26 Juni

Bodymodification auf Japanisch: Bagelheads

Kategorie: Schwarze Szene6 Kommentare

Eine ganze Menge Fremd­wör­ter im Titel, ich bemühe mich, zunächst den sprach­li­chen Kno­ten zu lösen. Body­mo­di­fi­ca­tion (kurz Body­mod), das im Deut­schen wohl am ehes­ten mit »Kör­per­ver­än­de­rung« über­setzt wer­den könnte, ist der Sam­mel­be­griff für alle Ver­än­de­run­gen des Kör­pers durch Pier­cings, Täto­wie­run­gen, Implan­ta­tio­nen oder auch das anbrin­gen von Zier­nar­ben oder Ver­bren­nun­gen. Der Phan­ta­sie sind hier keine Gren­zen gesetzt. Das neh­men einige Japa­ner beson­ders genau und las­sen sich sei nun Koch­salz­lö­sung unter die Haut sprit­zen, um die ent­stan­dene Beule auf dem Kopf dann durch den geschick­ten Ein­satz ihrer Hände in die Form eines Bagels (Das ist die­ses runde Gebäck aus Hefe­teig mit dem Loch in der Mitte) zu bringen.

Ryoi­chi »Ker­oppy« Maeda, ein japa­ni­scher Foto­graf und Jour­na­list der dor­ti­gen Bodymod-Szene, beschäf­tigt sich seit 20 Jah­ren mit dem japa­ni­schen Under­ground und der dor­ti­gen Bodymod-Szene. Iro­ni­scher­weise war es Ryoi­chi selbst, der das Injek­ti­ons­ver­fah­ren in Japan eta­blierte, das von den dor­ti­gen Anhän­gern der Kör­per­ver­än­de­run­gen begeis­tert ange­nom­men wurde. Das Maga­zin Vice­style hat mit ihm ein Inter­view geführt, das ich beglei­tend zu eini­gen sei­ner Bil­der über­setzt habe. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Juni

Gothic zwischen Tod und Wiederauferstehung - Wechsel der Generationen in den 90ern

Kategorie: Schwarze Szene12 Kommentare

Wechsel der GenerationenEnde der 80er Jahre liegt die west­deut­sche Gothic-Szene am Boden. Die Idole von damals haben ihre Anzie­hungs­kraft ver­lo­ren, die Szene ver­liert an Inte­gri­tät und Zusam­men­halt. Man rudert hilf­los im Meer neuer Musik­rich­tun­gen, ohne in ein gemein­sa­mes Boot stei­gen zu kön­nen. Nach­dem die BRAVO das Wort Gothic 1986/87 zu einer modi­schen Atti­tüde ernied­rigt hat und damit eine breite Masse erreicht, ändert sich nun der Trend. Leute, die es ein­mal cool fan­den, schwarz geklei­det zu sein, fin­den es nun cool, mit Warn­wes­ten und wei­ßen Hand­schu­hen hin­ter knall­bun­ten, fah­ren­den LKW zu tanzen.

Die Bands, die einst den Under­ground schu­fen, sind nun erfolg­reich. Mit »Dis­in­te­gra­tion« errei­chen The Cure 1989 ihren vor­läu­fi­gen Höhe­punkt und sind dabei schon sti­lis­tisch im Pop ange­kom­men. Die Sis­ters of Mercy ver­öf­fent­li­chen mit »Vision Thing« 1990 ein Hard Rock Album und die Fields of the Nephilim lösen sich 1991 in Wohl­ge­fal­len auf. Wer etwas auf sich hält, wech­selt in die auf­stre­bende Techno-Szene, ist nun »Erwach­sen« oder beginnt damit, sich für Musik­stile zu inter­es­sie­ren, die die Idee des Gothic auf­grei­fen und fort­füh­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 Juni

Ohne Worte: Let's go to Bed

Kategorie: Dunkelkunst4 Kommentare

Melissa Monday in the 80s

»but i don’t care if you don’t / and i don’t feel if you don’t / and i don’t want it if you don’t / and i won’t play it / if you don’t play it first« Let’s go to Bed — The Cure
(Bild: Melisa Monday@flickr | CC by-nc-sa)


22 Juni

Gothic Friday Juni - Hexennächte in Duisburg

Kategorie: Gothic Friday5 Kommentare

Gabi Delgado während seiner Peformance im Pulp Duisburg 2010Als ich für den Gothic Fri­day im Juni nach mei­nem schöns­ten Live-Erlebnis in den Erin­ne­run­gen suchte, wurde mir schnell klar, dass es sich dabei nicht um ein gro­ßes Kon­zert oder Fes­ti­val han­deln würde. Kon­zerte in gro­ßen Sta­dien sind mir unsym­pa­thisch, zum einen finde ich es teil­weise bedrü­ckend zwi­schen tau­sen­den von Men­schen ein­ge­engt zu wer­den und zum ande­ren kann man mei­ner Erfah­rung nach nicht wirk­lich von einem Erleb­nis spre­chen. Der Sound ist meis­tens schlecht, die Per­for­mance und die Band je nach Kar­ten­preis kaum zu sehen. Dabei sein ist alles? Nicht mit mir.

Für Club­kon­zerte konnte ich mich dage­gen immer begeis­tern, die kleine, ja fast intime Atmo­sphäre, der gute Klang und der fast schon haut­nahe Kon­takt zur Band reiz­ten mich beson­ders. So möchte ich von 2 musi­ka­lisch sehr gegen­sätz­li­chen Kon­zer­ten spre­chen, die mir in Erin­ne­rung geblie­ben sind. Faun und DAF im direk­ten Ver­gleich zu sehen ist viel­leicht kon­trast­reich, doch ver­gleich­bar sind sie alle­mal, denn Lei­den­schaft und Ener­gie, in zwei unter­schied­li­chen For­men, haben mich dabei gefan­gen­ge­nom­men. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Juni

Schementhemen mit Myk Jung und Klaus Märkert

Kategorie: Veranstaltungen4 Kommentare

Schementheme BannerWie konnte ich das nur ver­pas­sen? Die­ses Gefühl beschlich mich unzäh­lige Male, seit ich Leip­zig nach dem Wave-Gotik-Treffen den Rücken gekehrt habe, vor allem gute Lesun­gen sind mei­nem Gefühl nach viel zu kurz gekom­men. So ärgerte ich mich bei­spiels­weise, dass ich die Lese­reihe »Sche­men­t­he­men« ver­säumt habe, in der die bei­den »Ruhrpott-Urgesteine« Klaus Mär­kert und Myk Jung eigene Texte zum Bes­ten geben um sich von zusätz­li­chen Gäs­ten dabei hel­fen zu las­sen. Glück­li­cher­weise fand ges­tern, am 19. Juni eine der regel­mä­ßi­gen Lesun­gen in Vel­bert statt, das sich als gut erreich­bar ent­puppte und sich dar­über hin­aus als will­kom­me­nes Ende des Sonn­tags anbot. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Juni

Rückblick: Spontis Family Treffen 2011

Kategorie: Schwarze Szene18 Kommentare

Spontis Family (5)Zunächst stritt ich jeg­li­che Betei­li­gung an der Idee ab. Es erschien mir fremd, den Men­schen die sich hier im Blog mehr als regel­mä­ßig her­um­trie­ben, einen Stem­pel auf­zu­drü­cken. »Spontis-Family«, klingt komisch, ist ja auch nicht von mir, Madame Mel ist schuld . Glück­li­cher­weise ent­schlos­sen sich viele der Ein­gangs erwähn­ten Men­schen nun auch dazu, ihre Zustim­mungs­be­kun­dung zu ertei­len und dem gan­zen zu einem Selbst­läu­fer­sta­tus zu ver­hel­fen. Auf Face­book gesell­ten sich spä­ter Fus­sel­rol­len dazu, die spä­ter durch eine schö­nere Button-Idee ersetzt wurden.

Ein biss­chen wider­wil­lig erklärte ich mich bereit, ein Tref­fen im Rah­men des bevor­ste­hen­den WGT zu orga­ni­sie­ren. In einer per­sön­li­chen Nach­richt an mich packte mich Shan Dark, schüt­telte mich und rief mich zur Besin­nung, ich solle doch end­lich damit auf­hö­ren zu behaup­ten, ich wolle das alles gar nicht. Sie hatte Recht.

Und so ent­wi­ckelte sich Vor­freude auf das Tref­fen, das nun am Pfingst­sonn­tag um 16:00 auf einer Wiese hin­ter der Moritz­bas­tei statt­fand. Sabrina Kir­napci erklärte sich bereit, die But­tons für das Spontis-Family Tref­fen zu ent­wer­fen und anzu­fer­ti­gen. Rück­bli­ckend waren meine Sor­gen unbe­grün­det, ich fand es groß­ar­tig end­lich ein­mal einige der Leser, Kom­men­ta­to­ren und Besu­cher des Blogs per­sön­lich zu begrü­ßen. Doch eins nach dem ande­ren: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 Juni

Ohne Worte: Zwiegespräch

Kategorie: Dunkelkunst5 Kommentare

Szenegespräch

»Die Jugend liebt heut­zu­tage den Luxus. Sie hat schlechte Manie­ren, ver­ach­tet die Auto­ri­tät, hat kei­nen Respekt vor den älte­ren Leu­ten und schwatzt, wo sie arbei­ten sollte. Die jun­gen Leute ste­hen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zim­mer betre­ten. Sie wider­spre­chen ihren Eltern, schwa­dro­nie­ren in der Gesell­schaft, ver­schlin­gen bei Tisch die Süß­spei­sen, legen die Beine überein­an­der und tyran­ni­sie­ren ihre Leh­rer.« (Sokra­tes, grie­chi­scher Phi­lo­soph ca. 469 vChr — 399 vChr)

(Bild­quelle: Acid Ally | CC by-nc-sa)


17 Juni

WGT 2011 – Zum ersten Mal in Leipzig

Wie hat dir das WGT gefal­len? Das wurde ich nun schon öfter gefragt, denn es ist ja kein Geheim­nis, dass ich in die­sem Jahr zum ers­ten Mal auf dem Wave Gotik Tref­fen war. Die Ant­wort auf die Frage ist etwas kom­ple­xer, zumin­dest wenn sie ehr­lich sein soll. Des­halb nun also ein Eindrücke-Bericht, der nicht enthu­si­as­tisch, aber auch nicht ver­nich­tend ausfällt.

Zunächst noch ein dickes Dan­ke­schön an Robert, der mich gedul­dig durch Leip­zig gelei­tet hat und ohne den ich mich ganz sicher in der Masse ver­lo­ren und ver­lau­fen hätte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


16 Juni

Wave-Gotik-Treffen 2011 - Pressespiegel (Update)

Kategorie: Schwarze Szene18 Kommentare

vor dem wgt Das Wave-Gotik-Treffen 2011 ist vor­bei, nach­dem die meis­ten end­lich ein­mal aus­ge­schla­fen haben, beginnt man damit das Gepäck aus­zu­räu­men, die mit­ge­brach­ten Dinge zu bewun­dern und beim sor­tie­ren der zahl­rei­chen Bil­der in Erin­ne­run­gen zu schwel­gen. Nach dem WGT ist vor der WGT, denn obwohl der Festival-Sommer 2011 erst begon­nen hat, ist für viele Besu­cher der Höhe­punkt des Jah­res bereits erreicht.

Eine gute Gele­gen­heit, der Presse über die Schul­ter zu gucken um zu sehen, wie sie das 20. Wave-Gotik-Treffen in Leip­zig wahr­ge­nom­men hat, gute Dinge haben eben Tra­di­tion. Die Leip­zi­ger Volks­zei­tung bei­spiels­weise, wid­met dem WGT eine Son­der­ru­brik ihrer Online-Präsenz und ver­sam­melt hier zahl­rei­che infor­ma­tive und durch­aus neu­trale bis wohl­wol­lende Arti­kel. So wie Armin Kober, der in einem Arti­kel von sei­nem ers­ten WGT 1992 berich­tet und dazu einige Bil­der auf sei­ner Seite (Link­tipp!) ver­öf­fent­licht hat. Die Stadt Leip­zig zeigt sich begeis­tert, City­ho­tels waren aus­ge­bucht, das gleich­zei­tig statt­fin­dende Bach­fest eben­falls ein Erfolg. Die BILD-Zeitung schreibt von unglaub­li­chen Ein­nah­men und mein Geld­beu­tel ist leer. Das passt irgend­wie. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 Juni

Ohne Worte: Nach dem WGT ist vor dem WGT

Kategorie: Dunkelkunst1 Kommentar

WGT 2011 - Agra Messehalle

Das WGT 2011 ist vor­bei. Vor­bei ist die Zeit der Ein­drü­cke und der ästhe­ti­schen Reize, nun liegt es an uns, damit umzu­ge­hen. Rund 20000 Besu­cher wur­den gezählt, man­che defi­nie­ren dar­über die Größe der Szene. Doch die Anzahl derer, die das ver­kör­pern, was sie sind, liegt weit dar­un­ter. Lernt von denen, die eigent­lich nicht leh­ren wollen.