21 Oktober

Kinotipp: Verblendung

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verblendungObwohl ich Sonn­tag Abend alles andere als moti­viert gewe­sen bin, habe ich mich doch ent­schlos­sen mich auf­zu­raf­fen und dem Kino einen Besuch abzu­stat­ten. Der Film Ver­blen­dung hatte für inter­na­tio­nale Schlag­zeile gesorgt, da er ja auf einem Best­sel­ler Roman von Stieg Lars­son basiert, der es damit 2008 bis zum bes­ten Buch Euro­pas schaffte. Obwohl man sich immer dar­über strei­tet was bes­ser ist, das Buch oder seine fil­mi­sche Umset­zung, fand ich die Idee mich ein­fach mal berie­seln zu las­sen mehr als prickelnd.

Von der Skep­sis zu Beginn mei­nes Besuchs ist nicht viel geblie­ben, zurück bleibt Begeis­te­rung für span­nen­des und inter­es­san­tes Kino aus Schwe­den. Kin­der, ich bin begeis­tert! Zum einen, weil mal wie­der deut­lich wird, das Schau­spie­ler von inter­na­tio­na­lem Ruhm noch lange kein Garant für gutes Kino sind und zum zwei­ten, das man es in Schwe­den so gekonnt ver­steht einen düs­te­ren und dunk­len Krimi wie einen Thril­ler in Szene zu set­zen. Habe ich bis jetzt an Schwe­den gedacht, so meist an leuch­tende und bunte Far­ben und viel blonde Men­schen. Auch mein Besuch in Stock­holm 2008 wird durch die­sen Film in einem ganz ande­ren Licht erleuch­tet. Doch lang­sam, eins nach dem ande­ren. Ich zitiere die Kurz­be­schrei­bung des Films, damit sich auch der Nicht-Wissende erleuch­tet fühlt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Oktober

Rap, Breakdance und Graffiti

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summer of the 80sEs gibt Neuigkeiten in der Serie Summer of the 80s. In der nunmehr dritten Folge der Serie Rap, Breakdance und Graffiti widmet man sich der amerikanische Gegenströmung zur sogenannten "zweiten Invasion" der Briten.

Nachdem also Europa Anfang der 80er damit begonnen hat die USA mit einer ganzen Subkultur zu infizieren, entstehen dort ganz neue Bewegungen, die erst abseits vom Mainstream immer weiter in den Fokus einer breiteren Masse rücken. Gerade innerhalb der schwarzen Kultur entstehen neue Ausdrucksformen gegen Bandkriminalität, Rassismus und die Folgen der Sklaverei. Afrika Bambaataa wird seinem Motto "Peace, Love, Unity and Having Fun!” gerecht und beginnt damit eine schwarze Form des Punk zu eta­blie­ren. Er ani­miert unzäh­lige Jugend­li­che zum sel­ber­ma­chen des Sprech­ge­sangs zum DJ-Set der Straße.

Zu den Beats der Straße ent­wi­ckelt sich auch schnell ein eige­nen Tanz­stil der auch die Jugend­li­chen zum mit­ma­chen ani­miert, die ihr Talent nicht im Sprech­ge­sang, son­dern in der kör­per­li­chen Bewe­gung sehen. Zu der tech­ni­schen von Kraft­werk inspi­rier­ten Beats formt man Robo­ter­ar­tige Bewe­gun­gen die mit akro­ba­ti­schen Ein­lage gemischt wer­den zu einem völ­lig neuen Tanz­stil, dem Break­dance. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Oktober

Dead Snow

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dead snow coverZombies sind ja ganz schwer angesagt. Die Begeisterung für die Zombie-Walk's bei denen man als Zombie verkleidet und geschminkt möglichst authentisch durch die Straßen der nächst besten Großstadt zieht, schürt natürlich auch das Verlangen nach entsprechenden Vorlagen.  Der norwegische Streifen Dead Snow (Toter Schnee) bringt gleich 2 Genre auf die Leinwand und mischt Nazis und Zombie zu...? Völlig richtig, Nazi-Zombies.

Die Geschichte ist erfrischend einfach gehalten und beschränkt sich dabei auf das wesentliche. Eine Gruppe junger Menschen verbringt die Ferien in den norwegischen Bergen um dort dem Wintersport zu frönen. Während man in einer alten Hütte auf die vermeintlich vorausgewanderte Freundin wartet, taucht eine alter Wanderer auf, der von einer Haarsträubenden Geschichte berichtet: "Einst dien­ten die Berge der maro­die­ren­den, vom gefürch­te­ten Gene­ral Her­zog (Örjan Gamst) ange­führ­ten SS-Truppe „Ein­satz” als Zuflucht. Als das Trei­ben der Nazis der Lokal­be­völ­ke­rung zu bunt wurde, nah­men sie Heu­ga­bel und Fackel in die Hand und ver­trie­ben die Besat­zer in die ver­schnei­ten Berge — einem eisi­gen Tod ent­ge­gen. Seit­dem ist das Gebirge ver­flucht, so die Mahnung1 Natür­lich glau­ben ihm die jun­gen Urlau­ber kein Wort bis ihnen nach eini­gen abson­der­li­chen Vor­komm­nis­sen bewusst wird, das der alte Mann die Wahr­heit sprach. Es ent­brennt ein erbit­ter­ter Kampf um Leben und Tod. Den gan­zen Arti­kel lesen… »

  1. Aus der Film­kri­tik von Jan Hamm zu Dead Snow auf Filmstarts.de []

15 Oktober

Synthiepop & New Romantic

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summer of the 80sBald hätte ich ver­ges­sen den Sum­mer of the 80s fort­zu­set­zen was ange­sichts des aktu­el­len Herbs­tes wohl mehr als sträf­lich anzu­se­hen ist. In der 2. Folge der Doku­men­ta­ti­ons­reihe geht es um zwei recht gegen­sätz­li­che The­men. Syn­t­hie­pop und New Romantic.

Wäh­rend Syn­t­hie­pop zum Mas­sen­kom­pa­ti­blen Medium auf­steigt, begin­nen sich tech­ni­sche Inno­va­tio­nen auch im Out­fit ihrer Anhän­ger zu spie­geln. Die Poli­ti­sie­rung der spä­ten 70er schlägt in eine voll­kom­mene Ästhe­ti­sie­rung um, an des­sen Spitze sich gestal­ten wie Steve Strange oder auch Boy George drän­gen. Ein Hauch von Kar­ne­val zieht durch die Club-Szene, vor allem im berühm­ten Lon­do­ner Blitz!-Club trifft sich die modisch extreme Advant­garde. Frei nach dem Motto: „Jetzt schmin­ken sich auch die Jungs” wird das gesamte modi­sche Geschlech­ter­kon­zept unse­rer Gesell­schaft auf den Kopf gestellt. Annie Lennox von den Euryth­mics prä­sen­tiert sich im Hosen­an­zug, wäh­rend Boy George nicht von einer Frau zu unter­schei­den ist.

Die Musik die­ser Zeit ist mini­ma­lis­tisch und beschränkt sie auf Klänge aus Syn­the­si­zern und Drum­com­pu­tern, die mit immer neuen Melo­dien den Markt erobern. Ame­rika ist out, Europa ist in. Nicht Ame­rika über­flu­tet den hie­si­gen Markt mit neuen Pro­duk­tio­nen son­dern umge­kehrt. Duran Duran erobert den Kon­ti­nent, Depe­che Mode fül­len das Rose­bowl Sta­dium — lange nach­dem die Beat­les und die Rol­ling Sto­nes für eine zweite bri­ti­sche Inva­sion sorgte.

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13 September

Depeche Mode - 101

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Depeche Mode - 101Mit ihrem Album Music for the Mas­ses lös­ten sich Depe­che Mode von den dunk­len und düs­te­ren Klän­gen des Vorgänger-Albums Black Cele­bra­tion. Die Songs auf dem neuen Album klan­gen pop­pi­ger und viel­fäl­ti­ger, durch das digi­ta­li­sie­ren von Instru­men­ten wie Gitarre, Akkor­deon, Flöte oder auch Kla­vier ver­schaffte sich die Band mehr musi­ka­li­schen Spiel­raum.  Eine Tour mit 101 Kon­zer­ten soll auch in den USA für Erfolg sor­gen. Das ehr­gei­zige Pro­jekt reizte auch Fil­me­ma­cher D.A. Pen­ne­baker, der sich mit Doku­men­ta­tio­nen über Bob Dylan, David Bowie und Jimi Hen­drix schon einen Namen machte und einen Kon­zert­film über die Tour dre­hen will.

Mit der 101 Kon­zerte umfas­sen­den Tour­nee, mar­kierte Depe­che Mode einen Kar­rier­ehö­he­punkt und bewies ein­drucks­voll, das sie auch die Fans in den Staa­ten für ihre Musik begeis­tern konnte. Mit dem Album und der Tour schaffte Depe­che Mode den kom­mer­zi­el­len Durch­bruch in den USA und wan­delte sich von der Hal­len fül­len­den Synthie-Band  zum wasch­ech­ten Stadion-Act. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 August

Postpunk & Neue Deutsche Welle

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summer of the 80sDie Geschmä­cker ändern sich und mitt­ler­weile ist arte zu einem mei­ner Lieb­lings­sen­der mutiert. Schuld daran ist nicht zuletzt die momen­tan lau­fen­den Reihe der Wel­come to the 80s Doku­men­ta­tio­nen im Rah­men des arte Sum­mer oft the 80s, die auf gekonnte und sehr objek­tive Art über die Musik­rich­tun­gen und Trends nach der Revo­lu­tion des Punks berichten.

Zunächst war ich selbst­ver­ständ­lich skep­tisch, denn zu viele Doku­men­ta­tio­nen beschäf­ti­gen sich nur mit der kom­mer­zi­ell erfolg­rei­chen Seite der NDW und las­sen die­sen Begriff als Syn­onym für eine schlechte und mas­sen­ori­en­tierte Musik­rich­tung mutie­ren. Glück­li­cher­weise zeigt sich schnell, das ich mich irren sollte, denn die Doku­men­ta­tion zeigt auf sehr ange­nehme Weise eine Sicht­weise auf die musi­ka­li­sche Ent­wick­lung der frü­hen 80er. Natür­lich ver­mag der Film nicht die gesamte Band­breite der dama­li­gen Ent­wick­lun­gen zu erfas­sen, aber der Ver­such, den man bei arte unter­nimmt gefällt mir sehr gut. Den gan­zen Arti­kel lesen… »