»These boots pikes are made for walking, and that’s just what they’ll do one of these days these boots pikes are gonna walk all over you.« — Nancy Sinatra. (via Fuck Yeah Goths)
25 August
Wie aus "Hammer Horror" Gothic wurde
Immer dann, wenn man in der Geschichte des Gothic gräbt, laufen einem die Hammer-Filme über den Weg, die zwischen den 50ern und den frühen 70ern entstanden sind und nicht unbedingt zu den großartigsten Filmen der Filmgeschichte zählen sondern wegen ihrer Qualität schnell in ein eigens dafür geschaffenes Genre gesteckt wurden, die B-Movies. Kurioserweise ist die Wirkungszeit der Filme die Geburtsstunde vieler späterer Musiker, von denen einige aus ihren Erinnerungen daran Einflüsse in Stilistischer und Ästhetischer Hinsicht machten. Doch wie lässt sich Hammer-Horror und Gothic in stilistischer Hinsicht unter einen Hut bringen?
Kate Bush veröffentlichte 1978 ihr Singledebüt und bediente sich Emily Brontes Saga »Die Sturmhöhe«, die in den kahlen Hochmooren Yorkshires zur Winterzeit spielt und mit allem ausgestattet war, was wir heute als Gothic bezeichnen würden. »Wuthering Heights« ist aber auch ohne den literarischen Bezug ein frühes Genre-Meisterwerk, auch wenn es ungewöhnlich und anders erscheint. Das Werk blieb von der Kritikern verkannt, erst ihr Album Lionheart verhalf ihr zum Durchbruch, auch wenn sie in einem völlig anderen Genre agierte.
Doch Kate Bush scheint die erste Verbindung zu »Hammer Horror« zu sein, denn dieses Stück von Album »Lionheart« war ihr Tribut an die Filmstudios, die mit ihren schockierenden Billigproduktionen eine Zeit lang zum Dauerbrenner des britischen Fernsehen wurden, der die Filme regelmäßig an Freitagabenden auf den Schirm brachte. Der Titel selbst entstand 1976 und ist auf einem frühen Demo zu hören, das in Bush-Fan-Kreisen als The Cathy Demos in Umlauf ist. »Hammer Horror« erschien schließlich auf dem bereits erwähnte Album Lionheart. Den ganzen Artikel lesen… »
24 August
Ohne Worte: Gesicht ohne Namen

»Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, dass der Verfasser etwas gewusst hat.« — Johann Wolfgang von Goethe, 1749 — 1832. (via Infinite Plateau)
22 August
Ohne Worte: St. John's Graveyard
Melissa und Lisa auf dem Friedhof von St. John 1983. »In meinen Zeiten als Jugendlicher fühlte ich mich dadurch definiert und es war mehr für mich als nur so angezogen zu sein. Ich glaube ich habe alle möglichen Kulturen erforscht die sich mit dunkleren Themen, wie der Sterblichkeit, beschäftigten. Vom lesen existenzialistischer Autoren bis hin zu Zombie Filmen und B-Movie Horror […] Ich glaube, ich fühlte die ganze Lebenseinstellung losgelöst von der Musik und den Klamotten.” Aus meinem Interview mit Melissa, November 2009
20 August
Ohne Worte: Joy Division Konzert (1979)
Joy Division Konzert Poster: Freitag, 30. März 1979 — Walthamstow Jugendzentrum, im Juni des selben Jahres veröffentlichen sie ihr legendäres Album Unknown Pleasures. (via Manchester District Music Archiv)
18 August
Ohne Worte: Daniel Danger

»Daniel Danger is an illustrator and printmaker working out of New England. The son of an middle school art teacher married to a professional potter, Daniel was never going to be a mathematician or claims adjuster for a top rated insurance agency.« Glücklicherweise hat er sich für sein Talent entschieden, seine Bilder auf tinymediaempire.com hauen mich soeben aus den Pikes. (via OMG Posters)
18 August
Schöne Grüße aus...
Die Zeit war reif für ein wenig Abwechslung. Urlaubsreif war ich ja sowieso, nur mit der Umsetzung einer kleinen Reise hat es gehapert. Doch kurzerhand wurde der Entschluss gefass, die Ostsee zu besuchen, Mecklenburg Vorpommern sollte ja um diese Jahreszeit besonders attraktiv sein. So haben wir unsere 4 Wände kurzerhand einer guten Freundin überlassen, die für einige Tage einen Platz zum schlafen brauchte um ihre Familie zu besuchen.
So beginnen wir unsere kurze Reise in den Nord-Osten des Landes in Kühlungsborn, einem Ostseebad, das ich jetzt absichtlich nicht malerisch nenne, denn das ist es für mich nicht. Muss es aber auch nicht sein, denn das Meer entschädigt für einiges. Der Blick in die Ferne ohne ein visuelles Ende zu entdecken vermittelt ein unterbewusstes Gefühl für die eigene Existenz.
Und zwischen all den Menschen die sich in ihrem Kleidungsstil einer vermeintlichen maritimen Leidenschaft unterwerfen gibt es wider meiner Erwartungen immer wieder einzelne Kleckse ästhetischer Andersartigkeit. Natürlich fällt man auf wie ein »bunter Hund«, gestern wurde man sogar fotografiert, allein weil man nicht so ausgesehen hat wie alle anderen. Nichts ungewöhnliches, nichts schlimmes, denn so ist es eben. Wenn man selbst in seiner schwarzen Umgebung einen wirklich bunten Fleck entdeckt, geht es einem selbst nicht anders. Bis auf die Fotos, die spare ich mir. Den ganzen Artikel lesen… »
17 August
Geschichten aus der Gruft - The Hunger (1983)
Quizfrage: Zu welchem Film läuft das Stück »Bela Lugosi’s Dead« von Bauhaus im Vorspann? Richtig, ein verkannter Klassiker der vom Spiegel einst als »schick, leer und langweilig« und dessen »dekorativer Ästhetizismus« als Kitsch beschrieben wurde. Ein Film mit David Bowie, Susan Sarandon und Catherine Deneuve der einer der ersten Meilensteine von Blockbuster-Regisseur Tony Scott werden sollte und der sich in Düsterheit und Atmosphäre von Blade Runner, dem Werk seines Bruders Ridley Scott, inspirieren ließ.
Um welchen Film es geht? Aufmerksamen Lesern dürfte die Überschrift erste Hinweise geben, denn während er sich im britischen Originaltitel »The Hunger« nennt, wurde er bei seiner Deutschlandpremiere 1983 Begierde genannt und ist vielen vielleicht unter diesem Titel bekannt.
Handlung? Das New York der 80er Jahre. Die beiden Protagonisten des Films, Miriam und John Blaylock, sind seit mehreren Jahrhunderten unsterblich. Das einzige was sie dafür tun müssen, ist das Trinken von menschlichem Blut. Eines Tages bemerkt John bei sich erste Anzeichen des Alterns. Von Miriam erfährt er, dass all seine Vorgänger in Miriams Gunst nach einigen Jahren anfingen rapide zu altern und Miriam sich letztendlich von ihnen abwandte. Seinen Tod vor Augen wendet er sich an die Gerontologin Dr. Sarah Roberts die zunächst keine Zeit für ihn hat. Erst als John nach einigen Stunden gehen will merkt sich, das er während dieser Zeit gealtert ist und will ihn aufhalten, ohne Erfolg. Die neugierige Ärztin macht sich auch die Suche nach dem mysteriösen John und begibt sich damit in höchste Gefahr. Den ganzen Artikel lesen… »
14 August
Blutengel, die finstere Satans-Band
Und es gibt sie doch! Eine Zeit lang war ich der Meinung, das die Zeitungen bei ihrer Berichterstattung über die Gothic-Szene dem allgemeinen Gusto der Akzeptanz gefolgt wären. So manch ein Autor lässt sich zwar zu Verniedlichungen oder auch humoristischen Einlagen treiben, verbale Mutationen die an die frühen Zeiten des Unverständnisses erinnern, sind aber weitestgehend verschwunden. In einigen Redaktionen gibt es sogar Engagement, die Jugendlichen und ihre Leidenschaften zu verstehen um sich dann halbwegs informativ damit auseinanderzusetzen. Das glaubte ich jedenfalls, bis ich über einen Artikel vom 19.01.2008 im Berliner Kurier stolperte. »Verschollen im Großstadt-Dschungel« ist zunächst einmal der ernst gemeinte Hilferuf nach 2 Ausreißern, die aus der schwäbischen Provinz nach Berlin auszogen, um die Band Blutengel zu treffen.
Was Autorin Claudia Keikus dann daraus zaubert, erzeugt meiner Meinung nach Betroffenheit und Unverständnis und ist an Polemik, Verzerrung und Phantasie nicht zu überbieten. Im Text heißt es: »Schwaben-Mädchen im Bann der finsteren Satans-Band »Blutengel«! Julia und Christin (beide 15) rissen von Zuhause aus, um die düsteren Gothic-Musiker im fernen Berlin zu finden. In was für eine gefährliche Szene sind sie da abgerutscht?« Wir fassen zusammen: Blutengel ist eine finstere Satans-Band und die Gothic-Szene ist gefährlich. Es würde mich ernsthaft interessieren, wie man darauf kommen kann. Was ist eine Satans-Band? Und natürlich ist die Gothic-Szene nicht gefährlich, sondern im Gegenteil für ihre Abneigung gegen Gewalt bekannt.
Weiter heißt es: »Welche versponnenen Gedanken haben Julia und Christin in diesen Wahnsinn getrieben? So furchtbar langweilig kann es selbst in der tiefsten Schwaben-Provinz nicht sein. Doch da ist diese Satans-Band aus Berlin, deren Stücke »Seelenschmerz« und »Vampire Romance« heißen. Ist sie es wert, ein behütetes Schüler-Leben mit tollen Eltern einfach so aufzugeben?« Schon Wolfgang Petry sang einmal: »Das ist Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle?« — Dunkler Satans-Kult und die Aufforderung den »rechten Pfad« zu verlassen? Herrlich, ich beginne mich zu amüsieren doch der Hintergrund dieser Nachricht macht mir einen Strich durch die Rechnung. Den ganzen Artikel lesen… »
12 August
Ohne Worte: Yummy Fur

»Chester Brown is one of Canada’s best known artists of alternative comics. His earliest comic was „Yummy Fur”, in which he introduced a figure named Ed the Happy Clown, a penis-shaped clown with the face of Ronald Reagan.« (via This isn’t happiness)




