29 September

Crawling Tunes Magazine #5

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Crawling Tunes MagazineIch bin von Natur aus skep­tisch und wirk­lich nicht leicht zu begeis­tern, das ent­wi­ckelt sich meist aus der Sache her­aus. Vor eini­ger Zeit schon habe ich das Craw­ling Tunes Maga­zine ent­deckt und mit der fünf­ten Aus­gabe, die im Sep­tem­ber 2008 bereits erschie­nen ist, ein­ge­deckt. Zunächst fällt auf, das Maga­zin kommt optisch sehr anspre­chend in mei­nem Brief­kas­ten an und gibt ein gutes Lese­ge­fühl. Das Design und die Auf­ma­chung ist Düster-Bunt, das Cover finde ich äußerst gelungen.

Im gro­ßen und gan­zen ent­spricht der Inhalt auf den ers­ten Blick dem übli­chen. Rezen­sio­nen, Inter­views und Kunst. Das muss natür­lich nicht schlecht sein, bei Craw­ling Tunes kom­men aber einige posi­tive Punkte zum tra­gen. Zum einen beschränkt sich das Maga­zin auf die eigent­lich Gruf­ti­gen Klänge und nimmt dem­nach auch haupt­säch­lich Bands aus dem Dark-Wave, Trad Goth, Death­rock, Dark Ambi­ent, Sho­egaze, Post­punk, New Wave,  Folk und Mit­tel­al­ter­be­reich unter die Lupe. Die übli­chen rein elek­tro­ni­schen Musik­stile EBM, Pseudo-Industrial und Black­techno mit denen die Auf­la­gen­star­ken Maga­zine wer­ben, ent­fal­len hier voll­stän­dig. Goth sei Dank!

Als Ein­lei­tung zieht es mir direkt die Pikes aus, ein Inter­view mit Mick „Grand­fa­ther of Goth” Mer­cer erwar­tet mich, der über sich, sein Schaf­fen und die Goth-Kultur mit Ver­le­ger, Autor und Redak­teur des CTM Tyves_Oben unter­hält. Gran­dios nicht nur die The­ma­ti­sche Aus­wahl der Fra­gen, son­dern auch der Inhalt der Ant­wor­ten. Für mich hat sich die Anschaf­fung schon auf Seite 10 bereits gelohnt. Im wei­te­ren zeigt sich das Maga­zin sehr Facet­ten­reich und ver­mag das ein auf’s andere Mal dem Auge des Betrach­ters zu schmei­cheln. Die Mischung mag zunächst ver­wir­ren, ist aber sehr abwechs­lungs­reich und lang­weilt nicht mit Sei­ten­lan­gen Rezen­sio­nen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 September

Depeche Mode - 101

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Depeche Mode - 101Mit ihrem Album Music for the Mas­ses lös­ten sich Depe­che Mode von den dunk­len und düs­te­ren Klän­gen des Vorgänger-Albums Black Cele­bra­tion. Die Songs auf dem neuen Album klan­gen pop­pi­ger und viel­fäl­ti­ger, durch das digi­ta­li­sie­ren von Instru­men­ten wie Gitarre, Akkor­deon, Flöte oder auch Kla­vier ver­schaffte sich die Band mehr musi­ka­li­schen Spiel­raum.  Eine Tour mit 101 Kon­zer­ten soll auch in den USA für Erfolg sor­gen. Das ehr­gei­zige Pro­jekt reizte auch Fil­me­ma­cher D.A. Pen­ne­baker, der sich mit Doku­men­ta­tio­nen über Bob Dylan, David Bowie und Jimi Hen­drix schon einen Namen machte und einen Kon­zert­film über die Tour dre­hen will.

Mit der 101 Kon­zerte umfas­sen­den Tour­nee, mar­kierte Depe­che Mode einen Kar­rier­ehö­he­punkt und bewies ein­drucks­voll, das sie auch die Fans in den Staa­ten für ihre Musik begeis­tern konnte. Mit dem Album und der Tour schaffte Depe­che Mode den kom­mer­zi­el­len Durch­bruch in den USA und wan­delte sich von der Hal­len fül­len­den Synthie-Band  zum wasch­ech­ten Stadion-Act. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 September

Looking for Europe - Neofolk und Hintergründe

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Looking for Europe BuchcoverSchon eine ganze Weile schiebe ich den Neo­folk als neuen Arti­kel in mei­ner Reihe Sub­kul­tur! vor mir her. Das Thema ist zu kon­tro­vers und grenz­wer­tig um ein­fach einen Arti­kel ins blaue zu schrei­ben. Lei­der zei­gen sich Online-Quellen auch nicht son­der­lich gesprä­chig und ver­wei­sen meis­tens auf das Buch Loo­king for Europe von Andreas Die­sel und Die­ter Ger­ten. Grund genug das Buch ein­mal genauer anzu­schauen um den bevor­ste­hen­den Arti­kel über das Genre auf gesunde Beine zu stellen.

Ende der 90er wur­den die Stim­men lau­ter, die faschis­to­ide Inhalte in den Musik­stile Gothic, Dark Wave und Neo­folk anpran­ger­ten. Gerade im Genre Neo­folk, in dem es inhalt­lich um Hei­den­tum, Anti­ka­pi­ta­lis­mus, Nor­di­sche Mytho­lo­gie, Euro­zen­tris­mus und Sozi­al­dar­wi­nis­mus geht, spielt man mit Ele­men­ten und Inhal­ten aus dem Sol­da­ten­tum des Nazi-Regimes und umstrit­te­nen Künst­lern die­ser Zeit. Kri­ti­ker gehen auf die Bar­ri­ka­den und pro­tes­tie­ren laut­stark gegen die „Infil­tra­tion durch die Nazis” , es kommt immer wie­der zu Dis­kus­sio­nen im Hin­blick auf das Wave und Gothic Tref­fen in Leip­zig1. Auf erschla­gen­den 536 Sei­ten wid­men sich die bei­den Auto­ren nun „umfas­send und undog­ma­tisch dem schwär­zes­ten Kapi­tel des Musik-Undergrounds„2 und haben neben einem Lexi­kon auch eine gewal­tige Gegen­dar­stel­lung an die Kri­ti­ker ver­fasst. Den gan­zen Arti­kel lesen… »

  1. Siehe auch die Bro­schüre Die Geis­ter die ich rief von den Gruf­ties gegen Rechts, Bre­men []
  2. Aus einer Pres­se­in­for­ma­tion auf der Inter­net­seite des Index-Verlages zum Buch Loo­king for Europe []

21 August

Postpunk & Neue Deutsche Welle

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summer of the 80sDie Geschmä­cker ändern sich und mitt­ler­weile ist arte zu einem mei­ner Lieb­lings­sen­der mutiert. Schuld daran ist nicht zuletzt die momen­tan lau­fen­den Reihe der Wel­come to the 80s Doku­men­ta­tio­nen im Rah­men des arte Sum­mer oft the 80s, die auf gekonnte und sehr objek­tive Art über die Musik­rich­tun­gen und Trends nach der Revo­lu­tion des Punks berichten.

Zunächst war ich selbst­ver­ständ­lich skep­tisch, denn zu viele Doku­men­ta­tio­nen beschäf­ti­gen sich nur mit der kom­mer­zi­ell erfolg­rei­chen Seite der NDW und las­sen die­sen Begriff als Syn­onym für eine schlechte und mas­sen­ori­en­tierte Musik­rich­tung mutie­ren. Glück­li­cher­weise zeigt sich schnell, das ich mich irren sollte, denn die Doku­men­ta­tion zeigt auf sehr ange­nehme Weise eine Sicht­weise auf die musi­ka­li­sche Ent­wick­lung der frü­hen 80er. Natür­lich ver­mag der Film nicht die gesamte Band­breite der dama­li­gen Ent­wick­lun­gen zu erfas­sen, aber der Ver­such, den man bei arte unter­nimmt gefällt mir sehr gut. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Juli

Harry Potter: Von Fans und Halbblutprinzen

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harry_potter_und_der_halbblutprinz_teaserIch gestehe, ich habe kei­nes der Bücher gele­sen und würde mich nicht als Harry Pot­ter Fan bezeich­nen. Ich fand die Filme und natür­lich die Aus­züge der Geschichte von der sie erzäh­len gran­dios. So vol­ler Ideen, so leben­dig und so frisch. Harry Pot­ter sorgte für eine Welt­weite Magi­e­reu­pho­rie, die mit jedem Roman der Joanne K. Row­ling grö­ßer wurde. Jeder der Roman wurde bis jetzt ver­filmt mit der immer glei­chen Beset­zung. Dadurch ent­wi­ckelt sich so etwas wie ein Seri­en­fee­ling im ganz gr0ßen Stil. So habe ich mir am Frei­tag mit mei­ner Freun­din auch die sechste Ver­fil­mung Harry Pot­ter und Halb­blut­prinz angeschaut.

Ich fand ihn lang­wei­lig, wenn auch wun­der­schön düs­ter gezeich­net. Die Hand­lung schleppt sich dahin, die Ideen die mir in den ers­ten Tei­len so gut gefal­len haben wir­ken ein wenig abge­dro­schen und lahm. Die Geschichte wird nicht kon­se­quent wei­ter­er­zählt son­dern beginnt völ­lig unver­mit­telt, der eigent­li­che Fort­set­zung­cha­rak­ter ist völ­lig ver­lo­ren gegan­gen. Zur Hälfte des Films bin ich dann auch tat­säch­lich kurz eingenickt.

Schön waren hin­ge­gen die Bil­der die dort auf die Lein­wand gezau­bert wor­den sind. Man merkt, das ver­sucht wird auf das eben­falls stei­gende Alter der Fans zu rea­gie­ren. Der Film wirkt stel­len­weise sehr düs­ter und hat zu den übri­gen Teile viel an Farbe ver­lo­ren, dafür jedoch nichts von sei­ner Bild­kraft. Flie­gende Land­schaf­ten um den Zug nach Hog­warts, Son­nen­un­ter­gänge aus dem Bil­der­buch und her­ab­stür­zende Schat­ten sind ganz schön fas­zi­nie­rend. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Juli

Milk, ein Film im Paralleluniversum

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milk filmplakatGes­tern Abend kam ich den Genuss einen groß­ar­ti­gen Film über den schwu­len, ame­ri­ka­ni­sche Bür­ger­recht­ler Har­vey Milk (1930–1978) zu sehen, der im gleich­na­mi­gen Film von Sean Penn dar­ge­stellt wird. Dabei beschreibt der Film der Wer­de­gang des Lokal­po­li­ti­kers bis zu sei­nem Mord durch sei­nen Stadt­rats­kol­le­gen Dan White. Der Film zeigt dabei ein erschre­cken­des Bild der ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft, das so aber auch in jedem ande­ren Land hätte statt­fin­den kön­nen. Erst in den 70er Jah­ren schaffte man ein Gesetz ab, das homo­se­xu­el­len Geschlechts­ver­kehr als Sodo­mie bezeich­nete und unter Straf­an­dro­hung ver­folgt wurde.

Der Film beschreibt das Bestre­ben des Har­vey Milk in den Stadt­rat gewählt zu wer­den um etwas zu bewe­gen und sei­nen Kampf für Aner­ken­nung, Tole­ranz und Gleich­be­rech­ti­gung. Dabei ist der Film immer wie­der mit his­to­ri­schen Auf­nahme gewürzt, die ihm eine sehr authen­ti­sche Stim­mung ver­lei­hen. Sean Penn, den ich eigent­lich als Bad Boy des ame­ri­ka­ni­schen Kinos in Erin­ne­rung habe, spielt hier gran­dios und sehr glaub­haft die Rolle des schwu­len Poli­ti­kers und nagelt seine Kri­ti­ker an die Wand des Schwei­gens.  Wer mit Gedan­ken spielt sich die­sen Film anzu­schauen, sollte seine Zwei­fel ver­wer­fen und einen Blick auf die Pro­duk­tion und ein Stück ame­ri­ka­ni­scher Geschichte wer­fen. Doch für mich hat der Film noch einen ganz inter­es­san­ten Hin­ter­grund, den ich euch kurz erläu­tern möchte: Den gan­zen Arti­kel lesen… »