16 Februar

Young & Cold Festival in Augsburg: Arterhaltung in Handarbeit!

Young and Cold Festival Augsburg 2013 - LogoEs ist noch gar nicht solange her, da meckerten wir herzhaft und ausgiebig über die großen Festivals. Die meisten waren sich einig: Was auf dem Mera Luna in Hildesheim oder dem Amphi in Köln zu hören und zu sehen war, hatte mit der “Szene” nicht mehr viel zu tun. Artfremde Musikstile und merkwürdige Gestalten, die sich unter den Fangarmen des Kommerz-Kraken tummelten, drängen die eigentlichen Szene-Anhänger in die Resignation. “Man müsste selber etwas auf die Beine stellen!” So klang der einheitliche Tenor, in dem ein Hilfeschrei nach brauchbaren Alternativen lag.

In Augsburg hatte man ein offenes Ohr für den stillen Schrei der Szene. Seit 3 Jahren gibt es dort die Party-Reihe “Deca Dance”, die nach rund 15 Veranstaltungen in der Ballonfabrik Augsburg einen beachtlichen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Mittlerweile nehmen manche Besucher eine Strecke von 400-500 km in Kauf, um die Mischung aus DJ-Sets und Live-Musik  zu genießen. Diese Form der Anerkennung war den Veranstaltern Grund genug, im November 2012 den Entschluss zu fassen, das “Young & Cold Festival” zu veranstalten, das vom 13. bis zum 14. September 2013 in besagter Ballonfabrik stattfinden soll. Den ganzen Artikel lesen… »


24 Januar

Interview mit einer Chronistin – Aurion Aduial aus Lauchhammer

von Robert ForstKategorie: Interviews3 Kommentare

Lumina ObscuraAus unserer angekündigten Artikel-Reihe “Interview mit einer Chronistin” führte Lumina Obscura dieses mal ein Interview mit dem 27-jährigen Aurion Aduial, der für ihr Gothic-Projekt Rede und Antwort stand. Aurion, der aus dem beschaulichen Lauchhammer in Brandenburg kommt, ist schon so lange er denken kann in der “Szene”. Seine ältere Schwester bewegt sich schon länger in der Szene, so dass er bereits in Kinderschuhen mit der Subkultur in Berührung gekommen ist. Er fühlt sich als “schwarze Seele”, bezeichnet sich selber als Gothic und findet, dass auch die S/M-Szene ein Bestandteil seines Daseins und der Szene selber ist. Seinem Empfinden nach ist Gothic eine Kultur, die viele unterschiedlichen Stile und Einflüsse in sich vereint und jedem einen Platz zur Selbstverwirklichung bietet. Aurion hat seinen Platz gefunden und kann sich gut vorstellen, immer ein Gothic zu bleiben. Er betätigt sich als DJ, präsentiert Feuershows und schreibt Kurzgeschichten, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Besondere Hobbies hat er nicht, er liest gerne, geht gelegentlich reiten oder schließt sich LARP-Gruppen an. Aurion hat ganz eigene Ansichten über die Szene, für manche sicherlich mit Reibungspunkten, für andere mit Identifikationspotential. Entscheidet selbst.

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13 Januar

Interview mit einer Chronistin: Wintermute aus Berlin

von Robert ForstKategorie: Interviews14 Kommentare

Lumina ObscuraAus unserer angekündigten Artikel-Reihe “Interview mit einer Chronistin” führte Lumina Obscura dieses mal ein Gespräch mit dem 23-jährigen Wintermute, der für ihr Gothic-Projekt Rede und Antwort stand. Der gebürtige Sachse fühlt sich im Moment in Berlin zu Hause und bewegt sich seit etwa 2004 aktiv in der schwarzen Szene, in der er eine zweite Heimat gefunden hat. Er selbst würde sich im Augenblick als Apocalyptic Folker bezeichnen, doch auf eine abschließende Einordnung möchte er sich nicht einlassen. Seinen wirklichen Namen verrät er nicht so gerne, konnte sich aber mit dem selbst gewählten Pseudonym “Wintermute” anfreunden. Hier wird auch deutlich, dass Lesen eine ganz besondere Leidenschaft von ihm ist, denn sein Name leitet sich offensichtlich aus William Gibsons Romanreihe “Neuromancer” ab, in der eine künstliche Intelligenz mit dem gleichen Namen eine Gruppe von Menschen dirigiert. Darüber hinaus spielt er noch mit der Gitarre, dirigiert seinen Computer und ist kulturell vielseitig interessiert. Wie er sich selbst sieht, was er von der Szene hält und welchen persönlichen Weg er in der schwarzen Vielfalt eingeschlagen hat, kann man diesem Interview entnehmen.

Wie bist du in die Szene gekommen? Wie hat es sich entwickelt?
Am Anfang über die Musik und meinen Bruder, da man in der Kleinstadt quasi allein war, hatte man nur ein paar Kassetten und CDs. Danach über einen Gothic/Esoterik Laden wo ich mich mit dem Besitzer und den Kunden angefreundet habe. Das war im Alter von 16 Jahren. Den ganzen Artikel lesen… »


9 Januar

Lumina Obscura – Eine Chronistin der Gothic-Szene

von Robert ForstKategorie: Interviews13 Kommentare

Zeitungsausschnitt Gothic-ChronistinWas macht eigentlich so eine Chronistin und wer ist überhaupt Lumina Obscura? Zum Jahresende erreichte mich eine Nachricht über eines der sozialen Netzwerke, der ein Artikel des Schweizer “Landboten” vom 17. Dezember 2012 angefügt war und mit der Überschrift “Eine Chronistin der Gothic-Szene” meine Aufmerksamkeit erregte. Ich begann ich zu lesen:  ”Der jungen Frau mit dem klingenden Künstlernamen fällt es schwer, die Essenz des Milieus zu beschreiben, in dem sie sich bewegt, seit sie 12 ist.” Mir schossen Fragen durch den Kopf: “Wem fällt das nicht schwer?” gleich gefolgt von einem “Gibt es überhaupt eine Essenz der Szene?” Lumina antwortet im Artikel: “Kleidung, Poesie, Geschlechtslosigkeit, Männer schminken sich, Frauen rasieren sich den Schädel.

Es fühlte sich unbequem an, was dort in dem Artikel zu lesen war, doch das letzte Zitat weckte meine Neugier, entspricht er doch einigen Gedanken, die ich ebenfalls hege: “Solange es Leute gibt, die wahrhaftig sind, wird die Gothic-Szene nicht aussterben.” Die 17-jährige Schweizerin ist der Nachwuchs einer Szene, die längst in die Jahre gekommen ist. Doch das, was man über Sie liest, hebt sich ab vom Bild der jungen feierwütigen Gothics die nur an der Oberfläche schwimmen. Widerspricht sie damit dem eingefahrenen Bild vieler älterer Szene-Gänger, die ihre eigenen Werte nur noch unter gleichaltrigen finden? Ich wollte mehr erfahren über die angehende Fotofachfrau und das Projekt, von dem in dem Artikel die Rede ist, wollte wissen was hinter der Gothic-Chronistin steckt. Was lag also näher, sie um ein Interview zu bitten um sie und ihre Ideen vorzustellen. Den ganzen Artikel lesen… »


23 August

Interview über Nazi-Ästhetik mit Dr. Marcus Stiglegger

Marcus StigleggerNazi-Ästhetik ist ein heikles Thema. Gerade in Deutschland sorgt diese äußerliche Provokation immer wieder für Kontroversen, besonders in der schwarzen Szene, die in den letzten Jahren einen regen Zulauf der merkwürdig militärisch-historisch Uniformierten bemerkt. In meinem Artikel über Uniformen in der Szene diskutieren die Leser differenziert über das Thema, klären individuelle Standpunkte und schreiben ihre Meinungen nieder. Einen gemeinsamen Nenner gibt es nicht.

In einer E-Mail wies mich Dr. Marcus Stiglegger darauf hin, dass sein Buch “Nazi-Chic und Nazi-Trash” sich genau mit dieser Thematik beschäftigt. Asche über mein Haupt, mir war dieses Buch bei meiner Recherche tatsächlich entgangen. Marcus Stiglegger (41) lehrt Filmwissenschaft an der Universität Siegen und beschäftigt sich seit den 80er Jahren mit dem Phänomen des Nazi-Chic, der als Stilmittel immer wieder in Kunst und Subkulturen verwendet wird. Bereits mit seiner 1999 erschienen Promotion von “Sadiconazista begibt er sich auf eine filmische Spurensuche, 2011 erscheint “Nazi-Chic und Nazi-Trash”, in dem er seine Recherche auf Mode und Musik ausdehnt und speziell auch Bands aus der schwarzen Subkultur, wie Death in June, Der Blutharsch und Laibach unter die Lupe nimmt.

Natürlich habe ich mein Versäumnis umgehend behoben und mir ein Exemplar zugelegt. Tatsächlich führt das Buch vieles von dem aus, was ich in meinem Artikel bereits angerissen habe. Offene Fragen blieben trotzdem. Was läge also näher als um ein Interview zu bitten?  Den ganzen Artikel lesen… »


4 Juni

Vom Sterben einer Legende – Das LaLic in Köln

von Robert ForstKategorie: Interviews26 Kommentare

Zone 6 - Das ehemalige LaLicEin sonniger und beschaulicher Sonntagnachmittag auf der Autobahn führte Sabrina und mich in die Nähe von Köln. Wir beschlossen, die Innenstadt anzusteuern, um unserem aufkommenden Hungergefühl nachzugeben. Auf der Suche nach einer Sitzgelegenheit, um den in einer Imbissbude erstandenen Snack einzunehmen, steuerten wir in Richtung des kleinen Parks am Rathenauplatz, den wir schon von Besuchen im LaLic her kannten. Der Club, der sich seit seiner Eröffnung in der Mitte der 80er Jahre zum schwarzen Urgestein der Kölner Szene entwickelte, sorgt bei mir immer für nostalgisches Schwelgen in alten Erinnerungen. Die verspiegelte Tanzfläche, bei der man sich im zuckenden Licht und im dichten Nebel auf- und abwandern sehen konnte, ist mir bestens in Erinnerung.

Als wir uns niederlassen, streift unser Blick das Eckhaus, in dessen Keller sich der Club befunden hatte. Statt des vertrauten „LaLic“ Schriftzuges prangte nun das Schild „Zone-6“ über dem kleinen Eingang zur Discothek. Wir blickten uns ungläubig an und versuchten, über mein Smartphone Informationen abzurufen. Was war passiert? Sollte die Schließung der Kölner Legende wirklich an uns vorübergegangen sein?

Zu Hause angekommen recherchierte ich weiter im Netz und entdecke, dass die Kölner Legende am 29. und 30. Dezember 2011 seinen Abschied gefeiert hat. Keine weiteren Informationen, nur Gerüchte und merkwürdige Verweise. Ich wollte mehr erfahren und darüber schreiben, wie das LaLic eröffnet, und warum es geschlossen wurde, also habe ich den ehemaligen Inhaber Hein Förster, um ein Interview gebeten.

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21 Oktober

Gothic Friday Oktober – Interview mit einem Goth (Grabesmond)

Für den diesmonatigen Gothic Friday habe ich mir meinen Bekannten Daniel vorgeknöpft, den ich vor ein paar Jahren über meinVZ kennengelernt habe :)

Da wir beide große Sopor-Aeternus-Fans sind und sich auch sonst unser Musikgeschmack deckt, hatten wir beide logischerweise jede Menge Gesprächsstoff. Hinzu kommt noch, dass – obwohl Daniel jünger ist als ich – man den Eindruck bekommt “Wow, da hat aber jemand Ahnung”. Eine Feststellung, die ich bei nicht vielen Jüngeren machen konnte. Persönlich getroffen haben wir uns noch nicht, aber vielleicht wirds ja was zum nächsten WGT, auch wenn er da nicht so gerne hinfährt.

Noch ein kleiner Hinweis zum Interview: Wer meine Beiträge mitverfolgt, wird bestimmt festgestellt haben, dass ich oft dazu neige, halbe Romane zu schreiben. Keine Panik, dieser Beitrag bzw. dieses Interview ist nicht so ellenlang- dafür kurz, knackig und sehr informativ. :D

1.Warum trägst du schwarz?

Ich habe bereits dunkle bzw. schwarze Kleidung getragen, bevor ich mir überhaupt darüber bewusst war, dass es so etwas wie diese schwarze Subkultur überhaupt gibt. Für mich war und ist das Tragen von schwarzer Kleidung immer noch ein Ausdruck meiner eigenen inneren Zerrissenheit und meiner doch noch sehr oft vorkommenden Todessehnsucht. Mag kitschig klingen, aber es gibt auch noch schwarze Menschen, die Probleme mit sich selber haben und Depressionen nicht als Szene-Accessoire benutzen.

2. Hast du viele Freunde, die “schwarz” sind oder bewegst du dich eher in einem “bunten” Umfeld?

Das ist eher gemischt. Ich mache in der Hinsicht eigentlich keine Unterschiede. Wenn mir der Mensch sympatisch ist, ist es mir egal, welcher Subkultur er angehört, welche Hautfarbe er hat oder welche Religion… Ausschlaggebend für mich ist, dass ich mich zivilisiert mit ihm unterhalten kann. Den ganzen Artikel lesen… »


20 Oktober

Gothic Friday Oktober – Interview mit einem Goth

Gothic Friday 2011Es spricht für die Qualität der Fragen, wenn man selbst keine Antwort darauf hat“, dachte ich mir und startete zusammen mit Shan Dark, der dieses knifflige Thema übrigens beim Laufen in den Sinn kam, die Oktober-Ausgabe unter dem Motto “Interview mit einem Goth“.  Doch meine Tage blieben bunt, keine dunkle Gestalt in Sicht, die man hätte ausquetschen können. Für jeglichen Kontakt zum schwarzen und verstreuten Bekannten- und Freundeskreis fehlte die Zeit. Was lag da näher, als die Lesung der Schementhemen, die ich zusammen mit Sabrina besuchte, dazu zu nutzen, sie mit den Fragen zum Gothic Friday zu konfrontieren?

Zugegeben, ich habe nicht unbedingt den Kreis erweitert, doch letztendlich geisterte mir die im Ursprungsbeitrag beschriebene Situation durch den Kopf, in der ich mich befand: “Man­che sin­nie­ren über den Sinn der eige­nen Exis­tenz und phi­lo­so­phie­ren, was war, was ist und was noch kom­men mag. Plötz­lich geis­tert eine Frage durch den Patchouli geschwän­ger­ten Raum: ‘Was ich Dich schon immer mal fra­gen wollte…’” Ein Augenblick, der sämtliche Vorsätze nach Erweiterung über den Haufen warf. Ich griff zum Notizblock und schrieb: Den ganzen Artikel lesen… »


20 Oktober

Gothic Friday Oktober – Interview mit einem Goth

Shan Dark und Robert haben die Spontis-Family in diesem Monat im Rahmen des Gothic Friday auf die Suche nach Mitgliedern der Schwarzen Szene geschickt, die ein Interview geben wollen. Ich hab mir den Wizard of Goth selber geschnappt und ihn nach einem gemeinsamen Besuch der Schementhemen mit den Fragen konfrontiert, die er vorgegeben hat.

Hier also das Interview mit Robert:

Warum trägst Du “schwarz”?

Eine ultimative Antwort gibt es da nicht. Ich fühle mich einfach wohl mit der Farbe. Ob ich damit wirklich etwas ausdrücken möchte, weiß ich gar nicht. Früher als Jugendlicher habe ich die Gruftis in “schwarz” gesehen und habe das einfach nur cool gefunden. Ich wollte auch so aussehen. Heute fühle ich mich mit der Farbe einfach selbstzufriedener. Ich möchte nicht an dem bunten Gehabe teilnehmen. Wenn man Trends folgt, versucht man, sich einzugliedern. Ich möchte mich abgrenzen und sicher auch Neugier und Nachfragen provozieren. Den ganzen Artikel lesen… »


7 Oktober

Gothic Friday Oktober – Interview mit einem Goth

Gothic Friday 2011Während draußen die Blätter von den Bäumen rieseln und in bunten Farben den bevorstehenden Herbst einläuten, sitzen in den stürmischen Tagen die ein oder anderen im Schein einiger Kerzen oder Grablichter zusammen und unterhalten sich über die neusten musikalischen Wunderwerke, reden über die, die nicht da sind oder tauschen sich über gemeinsame Interessen und Vorlieben aus. Manche sinnieren über den Sinn der eigenen Existenz und philosophieren darüber was war, was ist und was noch kommen mag. Plötzlich geistert eine Frage durch den Patchouli geschwängerten Raum: “Was ich Dich schon immer mal fragen wollte: Würdest du Dich als Teil der Szene betrachten?

Seit es den Gothic Friday gibt, erzählt jeder von sich selbst und seinen Gedanken über Gothic und die schwarze Szene. Wir haben uns für diesen Monat gedacht, dass wir den Kreis im Oktober mal etwas erweitern. Denn oftmals ist es interessant, was Andere zu den Fragen denken, die wir uns alle gestellt haben. Ein persönliches Interview mit einem (anderen) Goth ist die beste Möglichkeit, mehr voneinander zu erfahren. Den ganzen Artikel lesen… »