17 Februar

Fehlfarben – Glücksmaschinen

Neues Album der Fehlfarben - GlückmaschinenFrei nach ihrem eigenen Motto “Es geht Voran!” veröffentlichen die Prototypen des deutschen Punk Fehlfarben ihr neues Album Glücksmaschinen. Auf 34 Minuten geben sich die älteren Herren die Ehre. Ein Punkalbum in Punklänge, auf das wesentliche reduziert. “Diese siebzig-Minuten-CDs gehen mir sowieso auf den Sack. Man muss nicht immer alles ausreizen, was ein Medium hergibt.“, so Peter Hein in einem Interview bei Spiegel-Online. Und tatsächlich, noch bevor ich das Album in den Händen halten kann, verspricht das Preview und die digitale Version genau das, was in den letzten paar Jahren verloren gegangen zu sein scheint. Die Sympathie, die ich für die Fehlfarben empfinde, begründet sich eben auf dieser Art die Realität zu empfangen und zwar so wie sie ist. Auch musikalisch sind sie im Jetzt angekommen, denn sie zeigen sich deutlich elektronisch-moderner, ohne jedoch dem Punkrock abzuschwören.

Hein, dessen Leben erschreckend realistisch und “unpunkig” abgelaufen ist, lebt jetzt in Wien nachdem er seine Stelle bei Rank Xerox dem Stellenabbau opfern musste. “Hartz IV wollte ich nicht, also bin ich aus Deutschland weggegangen, nach Wien. Ich habe nicht gesagt: Ich geh jetzt nicht mehr arbeiten, weil ich doch noch Popstar werde, auf die alten Tage.” Nach der Entscheidung 2002 wieder Musik zu machen und einige glücklosen Alben hat man sich jetzt dem Produzenten Moses Schneider (Tocotronic, Beatsteaks) anvertraut und das neue Album eingespielt, eine Single ausgekoppelt, ein Video gedreht und eine Tour geplant. Das Konzept scheint gelungen, mir jedenfalls gefällt das, was ich vom neuen Album schon hören konnte sehr gut. Es scheint überraschend wie viel Energie frei wird, angesichts der älteren Herren in Style der 70er Jahre Tapeten. Doch alles andere wäre eine Lüge gewesen, die Lüge die eigenen Wurzeln auszublenden und die Lüge das Jetzt nicht als musikalischen Entwicklung zu akzeptieren. …lese den ganzen Artikel
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27 Oktober

The Prodigy – Invaders must Die (Remix)

invaders must die - special editionJa, selbstverständlich weiß ich, dass das Album schon länger auf dem Markt ist. Ich bin nur eben etwas langsamer und außerdem gibt es gerade aktuell nochmals eine neue 2 CD + 1 DVD Special Box die mich nochmal daran erinnert hat meinen Senf zum Album niederzuschreiben. Das passt natürlich auch in die verlängerte Tour der Briten und zeigt wieder einmal, das die mit allen Marketingwassern gewaschen sind und den Hals nicht voll bekommen können.

Ich weiß jetzt gar nicht genau wann ich die ersten Berührungspunkte mit der Musik der ungewöhnlichen Briten hatte, ich glaube es war das Stück Out of Space, das im Winter 1992 meine Gehörgänge erreichte. Obwohl es musikalisch in eine deutlich andere Richtung strebte, als die sonst von mir bevorzugten Musikstile, bin ich den Engländern über all die Jahre immer treu geblieben und war fasziniert von dem Einfallsreichtum und den immer wieder neuen Richtungen in die sie sich entwickelten. Nachdem die ersten Alben noch recht ravige Klänge beheimateten, ist man einer kontinuierlichen härteren Gangart gefolgt. Spätestens mit dem Stück Firestarter vom Album The Fat of the Land läutete man eine andere Gangart ein.

Dem folgte nun auch der jüngste Streich, Invaders must Die. Kritiker bescherten dem Album durchwachsene Beurteilungen, denn die meisten hatten wohl etwas anderes erwartet. Aber das ist genau die Eigenschaft von The Prodigy, die ich schätzen gelernt habe. Tue das unerwartete und scheiße auf das was andere von Dir möchten. Nach einige Stücken, die schon vorab im Netz und den Medien verteilt wurden zündete man die komplette Bombe im Februar dieses Jahres. Nach anfänglichen Unkenrufen sind die Kritiken jetzt auch deutlich besser geworden, denn The Prodigy muss man einfach lieben lernen. Kurioserweise kenne ich viele Menschen aus der schwarzen- und Gothicszene, die eine Leidenschaft für die Band teilen, auch bei denen die dem Genre EBM eher abgeneigt sind. Hier kann man die Musik von The Prodigy aber auch nicht wirklich einordnen. Lange Rede, kurzer Sinn, jetzt wird auf Play gedrückt: …lese den ganzen Artikel
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21 November

Die trauen sich was – Hertzinfarkt

Im Sandkasten lernten sich Diana und Jan kennen, verloren sich aus den Augen und gründeten nach einem Wiedersehen bei einem Freund die Band Hertzinfarkt. Diana nannte sich Mini Mono und Jan einfach mal Henne Schwertwal der Name für die Band war Hertzinfarkt, so geschehen im Februar 2006. Im März des selben Jahres hatten die beiden dann auch schon 2 Songs fertig und eine Internetseite eingerichtet, die im Mai durch einen Account bei Myspace erweitert wurde.

Das war schicksalhaft denn durch die positive Resonanz auf das Profil der beiden entstand überhaupt die Lust mehr zu machen, etwas zu erschaffen und weiterhin gemeinsame Wege zu gehen. Obwohl die Richtung nicht unbedingt dunkel ist, so finde ich die stimmingen Synthieeinlagen in den Songs der beiden sehr gelungen, was leider nicht weiter hilfreich für die Einordnung in ein Genre ist. So entschliesse ich mich persönlich für Electro. was der Bandbreite aber nicht unbedingt gerecht wird. …lese den ganzen Artikel
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21 Oktober

Blutige Schuhe – Blood Red Shoes

Im Blog von Iweliene habe ich eine für mich neue Band aus England gehört, deren Song “I wish I was Someone Better” es glatt auf meinen MP3 Player geschafft hat, Grund genug einen genaueren Blick zu riskieren. Die Blood Red Shoes aus Brighton, England klingen very british und beschreiben sich selbst als verkappte Popband und finden Indie-Rock zum kotzen. Laura-Mary Carter aus London und Steven Ansell aus Sussex gründeten im November 2004 die Blood Red Shoes,  deren Namen aus einer Ginger Rogers Legende hervorging. Die hat angeblich für einen Stepptanz Film eine Szene so oft wiederholen müssen, das sich ihre weißen Tanzschuhe blutrot färbten.  Obwohl sie keine gebürtigen Engländer und das auch noch zugeben, klingen sie zwischenzeitlich sehr britisch und stoßen damit in das Horn der neusten Punk-Rock Welle die aus England zu uns rüberschwappt.

Die beiden fleißigen Engländer spielten sich durch unzählige Live-Auftritte in die Gehörgänge der Fans und schlossen sich im April 2007 dem Indie Label V2 an und veröffentlichten ihre EP “I´ll be Your Eyes“. Auftritte auf vielen Festivals formten aus den beiden eine gehörig guten Live-Act.  2008 wagten die beiden den Schritt zu Universal und veröffentlichten ihre Debüt LPBox of Secrets“. …lese den ganzen Artikel
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30 September

X-mal Deutschland

xmal_deutschland

1980, ist nicht nur die Blütezeit des deutschen Punks gewesen, sondern auch die Zeit, in der die Blüte ihre Blätter verliert und daraus immer neue Triebe entstehen. In Hamburg, der härtesten Stadt des Punks seiner Zeit hatten 5 Mädchen mit dem gleichen Musikgeschmack den Plan eine Band zu machen. Bands zu gründen war modern und so kam es das die Band X-Mal Deutschland zum ersten mal namentlich erwähnt wurde, benannt nach diesem Buch von Rudolf Walter Leonhardt über das Deutschland der 50er. Anja Huwe (Gesang), Manuela Rickers (Gitarre), Fiona Sangster (Keyboard), Rita Simon (Bass) und Caro May (Schlagzeug) sind damit wohl die erste deutsche Girl Band der New Wave Bewegung.

Ihre große Beliebtheit bei den Goths gründet in der energiegelandenen, ungestümen und doch melancholischen Musik. Laute Gitarren, ein typischer New Wave Beat und der schrille Gesang von Anja Huwe bohren sich in den Schädel. Der Einsatz von Synthesizern macht aus dem Gesang ein fünftes, neues Instrument und sorgt für die bedrückende Atmosphäre voller Leidenschaft, Verzweiflung und Hingabe. …lese den ganzen Artikel
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28 August

Cancer Barrack – Beischlaf mit 60kg Hackfleisch

Cancer Barrack

In der Welt der dunklen Musik gibt es viele Randerscheinungen. Eigentlich ist die ganze Musikszene dieser Spielart eine Randerscheinung. Beim durchhören meiner alter Zwischenfall-Sampler ist mir dann
auch sogleich der Song Beischlaf mit 60 kg Hackfleisch von Cancer Barrack ins Ohr gesprungen, was ihm aufgrund seiner eingehenden Melodie und Tanzbarkeit auch nicht schwer fällt. Selbstverständlich spielt der Text des Liedes ebenfalls ein gewichtige Rolle.

Wer kann sollte sich den Song unbedingt mal auf Youtube anhören, er ist die passende Untermalung für diesen Artikel, denn ich möchte euch die Band ein wenig näher bringen.

Als sich die Calling Dead Red Roses 1986 auflösten, entstanden daraus die beiden Hamburger Bands Cancer Barrack und Girls under Glass, die auch in den Folgejahre zusammenarbeiteten und gemeinsame Auftritte absolvierten. Nach ihrer ersten EP Hypnobeat die 1989 erschien, konnte Cancer Barrack zu Beginn der 90er einige Erfolge für sich verbuchen, dabei wurden sie vom Independent und Darkwave Umfeld bevorzugt.

Ihr erstes Album Walking through the Cancer Barrack das bei Deathwish erschien, zählt wohl zu den besten Werken der 5 Hamburger Musiker und bietet Gothic Rock vom feinsten. In den folgenden Jahren nahmen sie dann immer mehr elektronische Elemente in ihre Musik, was auf der MCD Speichel, die 1992 erschien sehr deutlich wird.
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