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	<title>Spontis &#187; Schwarze Szene</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>Die CUREheads werden dich heilen!</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 10:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Orphi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[CUREheads]]></category>
		<category><![CDATA[The Cure]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn du keine Möglichkeit hast. die richtigen »The Cure« zu sehen, werden die CUREheads dich heilen! So steht es auf der Webseite der — nach eigener Aussage — glücklichsten Tribute Band der Welt, die bislang vor insgesamt 500 000 Cure-Fans in aller Welt gespielt hat. Das sind umgerechnet 25 000 Zuhörer pro Jahr oder knapp [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/05/Cureheads1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7683];player=img;" title="Cureheads"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-14045" title="Cureheads" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/05/Cureheads1-300x219.jpg" alt="Cureheads" width="300" height="219" /></a>Wenn du keine Möglichkeit hast. die richtigen »The Cure« zu sehen, werden die CUREheads dich heilen! So steht es auf der <a href="http://www.thecureheads.com/" target="_blank">Webseite</a> der — nach eigener Aussage — glücklichsten Tribute Band der Welt, die bislang vor insgesamt 500 000 Cure-Fans in aller Welt gespielt hat.</p>
<p>Das sind umgerechnet 25 000 Zuhörer pro Jahr oder knapp 2100 Zuhörer pro Monat. Oder einfacher: Die CUREheads gibt es schon seit über 20 Jahren. Schön, dass ich sie jetzt endlich auch mal entdeckt habe!</p>
<p>Den ersten großen Auftritt hatte die The-Cure-Tribute-Band wohl 1995 auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig. Die Bandmitglieder sind keine Unbekannten. Es handelt sich laut Wikipedia (man möge mir meine Unwissenheit verzeihen) um:</p>
<p><strong>Gary Clarke</strong> (ex-Nosferatu) (as Robert Smith), Vocals/Guitars<br />
<strong>Belle Star</strong> (Nosferatu) (ex-Killing Miranda) (as Boris Williams), Drums<br />
<strong>Roi Robertson</strong> (Mechanical Cabaret) (as Roger O’Donnel), Keyboards<br />
<strong>Sean Flude Noah(band)</strong> (as Simon Gallup), Bass Guitar<br />
<strong>Ital</strong> (as Perry Bamonte), Lead Guitar<span id="more-7683"></span></p>
<p>Und so klingt das dann:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=DbRIMFZLQ7Y">http://www.youtube.com/watch?v=DbRIMFZLQ7Y</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=DbRIMFZLQ7Y"><img src="http://img.youtube.com/vi/DbRIMFZLQ7Y/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Die Tribute Band hat sich einerseits natürlich nach den großen Idolen mit und um Robert Smith (The Cure) benannt, aber auch nach dem irischen Begriff »Cureheads«, der Leute mit den typischen 80er Jahren Stehfrisuren der Schwarzen Szene meint. Und so sieht es aus, wenn Gary Clarke (= Gary Ash) sich in Robert Smith verwandelt:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=1TLokklsYT8">http://www.youtube.com/watch?v=1TLokklsYT8</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=1TLokklsYT8"><img src="http://img.youtube.com/vi/1TLokklsYT8/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Für unsereins ist wahrscheinlich ebenso schwer, die CUREheads zu erwischen wie die originalen The Cure. Dennoch hier die Tourdaten für 2012, falls sich irgendwer zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort aufhält:</p>
<p>June 2012 (The Chardonnay Sometimes Tour)</p>
<p>Friday 1st June – o2 Academy – Liverpool<br />
Saturday 2nd June – Academy – Manchester<br />
Friday 15th June – o2 Academy – Birmingham<br />
Saturday 16th June – o2 Islington Academy – London<br />
Friday 29th June – o2 Academy – Glasgow<br />
Saturday 30th June – o2 Academy – Newcastle</p>
<p>Mehr Infos auf der <a href="http://www.thecureheads.com/" target="_blank">Webseite der CUREheads</a>.</p>
<p>Als kleinen Trost für alle, die weder The Cure noch die CUREheads live sehen können, hier noch ein recht lustiges Curehead-Video, das ich bei meiner Suche nach Videos der Tribute-Band gefunden habe. Hat zwar nichts mit den CUREheads zu tun, aber ich will es euch nicht vorenthalten.</p>
<p><strong>Take a walk with one of the three imaginary boys…</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=nNiHl6lwMTk">http://www.youtube.com/watch?v=nNiHl6lwMTk</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=nNiHl6lwMTk"><img src="http://img.youtube.com/vi/nNiHl6lwMTk/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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</ul>
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		<title>Gothic Friday Dezember - Ausgehen in Freiburg und Umgebung (Merlyn)</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 06:47:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Friday]]></category>
		<category><![CDATA[Crash]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Dance]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin untröstlich. Offenbar bin ich nicht in der Lage meinen E-Mail Eingang richtig zu bedienen, so dass mir eine Nachricht von Merlyn, mit ihrem Beitrag zum Gothic-Friday im Dezember, einfach durch die Lappen gegangen ist. Vielleicht war der 13. Januar als Endtermin, an den sie sich penibel gehalten hat, etwas »unglücklich« gewählt.  Doch besser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Gothic-Friday-Gastbeitrag-133x133.png" rel="shadowbox[sbpost-13929];player=img;" title="Gothic Friday Gastbeitrag 133x133"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-full wp-image-12635" title="Gothic Friday Gastbeitrag 133x133" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Gothic-Friday-Gastbeitrag-133x133.png" alt="" width="133" height="133" /></a><em>Ich bin untröstlich. Offenbar bin ich nicht in der Lage meinen E-Mail Eingang richtig zu bedienen, so dass mir eine Nachricht von Merlyn, mit ihrem Beitrag zum <a href="http://www.spontis.de/gothic-friday/">Gothic-Friday</a> im Dezember, einfach durch die Lappen gegangen ist. Vielleicht war der 13. Januar als Endtermin, an den sie sich penibel gehalten hat, etwas »unglücklich« gewählt.  Doch besser spät als nie!</em></p>
<p><em>Schicksalhafterweise passt der Gastartikel zum Thema »<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-dezember-subkultur-in-eurer-stadt/">Subkultur in Deiner Stadt</a>« ganz prima zur jüngsten <a href="http://www.spontis.de/vernetzt/wochenschau-vernetzt/spontis-wochenschau-212-2/">Diskussion in der Wochenschau</a>, in der Freiburg von zwei schreibenden Damen zu spießigsten Stadt gewählt wurde. Wie passend, dass Merlyn sich genau mit dieser Stadt und der Umgebung auseinandergesetzt hat. Vielleicht ist Freiburg dann doch nicht so spießig, wie bislang angenommen.</em></p>
<p>Aufgewachsen bin ich im Offenburger Raum (Baden-Württemberg), da gab es zunächst gar nix wo man hin gehen konnte. Den ersten ernsthaften Goth traf ich erst mit 20, davor hatte ich nur Brieffreunde. Mit meinem neuen schwarzen Kumpel fuhr ich dann fast jeden 2. Samstag nach Karlsruhe in die Kulturruine (jetzt <strong>Culteum</strong>) und zum Shoppen ins <strong>X-Tra/Spirit Shop</strong>. Zumindest kommt es mir in meiner Erinnerung so vor, dass wir so oft in Karlsruhe waren, was immerhin auch gute 100 km Autobahnfahrt bedeutete.<span id="more-13929"></span></p>
<p>Eine gute Alternative vor meiner Haustür war das seit 1999/2000 vierteljährlich stattfindende »<strong>Dark Dance Treffen</strong>« in Lahr. Was anfangs paradiesisch war, sollte jedoch später ganz übel werden (dazu später).</p>
<p>Jeden Freitag konnte man in einer Dorfdisco im Emmendinger Raum (<strong>Atlantis — House of Rock</strong>) zumindest stundenweise auf seine Kosten kommen. Je nach Publikum lief Punk, Metal, Indie und zu vorgerückter Stunde auch Gothic. Beinahe die  die ganze Jahrgangsstufe meiner Schule traf sich dort. Aber auch hier änderten sich die Zeiten, alle wurden älter und gitarrenlastige Musik scheint die heutige Jugend nicht mehr so in den Bann zu ziehen. Jedenfalls ist die Disco nicht mehr so gut besucht, Punks und Metaller sind rar. Statt Gothic kommt für die Cybers eine Stunde lang »Bum-Bum«. Der Rest ist ein liebloses Durcheinander aus Queen, Limp Bizkit, Onkelz, Manowar und Madonna.</p>
<p>Inzwischen wohne ich in Freiburg und da kann man viel unternehmen:</p>
<p>Im <strong><a href="http://www.crash-musikkeller.de/">Crash</a></strong> findet jeden Donnerstag der Wave/Gothic– Abend statt. Mein persönlicher Ansporn freitags übermüdet zur Arbeit zu kommen ist DJ Falko (hat die »Godfathers of German Gothic« — Sampler  zusammengestellt). Er spielt Batcave, Gothic Rock, alte EBM, ganz schräge und rare Sachen.<br />
Leider ist der schwarze Donnerstag eher schlecht besucht, der Nachwuchs fehlt und die alten Hasen können aufgrund von (Schicht-) Arbeit nicht immer kommen. Dennoch möchte man die Veranstaltung beibehalten um der Tradition Willen und damit es in Freiburg einen Treffpunkt für die schwarze Szene gibt.<br />
Vierteljährlich gibt es zudem die »Große Waveparty« am Samstag, wo auf den 2 Floors 4 DJs abwechselnd unterschiedliche Stile auflegen. Hier ist es stets sehr voll. Inzwischen gibt es an 1–2 Samstagen im Monat auch ein schwarzes Programm im kleineren Thekenraum. Gespielt wird ein Mix aus 80er und weniger sperrigen Gothicstücken, je nach Publikum.</p>
<p>Weitere Treffpunkte:</p>
<ul>
<li><strong><a href="http://www.cafe-atlantik.de/">Café Atlanik</a></strong>: Konzerte mit legendären Bands wie Fliehende Stürme, Faith &amp; the muse, And also the trees, the Cranes … meistens leider unter der Woche.</li>
<li><strong>Walfisch:</strong> eher punkige/rockige Konzerte, aber manchmal auch interessant</li>
<li><strong>Swamp, Slow Club, White Rabbit Club:</strong> unregelmäßige Veranstaltungen aus der Richtung Indie/ Gothic</li>
<li><strong>KGB</strong>: gelegentlich Depeche Mode Party</li>
<li><strong><a href="http://www.myspace.com/ratcavefreiburg">Ratcave</a>:</strong> im KTS (linksautonomes Zentrum) gibt es 2–3 Mal im Jahr kleine Batcave– Festivals mit nicht so bekannten Bands. Eintritt und Getränke sind spottbillig. Auf der Toilette gibt es kein Licht und man sollte nur auf abwaschbaren Möbeln Platz nehmen. Bei der Aftershow-Party wird Vinyl aufgelegt und selbst wenn man keine der Bands kennt, ist es sehr lohnenswert, da die Stimmung immer toll ist!</li>
<li><strong>Schallplatten– &amp; CD Börse</strong> 2 x im Jahr</li>
<li>Schallplatten — und CD Läden mit Second Hand LPs/CDs: Flight 13, Mono, Maikäfer</li>
<li><strong>Schwarze Stammtische</strong> in Offenburg und Freiburg vom Onlineforum »Schwarzes BW«</li>
<li>NeedfulthinxX, Polltäx, Chamäleon, Second Hand »Schlepprock«: Klamottenläden in Freiburg</li>
</ul>
<p>Wie oben angekündigt wollte ich auch noch ein paar Worte zum <strong><a href="http://www.dark-dance.de/">Dark Dance Treffen</a></strong> in Lahr sagen, welches in  ersten Jahren wirklich super war! In der Presse (auch lokale Tageszeitung) und auf verschiedenen Internetseiten wird beständig damit geworben, dass es sich um das größte GOTHIC Festival in Süddeutschland das handelt. Früher traf die Bezeichnung „gothic“ sicher zu, doch in den letzen 5–8 Jahren hat sich das Festival gewandelt und ist heute eher ein Cyber-Treffen. Die Bezeichnung »gothic« verdient da nur noch ein Bruchteil des Angebots.</p>
<p>»<em>Wenn’s dir nicht passt, dann geh halt nicht hin</em>.«, wird mir oft gesagt. Natürlich, ich möchte ja keinem vorschreiben, wo er/sie hingehen soll. In meinem schwarzen Bekanntenkreis werden jedoch immer wieder Stimmen laut, warum die Bandauswahl nicht etwas ausgeglichener sein kann (so wie früher) oder ob es einen ermäßigten Eintrittspreis geben könnte für diejenigen, die sich die Konzerte nicht anschauen wollten oder erst danach eintreffen. Kritik und Verbesserungsvorschläge werden jedoch ignoriert oder sogar aus Gästebuch/Foren gelöscht.<br />
Natürlich kann man nicht ständig auf dieser »<em>früher war das aber so und so</em>“ — Leier pochen; wenn die Besucher eben Elektro-Mucke wollen, dann wäre man als Veranstalter blöd diesem Wunsch nicht nachzukommen.<br />
Die Besucherzahlen sind jedoch schon seit längerem mies, was ich Freunden immer wieder höre. Aus strategischen Gründen, steht auf der Homepage jedes Mal »es war wieder großartig« und so weiter. Die Lokalpresse druckt nur Fotos ab und listet die Bands auf. Presseleute trifft man auf dem DDT öfters an, fragt von denen keiner Mal genauer nach???</p>
<p>Normalerweise spielen 4–5 Bands, davon bietet meistens nur eine handgemachte Musik (z.B. Rome, Escape with Romeo), die übrigen liefern Cyber-Techno. Die Band ohne Laptop bekommt dann auch noch den undankbaren Auftrag als Opener zu spielen und muss nach 30–40 min ohne Zugabe die Bühne räumen. Die komfortabele große Halle mit Bühne gehört danach uneingeschränkt den Diskopalmen, während sich die Batcaver und Gothic-Rocker zu DJ Falko (Crash, siehe oben) in einen zugigen Abstellraum zurückziehen. Kein Witz! Dort sieht es aus als hätte man 3 Wände aus Gipskartonplatten an die Außenfassade drangetackert und unter dem Jahr werden dort bestimmt die Bierbänke gelagert.</p>
<p>Die Batcave-Hundehütte befindet sich am Ende eines langen Ganges, an dessen beiden Enden die Ausgänge zu den 2 Open-Air Bereichen liegen. Folglich herrscht immer Durchzug. Es gibt auch  einen Depeche Mode– Floor, der sich zum Glück zentral im Gebäude befindet, sowie einen Mittelalter– Floor in einem Zelt (die Fans finden das sicher ganz toll, denn auf so ner Burg war’s ja auch immer kalt damals). Okay, einen Pluspunkt muss man dem DDT lassen: Im Eintrittspreis inbegriffen sind Shuttle-Service-Busse, die stündlich zwischen Bahnhof und Festival pendeln.</p>
<p>Anhand des Publikums werde ich auch das Gefühl nicht los, dass sich hier viele Neulinge, und/oder szenefremde Neugierige magisch angezogen fühlen. Ich denke mir dabei, dass die Leute vermutlich nicht so sehr an der Musik interessiert sind und sie somit meine Kritik an der Sache gar nicht verstehen können. Die finden es vielleicht sogar super, dass die Cyber-Mucke überwiegt, denn das klingt ja wie Techno und somit nicht ganz ungewohnt für „Normalos“. (soll jetzt nicht arrogant klingen)</p>
<p>Abschließen möchte ich sagen: ich finde das DDT nicht empfehlenswert. Man bezahlt zwischen 25–33 EUR Eintritt, meistens ist nur eine Band interessant und sitzt/steht danach in einer Abstellkammer rum. Nein, danke.<br />
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		<title>Konzertbericht Project Pitchfork - KuFa Krefeld - 20.01.2012</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 09:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Orphi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
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		<category><![CDATA[Project Pitchfork]]></category>

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		<description><![CDATA[„Es war nicht schlecht. Aber so richtig gut war es auch nicht.“ So könnte man den Eindruck zusammenfassen, der nach dem Konzert von Project Pitchfork in der KuFa in Krefeld blieb.  Vielleicht lag es an der langen Wartezeit vor dem Pitchfork-Auftritt, vielleicht an den Vorbands oder daran, dass Peter Spilles Stimme mittlerweile fast durchweg mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/Pitschfork-Konzert.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13551];player=img;" title="Pitchfork Konzert"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-13553" title="Pitchfork Konzert" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/Pitschfork-Konzert-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>„Es war nicht schlecht. Aber so richtig gut war es auch nicht.“ So könnte man den Eindruck zusammenfassen, der nach dem Konzert von Project Pitchfork in der KuFa in Krefeld blieb.  Vielleicht lag es an der langen Wartezeit vor dem Pitchfork-Auftritt, vielleicht an den Vorbands oder daran, dass Peter Spilles Stimme mittlerweile fast durchweg mit Mega-Hall-Echo durch die Halle kracht und nur wenig Variationen bietet. Aber fangen wir vorne an.</strong></p>
<p>Um 19 Uhr 30 war Einlass. Wir waren schon etwas früher da, denn inzwischen offensichtlich antiquierte Erfahrungen — gepaart mit grenzenloser Naivität — hatten mich glauben lassen, dass die alte Formel noch gilt: Wer früh da ist, steht relativ weit vorne und sieht die Band statt die Rücken der Zuschauer. Aber es kam etwas anders.</p>
<p>(<em>Anmerkung Robert: Glücklicherweise habe ich in weiser Voraussicht der gruftigen Eitelkeit einen viel früheren Konzertbeginn vorgegaukelt, um gemütlich und entspannt einen guten Parkplatz zu ergattern. Wo ich stehen würde, war mir egal, ICH bin ja groß genug ;)</em>)</p>
<p>Nachdem wir – ziemlich durchgefroren – endlich rein durften, mussten wir feststellen, dass der Auftritt von Project Pitchfork erst um 22 Uhr 15 beginnen sollte. Also erst einmal rein ins KuFa-Cafè und heißen Kakao trinken! Der war übrigens richtig lecker!  Robert pflegte derweil seine Erkältung – mit schwarzen (!) Taschentüchern. Klischee olé!</p>
<p>(<em>Anmerkung Robert: Eigentlich waren wir nur durchgefroren, weil Aufregung und Vorfreude uns aus dem warmen Auto getrieben hatten und wir gruftig statt praktisch angezogen waren. „Sollen wir nicht im Auto warten?“ — „Nein, komm, es ist gar nicht kalt.“ Ganz abgesehen davon kann wohl niemand von mir erwarten, dass ich mein extrem gruftiges Antlitz mit einem weißen Taschentuch ruiniere!</em>)<span id="more-13551"></span></p>
<div id="attachment_13557" class="wp-caption alignleft" style="width: 275px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: left;"><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/KuFa-Cafe.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13551];player=img;" title="KuFa Cafe"><img class="size-medium wp-image-13557" title="KuFa Cafe" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/KuFa-Cafe-275x300.jpg" alt="" width="275" height="300" /></a><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">Drei Stunden im KuFa-Café. Kakao trinken, Leute gucken, Nase putzen (Man achte auf das stilvolle Papiertaschentuch!) :-)</p></div>
<p>Als wir danach am Merchandise-Stand vorbeischlenderten, ahnten wir Schreckliches. Dort hingen T-Shirts mit der Aufschrift „Hass mich, Stahlschlampe!“ – oder so ähnlich. Brrrrrr! Nach und nach bekamen wir dann mit, dass die erste Vorband nicht DE/VISION sondern Deviant UK sein sollte (Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!) Drei Minuten Zuhören genügten, um uns nach draußen ins beheizte Raucherzelt zu treiben. Und noch ein Kakao! Danach spielten dann „Stahlmann“. Hört sich an wie Rammstein und sieht aus wie Karneval im Militärcamp. Keine schlechte Band, aber ich steh nicht so auf martialisches Eingepeitsche mit doofen Texten. Also legten wir uns auf den Tischen im Café zur Ruhe und warteten den Krach ab.</p>
<p>(<em>Anmerkung Robert: Vorbands? Ich würde es mit Ohrenfolter beschreiben. Man wird das Gefühl nicht los, dass sich das Management und nicht die Künstler für die Vorband entscheiden. Während Deviant UK mit Lustlosigkeit und furchtbarem Gesang glänzten, imitierten Stahlmann Rammstein, brachten aber halbwegs authentische Energie herüber.</em>)</p>
<div id="attachment_13562" class="wp-caption alignright" style="width: 300px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: right;"><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/Schlafen-bei-Stahlmann.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13551];player=img;" title="Schlafen bei Stahlmann"><img class="size-medium wp-image-13562" title="Schlafen bei Stahlmann" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/Schlafen-bei-Stahlmann-300x190.jpg" alt="" width="300" height="190" /></a><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">Stahl­mann? Neee… dann lie­ber schla­fen, Mann!</p></div>
<p>Endlich dann der Umbau für Project Pitchfork. Es begann ganz gut. Wir standen relativ weit vorne und warteten. Von irgendwoher tauchten plötzlich jedoch aufgedrehte Disko-Mäuschen auf, nervten mit ihrer Mainstream-Girl-Art, mit ihren dämlichen strassbesetzen Uhren und mit aufgekratzdem Party-Biergesaufe. Und außerdem hatte ich die Dauerwelle der einen Schnickse ständig im Mund, weil sie ihre Mähne rücksichtslos beim Posen in die Gesichter der Umwelt schmiss. Als Pitchfork dann auf die Bühne kamen, sah ich nur noch die Displays ihrer trendigen iPhones und nachdem ich Gefahr lief, durch ihre aufgesetzt ekstatischen Bewegungen mit Bier überschüttet zu werden, flüchteten wir an den Rand des Geschehens. Dort standen Szeneleute, die einem nicht die Ellenbogen ins Gesicht hauten.</p>
<p>(<em>Anmerkung Robert: Ich war unaufmerksam. Während ich verzweifelt versuchte, Dauerwellen zurückzuhalten und durch Einnehmen einer stabilen Position einen Schutzraum zu generieren, ist mir entgangen, wie das Umfeld die Atmosphäre zerstören kann. Es ist, als würde ein schöner Traum unterbrochen werden. Während man sich auf die Musik einlässt und mit der Performance verschmelzt, schreckt man immer wieder hoch und wird das Gefühl nicht los, dass Musik und Publikum nicht zueinander passen. Erst als wir uns verstört und geprügelt in die Augen blickten, ergriffen wir die Flucht an den Rand des Geschehens.</em>)</p>
<div id="attachment_13567" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: left;"><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/Project-Pitchfork.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13551];player=img;" title="Project Pitchfork"><img class="size-medium wp-image-13567" title="Project Pitchfork" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/Project-Pitchfork-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">Was will uns die­ses Bild sagen? Letz­ter Not­aus­gang: Peter Spil­les? Peter Spil­les rennt über die Bühne? Peter Spil­les sucht den Aus­gang? Wir wis­sen es nicht</p></div>
<p>Bei der Songauswahl lagen Project Pitchfork hundertprozentig richtig. Erst ein paar Klassiker zum Aufwachen – das Publikum ging richtig gut mit – dann was vom neuen Album und dann wieder Altbekanntes. Herr Spilles wirkte zunächst etwas eingerostet, taute dann aber auf und schoss seine Energie ins Publikum. Dennoch hatte man den Eindruck, dass der Winter – inklusive Winterspeck – ihm noch etwas zu schaffen macht. Auf den Sommerfestivals wirkte er irgendwie frischer und kraftvoller. Ich weiß, dass es Geschmackssache ist und ich weiß, dass Peter Spilles noch nie der beste Sänger war, aber diese neue Unart, bei jedem Song ein Mega-Echo aufs Mikro zu legen und die Stimme durch den Verzerrer zu jagen, gefällt mir persönlich nicht so gut. Ob es wirklich ein Verzerrer ist, weiß ich nicht – bin ja kein Tontechniker – klingt jedenfalls so. Zumindest bei den alten Songs, sollte man die melodiösen Parts so lassen, wie sie waren. Dennoch hat das Konzert Spaß gemacht und Peter und Scheubi haben immer wieder den Kontakt zum Publikum gesucht und gefunden. Nett, sympathisch, gut!</p>
<p>Fazit: War ein schöner Abend. Ohne Vorbands und Disko-Mäuschen wäre es noch besser gewesen!</p>
<p>(<em>Anmerkung Robert: Es ist ein wenig erschreckend, wie einzelne Begebenheiten ein Konzerterlebnis trüben können. Ich meine, Project Pitchfork ist aufgetreten! Ich sollte mich nicht so anstellen. Und dennoch haben mich Vorbands, Wartezeit und komische Leute in meiner Erinnerung beeinflusst. Die Songauswahl war großartig und ich fand Peter und Scheubi richtig gut, auch wenn der schwangerschaftsgleiche Bauch von Herrn Spilles gnadenlos offenbarte, dass wir alle älter werden. Entweder haben wir uns verändert oder das Publikum. Ich weiß es nicht. Letztendlich stimme ich aber zu: Ein schöner Abend. Auch wenn die Schönheit nicht dort lag, wo ich sie vermutete.</em>)<br />
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		<title>Kultur bei Aspekte: Der Satansmord von Witten</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 19:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Aspekte]]></category>
		<category><![CDATA[Manuela Ruda]]></category>
		<category><![CDATA[Satanismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt wohl keinen Kriminalfall in der deutschen Geschichte, der nachhaltiger für den schlechten Ruf der Gothic-Szene sorgte, als der Satansmord von Witten. 2001 ermordeten Daniel und Manuela Ruda den damals 33-jährigen Frank mit 66 Messerstichen, Hammerschlägen und zerstückelten die Leiche mit einer Machete. Die meisten Grufties sahen sich seinerzeit mit der Thematik konfrontiert, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/Screenshot-ZDF-Aspekte-Manuela-Ruda.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13536];player=img;" title="Screenshot ZDF Aspekte Manuela Ruda"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13537" title="Screenshot ZDF Aspekte Manuela Ruda" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/Screenshot-ZDF-Aspekte-Manuela-Ruda-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Es gibt wohl keinen Kriminalfall in der deutschen Geschichte, der nachhaltiger für den schlechten Ruf der Gothic-Szene sorgte, als der <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article1994538/Der_Satansmord_mit_66_Messerstichen_aus_Witten.html">Satansmord von Witten</a>. 2001 ermordeten Daniel und Manuela Ruda den damals 33-jährigen Frank mit 66 Messerstichen, Hammerschlägen und zerstückelten die Leiche mit einer Machete. Die meisten Grufties sahen sich seinerzeit mit der Thematik konfrontiert, das mediale Interesse war riesig, die Wellen, die der Fall schlug, waren meterhoch. Der Konsens war eindeutig: Grufties sind Satanisten, die Gefahr durch die Szene ist allgegenwärtig. Wie immer suchte man nach Gründen, Ursachen und Auslösern, die die dankbaren Redakteure massenhaft in der Szene vorfanden. Die Tat des durchgeknallten Ehepaars wurde zum Stempel einer Subkultur.</p>
<p>Das ZDF-Magazin »Aspekte« besuchte Manuela Ruda Jahre nach dem Mord, um mit ihr zu sprechen. Die geläuterte Mörderin und eine immer noch aktive Szene reichten augenscheinlich aus, den Fall nochmals aufzugreifen. Natürlich nur, um aufzuklären und zu warnen. Irgendwie.</p>
<p>»<em>Angefangen hat alles in der Gruftie-Bewegung, ca. 100.00 Anhänger lieben den Charme der sogenannten schwarzen Szene. Manuela Ruda war eine davon. Gruftie sein, das heißt Melancholie und Tristesse, Mittelalterflair und Extravaganz, Hoffnungslosigkeit und Todessehnsucht. Und nicht wenige sympathisieren mit okkulten und satanistischen Ideen. Ein schwarzes Paralleluniversum, eine Maskerade und Ersatzrolle zum Alltag. Doch was für Manuela Ruda als Lifestyle begann, wurde zur Psychofalle.</em>«<span id="more-13536"></span></p>
<p>Wem läuft es bei dieser Beschreibung nicht kalt den Rücken herunter? Absurder geht es nicht. Hoffnungslosigkeit und Todessehnsucht. Ich könnte schreien, mich aufregen und fluchen. Ich denke darüber nach, ob es richtig ist, diesem Schwachsinn erneut eine Plattform zu bieten, in alten Wunden zu wühlen und Narben wieder aufzureißen. Aber nur kurz. Ich halte es für unausweichlich, diese 5:46 ausführlich zu kommentieren. Vielleicht Selbstschutz oder ein Drang danach, seine Gedanken aufzuschreiben.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=g7vYFYTYVj4">http://www.youtube.com/watch?v=g7vYFYTYVj4</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=g7vYFYTYVj4"><img src="http://img.youtube.com/vi/g7vYFYTYVj4/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>»<em>Die Gutachter bescheinigen ihr eine narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Die Tat, ein Mix aus Sehnsucht nach Anerkennung, Selbstinszenierung und einer labilen Persönlichkeit, die in den Sog ihres satanistischen Umfeldes geriet. Und nach der Tat wird der Prozess zur neuen Bühne.</em>« Und plötzlich wird aus der Gruftie-Szene ein satanistisches Umfeld. Einfach so. Der Beitrag untermauert diese Vermutung <a href="http://www.schwarzbunte-engel.de/index.php?page=Thread&amp;threadID=2137">mit der Ermordung des 20-jährigen Gruftie Kim Becker</a>, dem das ZDF bei der Sendung Mona Lisa einen ähnlichen Beitrag widmete. In dem heißt es auszugsweise: »<em>Gruftie-Sein ist zur Schau getragene Tristesse, Hoffnungslosigkeit und Resignation (…)</em>« Habe ich das nicht schon einmal gehört? Egal, wir bleiben bei dem Bericht der Sendung »Aspekte«:</p>
<p>»<em>Im Jahr 2002 wird der 20-jährigen Gruftie Kim Becker in Meschensee bei Hamburg von Bekannten aus der schwarzen Szene ermordet. Eine Nachahmungstat und oft kommen nicht nur die Täter, sondern auch die Opfer aus der schwarzen Subkultur. Kims Mörder sah im Ruda-Mord sein Vorbild (…)</em>«</p>
<p>Ausstiegsberaterin Silvia Eilhardt vom Wittener Jugendamt hilft jungen und verblendeten Satanisten bei ihrer Bewältigung und hat über das Phänomen eine klare Meinung: »<em>Ich habe darauf gewartet, für mich war das wichtig, dass aus dem Kultstatus herauszutreten und sich auch zu der Tat zu bekennen ich denke mir das ist ein sehr wichtiger Schritt, auch für mich in der Beratung klar zu demonstrieren, Satanismus ist kein Witz  Satanismus ist keine Inszenierung, Satanismus führt zu Mord.</em>«</p>
<p>Satanismus führt zu Mord, die Sache scheint für die Therapeutin klar. Es wäre interessant, auf welche Grundlage sie diese Erkenntnis stützt. Offenbar reichen Einzelfälle kranker Psychopathen aus, ein pauschales Urteil zu fällen. Das Magazin »Aspekte« mischt daraus den wohlbekannten Cocktail aus Szene, Subkultur und Satanismus um diesen, ohne die Hintergründe zu recherchieren, dem Zuschauer zu servieren.</p>
<p>Gothic hat nichts, aber auch rein gar nichts mit Satanismus zu tun.  Hier wird dem Zuschauer suggeriert, dass die beiden Dinge zusammengehören, gelebt werden und innerhalb der Szene weit verbreitet sind. Die Aussage des Berichts könnte lauten: Die Gothic-Szene ist durchlöchert von Satanisten, die Schritt für Schritt dazu getrieben werden, selbst einen Mord zu begehen. »<em>Die Satanistenszene ist um ein Vorbild ärmer. Manuela Ruda hat ihre Wahnwelt verlassen, ist in der Realität angekommen. (…) An ihre frühere Szene richtet sie deutliche Worte: »Steigt aus. (…) Ich bin Straftäter.</em>« Hier endet der Bericht.</p>
<p>»<em>Aspekte, das Kulturmagazin, das ist die bunte, schräge, kontroverse und natürlich schöne Welt der Kultur.</em>« Da drängt sich mir die Frage auf: Was hat das mit Kultur zu tun? Ist ein bestialischer Mord ein kulturelles Ereignis? Und was haben die Grufties damit zu tun? Ist die völlig an den Haaren herbeigezogene Verknüpfung einer Subkultur mit Satanismus kontrovers, schräg, bunt oder schön? Die Szene bietet meiner Ansicht nach eine ganze Menge Kultur, offenbar aber nichts von der Form von Kultur, die sich die ZDF-Sendung auf die Fahnen geschrieben hat.<br />
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		<title>Pressespiegel aus 20 Jahren Wave-Gotik-Treffen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 21:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Pfingstgeflüster]]></category>
		<category><![CDATA[presse]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[WGT]]></category>

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		<description><![CDATA[Für das Pfingstgeflüster zum Wave-Gotik-Treffen 2011 wurde mir eine besondere Ehre zuteil. Ich sollte einen Artikel mit dem Rückblick auf 20 Jahre WGT schreiben, aus Sicht der Presse. Diese nicht allzu leichte Aufgabe stellte mich vor einen Haufen Recherche-Arbeit, die mir dank des Archivs der Jugendkulturen und der akribischen Vorbereitung des Herausgebers des Pfingstgeflüsters, Marcus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/presseschau-20-jahre-wgt.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="presseschau-20-jahre-wgt"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13522" title="presseschau-20-jahre-wgt" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/presseschau-20-jahre-wgt-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Für das <a href="http://pfingstgefluester.de/">Pfingstgeflüster</a> zum Wave-Gotik-Treffen 2011 wurde mir eine besondere Ehre zuteil. Ich sollte einen Artikel mit dem Rückblick auf 20 Jahre WGT schreiben, aus Sicht der Presse. Diese nicht allzu leichte Aufgabe stellte mich vor einen Haufen Recherche-Arbeit, die mir dank des <a title="Archiv der Jugendkulturen" href="http://www.jugendkulturen.de/">Archivs der Jugendkulturen</a> und der akribischen Vorbereitung des Herausgebers des Pfingstgeflüsters, Marcus Rietzsch, erleichtert wurde. Die Auswahl der Zitate war damit aber noch nicht getroffen, es war eindrucksvoll, wie man ein und das selbe Ereignis für sich vereinnahmte und das herauspickte, was der Leser vermeintlich lesen wollte.</p>
<p>Zu Start eines neuen WGT Jahres, das vom 25.5. bis zum 28.5.2012 seinen Höhepunkt feiert, möchte ich euch den Artikel in voller Länge präsentieren. Zum schmökern, lesen und staunen. Als Appetithappen für die Zweifler, als Bestätigung für die Entschlossenen und als Balsam für die Süchtigen.<br />
Ich möchte euch auch das Pfingstgeflüster selbst, dass ich bereits in <a title="Pfingstgeflüster 2011: Weißt du noch, auf dem WGT?" href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/pfingstgefluster-2011-weist-du-noch-auf-dem-wgt/">diesem</a> und <a title="Rezension: Pfingstgeflüster - Wave Gotik Treffen 2011" href="http://www.spontis.de/auseinandergesetzt/druckerschwarze/rezension-pfingstgefluster-wave-gotik-treffen-2011/">diesem</a> Artikel ausführlich beschrieben habe, ans Herz legen. Als angenehmen und gelungenen Rückblick auf ein Jubiläum und als Aussicht auf das Kommende ziert es jede Sammlung. Das 92-seitige Meisterwerk erhaltet ihr zum Preis von 8,90€ im <a href="http://pfingstgefluester.de/ausgaben.php">Shop der Pfingsgeflüster-Seite</a>. Ich würde mich über zahlreiche Kommentare zum Thema freuen, denn letztendlich ist es Interpretaionssache, wie man die Zitate deutet.<span id="more-10473"></span></p>
<h3>20 Jahre Wave-Gotik-Treffen</h3>
<p>Zum 20. Mal seit 1992 versammelte sich nicht nur die schwarze Szene in Leipzig, sondern auch Berichterstatter, Kamerateams und Fotografen, um Magazine, Zeitungen, Nachrichtensendungen und Reportagen mit Inhalt zu füllen. Alle auf der Suche nach DER Geschichte, nach DER ultimativen Erklärung. Was in den Anfängen als Schaulaufen untereinander begann, ist im Zuge eines immer größer werdenden Interesses zum Spießrutenlauf zwischen Kameralinsen geworden.<br />
Für das Pfingstgeflüster habe ich mich durch unzählige Presseausschnitte der vergangenen Jahre gewühlt, um herauszufinden, wie und ob sich die Berichterstattung verändert hat. Im Folgenden widme ich mich also einem — meiner Meinung nach — repräsentativen Querschnitt aus nunmehr 20 Jahren, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, da viele ähnliche oder einfach nur kopierte Artikel ganze Jahrgänge verwässert haben. Ich möchte einen schwarz-bunten Fächer entfalten, der neben polemischen und vereinnahmenden Artikel auch immer wieder differenzierte Perlen enthält, die dem Auge des geneigten Betrachters vielleicht bisher entgangen sind.</p>
<p>»<em>Drei-Wetter-Taft liegt in der Luft, Herzen flimmern unterm Lackkorsett und kleine Pentagrammeinritzungen auf weißen Oberarmen strecken sich der Sonne entgegen, das Wave Gotik Treffen öffnet seine Pforten und eine Jugendkultur lässt bitten.</em>« (Kreuzer 6/2000)</p>
<p><strong><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Heidnisches-Dorf-2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Heidnisches Dorf 2"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-13526" title="WGT 2011 - Heidnisches Dorf 2" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Heidnisches-Dorf-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Schatten und Licht</strong></p>
<p>Meine Annahme, dass sich an der Sicht der Presse auf das WGT im Laufe der Jahre etwas geändert hätte, hat sich nicht bestätigt. Die Präsenz des Treffens in der Presse ist zwar kontinuierlich größer geworden, das Verhältnis zwischen guten und schlechten Artikeln erscheint mir jedoch unverändert. Wie sagt man? Wo viel Schatten ist, da ist auch Licht:</p>
<p>»<em>Und weil sie alles Finster-magische lieben, gab´s inszenierte Hexenverbrennungen, mittelalterliche Ritterspiele, Märkte und vampireske Schauspieler. Wenn die meisten Gäste morgen wieder zu Hause (…) sind, tragen sie wieder Jeans. Denn im Job haben die friedfertigen Individualisten keine Zeit, Vorurteile abzubauen..</em>« (BILD, 20.5.1997 – geschätzte Auflage: 4.800.000 Stück)<br />
»<em>Das Treffen (…) war nie ein bloßes Musikfestival im Stile der populären Musikkultur, sondern immer eines, das dem Festivalbesucher die Möglichkeit belässt, sich sein Programm nach den eigenen Interessen zusammenzustellen. Mit phantasievollen Ideen bemühen sich die Veranstalter, dem weit über Musik herausreichenden Kulturverständnis der Gothic-Szene Raum zu geben. Aufs Geld wird weniger geschaut, wie die Veranstalter diesmal auch zugestanden</em>.« (Junge Freiheit, 30.5.1997 – geschätzte Auflage: 1500 Stück)</p>
<p>Vergleicht man die geschätzten Auflagen beider Zeitungen, wird deutlich, wer das Bild der breiten Masse prägt. Der Wille, etwas differenziert und objektiv darzustellen, war „damals“ bereits vorhanden, es war nur niemand da, der es lesen wollte.<br />
Auch die Sichtweise auf das, was die Schwarze Szene bedeutet, hat sich nicht verändert. Angst, Unverständnis und Spott sind keine Dinge, die sich im Laufe der Jahre herausgewachsen haben, sondern sind immer noch Garanten für zufriedenes Zielpublikum und daher Mittel zum Zweck.</p>
<p>Es gibt Dinge die ändern sich nie, auch nicht aus Sicht der Presse. »<em>Sie musterten, sie mäkelten, sie kommentierten die schwarze Konkurrenz. Dies war die Lieblingsbeschäftigung der 3000 Gruftis am Pfingstwochenende in Connewitz. Sehen und gesehen werden</em>« schrieb Peggy Prien in einem Artikel 1993. 17 WGTs später konstatiert die LVZ »<em>die schrillsten Klamotten, Korsagen, barocke Kleider, da wird stolziert und posiert. „Das sei für einige das wichtigste Element auf dem WGT — sich zu zeigen”</em>« stellt auch die darin befragte Sarah fest.</p>
<p><strong><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Echte-Grufties.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Echte Grufties"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13527" title="WGT 2011 - Echte Grufties" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Echte-Grufties-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Erklärungsversuche – was ist die schwarze Szene?</strong></p>
<p>Seit den Anfängen des WGT versucht die Presse, das Phänomen des Treffens und das der Szene zu erklären. Dabei ist es ist kein Geheimnis, dass die Szene selbst sich nicht zu erklären vermag. Zu unterschiedlich sind die Auffassungen von Musik, Ästhetik, Lebensweise und Individualität. Der Begriff „Heterogenität“ wird als allgemeingültige Definition für das benutzt, was man nicht ganzheitlich definieren kann.</p>
<p>»<em>Entstanden ist Gothic Anfang der 80er Jahre als Auflehnung gegen bestehende Sittenvorstellungen und Religionen. Und vor allem als Gegenbewegung zur heilen Welt des Pop. Die Musik feiert die Dunkelheit und die schattenhafte Seite des Lebens und hat eine deutliche Faszination für das Thema Tod.</em>« (Young Miss 9/2002)</p>
<p>»<em>Schwarz heißt das Abwenden von der Welt. Aus dem Abwenden folgt die Suche nach etwas Neuem. Gothics suchen nach Auswegen aus der Entfremdung in den Industriegesellschaften. (…) Sie wollen die eigene Welt nicht ändern, denn das ist uninteressant und auch nicht möglich „Der Mensch ist ein böses Tier”, zitiert die 20-jährige Vivien aus der satanischen Bibel des Church-of-Satan-Gründers Anton Szandor Lavey. Getreu dem Vanitas-Motiv des Barock: alles menschliche Mühen ist vergeblich. Die Konsequenzen daraus sind damals, wie heute die gleichen: wilde Feste und spirituelle Sinnsuche.</em>« (TAZ, 1. Juni 2004, 13. WGT)</p>
<p>»<em>Die prägende Farbe in Leipzig, alljährlich zu Pfingsten, ist Schwarz. Es ist die schwarze Kleidung, die man vom »Grufti« mit Staunen oder Kopfschütteln zuerst wahrnimmt: Doch fragt man, was dahinter steckt, bekommt man so viele Antworten, wie Besucher auf dem weltgrößten Dark Wave Festival weilen. Anderssein ist das Gemeinsame.</em>« (Bühne Leipzig, 1. Juni 2004, 13. WGT)</p>
<p>»<em>Gothic ist ein Tanz. Ein Tanz ohne Musik. Denn diese interessiert nicht, solange die Sonne scheint, solange man sehen kann. Es ist ein Tanz der Blicke. (…) Bei dieser Zusammenkunft geht es weniger um Musik oder Bands. Hier vergewissern sich Menschen, die sich selbst zu Außenseitern erklären, dass auch sie zu etwas dazugehören. Es geht um das Sehen und gesehen werden. (…) Das andere Aussehen, der ästhetische Protest und die Farbe Schwarz hält die Szene mehr zusammen, als es das von außen aufgedrückte Prädikat Gothic je könnte. (…) Es ist zunächst das Betonen der Oberfläche, die vereinigt, was nichts miteinander gemein hat. Oberfläche sollte jedoch nicht mit Oberflächlichkeit verwechselt werden. (…) Äußerlichkeiten halten nicht so lange zusammen. Zumal krasse Widersprüche der Szene überbrückt werden müssen: das Nebeneinander einer gewaltlosen Hippie-Attitüde und sado-masochistische Praktiken, konservative Werteinstellungen und Satanismus. In Leipziger Straßenbahnen machen mit Metallstacheln übersäte Zwei-Meter-Kerle Platz für alte Omas, auf den Zeltplätzen peitschen sich, mal mehr, mal weniger ernsthaft, Menschen gegenseitig.</em>« (TAZ 1. Juni 2004, 13. WGT)</p>
<p><strong>20 Jahre Wave-Gotik-Treffen Leipzig</strong></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Versteckspiel-e1326746975688.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Versteckspiel"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13528" title="WGT 2011 - Versteckspiel" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Versteckspiel-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Was macht das Treffen in Leipzig überhaupt aus? Der Stadt Leipzig ist es eine Ehre, das WGT seit 1992 austragen zu dürfen, Pläne, es in andere Städte zu verlagern, wurden im Keim erstickt. Dabei ist „Treffen“ wörtlich zu nehmen. Nirgendwo sonst gerät die Festivalatmosphäre so in den Hintergrund, nirgendwo sonst ist es scheinbar möglich, so viele Szeneangehörige ohne populäre Headliner in die Stadt zu locken. 2001 eröffnete DIE WELT in einem Artikel das Treffen mit den Worten:</p>
<p>»<em>Der Himmel hat eine perfekte Kulisse geschaffen. Wolkenfetzen schieben sich zu grauen Türmen zusammen, die die Sonne verbergen, der scharfe Wind peitscht Regen über das Land. Es ist nicht richtig hell, nicht richtig dunkel, trotzdem muss man eine Sonnenbrille aufsetzen, weil das diffuse Licht die Augen quält. Die Götter scheinen auf die Erde gekommen zu sein, sie tragen schwarz, gelassen schreiten sie durch den Morast und die Pfützen, während ihre langen Gewänder schwer werden vom Nass, das sie aufsaugen. Aber die Frisuren sitzen. Komplizierte Verflechtungen von Strähnen, zu Kronen aufgetürmt oder zu kriegerischen Mongolenzöpfen geflochten, mit Haarlack so lange fixiert, dass selbst Windböen Stärke sieben nichts daran ausrichten können. Den Trägern erlaubt das eine übernatürliche Eleganz. Sie bewegen sich wie in einer Aura aus Windstille durch die Stadt, Tausende von ihnen im Straßenbild, während die Normalbürger mit Hüten kämpfen, Regenschirmen und Frisuren.</em>« (Die Welt, 5. Juni 2001)</p>
<p>Welches Wort könnte das WGT treffender beschreiben als Vielfalt? Egal, wie absurd die Artikel manchmal verfasst sind, letztlich enthalten sie immer das Fünkchen an Wahrheit, mit dem sie spielend unter den Schirm eben dieser Vielfalt passen und mitunter auch neue Sichtweisen eröffnen.</p>
<p>»<em>Auf der Tanzfläche in der Nachbarhalle taumeln sie mit ein paar Tausend Schwarzleuten zur Musik elektronischer Dudelsäcke und wummernder Bassgitarren. Über ihnen lodert ein Wort des allseits verehrten Dunkelmannes Edgar Allen Poe an der Wand: »Alles, was wir sehen und scheinen, ist nur ein Traum in einem Traum.</em>« (FAZ, 25. Mai 1999)<br />
»<em>Es zeigt sich erneut, dass die Szene an sich keine konkrete Aussage liefert. Die verkörpert jeder für sich — geistvoll oder stumpfsinnig — und nur das ist selbstverständlich individuell. Wenn sich die Szene trifft, verbirgt sich dahinter kein besonderes Unterstatement. Dann ist das vielmehr entspanntes Feiern &amp; Ficken. Und genau das sollte es auch sein.</em>« (Kreuzer 6/2000)</p>
<p>Schwingt in derber Wortwahl eine subjektiv empfundene Ablehnung, ein Unverständnis oder Effekthascherei mit? Worte lenken die Aussage jedes Artikels und zeugen unter der Oberfläche der Objektivität von subjektiv empfundenen Meinungen. Viele unvoreingenommene Autoren, die zum ersten Mal über das WGT schreiben, gehen mit einer bleibenden Sympathie für die skurrilen Menschen, die sich einmal im Jahr über Leipzig ausbreiten wie ein schwarzes Netz.</p>
<p>„<em>Kaum ein „Normalo” glaubt mir, wenn ich ihm von Tausenden durch die Stadt ziehenden schwarz gekleideten und geschminkten, nach Erde riechenden jungen Menschen, von durch die Straßen düsenden Leichenwagen, von Hexenverbrennungen und Ritterkämpfen, von zerrissenen Netzstrumpfhosen und blutschwarzen Lippen, von Vampirzähnen und meinem Erlebnis mit Frankenstein erzähle.</em>“ (Das Teil, August 1997)</p>
<p>„<em>Währenddessen feierten die Industrials mit ihren kurzgeschorenen Haaren und den Gummiklamotten in einer hübschen, mit buntem Glas verzierten Halle ihre Helden. Es heißt, die tiefen Bässe von Techno oder Industrial wirken sich positiv auf die Darmtätigkeit aus. Und tatsächlich: der Sänger von »Poupée Fabrikk«, Industrial-Superstars aus Schweden, litt nach dem Konzert an akuter Diarrhöe. Wenigstens ein Gerücht, dass sich bestätigt.</em>“ (Die Welt, 5. Juni 2001)</p>
<p>„<em>Den Leipzigern ist die Pfingstinvasion dieser Spezies längst vertraut. (…) Vor allem ältere Mitbürger scheinen von den sanften schwarzen Gästen ausgesprochen angetan. „Ist ihnen nicht schrecklich warm?” fragt mitleidvoll eine Dame zwei Bräute der Nacht, die der Mittagssonne in langen, samtenen Gewändern trotzen. Rüstige Rentner unterhalten sich angeregt mit kettenbehängten Kerlen in schwarzen Röcken, und ganze Familien stehen mit dem Fotoapparat am Straßenrand.</em>“ (Berliner Zeitung, 30. Mai 2007)</p>
<p>»<em>Das Wichtigste am Wave-Gotik-Treffen, und da sind sich viele Fans einig, ist und bleibt das Treffen selbst — die vielen Details, das rundherum und die schwarze Vielfalt. Eine schöne Tradition.</em>« (OZelot 28. Mai 2003)</p>
<p><strong>Wehret den Anfängen!</strong></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Rosa-Chalybeia.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Rosa Chalybeia"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-13529" title="WGT 2011 - Rosa Chalybeia" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Rosa-Chalybeia-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Um die Anfänge des WGT ranken sich Mythen. Viele Besucher meinen: „Früher war alles besser.“ Dabei hätte wohl niemand 1992 damit gerechnet, dass das WGT einmal das wird, was es heute ist. Es scheint, als ob mit der steigenden Anzahl der Nostalgiker auch die Zahl derer wächst, die eine Vergangenheit ablehnen, mit der sie sich nicht identifizieren können. „Vom Pathos der 80er Jahre ist ihnen viel abhandengekommen.“ urteilt die LVZ im Mai 2005 und sorgt damit für zustimmendes Nicken bei den einen und verständnisloses Schulterzucken bei den anderen. Wie spiegelt die Presse die Vergangenheit?</p>
<p>„<em>„Zu Zeiten der DDR (…) haben wir in dunklen Kellern leiernde Cure-Bänder zum zwanzigsten Mal abgespielt, Kerzen angezündet und Wein getrunken. Doch wenn nur drei von uns ein Eis aßen, war das für die Polizei eine unerlaubte Zusammenrottung.” Die Distanz zum Staat habe in der DDR den Zusammenhalt begünstigt; nach 1989 drohte die alte Szene zu zerfallen. Brunner versammelte deren Reste 1992 beim ersten WGT. Die dafür engagierten Musikgruppen zogen auch Anhänger aus Westdeutschland an.</em>“ (Michael Brunner in der FAZ, 1. Juli 2000)</p>
<p>»<em>„Früher”, weiß eine Veteranin, „musste man sich die Sachen selber nähen. Jetzt gibt es in Leipzig drei einschlägige Läden, wo man vor dem Treffen hingehen und sich einkleiden kann.” „Früher” wird oft beschworen. Früher in Leipzig, als es noch den gemeinsamen Feind gab und Punks, Gothics und andere „Randständige” sich verbündeten, weil es anders gar nicht ging. Früher, als das Treffen tiefsinnige Gespräche bei Rotwein verhieß und Kultbands wie Das Ich oder Deine Lakaien auftraten. Früher, als man für sein WGT-Bändchen fünf Stunden anstehen musste und Gigs, die auf Mitternacht angesetzt waren, morgens um vier stattfanden.</em>« (Berliner Zeitung, 30. Mai 2007)</p>
<p>„<em>Das Materielle stand im Hintergrund. „Wir haben unsere Klamotten selbst geschneidert, wir waren mit viel weniger zufrieden. Wir hatten uns, die Musik und die Gespräche.“ Der Zusammenhalt war größer, sagt Silvia Müller. „Die Jungen haben viel höhere Ansprüche als wir damals, vielen sind Gothics, weil es Mode ist</em>.“ (LVZ 12. Mai 2007)</p>
<p>Gothic ist mit der Zeit gegangen. Das Treffen hat sich entwickelt. Früher war es anders. Ob es besser war, bleibt dem Betrachter überlassen. Was früher als Treffen zur geliebten Musik begann, ist heute ein kulturelles Highlight, das ein internationales Publikum anzieht. Wo früher selber angefertigt werden musste, weil das Angebot klein war, wird heute im breiten Sortiment zahlreicher Shops konsumiert. Besser oder schlechter? Nichts von beidem, einfach nur anders.</p>
<p><strong>Vereinnahmung</strong></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-DIE-Tankstelle.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - DIE Tankstelle"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13530" title="WGT 2011 - DIE Tankstelle" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-DIE-Tankstelle-300x125.jpg" alt="" width="300" height="125" /></a>Immer, wenn Zeitungen etwas Skandalöses zu berichten fanden, stieg die Wahrnehmung. Vor allem dann, wenn Autoren begannen, das Treffen für ihre Leser zu instrumentalisieren. Vorwürfe einer politischen und ideologischen Unterwanderung 1998/99, sowie die Insolvenz des Veranstalters 2000 rückten das WGT in das öffentliche Licht, ruinierten den Ruf einer unpolitischen und toleranten Veranstaltung jedoch nachhaltig.</p>
<p>„<em>Als Zugabe spielen die italienischen Musiker (Camerata Mediolanense) das schöne und heute noch traurig anmutende deutsche Soldatenlied Lili Marleen — auf Deutsch! Eine rührende Geste, eine großartige Reverenz (sic!) an das deutsche Volk und seine gefallenen Söhne. Als der letzte Ton verklungen ist, ist der Beifall riesig; alle sind wie verzaubert und im innersten berührt von dieser Hommage an Volk und Vaterland.</em>“ (Deutsche Stimme — NPD, August 1999)</p>
<p>Jede Zeitung versucht, die Artikel zum Geschenk an seine Leser zu machen. Das Treffen wird so lange durch das Sieb eingeschränkter Sichtweisen geschüttelt, bis etwas herausfällt, was den Leser in seiner Meinung bekräftigt und der Orientierung des Blattes gerecht wird.</p>
<p>»<em>Auf dem Leipziger Festival fand eine geplante ZILLO-Diskussion »Braune Flut?!« über rechte Tendenzen nicht statt. Linke Bands wollen sich mit den angeblich rechten Bands nicht an einen Tisch setzen. Die Mitteilung der Veranstalter über die Absage wurde mit der Mahnung kommentiert, wachsam und kritisch zu bleiben, immer alles zu hinterfragen und sich die Dinge offen anzusehen.</em>« (Tattva Viveka, Oktober 1999, S. 75)</p>
<p>Es ist fatal, der Szene die nötige Intelligenz abzusprechen, sich selbst ein Bild von dem zu machen, was man in sie hineinträgt. Es bleibt wichtig, kritisch zu sein und seine Meinungsbildung durch Wissen zu stützen. Zu hinterfragen und zu verstehen ist wichtiger, als zu resignieren und zu akzeptieren.</p>
<p>»<em>(Es) steht jedenfalls fest, dass deutschen Zensurbehörden und andere Alarmisten den Hype um Nazi-Pop nicht verhindert, sondern überhaupt erst ausgelöst haben. Nicht jeden Skin ist gleich ein Fascho, nicht jeder an Esoterik interessierte Gruftie gleich ein Opfer düsterer Nazi-Ideologien. Gerade weil in der öffentlichen Wahrnehmung aber immer noch nur eine mangelnde Bereitschaft herrscht, derartige Subkulturen differenziert wahrzunehmen, können aufklärende Texte nur begrüßt werden.</em>« (TAZ 3. März 2003)</p>
<p><strong><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Nice-Couple-e1326747457991.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Nice Couple"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-13533" title="WGT 2011 - Nice Couple" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Nice-Couple-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>War da nicht Musik?</strong></p>
<p>Die Musik dient der Beschallung einer Veranstaltung mit eindeutigem Treffen-Charakter und gerät unfreiwillig, aber ein Stück weit gewollt, in den Hintergrund. Was 1992 mit 10 Bands begann, formierte sich 2011 zu einer unmöglich zu koordinierenden Menge von über 300 auftretenden Künstlern.<br />
Gothic ist als Musikgenre im Mainstream angekommen, „<em>da überrascht es nicht, dass sich mittlerweile viele Gothic-Bands von der Originalität ihrer Arrangements und ihrer Texte nicht wesentlich vom deutschen Schlager unterscheiden …</em>“ (Jungle World, 11. Juni 2009) umso konzeptioneller erscheint die konsequente Linie des WGT, auf Headliner gänzlich zu verzichten und den Besuchern ein differenziertes Programm zu bieten, das der Szene gerechter zu sein scheint als die Szene selbst. „<em>Solange Bands eingeladen werden, die sich vermutlich nie hätten träumen lassen, einmal auf einem Gothic-Festival zu spielen, und dann auch noch vom Publikum dankbar angenommen zu werden, laufen das Festival und seine Besucher jedenfalls nicht Gefahr, einer selbstreferenziellen Nabelschau zu erliegen.</em>“ (Jungle World, 11. Juni 2009)</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>„<em>Der Fehler des Neulings ist es, Verstehen mit ordnender Deutung gleichzusetzen. Was heißt es, wenn sich jemand ein Pentagramm um den Hals hängt? Je nachdem; womit er dieses Zeichen aus dem gemeinsamen Vorrat auflädt, ist in jedem Fall wichtiger als ein vorauszusetzender objektiver Gehalt.</em>“ (SZ, 7. Juni 2006)</p>
<p>Die Presse hat gelernt. Regional starke Zeitungen wie die LVZ haben das Treffen mittlerweile als städtische Institution auf dem Programm und versuchen seit Jahren, einen differenzierteren Blick hinter die geschminkten Gesichter zu wagen. Überregionale Zeitungen mit Anspruch sprachen dem WGT gerade zu Beginn die Relevanz ab und rücken das Treffen seit der Jahrtausendwende, nicht zuletzt wegen der Vorwürfe politischer Unterwanderung und der Insolvenz des ursprünglichen Veranstalters, stärker in den Fokus und belohnen es mit zum Teil wunderschönen Artikeln mit viel Tiefenschärfe. Den Versuch, eine Szene zu erklären, die sich selbst nicht in Worte fassen kann, hat man aufgegeben und vielleicht ist das auch gut so.</p>
<p>„<em>Am Ende eines langen Tages hat man gelernt, unter allen Skurrilitäten den Grundzug im Willen zur gänzlich unbrauchbaren Schönheit zu erkennen. Dies allein genügt schon, um selbst den wenig spektakulären Kostümen die Anmutung des Erotischen zu verleihen; sie umhüllt den Träger wie eine dünne Schicht Samt. Hierin, und nicht in ihren diversen und oft konfusen historischen Zitaten, wurzelt die traditionelle Eigenart der Szene. Man gewöhnt sich rasch daran, diesen höheren Standard wie einen allgemeinen am Werk zu sehen. Nach einem Tag auf dem WGT wirkt der gewöhnliche Leipziger, wie er einkauft oder seinen Hund ausführt, daneben zerknittert, farblos und generell vernachlässigt.</em>“ (SZ, 7. Juni 2006)</p>
<p> <br />
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		<title>Gothic Friday Dezember: Subkultur in meiner Stadt</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 21:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Friday]]></category>
		<category><![CDATA[Mönchengladbach]]></category>

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		<description><![CDATA[Subkultur in meiner Stadt? Ein historisches Münster, eine alte Abtei, große Parks und viel Grün, ein Berg, wo man keinen erwartet und eine Stadt mit zwei Hauptbahnhöfen. Man kann viel über die Stadt am Niederrhein sagen, aber nicht, dass sie eine Metropole schwarzer Subkultur ist. Ich bin in Mönchengladbach geboren und aufgewachsen und bis zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-199x199-e1317501383844.png" rel="shadowbox[sbpost-13506];player=img;" title="Gothic Friday 199x199"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-full wp-image-8731" title="Gothic Friday 199x199" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-199x199-e1317501383844.png" alt="Gothic Friday 2011" width="133" height="133" /></a><a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-dezember-subkultur-in-eurer-stadt/">Subkultur in meiner Stadt</a>? Ein historisches Münster, eine alte Abtei, große Parks und viel Grün, ein Berg, wo man keinen erwartet und eine Stadt mit zwei Hauptbahnhöfen. Man kann viel über die Stadt am Niederrhein sagen, aber nicht, dass sie eine Metropole schwarzer Subkultur ist. Ich bin in Mönchengladbach geboren und aufgewachsen und bis zum heutigen Tag ist mir kein schwarzer Club über den Weg gelaufen. Regelmäßige Veranstaltungen scheitern meist an fehlendem Publikum, das durch die Nähe zu größeren Städten wie Düsseldorf oder Köln jedes Wochenende in Reisefieber gerät. Ich kann mich davon nicht ausschließen, denn ein fehlender, lokaler und vor allem schwarzer Bekanntenkreis machten die Versuche etwas vor Ort auf die Beine zu stellen, sinnlos. Trotz dieser zugegebenermaßen Maßen sehr düsteren Einleitung habe ich mich auf die Suche gemacht, ein paar Rückzugsorte dunkler Subkultur vorzustellen. Stichwort Schwarzsehen: Natürlich gebe ich die Hoffnung nicht auf, selbst etwas zu organisieren, mich zu beteiligen oder zu helfen. Das liegt in meiner Natur. <span id="more-13506"></span></p>
<p>Die ersten Grufties lernte ich damals in einem Freibad kennen, einem typischen Treffpunkt schwarzer Subkultur. Im Jugendclub der ortsansässigen Kirche tanzte ich zum ersten mal in schwarzen Klamotten zu Stücken von The Cure und Depeche Mode. Das alles ist Vergangenheit. Den Jugendclub gibt es nicht mehr und im Freibad findet man niemanden, der man auch nur annähernd einer schwarzen Subkultur zuordnen könnte. Vielleicht war das damals auch ein Grund, mich neu zu orientieren, auf die Suche nach dem zu gehen, was ich eigentlich schon längst gefunden hatte. Und es gibt sie, die kleinen Orte in denen man sich wohlfühlt, die einzelnen Partys, denen man etwas abgewinnen kann. Auch heute noch. Ein paar von diesen Orten möchte ich euch vorstellen.</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/nahaufnahme-geländer.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13506];player=img;" title="Das Münster auf dem Abteiberg in Mönchengladbach"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-13509" title="Das Münster auf dem Abteiberg in Mönchengladbach" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/nahaufnahme-geländer-300x225.jpg" alt="Schmiedekunst an alten Kirchen" width="300" height="225" /></a>Seit etwa einem Jahr hat sich der »Dark Circus« im <a href="http://www.messajero.com/Serien5.php">Zirkus Messajero</a> einen Namen gemacht, der monatlich eine schwarze Party veranstaltet. Nach anfänglicher Skepsis, ob sich das Programm hier halten würde, scheint es sich jedoch einen festen Platz in den verbliebenen dunklen Herzen erkämpft zu haben. Die Musikauswahl ist sehr breit und für einen reifen Waver sicher nicht durchtanzfähig, aber gelegentliche Ausflüge auf die Tanzfläche waren eigentlich immer möglich.</p>
<p>Wer sich einmal durch die nächtliche Innenstadt gekämpft hat, wird schnell feststellen, dass schwarze Gestalten die Ausnahmen bleiben.  Gelegentlich treffe ich mich mit einigen Bekannten im <a href="http://www.abacab-mg.de/">Abacab</a>, einer sympathisch siffigen Kneipe mit Metal-Publikum, in der sich auch dank musikalischer Ausflüge in die 80er auch einige schwarze Seelen verlaufen. Auch das Krümel, einer uralten Rockkneipe schräg gegenüber, darf man nicht außer Acht lassen. Auch hier gibt es zwar keinen einzigen gruftigen Ton aus den Lautsprechern, aber in der Not ist man für einen kleinen Haufen alternativer Leute dankbar.</p>
<p>So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ein schwarzer Klamottenladen im Herzen der Stadt schon als Highlight zu werten ist. <a href="http://www.scorpio-shop.de/">Scorpio Underground Fashion</a> bietet in seinem kleinen Ladenlokal einige ausgefallene Kleidungsstücke und Accessoires und bietet darüber hinaus die unschlagbare Gelegenheit, auch mal etwas anzuprobieren, bevor man es den großen Internetketten in den Rachen wirft. Dafür bin ich gerne bereit, auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen, nicht zuletzt um dieses kleine Refugium zu erhalten.</p>
<p><strong>Und sonst?</strong></p>
<p>Ich wünschte, ich könnte von historischen Friedhöfen schwärmen, von tollen Grabstätten und einem einzigartigen gruftigen Flair, doch nichts dergleichen. Vielleicht sind mir die selbstverständlichen Dinge auch gar nicht bewusst, weil sie selbstverständlich sind. Doch eins ist klar: Mönchengladbach ist kein Gruftie-Paradies, aber es ist flexibel. Wenn man die Gelegenheiten am Schopfe ergreift, kann man auch hier immer wieder eine schwarze Perle entdecken. Sie gehen jedoch meist, wie sie gekommen sind. Schnell und glänzend um dann im Meer der Lichter unterzugehen. Vielleicht ist es sogar ein Leser, der empört von etwas in Mönchengladbach berichtet, das ich noch nicht kenne. Ich bleibe neugierig.<br />
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 14:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Friday]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Für den Gothic Friday, bei dem wir im Dezember nach einer Umfrage dazu aufriefen von der Subkultur in eurer Stadt zu erzählen, hat sich Glückssucher wie auf die Pirsch begeben um einen genaueren Blick auf seine Heimatstadt Stuttgart zu werfen. Nach dem Studium seines Artikels bin ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht von der Landeshauptstadt, offenbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Gothic-Friday-Gastbeitrag-133x133.png" rel="shadowbox[sbpost-13499];player=img;" title="Gothic Friday Gastbeitrag 133x133"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-full wp-image-12635" title="Gothic Friday Gastbeitrag 133x133" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Gothic-Friday-Gastbeitrag-133x133.png" alt="" width="133" height="133" /></a><em>Für den <a href="http://www.spontis.de/gothic-friday/">Gothic Friday</a>, bei dem wir im Dezember nach einer Umfrage dazu aufriefen von der <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-dezember-subkultur-in-eurer-stadt/">Subkultur in eurer Stadt</a> zu erzählen, hat sich Glückssucher wie auf die Pirsch begeben um einen genaueren Blick auf seine Heimatstadt Stuttgart zu werfen. Nach dem Studium seines Artikels bin ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht von der Landeshauptstadt, offenbar ist sie noch fester im Griff der Hip-Hop Kultur, als angenommen. Ihr könnt euch aber selbst ein Bild machen. Der Artikel erreichte mich per E-Mail und gibt unverändert die Meinung des Verfassers wieder.</em></p>
<h4><strong>Im tiefen Süden…</strong></h4>
<p>Eigentlich ist es immer ein ganz besonderer Tag hier in Stuttgart jemanden zu treffen, der auch in der schwarzen Szene zu finden ist. Das Gefühl habe ich auf jeden Fall. Ein paar Jahre schon wandele ich auf dunklen Pfaden, aber so einen richtigen „schwarzen“ Freundeskreis habe ich bislang hier noch nicht gefunden. Die paar Schwarze die man hier im Straßenbild zwischen den ganzen „normal“ Gewandelten sieht sind immer so ein bisschen wie ein „schwarzer Leuchtturm“ in all dem Einheitsbuntbrei.<span id="more-13499"></span></p>
<p><strong>Woran das wohl liegen mag?</strong></p>
<p>Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht. Vielleicht, weil Stuttgart noch immer eine der Hauptstätte der Hip-Hop-Bewegung ist, vielleicht weil der Schwabe an sich generell nicht zu Extremen neigt.. Aber das ist nur Vermutungen, die ich hier nicht weiter austreten will, weil alles was jetzt noch kommen kann nur Spekulationen und Schubladendenken sein kann.. Und ehrlich gesagt kenne ich mich zu wenig in anderen Städten aus, um zu sagen, ob es hier nun schlechter oder gleich schlecht ist wie dort.</p>
<p>Wir haben vor einem Jahr schon mal versucht einen Gothic-Stammtisch übers Internet (über dunkles-leben) ins Leben zu rufen. Leider hat es nicht so ganz geklappt. Im Moment sieht es aber wieder so aus, dass es wieder klappen könnte.</p>
<p>Schwarze Parties gibt es hier ein paar. Aber immer nur vereinzelt und eigentlich auch nie mehr als 1 pro Monat– oft in Normalo Diskos. Allerdings ist das Ganze gerade etwas im Wandel. Die Röhre, einer der altgedienten Clubs mit 1 – 2 schwarzen Parties im Monat und Konzerten  vollführt gerade seine letzten Lebenszuckungen, da er – wie so vieles – dem unsäglichen Projekt Stuttgart21 zum Opfer fällt.</p>
<p><a href="http://www.stuttgart-schwarz.de/" title="Stuttgart Schwarz"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-full wp-image-13502" title="Stuttgart Schwarz" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/acquia_marina_logo.png" alt="" width="338" height="168" /></a>Ein Teil der Veranstaltungen kann bei „<a href="http://www.stuttgart-schwarz.de/">Stuttgart-Schwarz</a>“ abgefragt werden. Aber nur für deren eigenen Veranstaltungen. Daneben gibt es wie gesagt noch einige andere Parties, nicht zu vergessen, wenn man das Umland mit einbezieht, die Rofa in Ludwigsburg</p>
<p>Wenn ich es schaffe tanzen zu gehen  (mit Mitte 40 wirkt schon ab und zu die Sofaanziehungs-kraft :-() dann gerne in Zollamt. Das liegt etwas abseits  in Cannstatt in einer Seitenstraße am Wasen in eben einem verlassen Zollamt. Dort gibt es so 1, 2 Mal im Monat Parties, teilweise auch in einem alten Eisenbahnwagen im Hof als Location.</p>
<p>Was auch immer schön ist, um einfach mal ein Bier trinken zu gehen, ist das Bonnie &amp; Clyde in der Neckarstraße. Ein kleines gemütliches, leicht verratztes Kneipchen, wo man sich eigentlich immer gleich von Anfang an zuhause fühlt.</p>
<p>Wenn es draußen schön ist, so kann man auch herrlich auf dem Pragfriedhof spazieren gehen oder auf dem kleineren Hoppenlau-Friedhof. Gerade auf dem „Prag“ mit all seinen großartigen Grabmälern unter großen alten Bäumen, kann man gut von der Hektik der Altstadt abschalten wenn man über die Alleen wandelt oder einfach nur den vorwitzigen Eichhörnchen zuschaut…</p>
<p>Ein Stück weiter die Straße runter geht es dann hinab zu den Wagenhallen , wo sich in den alten Ausbesserungswerk der Bahn neben einem Lokal viele andere alternative Locations tummeln. So, dass wäre also mein kleiner Überblick über die schwarzen Stätten in Stuttgart. Natürlich ohne je den Anspruch zu erheben vollständig zu sein… Und nun freue ich mich darauf viele Reisetipps in andere Stätten des schwarzen Seins zu erhalten.<br />
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		<title>Gothic Friday Februar: Musik und Leidenschaft (Katharina)</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 19:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Friday]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Katharina]]></category>
		<category><![CDATA[Klischee]]></category>
		<category><![CDATA[Leidenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Zeit ist ein wertvolles Gut und eine Einteilung scheint unausweichlich. Nachdem sich Katharina im letzten Jahr auf ihre Prüfungen konzentriert hat, findet sie nun Zeit, einige Beiträge zum Gothic Friday nachzuholen. Wie bereits erwähnt, freuen wir uns auch jetzt noch über jeden Beitrag und fordern den geneigten Leser auf, das Projekt Revue passieren zu lassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Gothic-Friday-Gastbeitrag-133x133.png" rel="shadowbox[sbpost-13484];player=img;" title="Gothic Friday Gastbeitrag 133x133"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-full wp-image-12635" title="Gothic Friday Gastbeitrag 133x133" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Gothic-Friday-Gastbeitrag-133x133.png" alt="" width="133" height="133" /></a><em>Zeit ist ein wertvolles Gut und eine Einteilung scheint unausweichlich. Nachdem sich Katharina im letzten Jahr auf ihre Prüfungen konzentriert hat, findet sie nun Zeit, einige Beiträge zum <a title="Gothic Friday" href="http://www.spontis.de/gothic-friday/">Gothic Friday</a> nachzuholen. Wie bereits erwähnt, freuen wir uns auch jetzt noch über jeden Beitrag und fordern den geneigten Leser auf, das Projekt Revue passieren zu lassen um anschließend selbst in die Tasten zu hauen. Katharina widmet sich dem Februar-Thema <a title="Gothic Friday - Februar: Musik und Leidenschaft" href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-februar-musik-und-leidenschaft/">Musik und Leidenschaft</a> und beantwortet die 10 Fragen nach allen Regeln der dunklen Kunst. Obwohl Sie vor den Gefahren möglicher Klischees warnt, habe ich beim lesen ihres Beitrags keine Gefahren entdecken können. Vielleicht, weil ich auch einige der Klischees lebe.</em></p>
<h4>10 Fra­gen — Die Musik und Du</h4>
<p>So jetzt werde ich diese Fragebogen mal ausfüllen, auch wenn ich dabei oft betonen werde, wie schwer ich mich dabei tue. Neue Musiktipps brauch hier niemand von mir erwarten, es dient lediglich nur dem Kennenlernen meiner Person und als kleine Beitrag für Spontis. Wer Angst vor Klischees hat, warne ich vorm Lesen dieses Beitrags, denn hier wimmelt es nur von selbigen.<span id="more-13484"></span></p>
<ul>
<li><strong>Was bedeu­tet Musik für Dich? Wie wich­tig ist sie Dir?<br />
</strong>Musik bedeutet mir viel: Ich habe immer meinen MP3 Player zum hören dabei, weil ich mich mit Musik wohler fühle und wenn ich mich richtig schlecht fühle, muntert sie mich auf. Sie hat mich auch zur Szene gebracht und ist was ich damit identifiziere.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Wel­che Rich­tun­gen »schwar­zer Musik« hörst du? Nenne ein Bei­spiel, das für Dich deine Bedeu­tung des Genre am bes­ten Wie­der­gibt.<br />
</strong>Mal wieder so eine schwierige Frage! Ich behaupte ja eher klassische Szenemusik zu hören,  wie Goth Rock  (Inkubus Sukkubus), Dark Wave (Clan of Xymox), ColdWave (Asylum Party). Meine weitere Vorliebe ist Synthiepop, wie Wolfsheim. Sonst höre ich hin und wieder Neo Folk( Sieben) oder sowas wie NDT( Sopor Aeternus) und Avangardepop, wenn man  Deine Lakaien so bezeichnen kann.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Wie wür­dest deine musi­ka­li­sche Lauf­bahn beschrei­ben? Über wel­che Rich­tung der Musik bist Du in die Szene gekom­men, wel­che hast hin­zu­ge­won­nen, wel­chen hast du abge­schwo­ren und was hörst du heute?<br />
</strong>In der Zeit, als ich mich für alles mögliche, auch im musikalischen Bereich interessierte, bin ich vom Elektroclash zum Synthiepop gekommen, von da an begleiten mich: Wolfsheim, Mesh,  Depeche Mode und New Order. So hörte ich mich erstmal auch durch die anderen elektronischen Bereiche der Szene und den ganzen Zeug, die eben in den Zeitschriften drin sind, wie EBM , Techno oder NDH, heute ist es mir bis auf den Klassikern aus den 80ern zu aggressiv.<br />
Da ich mich auch fleißig über die »Schwarze  Szene« informierte, lernte ich auch bald Bauhaus, Sisters, Joy Division u.s.w. kennen und lieben. Die Vorliebe für die Gitarrenlastige Richtung hat in den letzten Jahren die Oberhand gewonnen.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ORDf3NfCEvc">http://www.youtube.com/watch?v=ORDf3NfCEvc</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ORDf3NfCEvc"><img src="http://img.youtube.com/vi/ORDf3NfCEvc/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Wie und wo hörst du Musik am liebs­ten?<br />
</strong>In der Stadt, bei der Arbeit, hin und wieder beim Konzert, in Zug … fast überall, außer im Museum und in der Bibliothek. Ich habe einige Gewohnheiten entwickelt, wie im Auto Xmal Deutschland oder Sisters, in Prüfungszeiten (beim Fertigen von Gesellenstück und Arbeitsproben) und Zeichnen beruhigenen  Neo Folk wie Paul Roland oder Sieben zu hören.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=xukQTqqTD-U">http://www.youtube.com/watch?v=xukQTqqTD-U</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=xukQTqqTD-U"><img src="http://img.youtube.com/vi/xukQTqqTD-U/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Wel­che Musik hörst du außer­halb der typi­schen dunk­len Musik noch?<br />
</strong>Ich entdecke nicht selten auch »ungothische« Musik, die mir gefällt. Meist ist sie auch melancholisch oder es handelt sich um (ertragbare) Popmusik. Darunter sind Künstler, wie wie Amy Whinehouse,  Sugarbabes, Lykke Li, Scott Walker oder ostalgisches wie  City »Am Fenster«, Karussell »Als ich fortging«.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=jWxuY4SYtaA">http://www.youtube.com/watch?v=jWxuY4SYtaA</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=jWxuY4SYtaA"><img src="http://img.youtube.com/vi/jWxuY4SYtaA/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Mal ange­nom­men, Du könn­test ein Instru­ment spie­len, hät­test eine tolle Stimme und wür­dest zusam­men mit Freun­den eine Band grün­den. Wel­che Rolle in der Band wäre Deine?<br />
</strong>Singen würde ich gerne, kann ich aber nicht. Genau so ist es auch mit Texten. Also sollte ich doch die Gestaltung der CD-Cover und Videos übernehmen.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Nenne 5 dei­ner Alben die für Dich unver­zicht­bar mit Szene ver­bun­den sind.<br />
</strong>Na dann versuche ich es mal, geordnet nach meinen musikalischen Werdegang:<br />
–Sopor Aeternus »Die Toten reiten schnell« : unkonvensionel, verspielt,  eingängig und so morbid und deprimierent. Ich konnte nicht anderes, als es zu mögen.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=aBLwazqX0gE">http://www.youtube.com/watch?v=aBLwazqX0gE</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=aBLwazqX0gE"><img src="http://img.youtube.com/vi/aBLwazqX0gE/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>–Diary of Dreams »End of Flowers« : »Tusch-Tada! Die Welt geht unter!»Was für ein pathetisches Gejammer! Das war der Soundtrack zu meinen Teeny-Depressionen.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=oSPtfEUA3vw">http://www.youtube.com/watch?v=oSPtfEUA3vw</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=oSPtfEUA3vw"><img src="http://img.youtube.com/vi/oSPtfEUA3vw/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>–Pink turns Blue »Phoenix«: Ich hielt die CD zuerst für einen Fehlkauf, nach rund einem Jahr holte ich sie wieder vor, begann ich zu lieben.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=vKHkaTmjWhI">http://www.youtube.com/watch?v=vKHkaTmjWhI</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=vKHkaTmjWhI"><img src="http://img.youtube.com/vi/vKHkaTmjWhI/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>–The Chameleons »Scribt of the Bridge«: Zur Abwechslung mal ein Klassiker</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=hBjJIInF26Y">http://www.youtube.com/watch?v=hBjJIInF26Y</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=hBjJIInF26Y"><img src="http://img.youtube.com/vi/hBjJIInF26Y/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>And Also the Trees »the Millpond Years«: Wie romantisch Postpunks sein können! Oft glaube ich das Land zu hören, so als Dorfgrufti.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=QvUIQTTJfdw">http://www.youtube.com/watch?v=QvUIQTTJfdw</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=QvUIQTTJfdw"><img src="http://img.youtube.com/vi/QvUIQTTJfdw/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Wel­che musi­ka­li­schen Eigen­schaf­ten hat für dich das ideale Lied?<br />
</strong>Die Stimmung sollte an besten (Ich habe vor Klischees gewarnt) tieftraurig sein. Sehnsüchtig. Weinerlich. Gerne auch von der pathetischen Sorte. Warum sollte ich beim idealen Lied nicht klotzen statt nur kleckern? Eines der Songs, bei dem sich »Normalos« gern über die Stimmung beschweren und am besten noch vom Freitod träumen (wenn auch nur zum Schutz vor solchen »Positive-Energie-Fanatisten«). [So habe ich z.B. vor 4–5 Jahren  gehofft durch eine »liegengebliebene« und unbeschriftete Diary of Dreams-CD meine Mitschüler zu deprimieren, leider haben sie sie nicht gehört und ich fürchte es wäre auch an ihre fehlende Empathie gescheitert.] Geplärre auf höchsten Niveau, gegebenenfalls noch mit epischen Synthie-flächen … Das wird typischer Darkwave wie es schon zu Hauf gibt. Ist mir nur recht, solch erfüllbare Musikwünsche zu haben.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Wel­che Band oder wel­chen Musiker/in wür­dest Du gern mal inter­viewen und auf wel­chen Frage musst Du dabei unbe­dingt eine Ant­wort haben?<br />
</strong>Oh das ist schwer, wenn ich Musiker treffe, deren Musik ich mag, habe ich nicht das Bedürfnis ihnen etwas zu fragen. Ich finde es interessanter mir nur ein konkretes Bild der jener Personen zu machen, wie es auf Photos und Videos nicht vermittelt wird. Ich frage doch nicht mal nach Autogrammen,  die Begegnungen sind für mich viel wertvoller als die Unterschrift. … Blablabla und so weiter. Wenn ich also mal  gern treffen würde, auch wenn mir keine Frage einfällt, wäre –Überraschung– Anna Varney Cantodea!</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Wer oder was reprä­sen­tiert für die Dich die Zukunft der »Schwarzen« Musik?<br />
</strong>Vielleicht nehme ich es kaum wahr, wie neu etwas ist, weil ich schon zu meinen »bunten« Zeiten eine Vorliebe zur 80er-Retro– Musik hatte. Ich bin eigentlich recht zufrieden mit traditionellen Gothrock oder Wave. Da sind die aktuellen Bands, welche ich höre, nicht besonders neuartig vom Klang. Meine bevorzugten »Weiterentwickler«, wie Faith and the Muse oder Sopor Aeternus, sind ja auch schon seit den 90ern im Geschäft. Aber von welchen aktuellen Künstlern, die die Anforderung der Weiterentwicklung erfüllen, weiß ich überhaupt? IamX, Zola Jesus, Fever Ray, Soap &amp; Skin… ja sie wären für mich die Zukunft.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=EBAzlNJonO8">http://www.youtube.com/watch?v=EBAzlNJonO8</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=EBAzlNJonO8"><img src="http://img.youtube.com/vi/EBAzlNJonO8/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
</li>
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