Mann oder Frau? Allein die Frage impliziert schon, das es sich hierbei nicht um das erwartete handelt. Unter der Überschrift „Lance Bass in Goth Makeup” löst das Rätsel, denn es handelt sich um den ehemaligen N’Sync Sänger Lance Bass, der die Bilder von Mike Ruiz ablichten lies. Ob es ihm dabei explizit um das verwischen der äußerlichen Grenzen zwischen Mann und Frau ging oder die Verkörperung eines Goth ging, lassen wir einmal dahingestellt. Geschlechterverwischen, was soll das eigentlich? Die Diskussion aus meinem Artikel Jetzt schminken sich auch unseres Jungs möchte ich hier nochmal aufgreifen.
Beschäftigt man sich mit dem verwischen der Geschlechter und durchforscht das Netz nach einschlägigen Quellen, so spinnt sich ein dichtes Netz aus Einflüssen und Verbindungen, die eng mit den Emanzipationsbestrebungen der Frau im 18. und 19. Jahrhundert verbunden zu sein scheint. Zu dieser Zeit brachten es Frauen zu ersten Schriftstellerischen Erfolgen, wie beispielsweise Mary Shelley mit ihrem legendären Werk Frankenstein, deren Mutter Mary Wollstonecraft grundlegende Werke der britischen Frauenrechtsbewegung verfasste1.
Bleiben wir an der Oberfläche der Thematik und erstellen erste Thesen. Das verwischen der Geschlechter ging von der Frau aus, die immer schon unter der Bevorteilung des Mannes zu leiden hatte und seit je her für Gleichberechtigung kämpft. „Sport hielt man bis in die Sechzigerjahre nur für junge Männer geeignet, da sie dort ihre überschüssige Energie loswerden und gleichzeitig ihre Lehrfähigkeit stärken konnten. Frauen dagegen durften keinen Kilometer rennen, weil es, so glaubte man, ihre Gebärfähigkeit beeinträchtigen könnte.„2 Nur ein Beispiel das deutlich macht, das es sich beim Geschlechterverwischen im historischen Sinne eher um die neue Verteilung der Geschlechterrollen handelte. Was hat das nun alles mit der Gothic-Szene zu tun? Den ganzen Artikel lesen… »
- vgl. auch: Schriftstellerinnen der Romantik, Barbara Becker-Cantarino, erschienen 2000 Verlag C.H. Beck München [↩]
- Quelle: Die Freizeit nehm ich mir, Artikel auf annabelle.ch aus der Rubrik Psychologie [↩]

