Das Mittelalter war eine düstere Zeit zwischen Krankheit, Armut und Tod — die Kirche machte was sie wollte, Lehnsherren und Könige auch. Was den Menschen an Freude geblieben ist, kompensiert sich heute in Mittelaltermärkten. Gaukler, Musiker, Minnegesang und Völlerei in möglichst authentischen Umgebungen übt einen gewissen Reiz aus, auch auf mich. Eigentlich wollte ich schon den letzten schönen Sonntag dazu nutzen, die Burg Satzvey zu besuchen, leider machte mir ein Schlafproblem einen Strich durch die Rechnung. Doch gestern haben wir es endlich geschafft und sind bei strahlendem Sonnenschein zum Siegfried-Spektakel nach Xanten gefahren. Die Stadt ist nicht nur mit einem unglaublich schönen historischen Stadtkern und einer großen römischen Wehranlage gesegnet, nein sie ist auch die einzige in Deutschland, die mit einem „X” beginnt.
Neben dem üblichen Markt gab es auch noch 3 Bühnen, auf denen in dichter Reihenfolge bekannte und weniger bekannte Mittelalter-Kapellen, Barden und Gaukler das Volk belustigten und so auf dem schlauchförmigen Ring vor der Stadtmauern für eine dichte Atmosphäre sorgten. Das die meisten Mittelalterfeste mittlerweile von großen Veranstaltern ins Leben gerufen werden, die damit durch ganz Deutschland reisen, tut der Sache eigentlich keinen Abbruch, sorgt aber für recht ordentliche Eintrittspreise und so gönnten wir uns für 12€ die Karten für alle 3 Bühnen, denn auf der großen Nibelungenbühne sollte die große Drachenshow starten. Der Eintritt für den übrigen Markt wäre mit 9€ zu Buch geschlagen und damit unwesentlich günstiger gewesen. Den ganzen Artikel lesen… »