»Es spricht für die Qualität der Fragen, wenn man selbst keine Antwort darauf hat«, dachte ich mir und startete zusammen mit Shan Dark, der dieses knifflige Thema übrigens beim Laufen in den Sinn kam, die Oktober-Ausgabe unter dem Motto »Interview mit einem Goth«. Doch meine Tage blieben bunt, keine dunkle Gestalt in Sicht, die man hätte ausquetschen können. Für jeglichen Kontakt zum schwarzen und verstreuten Bekannten– und Freundeskreis fehlte die Zeit. Was lag da näher, als die Lesung der Schementhemen, die ich zusammen mit Sabrina besuchte, dazu zu nutzen, sie mit den Fragen zum Gothic Friday zu konfrontieren?
Zugegeben, ich habe nicht unbedingt den Kreis erweitert, doch letztendlich geisterte mir die im Ursprungsbeitrag beschriebene Situation durch den Kopf, in der ich mich befand: »Manche sinnieren über den Sinn der eigenen Existenz und philosophieren, was war, was ist und was noch kommen mag. Plötzlich geistert eine Frage durch den Patchouli geschwängerten Raum: „Was ich Dich schon immer mal fragen wollte…”« Ein Augenblick, der sämtliche Vorsätze nach Erweiterung über den Haufen warf. Ich griff zum Notizblock und schrieb: Den ganzen Artikel lesen… »





