Der erste Schnee hat uns besucht, sein weißes Kleid hinterlassen und Piet Noir aus der Musikredaktion viel Zeit für neuen Alben beschert. Herausgekommen sind 5 Rezensionen, die an Abwechslung nicht zu überbieten sind. Die Angels of Liberty liefern seit ihren beiden EPs konsequenten Oldschool Goth Rock und beweisen mit ihrem Debüt-Album “Pinnacle of the Draco”, dass Goth Rock noch nicht zum alten Eisen gehört. Nachdem die Band Grooving in Green endlich die Veröffentlichungsprobleme ablegen konnten, stellen sie mit ihrem zweiten Album “Stranglehold” das selbsternannte Genre “Groove Goth” auf eine neue Bewährungsprobe und knüpfen musikalisch an die Angels of Liberty an. Aus einer ganz anderen Ecke beschallen Chrysalide den Zuhörer, mit ihrem aktuellen Album “Don’t be scared, it’s about life” wollen sie dem Electro-Industrial Bereich den technoiden Stumpfsinn austreiben, ein Album, das Piet jetzt schon für ein Meisterwerk hält. Entspannung hält die Band Fire + Ice bereit, die mit herbstlicher Musik auf ihrem neuen Album “Fractured Man” dazu einladen, sich auf den Winter einzustellen. Zu guter Letzt entführt uns die fleißige Musikredaktion auf ganz ausgefallene Wege. Theatre Macabre-Avant Garde-Baroque ‘n’ Roll nennen Fear Incorporated ihren Musikstil und stellen mit ihrem aktuellen Album “Phobos” unter Beweis, dass schräge Klänge auch lohnenswert sein können. Den ganzen Artikel lesen… »
12 Dezember
Frisch & Schwarz – November
27 November
Das Fortleben – Mit der Menschheit ins Gericht
“Liebe und Eifersucht, Krieg und Hass, Krankheiten und Tod, Geld und Macht – Wozu ist der Mensch noch fähig?” Angesichts dieser Fragestellung fällt es fast schwer, sich auf ein mit diesem Zitat beworbenes Album Namens Der Mensch ist los! einzulassen, es sei denn, man fühlt sich der schwarzen Szene in irgendeiner Form verbunden. Sollte man zu mindestens meinen, die Realität wirkt manchmal ein wenig anders. Oftmals steht die Musik im Vordergrund, Texte sind auf Soundschnipsel oder Samples reduziert und höchstens noch subtil gesellschaftskritisch, häufig nur inhaltslos Provokativ. Wie war das noch mit der Musikrichtung Gothic? Hier sind schließlich Themen menschlicher Abgründe immer schon Gegenstand von Musik, Inhalt und Performance gewesen, mal direkt, mal indirekt, mal melancholisch verträumt und manchmal provokativ formuliert. Die Band Das Fortleben greift diesen Kern der Sache auf und widmet sich wieder der Gesellschaftskritik mit deutlichen Worten. Und dennoch fühlt es sich unbequem an, wenn Luke J.B. Rafka seine lyrischen und düster-poetischen Texte spricht, während Borislav Schultheiss das Ganze mit sphärisch-technoiden anmutenden Kompositionen untermalt. Unbequem, kantig, verstörend und bedrückend. Ist das Gothic? Den ganzen Artikel lesen… »
17 November
Frisch & Schwarz – Oktober
Die äußerst fleissige Musikredaktion hat sich wieder gemeldet und die neuesten 3 Alben vorgestellt, die ihr zu Ohren gekommen sind. Vielleicht schafft ich es ja auch irgendwann, die Rezensionen auch zeitnah zu veröffentlichen. Genug lamentiert, los geht es mit Neuigkeiten vom Clan of Xymox. Das Album Kindred Spirits widmet sich der schwarz-kulturellen musikalischen Geschichte, auf dem der Clan die wichtigsten Titel “ihrer” schwarzen Szene covern, ob das immer gelungen ist? Andreas Gross, der bereits auf eine 10-jährigen Vergangenheit zurückblicken kann, dürfte den wenigstens bekannt sein, mit seinem achten düster-poppigen Album “Grounds of Ashes” könnte sich das ändern. Auch Boyd Rice, bei dem es sich um eine der umstrittensten Figuren der Post-Industrial Ära handelt, besinnt sich auf seine Vergangenheit. Das Album “Back to Mono” kehrt zu den musikalischen Ursprüngen zurück und versucht sich ebenfalls an einer Coverversion des “The Normal” Klassikers “Warm Leatherette”. Den ganzen Artikel lesen… »
29 Oktober
Frisch & Schwarz – September (2/2)
Nachschub aus der Musikredaktion. Wie bereits im ersten Teil angekündigt, hat Piet deutlich mehr auf die Ohren bekommen, als es für einen Artikel dazu ratsam wäre. Aus dem Bereich “Neofolk” stellt er das zweite Album der ewigen Aeterna vor, dass er mit dem Titel Abyssos für eine Kaufempfehlung an die Fans dieses Genre weitergibt. Auch für Kenner, die Lucas Lanthier von “Cinema Strange” schon vermisst haben, hat er Neuigkeiten. An Instructional Guide for Aspiring Arsonists nennt er das neueste Album seines Nebenprojektes “The Deadfly Ensemble”, in dem er gewohnte Klänge mit dem Stil folkloristischer Kammermusik mischt. Eine ganz andere Mischung präsentieren die Italiener von Eldar. Dark Ambient mit Elementen des Ritual versprechen sphärische Klänge. The Secret Golden Flower ist mit nachdenklich-poetischen Texten eine passenden Inspiration für die dunkleren Jahreszeiten.
Über euer Feedback zu den Neuveröffentlichung und Anregungen zu dieser Rubrik würden wir uns auch weiterhin freuen. Der Rückblick auf den (noch) aktuellen Monat wird auch nicht mehr solange auf sich warten lassen.
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13 Oktober
Frisch & Schwarz – September (1/2)
Der Blick aus dem Fenster verrät, dass der Herbst vor der Tür steht. Die Tage werden kürzer und die eigenen vier Wände werden zum wohlig warmen Rückzugsort schwarzer Seelen. Was gäbe es da besseres, um das Prasseln des Regens mit frischer Musik zu übertünchen? Piet Noir ist seiner Leidenschaft nachgegangen und hat im September gleich eine ganze Wagenladung Musik gehört um sich ein Bild zu machen. Es ist sogar soviel, dass der September in eine Doppelausgabe daherkommt. Mit der Band Those Poor Bastards bringt er uns das Genre “Death Country” näher um uns gleich im Anschluss das neue Album von Velvet Acid Christ um die Ohren zu hauen, die das vom schwarzen Country in das Genre “Electro-Industrial” zu überführen. Abschließend kehrt er mit The Breath of Life zurück zu den Wurzeln, auch wenn er sich mit dem neuen Album eher unzufrieden zeigt. Aber so ist das im schwarzen Wald der Musik, nicht alle Wurzeln sind gute Wurzeln. Den ganzen Artikel lesen… »
1 September
Frisch & Schwarz – August
Nachdem Piet Noir eine kleinen Urlaub von seiner Plattenliebe genommen hat, beglückt er die Rubrik “Frisch & Schwarz” im August wieder mit drei neuen Errungenschaften aus seiner frisch aufgestockten Sammlung. Nach 16 Jahren stellen Dead can Dance nun endlich ihr neues Album “Anastasis” vor, das bereits im Vorfeld schon für Begeisterungsstürme sorgte und das Piet jetzt schon in sein Herz geschlossen hat. Mit Hisute Pursuite gräbt er wieder einmal tief in der Genre-Mix-Kiste und stellt ihr Album “Tighten that muscle Ring” vor, dass sich mit seiner Einordnung “Experimental Gay Post Industrial” so gar nicht an die Konventionen halten will. Auch Steven Severin, der immer noch untrennbar mit ”Siouxsie & The Banshees” verbunden ist, kommt nicht zu kurz. Sein Solo-Album “Vampyr” ist ihm ebenfalls zu Ohr gekommen und entführt ihn gleich noch in ein paar Klassiker der Filmkunst. Den ganzen Artikel lesen… »
5 Juli
Frisch & Schwarz – Juni
Dieser Sommer lädt uns dazu ein, die regnerischen Tage damit zu verbringen, gute Musik zu hören. Die abwechslungsreiche Juni-Ausgabe von Frisch & Schwarz bietet mit 5 neuen Alben entsprechendes Hörfutter. Platten-Liebhaber Piet Noir beschäftigt sich mit den dem Neoklassik Album “As bright as a thousand Suns” von Arcana und den Darkwavern von Brotherhood und ihrem jüngst erschienen Album “Turn Gold to Chrome“. Er legt ein Ohr an die neuste Veröffentlichung “Cages” der Dystopian Society um gleich darauf dem Dark Ambient eine Plattform zu bieten, indem er das Album “The Procession” von Desiderii Marginis vorstellt. Zu guter Letzt wird es mit Dernière Volonté wavig-französisch. Um manchen Texten des Albums “Mon Meilleur Ennemi” näher zu kommen, hat er sich mit Grabesmond Noctura zusammengesetzt, die einige Stücke für ihn übersetzt hat. Für diese Ausgabe haben wir auch versucht, den Leser zum Hörer zu machen, indem wir von jeder Band ein Stück bei Soundcloud einbinden. Den ganzen Artikel lesen… »
30 Juni
Musikperlentaucher – Tauchgang #24
Lebanon Hanover – Totally Tot
Wave lebt! Es ist faszinierend. Kaum beginnen die ersten Takte von “Totally Tot” schleicht der eiskalter Wave den Rücken hinunter und hinterlässt feine Haare, die sich nach Luft ringend in die Höhe strecken. Großartig! Cover und Titel des jüngst erschienen Albums “The World is getting colder” hätte auch nicht passender gestaltet werden können. Lebanon Hanover? Die Band, die sich im Juli 2010 zwischen London und Berlin gründete, hat sich dem Wave verschrieben. Jedenfalls würde ich sie so einordnen, auch wenn Minimal Elektronik oder Synth-Pop ebenfalls treffende Kategorisierungen sein könnten. Doch so richtig einordnen lassen wollen sich Laurissa Iceglass und William Maybelline eigentlich nicht, spannen sie in ihrer Biografie einen weiten Bogen durch vielen Musikrichtungen. Ist aber auch egal, der Inhalt zählt. Unterkühlt und sarkastisch der Gesang, melodisch und bestechend die Melodie. “Totally Tot” besticht durch die Mischung aus subtilem Humor und treibenden Sound, bei dem wohl kein paar Pikes nicht die Tanzfläche streichelt. Auch unbedingt anspielen: Die World. Den ganzen Artikel lesen… »
15 Juni
Frisch & Schwarz – Mai
Die Kategorie “Frisch und Schwarz” bekommt Verstärkung! Piet Noir, eingefleischter Musikliebhaber und Entdecker aller Facetten der Gothic-Szene ist ab sofort als subjektiver Kritiker im Meer schwarz gefärbter Platten-Veröffentlichungen unterwegs. Kritik, soviel sei angemerkt, ist nicht pauschal negativ und schwankt von Lobgesang bis Hexenfluch. Mit einem Rückblick auf den Monat Mai beginnt Piet seine Reise und möchte fortan in regelmäßigen Abständen Neuerscheinungen unter die Lupe nehme und neue Bands vorstellen.
Im Mai beschäftigt er sich mit dem “Sturmläuten” von Karma Marata, dem neuen Album “Apena” der O.Children, mit Peter Heppners “My Heart of Stone” und dem “Checkpoint” von Press Gang Metropol. Für Feedback und eigene Ansichten freuen sich die Kommentare auf Eure Einträge. Den ganzen Artikel lesen… »
15 April
Frisch & Schwarz #4 – Frische Ernte und konservierte Legenden
2012 macht genau da weiter, wo 2011 aufgehört hat. Mit einem Überangebot an Musik, an Bands und neuen Künstlern. Dazwischen finden sich immer wieder die Legenden, bei denen die Aufmerksamkeit mit dem Namen kommt, die aber oft genug nichts neues zu bieten haben und sich damit konservieren. Muss nicht schlecht sein, kann aber auch nach Hinten losgehen. Daneben gibt es aber auch immer wieder Legenden, die mit frischen Ideen eine Entwicklung vorantreiben, die nicht jedem Fan gefällt. Muss es aber auch nicht, selbst Fans neigen dazu, ihren Geschmack zu konservieren. Newcomer, so nennt man auch hierzulande neue aufstrebende Bands auf der musikalischen Bühne. Doch wer nicht durch etablierte Zeitschriften und Fernsehsender gepusht (wieder so ein Wort) wird, droht im Überangebot zu ertrinken und wird wohl nie einem Preis als bester Newcomer ernten. In meinem kleinen musikalischen Beet gibt es aber die erste frische Ernte, die aus Platzmangel in meinem Garten der Leidenschaft aber nur ein sehr begrenztes Bild auf die Vielfalt der Musik gibt. Ist mein Garten, hier wächst nur, was mir schmeckt. Hoffentlich ernähre ich mich bald nicht nur noch von Konserven. Den ganzen Artikel lesen… »


