22 März

Die Angst als Auslaufmodell

Kategorie: Schwarze Szene9 Kommentare

Atomkraft? Nein Danke!1973. Im Anschluss an die Ölkrise plant die Bun­des­re­gie­rung den Aus­bau der Atom­en­er­gie. Öffent­li­che Dis­kus­sion über den Super-GAU, den größ­ten anzu­neh­men­den Unfall und mög­li­che Strah­len­schä­den durch den Betrieb sol­cher Anla­gen, schü­ren die Ängste der Bevöl­ke­rung. Brok­dorf ist das Sym­bol der Anti-Atomkraft Bewe­gung. 1976 began­nen die Bau­ar­bei­ten und die Demons­tra­tio­nen, die zu einem 4-jährigen Bau­stopp führ­ten. Als 1981 wei­ter gebaut wer­den sollte, gin­gen 100.000 Men­schen auf die Straße. Erfolg­los. Unter dem Knüp­pel der Exe­ku­ti­ven wird der Bau des Atom­kraft­werks durch­ge­setzt. 1986 explo­diert in Tscher­no­byl der Atom­re­ak­tor, auch Deutsch­land ist indi­rekt davon betrof­fen. Spiel­plätze wer­den gesperrt und tau­sende Ton­nen Gemüse und Obst aus hie­si­gem Anbau lan­den auf dem Müll. Die Angst erreicht auch die kon­ser­va­tive Mitte der Bevöl­ke­rung, doch im sel­ben Jahr geht Brok­dorf als welt­weit ers­tes AKW nach dem Unglück ans Netz.

Es wird still um die Atom­kraft. Obwohl sie eigent­lich nie­mand so rich­tig will, akzep­tiert man sie, denn Haupt­sa­che der Strom bleibt bil­lig. Als die Bun­des­re­gie­rung sich zag­haft für einen Atom­aus­stieg stark macht, rebel­liert die Wirt­schaft und ser­viert Mär­chen aus der Steck­dose. Atom­kraft sei umwelt­freund­lich und mache den Strom auf Dauer günstig.Laufzeitverlängerungen müs­sen her, damit die siche­ren deut­schen Mei­ler, die bis jetzt so tadel­los funk­tio­niert haben, wei­ter einen so güns­ti­gen Preis garan­tie­ren kön­nen. Sind wir dumm? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 März

Ohne Worte: Modern Wind

Kategorie: Dunkelkunst7 Kommentare

Don Quijote und die Atomkraft

»Es wird eine Ruh­mes­tat sein, sol­che unge­schlachte Rie­sen von der Erde zu ver­til­gen, ich werde ihnen allen das Lebens­licht aus­bla­sen!« Bei die­sen Wor­ten gab er sei­ner mage­ren Rosi­nante die Spo­ren und rief den Wind­müh­len zu: »Steht, ihr elen­den, fei­gen und unför­mi­gen Geschöpfe! Steht! Ein ein­zel­ner Strei­ter naht, um Euch die Stirn zu bie­ten und Euch in den Staub zu wer­fen!« (Aus Don Qui­jote, Bild: David Mer­veille)


18 März

Gothic Friday März: Madame Mel - Schwarze Fächerblätter

Kategorie: Gothic Friday11 Kommentare

Gothic Fri­day: Schwar­zer Fächer der Pas­sio­nen. Eine selbst­re­flek­tie­rende Reise in die Ver­gan­gen­heit, in das Gegen­wär­tige und in die Zukunft. Ich starre auf das leere Word-Dokument, wäh­rend mir viele Ideen durch den Kopf schie­ßen. Vor dem geis­ti­gen Auge fächelt mir ein schwar­zer Brisé­fä­cher ein wenig Luft zu. So, jetzt erst ein­mal tief durch­at­men — wo und wie fange ich am bes­ten an – wo höre ich auf?
Das anfäng­li­che Stirn­run­zeln ging all­mäh­lich ins Schmun­zeln über. Dank Shan Dark & Robert habe ich mich ein klein wenig in meine Schul­zeit zurück ver­set­zen las­sen, als es hieß, in einer bestimm­ten Zeit ein paar Zei­len zu einem bestimm­ten Thema zu ver­fas­sen. Nur ohne Beno­tung — oder gibt es doch ein heim­li­ches Punk­te­sys­tem? Im Gegen­satz zum letz­ten Thema konnte ich mir die­ses Mal eine aus­führ­li­chere „Bericht­er­stat­tung“ nicht ver­knei­fen (dabei wurde schon gekürzt). Aber et voilà — sehet selbst: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 März

Ohne Worte: Sakrales zum Freitag

Kategorie: Dunkelkunst9 Kommentare

(via 666sex) Den gan­zen Arti­kel lesen… »


16 März

Gothic Friday 03/2011: Schwarzer Fächer der Passionen

Kategorie: Gothic Friday26 Kommentare

Spontis - Schwarzer Fächer der PassionenSchwarze Pas­sio­nen. Seit Tagen blinkt der Cur­sor unbarm­her­zig rechts neben die­sem Satz, ob es denn wirk­lich keine Lei­den­schaft gibt, die einen Ein­trag recht­fer­ti­gen würde? Wäh­rend ich die bis­he­ri­gen Bei­träge mit Bewun­de­rung stu­die­ren hege ich Zwei­fel ob auch nur eines die­ser Pas­sio­nen auf mich zutref­fen könnte. Ist man sich sei­ner Lei­den­schaft über­haupt bewusst? Sabrina schrieb bereits dazu: »Fließt “das Schwarze” nicht auto­ma­tisch in jeden Lebens­be­reich, zieht durch die Gedan­ken und Gefühle, so dass man es unmög­lich abspal­ten und als eine bestimmte Pas­sion beschrei­ben kann?« So geht es mir dabei. Schein­bar all­täg­lich schei­nen die Dinge, die ande­ren als »Gothic« auf­fal­len, wenn man über Jahre Din­gen nach­geht, die man über­li­cher­weise als nicht nor­mal abstem­pelt, stellt sich ein ver­traute Gewohn­heit ein. Für sich selbst genom­men ist man nor­mal.  Und den­noch: Ich habe ver­sucht meine Pas­sio­nen einen Namen zu geben.

Spon­tis: Pas­sion Mensch

Ein Blog als schwarze Pas­sion? Um das zu erklä­ren möchte ich ein wenig aus­ho­len. Nach­dem ich 2006 wie­der in die Szene zurück fand, der ich in den frü­hen 90er den Rücken gekehrt hatte, schien es mir sinn­voll, mich dar­über zu infor­mie­ren, was ich in der Zwi­schen­zeit ver­passt hatte. So besorgte ich mir brav ein­schlä­gige Fach­ma­ga­zine und Bücher über die Szene und surfte stun­den­lang durch schwarze Foren und Por­tale. Das, was zu mei­ner Zeit kei­nen Namen hatte, wurde nun Gothic genannt und war ein Teil des Main­stream gewor­den.  Die Beklei­dung war aus den düs­te­ren Ecken der Underground-Mode empor gekro­chen und schlän­gelte sich unauf­halt­sam in die Mode­li­nien jugend­li­cher Beklei­dungs­tem­pel. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 März

Gothic Friday: Schwarze Fächer der Passionen - Gastbeitrag von Grabesmond

Kategorie: Gothic Friday5 Kommentare

Der Gothic Fri­day im Spon­tis Blog steht in die­sem Monat im Zei­chen der Lei­den­schaf­ten. Auch Gra­bes­mond hat ihre Schwar­zen Fächer der Pas­sio­nen zu Papier gebracht — und ich habe als Gast­ge­ber die Ehre, ihren Bei­trag und die wun­der­schö­nen Bil­der zu veröffentlichen.

Als ich zum ers­ten Mal die Über­schrift des Gothic Friday-Thema für den März und die Beschrei­bung las, dachte ich mir ernst­haft: „Scheiße, wo soll ich da anfan­gen, über was soll ich schrei­ben und wo anfangen? Trage ich über­haupt etwas zur Szene bei?“

Diese Frage kann ich seit letz­ter Woche mit JA beant­wor­ten, denn seit­dem bin ich frisch­ge­ba­ckene Djane in einem neuen Club in Han­no­ver. :) Dass ich Anfän­ger bin und noch nie auf­ge­legt habe, noch nicht mal auf Pri­vat­par­tys, sollte aber kein Hin­der­nis dar­stel­len; „learning by doing“ lau­tet die Devise und es darf auch gerne mal ein wenig geflucht wer­den, wenn die Tech­nik ein wenig rum­spinnt oder jemand ver­ges­sen hat, die Reg­ler hoch­zu­schie­ben, und zum Glück ste­hen mir auch viele »alte Hasen« mit Rat und Tat zur Seite.

Den Wunsch, selbst Musik auf zule­gen bzw. eine Party zu ver­an­stal­ten, der kam zum ers­ten Mal 2009 auf, als mich die Par­tys immer mehr anö­de­ten und ich mich frus­triert zurückzog. Ich konnte nicht ver­ste­hen, wie mein dama­li­ger Stamm­club immer nur die­sel­ben aus­ge­lutsch­ten Hym­nen von ASP, Sub­way to Sally und co. spielte und alle fröh­lich dazu zap­pel­ten. Wenn ich mal Glück oder der DJ gute Laune hatte, konnte man schon was von Joy Divi­sion hören, aber da musste man wie gesagt ordent­lich Glück haben. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


12 März

Ohne Worte: Fraktales in Schwarz

Kategorie: Dunkelkunst8 Kommentare

Old School Tendencies

»Mini-Bio: Old School Goth. Wife. Art stu­dio employee. Pho­to­gra­pher. Digi­tal artist. Pier­ced. Out­go­ing. Fun-loving. Goofy. Loving. Pro­tec­tive. Fri­endly. Publis­hed. Exhi­bi­ted in gal­le­ries. Plan­ning to rule the world.« Let’s help Miranda Adrias Black Pas­sion to rule the World.


12 März

Gothic Friday März: Kitsch, Klischees und soziale Arbeit (ASRianerin)

Kategorie: Gothic Friday8 Kommentare

ASRianerin - Schwarze LeidenschaftenIm Rah­men des Gothic-Friday 2011 bin ich wie­der ein­mal sehr froh, einen Bei­trag für das März-Thema von ASRia­ne­rin prä­sen­tie­ren zu dür­fen.  Alle Bil­der darin wur­den von ihr zur Ver­fü­gung gestellt. Das Tafel-Bild ist von Rafel Son­ne­berg, für »Freies Wort«. Der Text befin­det sich selbst­ver­ständ­lich im Ori­gi­nal­zu­stand und wurde ledig­lich durch Absätze und For­ma­tie­run­gen bearbeitet.

End­lich ist es wie­der soweit. Gothic-Friday auf Spon­tis!
Lei­den­schaf­ten, Hob­bies und der­glei­chen inner­halb der schwar­zen Szene.
Ich grü­bel und grü­bel und grü­bel… dabei bin ich schon mit­ten drin!
Schrei­ben. Gedan­ken und manch­mal auch Bil­der mit Wor­ten formen.

Hier sind es Fließ­texte. Und gerade bei Spon­tis schreibe ich gerne, da ich mich hier auch immer auf eine kri­ti­sche Art und Weise selbst reflek­tie­ren muss. Es ist zum einen eine Hori­zont­er­wei­te­rung über das eigene Selbst, aber auch über die Welt. Doch genauso ist es Tor der Gefühle und Gedan­ken, wel­ches man belie­big öffnen kann. Manch­mal öffnet man es durch seine Wort­wahl nur einen Spalt breit und der Leser muss sich über­le­gen, was wohl hin­ter der Tür ver­bor­gen ist. Denn das was er sieht ist ja nur ein ganz klei­ner Teil. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 März

Ohne Worte: Start a Revolution

Kategorie: Dunkelkunst12 Kommentare

»Start a Revo­lu­tion. Stop hating your body.« Gegen kör­per­li­che Uni­for­mi­tät in der Szene! Kör­per­li­che Gleich­schal­tung wider­spricht der selbst­be­stimm­ten Indi­vi­dua­li­tät. Ein­sam und doch gemein­sam?  Tragt schwarz, das ist gleich genug.

(Bild: Kraft­fut­ter­mi­sch­werk)


8 März

Männlich dominierte Szene sucht: Östrogen - bitte melde dich.

WeltfrauengothictagDie Gothic-Szene ist ein­deu­tig männ­lich domi­niert. Jeden­falls auf der Bühne. Das klingt logisch, denn die Szene selbst zählt nach ein­schlä­gi­ger Fach­li­te­ra­tur und eige­ner Erfah­rung  mehr Frauen als Män­ner. Die Kon­se­quen­zen: Auf der Bühne domi­niert das männ­li­che Geschlecht als Über­brin­ger des Gothic-Gedankens. Wer­fen wir ein Blick in die aktu­el­len Deut­schen Alter­na­tive Charts, scheint sich das Bild zu bestä­ti­gen. Deine Lakaien, Schand­maul, Blu­ten­gel, Hocico oder auch der auf­er­stan­dene Robert Smith, der bei den Crys­tal Cast­les behaup­tet, er sei nicht ver­liebt. Alles Bands, bei denen ein Mann als schwarze Gali­ons­fi­gur die über­wie­gend weib­li­che Szene begeistert.

Heute ist Welt­frau­en­tag und tat­säch­lich gönne ich den Frauen eine Szene, in der sie domi­nie­ren. Ja, ich gehe sogar noch einen Schritt wei­ter, ich möchte noch mehr Frauen! Vor allem auf der Bühne, denn da sieht es ziem­lich männ­lich aus. Adrian Hates, Ville Valo, Johan Edlund, Chris Pohl oder Sven Fried­rich — es regiert dunk­les, düs­te­res, andro­gy­nes und blas­ses Tes­to­ste­ron, Frauen wer­den meist in die zweite Reihe ver­bannt oder sind dazu ver­dammt, las­ziv zu prä­sen­tie­ren wie eine weib­lich domi­nierte Szene aus­zu­se­hen hat. Östro­gene, die weib­li­chen Sexu­al­hor­mone, sind am Mikro­fon unter­re­prä­sen­tiert. Den gan­zen Arti­kel lesen… »