich­kei­ten. Gothic ist eine zer­tre­tene Flos­kel, die mitt­ler­weile allem auf­ge­drückt wird, was den Kli­schee­vor­stel­lun­gen einer brei­ten Masse ent­spricht. Als ich vor etwa 6 Jah­ren wie­der damit begann mich auch äußer­lich dem Erschei­nungs­bild der Sub­kul­tur anzu­glei­chen, fragte man mich: »Bist du jetzt ein Gothic oder was?« — diese Frage habe ich immer ver­neint. Ich wollte mich nicht unter einen Begriff stel­len, der mitt­ler­weile zum Mode­be­griff ver­kom­men war und als ver­kaufs­för­dern­des Argu­ment auf Klei­dung, Musi­kal­ben und Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­den klebte. Ich habe mich nie als Gothic gefühlt, denn als ich 1987 erst­mals begann, mich für das Unbe­kannte in Schwarz zu inter­es­sie­ren, bezeich­nete man damit immer noch eine Musik­rich­tung. Doch das Erklä­ren mei­ner Inter­es­sen und Vor­lie­ben brachte nicht den gewünsch­ten Erfolg, immer noch ver­suchte man mich vehe­ment in eine Schub­lade zu drängen.

Der Erklä­run­gen müde fand ich mich damit ab, für andere ein »Gothic« zu sein. Es ist ein­fach leich­ter jeman­den mit »Ja, ich bin ein Gothic.« abzu­spei­sen, als für eige­nen Defi­ni­tio­nen zu sor­gen, die nie­mand hören will.  »Ist Gothic (D)ein Lebens­stil?« Die Frage erscheint  para­dox, lehne ich den Begriff doch eigent­lich für mich selbst ab. Warum heißt der Gothic Fri­day dann so, wie offen­bar nie­mand genannt wer­den möchte? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 September

Ohne Worte: Wer sein Lachen verliert, ist verloren

Kategorie: DunkelkunstKeine Kommentare

Jenni, 1986 — »Ein fro­hes, hei­te­res Gemüt ist die Quelle alles Edlen und Guten. Kleine düs­tere See­len, die nur die Ver­gan­gen­heit betrau­ern und die Zukunft fürch­ten sind nicht fähig, die hei­ligs­ten Momente des Lebens zu fas­sen.« (Fried­rich von Schil­ler, Bild: mockduck@flickr.com)


20 September

Gothic Friday - Ist Gothic D(ein) Lebensstil?

Kategorie: Gothic Friday8 Kommentare

Ist Gothic mein Lebens­stil, mein Lebens­ge­fühl oder meine Lebens­ein­stel­lung? Der Gothic Fri­day im Spon­tis Blog stellt die Frage im Sep­tem­ber zur Diskussion.

Mein Ergeb­nis: Nein! Gothic ist nicht mein Lebens­stil, nicht mein Lebens­ge­fühl und auch keine Lebens­ein­stel­lung. Es gibt eine recht ein­fa­che „For­mel“, die mich zu die­sem Ergeb­nis bringt:
Würde mir mor­gen jemand die schwar­zen Kla­mot­ten weg­neh­men und würde sich die Schwarze Szene in Luft auf­lö­sen, würde sich an mei­nem Lebens­stil, an mei­ner Lebens­ein­stel­lung und mei­nem Lebens­ge­fühl abso­lut nichts ändern.
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19 September

Gothic Friday: Laut! Grell! Schnell! (Katrin)

Kategorie: Gothic Friday9 Kommentare

Man kann es schon als Kon­trast­pro­gramm anse­hen, was da in mei­nem elek­tro­ni­schen Brief­kas­ten lan­dete. Nach­dem an ver­schie­de­nen Stel­len im Blog Textreich über das das Sep­tem­ber Thema »Ist Gothic (D)eine Lebens­ein­stel­lung?« dis­ku­tiert wurde, las ich Kat­rins Ein­sen­dung zum Gothic Fri­day mehr­mals, bevor ich die nötige Ruhe fand, ihn zu ver­ste­hen. In weni­gen und sorg­fäl­tig aus­ge­such­ten Wor­ten ver­sucht sie zu ver­mit­teln, was für sie Gothic mit Lebens­ein­stel­lung oder Lebens­stil zu tun hat.

Ich wollte dar­über hin­aus einen wür­di­gen Rah­men schaf­fen, denn Spon­tis ist sonst ein sehr text­las­ti­ger Blog, in dem kurze Zei­len schnell ver­lo­ren gehen und das wäre dem Bei­trag nicht ange­mes­sen. Glück­li­cher­weise hat Kat­rin gleich selbst ein tol­les und selbst erstell­tes Bild ange­hängt. Ich musste nur noch den Text anfü­gen und das ganze in ein ange­neh­mes For­mat brin­gen. Es würde mich sehr freuen, wenn auch hier flei­ßig kom­men­tiert wer­den würde. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 September

Gothic Friday: Gothic als Lebenseinstellung (Merlyn)

Kategorie: Gothic Friday42 Kommentare

Schon die ers­ten Reak­tio­nen auf das September-Thema »Ist Gothic (D)eine Lebens­ein­stel­lung?« waren kon­tro­vers. Nach­dem wir Mer­lyn bereits im August als neue Teil­neh­me­rin des Gothic Fri­day begrü­ßen durf­ten, hat sie sich auch für den Sep­tem­ber der Her­aus­for­de­rung gestellt und ver­sucht zu beschrei­ben, was Gothic mit Lebens­ein­stel­lung zu tun hat. Sie hat mir dazu eine E-Mail geschrie­ben, 2 Bil­der ange­hängt und abge­schickt. Ich freue mich sehr, ihren Bei­trag zum Gothic Fri­day hier ein­fü­gen zu dürfen.

Ich habe schon län­gere Texte geschrie­ben, sie aber dann wie­der ver­wor­fen, denn ich denke, dass wir ja alle irgendwo gleich ticken wenn es bei­spiels­weise um den Musik­ge­schmack oder die düs­tere Ästhe­tik geht. Natür­lich kann man nicht mit allen auf einen gemein­sa­men Nen­ner kom­men, aber ein wenig haben wir ver­mut­lich alle gemein­sam. Daher redu­ziere ich mei­nen Bei­trag nun auf ein paar Punkte (auch aus Zeit­man­gel): Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 September

Ohne Worte: Dead or Alive

Kategorie: Dunkelkunst4 Kommentare

1985. Mit ihrem Hit »You spin me Round« stür­men Dead or Alive die Inter­na­tio­na­len Charts. Peter Burns, der cha­ris­ma­ti­sche und bild­hüb­sche Front­mann der For­ma­tion, ist eine Ikone des Geschlech­ter­ver­wi­schens. 25 Jahre spä­ter wird der Name der Band zu erschre­cken­den Rea­li­tät, jeden­falls für Peter Burns, denn der erscheint in den Augen der meis­ten Men­schen mehr Dead als Alive. Wenn man über die Kunst am eige­nen Kör­per die Rea­li­tät ver­liert, kommt etwas wun­der­schö­nes oder abgrund­tief häss­li­ches her­aus. Ent­schei­det selbst. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 September

Alles, was das schwarze Herz gerne sieht: The Midnight Archive

Ich war schon sehr neu­gie­rig, als auf beim Midnight-Archive eine neue Web-Serie ange­kün­digt wurde, die sich nach eige­nen Anga­ben mit dem exo­ti­schen, dem frem­den, dem exzen­tri­schen und dem wahr­lich Ein­zig­ar­ti­gen beschäf­tigt. Die Vor­schau pro­phe­zeite groß­ar­ti­ges: Eine Frau, die totes mumi­fi­ziert, ver­rückte Musik­in­stru­mente, Berichte über gru­se­lige Ver­su­che an Men­schen, über Okkul­tis­mus, Para­psy­cho­lo­gie und Mys­tik. Alles Stoff, das spie­lend eine wich­tige Säule der Sub­kul­tur Gothic trägt. In der Beschrei­bung heißt es: »The Mid­night Archive is a new web series which aims to docu­ment the exo­tic, the strange, the eccen­tric and the truly uni­que. Often dark and always on the fringe, the series puts an honest look into some of the most fasci­na­ting people, pla­ces and arti­facts that many people are wildly unfa­mi­liar with. From a woman who mum­mi­fies pets to the lar­gest collec­tion of auto­mata, the idea is for the sub­ject mat­ter to tell its own story and give the viewer just a taste of some­thing „unusual”. No dra­ma­tic stings, no edi­to­rial drama — just the facts.«

Ich war natür­lich skep­tisch, denn eigene Erfah­run­gen sag­ten mir: Es ist nicht alles schwarz, was glän­zend über den Teich zu uns getra­gen wird. Die dor­tige Szene erscheint mir noch ober­fläch­li­cher, noch kom­mer­zi­el­ler und wird haupt­säch­lich als Frei­zeit­be­schäf­ti­gung gese­hen, um sich aus dem All­tag zu bea­men. Und den­noch, die USA ist auch bekannt für ihre Indi­vi­duen, die es immer wie­der schaf­fen auch hier­zu­lande zu beein­dru­cken. Groß­ar­ti­gen Nischen­szene, eine aktive und gestal­te­risch umtrie­bige Sub­kul­tur und eigent­lich nichts, was es nicht gibt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 September

Zwischenfall Benefiz Festival am 22.10.2011 in Herne

Kategorie: Schwarze Szene22 Kommentare

Wenn man das Groß­feuer, dass in der Nacht vom 18. auf den 19. August 2011 den Bochu­mer Club Zwi­schen­fall zer­störte, als Omen für den Unter­gang der wah­ren Szene wer­tet, so muss das Pro­jekt »Pho­enix« als unwei­ger­li­che Pro­phe­zei­ung gewer­tet wer­den. Es scheint fest zu ste­hen, dass das Gebäude des alt ehr­wür­di­gen Clubs nicht mehr zu ret­ten ist und abge­ris­sen wer­den muss. Doch viele Hände arbei­ten an vie­len Bau­stel­len, die Face­book­seite infor­miert bei­nahe täg­lich über die neu­es­ten Ent­wick­lun­gen im Fall Zwi­schen­fall. Die Hilfs­be­reit­schaft und Soli­da­ri­tät, die oft genug pro­pa­giert wurde, wird hier gelebt. Immer wie­der bie­ten sich neue Mög­lich­kei­ten rund um Bochum, Events des Zwi­schen­fall in ande­rer Umge­bung zu fei­ern und mitt­ler­weile wurde auch ein Spen­den­konto eingerichtet:

Treu­hand­konto: Hilfe Zwi­schen­fall
Kon­to­in­ha­ber : Diplom Betriebswirt/Steuerberater J. Schulze Hüls­hors
Konto NR. : 8414740
BLZ : 430 500 01
Spar­kasse Bochum

Das Bochu­mer Sze­ne­paar Yvonne & Andre Sta­sius hat jetzt Pikes mit Schnal­len gemacht und ein klei­nes, aber fei­nes Benefiz-Festival auf die Beine gestellt, das am 22. Okto­ber im Stadt­teil­zen­trum Pluto in Herne statt­fin­det. Auf­tre­ten wer­den Lord of the Lost, Jesus on Extasy, See­lenz­orn, In Mitra Medusa Inri, Traum­tän­zer und die Dark Dia­monds — im Anschluss gibt es noch eine große Aftershow-Party mit ent­spre­chen­den DJ-Sets. Der Ein­tritt kos­tet im Vor­ver­kauf 12€ und an der Abend­kas­sen 15€, der gesamte Erlös fließt auch oben genann­tes Spen­den­konto. In Zusam­men­ar­beit mit dem Rock­büro Herne e.V. gelang den Bei­den in kür­zes­ter Zeit ein ganz beacht­li­cher Event, den sie sel­ber wie folgt beschrei­ben: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 September

Ohne Worte: Der Weltraum, unendliche Weiten

Kategorie: Dunkelkunst14 Kommentare

Am 8. Sep­tem­ber 1966 fei­ert die Enter­prise auf NBC ihren Jung­fern­flug: »Der Welt­raum, unend­li­che Wei­ten. Wir schrei­ben das Jahr 2200. Dies sind die Aben­teuer des Raum­schif­fes Enter­prise, dass mit sei­ner 400 Mann star­ken Besat­zung 5 Jahre lang unter­wegs ist, um neue Wel­ten zu erfor­schen, neues Leben und neue Zivi­li­sa­tio­nen. Viele Licht­jahre von der Erde ent­fernt dringt die Enter­prise in Gala­xien vor, die nie ein Mensch zuvor gese­hen hat.« (Bild: This isn’t Hap­pi­ness)


5 September

Ohne Worte: Das Gefühl der Lebenseinstellung

Kategorie: Dunkelkunst4 Kommentare

graveyard 1984, big hair and purple lipstick

»Also ich glaube, es ist eine Lebens­ein­stel­lung für einige Men­schen und sicher­lich auch für mich, als ich mich so anzog. In mei­nen Zei­ten als Jugend­li­cher fühlte ich mich dadurch defi­niert und es war mehr für mich als nur so ange­zo­gen zu sein. Ich glaube ich habe alle mög­li­chen Kul­tu­ren erforscht die sich mit dunk­le­ren The­men, wie der Sterb­lich­keit, beschäf­tig­ten. Vom lesen exis­ten­zia­lis­ti­scher Auto­ren bis hin zu Zom­bie Fil­men und B-Movie Hor­ror. Ich glaube, ich fühlte die ganze Lebens­ein­stel­lung los­ge­löst von der Musik und den Kla­mot­ten.« (Bild: Melissa (1984), Text: Melissa in eine Inter­view mit spontis.de)