18 November

...die sind eben so - Jugend 83

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Die sind eben soIch bin ja immer auf der Suche nach den Quellen der Vorurteile und nach den Subkulturen der Neuzeit und immer wieder fasziniert, was sich so alles entdecken lässt. Fußball ist ja bekanntlich der Deutschen liebster Sport, unzählige Anhänger in allen Jahrzehnten sprechen eine deutliche Sprache. Fußballfans werden sie genannt. Sie stehen treu zu ihrem Verein, fiebern, zittern und feiern in alle Lebenslagen. Sie tragen das Geld in die Kassen der Vereine und sorgen erst für die typische Stimmung in einem Stadion, die wirklich atemberaubend ist, davon habe ich mich selbst einige male überzeugen können.

Natürlich gibt es auch eine dunkle Seite des Fußballs, die mit den Hooligans und der dritten Halbzeit ihre Höhepunkte feiern. Klar das dieser "Trend" aus dem Mutterland alles Szenen, aus England stammt, in denen die Hooligans schon in den 70er ihr Unwesen trieben. Ziel dieser Fans: Adrenalin aufbauen und auch gleich wieder abbauen, körperlich. In der dritten Halbzeit trifft man sich mit rivalisierenden Hooligans aus anderen Städten und kloppt sich auf die Mütze. Meist außerhalb des Stadions. Das es sich dabei nicht immer um hirnlose Volltrottel handelt, habe ich gelernt. Manche machen das ganz bewusst und haben auch noch Spaß dran.

Es gibt spezielle Konstellationen in der Bundesliga, die besonders prickelnd sind, gerade weil sie in der Vergangenheit immer wieder traurige Höhepunkte setzen. Borussia Mönchengladbach gegen den 1.FC Köln beispielsweise, oder auch Borussia Dortmund gegen Schalke 04. Von diesem Ruhrpottderby handelt auch die Dokumentation "...die sind eben so" aus dem Jahre 1983.

Zwischen Krawallen und Schlägereien in beiden Lagern zeigt man auch Fanclubs beider Seiten, die in ihren Vereinsheimen ihre Meinung zum Besten geben, die mit Verlaub gesagt, sprachlos macht. "Das ganze blau-weiße Getümmel„, so ein Fan von Dort­mund über Schalke, „sollte man ein­fach aus­rot­ten.” Und ein Schal­ker Fan meint: „… das Emblem, der Toten­kopf mit Stahl­helm, soll ein biss­chen an die SS erin­nern, da wir poli­tisch fast alle total rechts gerich­tet sind. Wir has­sen Aus­län­der wie die Pest, weil sie zu viel hier sind und wol­len den dicken Mecki hier machen, genau wie die Dort­mun­der.Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 Oktober

The Prodigy - Invaders must Die (Remix)

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invaders must die - special editionJa, selbst­ver­ständ­lich weiß ich, dass das Album schon län­ger auf dem Markt ist. Ich bin nur eben etwas lang­sa­mer und außer­dem gibt es gerade aktu­ell noch­mals eine neue 2 CD + 1 DVD Spe­cial Box die mich noch­mal daran erin­nert hat mei­nen Senf zum Album nie­der­zu­schrei­ben. Das passt natür­lich auch in die ver­län­gerte Tour der Bri­ten und zeigt wie­der ein­mal, das die mit allen Mar­ke­ting­was­sern gewa­schen sind und den Hals nicht voll bekom­men können.

Ich weiß jetzt gar nicht genau wann ich die ers­ten Berüh­rungs­punkte mit der Musik der unge­wöhn­li­chen Bri­ten hatte, ich glaube es war das Stück Out of Space, das im Win­ter 1992 meine Gehör­gänge erreichte. Obwohl es musi­ka­lisch in eine deut­lich andere Rich­tung strebte, als die sonst von mir bevor­zug­ten Musik­stile, bin ich den Eng­län­dern über all die Jahre immer treu geblie­ben und war fas­zi­niert von dem Ein­falls­reich­tum und den immer wie­der neuen Rich­tun­gen in die sie sich ent­wi­ckel­ten. Nach­dem die ers­ten Alben noch recht ravige Klänge behei­ma­te­ten, ist man einer kon­ti­nu­ier­li­chen här­te­ren Gang­art gefolgt. Spä­tes­tens mit dem Stück Fire­star­ter vom Album The Fat of the Land läu­tete man eine andere Gang­art ein.

Dem folgte nun auch der jüngste Streich, Inva­ders must Die. Kri­ti­ker bescher­ten dem Album durch­wach­sene Beur­tei­lun­gen, denn die meis­ten hat­ten wohl etwas ande­res erwar­tet. Aber das ist genau die Eigen­schaft von The Pro­digy, die ich schät­zen gelernt habe. Tue das uner­war­tete und scheiße auf das was andere von Dir möch­ten. Nach einige Stü­cken, die schon vorab im Netz und den Medien ver­teilt wur­den zün­dete man die kom­plette Bombe im Februar die­ses Jah­res. Nach anfäng­li­chen Unken­ru­fen sind die Kri­ti­ken jetzt auch deut­lich bes­ser gewor­den, denn The Pro­digy muss man ein­fach lie­ben ler­nen. Kurio­ser­weise kenne ich viele Men­schen aus der schwar­zen– und Gothic­szene, die eine Lei­den­schaft für die Band tei­len, auch bei denen die dem Genre EBM eher abge­neigt sind. Hier kann man die Musik von The Pro­digy aber auch nicht wirk­lich ein­ord­nen. Lange Rede, kur­zer Sinn, jetzt wird auf Play gedrückt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Oktober

Kinotipp: Verblendung

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verblendungObwohl ich Sonn­tag Abend alles andere als moti­viert gewe­sen bin, habe ich mich doch ent­schlos­sen mich auf­zu­raf­fen und dem Kino einen Besuch abzu­stat­ten. Der Film Ver­blen­dung hatte für inter­na­tio­nale Schlag­zeile gesorgt, da er ja auf einem Best­sel­ler Roman von Stieg Lars­son basiert, der es damit 2008 bis zum bes­ten Buch Euro­pas schaffte. Obwohl man sich immer dar­über strei­tet was bes­ser ist, das Buch oder seine fil­mi­sche Umset­zung, fand ich die Idee mich ein­fach mal berie­seln zu las­sen mehr als prickelnd.

Von der Skep­sis zu Beginn mei­nes Besuchs ist nicht viel geblie­ben, zurück bleibt Begeis­te­rung für span­nen­des und inter­es­san­tes Kino aus Schwe­den. Kin­der, ich bin begeis­tert! Zum einen, weil mal wie­der deut­lich wird, das Schau­spie­ler von inter­na­tio­na­lem Ruhm noch lange kein Garant für gutes Kino sind und zum zwei­ten, das man es in Schwe­den so gekonnt ver­steht einen düs­te­ren und dunk­len Krimi wie einen Thril­ler in Szene zu set­zen. Habe ich bis jetzt an Schwe­den gedacht, so meist an leuch­tende und bunte Far­ben und viel blonde Men­schen. Auch mein Besuch in Stock­holm 2008 wird durch die­sen Film in einem ganz ande­ren Licht erleuch­tet. Doch lang­sam, eins nach dem ande­ren. Ich zitiere die Kurz­be­schrei­bung des Films, damit sich auch der Nicht-Wissende erleuch­tet fühlt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Oktober

Rap, Breakdance und Graffiti

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summer of the 80sEs gibt Neuigkeiten in der Serie Summer of the 80s. In der nunmehr dritten Folge der Serie Rap, Breakdance und Graffiti widmet man sich der amerikanische Gegenströmung zur sogenannten "zweiten Invasion" der Briten.

Nachdem also Europa Anfang der 80er damit begonnen hat die USA mit einer ganzen Subkultur zu infizieren, entstehen dort ganz neue Bewegungen, die erst abseits vom Mainstream immer weiter in den Fokus einer breiteren Masse rücken. Gerade innerhalb der schwarzen Kultur entstehen neue Ausdrucksformen gegen Bandkriminalität, Rassismus und die Folgen der Sklaverei. Afrika Bambaataa wird seinem Motto "Peace, Love, Unity and Having Fun!” gerecht und beginnt damit eine schwarze Form des Punk zu eta­blie­ren. Er ani­miert unzäh­lige Jugend­li­che zum sel­ber­ma­chen des Sprech­ge­sangs zum DJ-Set der Straße.

Zu den Beats der Straße ent­wi­ckelt sich auch schnell ein eige­nen Tanz­stil der auch die Jugend­li­chen zum mit­ma­chen ani­miert, die ihr Talent nicht im Sprech­ge­sang, son­dern in der kör­per­li­chen Bewe­gung sehen. Zu der tech­ni­schen von Kraft­werk inspi­rier­ten Beats formt man Robo­ter­ar­tige Bewe­gun­gen die mit akro­ba­ti­schen Ein­lage gemischt wer­den zu einem völ­lig neuen Tanz­stil, dem Break­dance. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Oktober

Dead Snow

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dead snow coverZombies sind ja ganz schwer angesagt. Die Begeisterung für die Zombie-Walk's bei denen man als Zombie verkleidet und geschminkt möglichst authentisch durch die Straßen der nächst besten Großstadt zieht, schürt natürlich auch das Verlangen nach entsprechenden Vorlagen.  Der norwegische Streifen Dead Snow (Toter Schnee) bringt gleich 2 Genre auf die Leinwand und mischt Nazis und Zombie zu...? Völlig richtig, Nazi-Zombies.

Die Geschichte ist erfrischend einfach gehalten und beschränkt sich dabei auf das wesentliche. Eine Gruppe junger Menschen verbringt die Ferien in den norwegischen Bergen um dort dem Wintersport zu frönen. Während man in einer alten Hütte auf die vermeintlich vorausgewanderte Freundin wartet, taucht eine alter Wanderer auf, der von einer Haarsträubenden Geschichte berichtet: "Einst dien­ten die Berge der maro­die­ren­den, vom gefürch­te­ten Gene­ral Her­zog (Örjan Gamst) ange­führ­ten SS-Truppe „Ein­satz” als Zuflucht. Als das Trei­ben der Nazis der Lokal­be­völ­ke­rung zu bunt wurde, nah­men sie Heu­ga­bel und Fackel in die Hand und ver­trie­ben die Besat­zer in die ver­schnei­ten Berge — einem eisi­gen Tod ent­ge­gen. Seit­dem ist das Gebirge ver­flucht, so die Mahnung1 Natür­lich glau­ben ihm die jun­gen Urlau­ber kein Wort bis ihnen nach eini­gen abson­der­li­chen Vor­komm­nis­sen bewusst wird, das der alte Mann die Wahr­heit sprach. Es ent­brennt ein erbit­ter­ter Kampf um Leben und Tod. Den gan­zen Arti­kel lesen… »

  1. Aus der Film­kri­tik von Jan Hamm zu Dead Snow auf Filmstarts.de []

15 Oktober

Synthiepop & New Romantic

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summer of the 80sBald hätte ich ver­ges­sen den Sum­mer of the 80s fort­zu­set­zen was ange­sichts des aktu­el­len Herbs­tes wohl mehr als sträf­lich anzu­se­hen ist. In der 2. Folge der Doku­men­ta­ti­ons­reihe geht es um zwei recht gegen­sätz­li­che The­men. Syn­t­hie­pop und New Romantic.

Wäh­rend Syn­t­hie­pop zum Mas­sen­kom­pa­ti­blen Medium auf­steigt, begin­nen sich tech­ni­sche Inno­va­tio­nen auch im Out­fit ihrer Anhän­ger zu spie­geln. Die Poli­ti­sie­rung der spä­ten 70er schlägt in eine voll­kom­mene Ästhe­ti­sie­rung um, an des­sen Spitze sich gestal­ten wie Steve Strange oder auch Boy George drän­gen. Ein Hauch von Kar­ne­val zieht durch die Club-Szene, vor allem im berühm­ten Lon­do­ner Blitz!-Club trifft sich die modisch extreme Advant­garde. Frei nach dem Motto: „Jetzt schmin­ken sich auch die Jungs” wird das gesamte modi­sche Geschlech­ter­kon­zept unse­rer Gesell­schaft auf den Kopf gestellt. Annie Lennox von den Euryth­mics prä­sen­tiert sich im Hosen­an­zug, wäh­rend Boy George nicht von einer Frau zu unter­schei­den ist.

Die Musik die­ser Zeit ist mini­ma­lis­tisch und beschränkt sie auf Klänge aus Syn­the­si­zern und Drum­com­pu­tern, die mit immer neuen Melo­dien den Markt erobern. Ame­rika ist out, Europa ist in. Nicht Ame­rika über­flu­tet den hie­si­gen Markt mit neuen Pro­duk­tio­nen son­dern umge­kehrt. Duran Duran erobert den Kon­ti­nent, Depe­che Mode fül­len das Rose­bowl Sta­dium — lange nach­dem die Beat­les und die Rol­ling Sto­nes für eine zweite bri­ti­sche Inva­sion sorgte.

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