11 Juni

Der Staat kapituliert vor seinen eigenen Werkzeugen

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Screen­shot Bundesjustizministerium

Im Stra­ßen­ver­kehr hat man es leicht. Wenn man sich peni­bel an alle auf­ge­stell­ten Regeln und Ver­bote hält, auf­merk­sam die Schil­der liest und immer ein wach­sa­mes Auge auf sein Umfeld hat, bleibt man vor unlieb­sa­men Über­ra­schun­gen wei­test­ge­hend ver­schont. Wäre das im Inter­net nur auch so. Gerne würde ich mich an alle Regeln hal­ten und mich so vor Damo­kles Schwert schüt­zen, das scheint mir aber unmög­lich — viel schlim­mer noch, es wird mir unmög­lich gemacht. Das Wort Abmah­nung ist wohl jedem ein Begriff gewor­den, denn monat­lich ver­tei­len Post­bo­ten tau­sende von Abmah­nun­gen in Brief­käs­ten sorg­lo­ser Tausch­bör­sen­be­nut­zer, Inter­net­sei­ten­be­trei­ber, Ebayer und Blog­ger weil ein Maschi­ne­rie von Anwäl­ten nur dar­auf war­tet tätig wer­den zu kön­nen um die Rechte ihrer Man­da­ten kos­ten­pflich­tig zu vertreten.

Immer wie­der sor­gen kuriose oder pro­mi­nente Abmah­nun­gen für Auf­se­hen unter den Netz­ak­ti­ven. Es ver­geht kein Monat in dem nicht ein beson­ders absur­der Fall von Rechts­ver­let­zung in Form von zahl­rei­chen Arti­kel die Runde macht. Ein Arti­kel in der aktu­el­len c’t bringt die Sache auf den Punkt: »Von wegen rechts­freier Raum — das Inter­net ent­wi­ckelt sich zum undurch­dring­li­chen juris­ti­schen Dschun­gel. Selbst wer den sau­be­ren Rechts­pfad nicht ver­lässt, kann in die Falle tap­pen. Eine ganze Reihe unschar­fer Rege­lun­gen sorgt dafür, dass dem Netz­nut­zer hor­rende Kos­ten dro­hen, wenn nicht gar Schlim­me­res.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 Juni

Vom Bock zum Gärtner zum Präsidenten

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Horst Köh­ler ist als Bun­des­prä­si­dent zurück­ge­tre­ten, das kam für die meis­ten sehr über­ra­schend.  Das ZDF Heute-Journal berich­tete ges­tern »Köh­ler von Blog­gern zu Fall gebracht?« und brachte die Gedan­ken der deut­schen Blo­go­sphäre auf einen Nen­ner: »Als Horst Köh­ler auf dem Heim­flug von Afgha­nis­tan ein Inter­view über mög­li­che Gründe für Bun­des­wehr­ein­sätze gab, erwar­tete nie­mand, wel­che Fol­gen das haben würde. Bis sich ein Blog­ger empörte.«

In einem pani­schen Anflug von Reprä­sen­ta­ti­ons­lo­sig­keit wurde eilig die absur­des­ten Namen für eine mög­li­che Nach­folge in den Raum gewor­fen. Auch Ursula von der Leyen, die als gelernte Ärztin schon Gesetze zur Zen­sur auf den Weg brachte, wurde als mög­li­che Kan­di­da­tin gehan­delt. Wie­der empörte sich Blog­ger, doch dies­mal waren sie nicht allein — denn auch bei poli­ti­schen Kol­le­gen schien die­ser Vor­schlag auf wenig Gegen­liebe zu sto­ßen. Wäh­rend ich mich noch in mei­ner eige­nen Pole­mik ver­fing und die Schlag­zeile Vom Bock zum Gärt­ner zum Prä­si­den­ten kre­ierte, machte sich Jens Ber­ger von Tele­po­lis daran, ein Arti­kel zu mei­nen Gedan­ken zu ver­fas­sen, wirk­lich nett von ihm. So komme ich wenigs­tens nicht in geschlecht­li­che Erklä­rungs­not, denn eigent­lich wäre sie ja Prä­si­den­tin und auch eine Zibbe, das weib­lich Gegen­stück zum Zie­gen­bock. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 Juni

Archiv der Jugendkulturen: Szene trifft Forschung

Szene trifft ForschungJugend­kul­tu­ren sind der Spie­gel der Gesell­schaft und der zeigt bekannt­lich immer wie­der ein ande­res Bild. Sie sind immer schon Quelle inno­va­ti­ver Denk­an­sätze gewe­sen und zei­gen Welt­an­schau­un­gen, denen man selbst als Erwach­se­ner treu bleibt. Ein ande­rer Weg sich zu klei­den und Musik abseits des Main­stream sind typi­sche Identifikationsmerkmale.

Viele Stu­den­ten inten­si­vie­ren ihre Szene Zuge­hö­rig­keit wäh­rend des Stu­di­ums und machen diese auch — je nach Stu­di­en­rich­tung — zum Thema ihrer Arbei­ten in dem sie wis­sen­schaft­li­che Abhand­lun­gen schrei­ben, Dis­ser­ta­tio­nen ver­fas­sen oder auch Diplom– oder Magis­ter­ar­bei­ten dar­über ver­fas­sen. Doch was nüt­zen alle diese Gedan­ken wenn die keine Platt­form fin­den auf denen sie ver­brei­tet wer­den? Die meis­ten Arbei­ten wer­den von Pro­fes­so­ren und Gut­ach­tern gele­sen und ver­stau­ben danach in den Kam­mern der Universitäten.

Ges­tern kam eine Mail des Archivs der Jugend­kul­tu­ren, die sich genau mit die­sem Pro­blem beschäf­tigt und die ich ein­fach auf­grei­fen möchte, weil ich die Idee dahin­ter ein­fach gut finde und neu­gie­rig bin, wie andere unter wis­sen­schaft­li­chen Vor­zei­chen über die Szene denken.

Aus­zug aus der Pres­se­mit­tei­lung des Archivs der Jugend­kul­tu­ren:

Das Ber­li­ner Archiv der Jugend­kul­tu­ren ver­öf­fent­licht wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten von Stu­die­ren­den, wenn sie Jugend­sze­nen erfor­schen - und zahlt den jun­gen For­sche­rIn­nen sogar 2.000 Euro Hono­rar. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Mai

Über die Beeinflussung durch Medien: Schwarz wie Milch

ScreenshotDen Blick in die Welt kann eine Zei­tung ver­sper­ren. Sagte man zu Zei­ten der Stu­den­ten­re­volte und meinte das Rich­tige. Denn tat­säch­lich ist es doch so, das unser Welt­bild durch die Medien mani­pu­liert wird unsere Kauf­ab­sich­ten durch Wer­bung beein­flusst und unsere Vor­ur­teile auch nicht von unge­fähr kom­men. Nichts ist daran schlimm, sich pas­siv im Strom zu bewe­gen und sich bequem im Fluss der Mei­nun­gen zu bedie­nen, das machen ja schließ­lich alle ande­ren auch. Irgend­wann hatte ich keine Lust mehr dar­auf so zu sein und das zu den­ken was die ande­ren auch so den­ken und was sie dar­stel­len. Ich klei­dete mich schwarz und stieß dem Umfeld vor den Kopf. Viel­leicht habe ich gehofft das einer fragt warum ich das tue. Ich begann mich für Dinge zu inter­es­sie­ren und Fra­gen zu stel­len die kei­ner beant­wor­ten konnte.  Seine eigene Mei­nung bil­den und Sachen auf den Grund gehen, das finde ich jetzt viel bes­ser. Etwas mit Hin­ter­grund zu fül­len anstatt es mit Farbe aus dem Bau­markt der Mei­nun­gen auszumalen.

Nur Werbung, geistlose Unterhaltung und politischer Schwachsinn überfluten die Bildschirme. Einer lügt mehr als der Andere. Und wenn die Welt nur noch aus Lügen besteht, dann wird die Wahrheit das Einzige sein, was niemand mehr glaubt. Und werde ich meine Augen schließen und wegsehen... Nein... ich habe meine eigene Meinung! Ich traue nicht den schönen Bildern und den Worten, die mir verbieten selbst zu denken. Ich werde suchen und ich werde die Wahrheit finden. Auch wenn es mir nicht bewusst war, dass ich manipuliert wurde... Oder hast du es gemerkt? Ich hoffe du bist nicht meiner Meinung? Den ganzen Artikel lesen... »


21 Mai

Schwarz in Leipzig

Ihr könnt es nicht mehr hören? Gut, ich gebe nach und ver­schwinde end­lich nach Leip­zig, die für das Pfingst­wo­chen­ende die Haupt­stadt der schwar­zen Gemeinde sein dürfte. Habt ihr schon gewusst, das man das Leip­zi­ger Aller­lei eine Erfin­dung war um die damals rei­che Stadt nach den napo­leo­ni­schen Krie­gen (1803−1815) vor Bett­lern und Steu­er­ein­trei­bern zu schüt­zen? »Ver­ste­cken wir den Speck und brin­gen nur noch Gemüse auf den Tisch, sonn­tags viel­leicht ein Stück­chen Mett­wurst oder ein Krebs­lein aus der Pleiße dazu. Und wer kommt und etwas will, der bekommt statt Fleisch ein Schäl­chen Gemü­se­brühe und all die Bett­ler und Steu­er­ein­trei­ber wer­den sich nach Halle oder Dres­den ori­en­tie­ren.« Jetzt wisst Ihr es, ob ihr wollt oder nicht. Ich nen­nen das Bil­dung zwi­schen den Zei­len, hat mich Jahre der Ent­wick­lung gekostet.

Ich bin mir natür­lich sicher das zahl­rei­che mei­ner Leser ent­täuscht sein dürf­ten jetzt ein paar Tage nichts von mir zu hören und weil ich eben so gerne von mir auf andere schließe, habe ich 2 unfrei­wil­lig daheim geblie­bene enga­giert mich in mei­ner Abwe­sen­heit zu ver­tre­ten. Eine Gast­fa­mi­lie in mei­nem Blog sozu­sa­gen. Außer­dem habe ich für jeden Tag ein ein­drucks­vol­les Bild mei­ner Serie Ohne Worte vor­be­rei­tet, ich bin gespannt ob euch meine Aus­wahl zusa­gen wird. Das ist das erste mal für mich das ich den Blog auto­nom blog­gen las­sen und wehe er baut Mist.

Beim wem es sich um die Gast­blog­ger han­delt, lasse ich der Span­nung wegen offen, ich bin mir aber sicher das die­ser kleine Aus­flug für alle Betei­lig­ten span­nend und auf­schluss­reich wer­den wird. Jean Pütz, der mit dem lus­ti­gen Bart, hat immer gesagt: »Ich hab” da mal was vor­be­rei­tet.« Und damit die­ser Bei­trag nicht völ­lig zu Mul­ti­me­dia­ka­ta­stro­phe endet habe ich den Trai­ler eines kom­men­den Films beige­steu­ert, der Stil­echt auch noch »Black Death« heißt.


11 Mai

Der eigene Körper als Uniform

Es ist noch keine Dekade her, da wurde die Uni­form wie­der zum Trend. Als Ver­kör­pe­rung des mili­tä­ri­schen Ursprungs und als Pola­ri­sie­rung zu des­sen Bedeu­tung war die Uni­form schon in den Ursprün­gen der Gothic-Bewegung Mit­tel zum Zweck der Pro­vo­ka­tion. In der Fetisch Szene als sexu­elle Sti­mu­la­tion ent­deckt, mün­de­ten Über­schnei­dun­gen mit der Gothic-Szene in einer neuen Uni­for­mi­tät ohne jedoch den sexu­el­len Hin­ter­grund voll­ends zu über­neh­men. »Ein star­ker sexu­el­ler Reiz geht mit Sicher­heit auch schlicht davon aus, daß wenn auch unter­schwel­lig, eine Uni­form immer auch etwas dar­stellt, das im eige­nen Kon­text Macht und Gewalt beinhal­tet. Zum ande­ren ist es sehr reiz­voll, sich selbst mit­un­ter sehr vor­teil­haft in einer Uni­form zu prä­sen­tie­ren, somit wird die eigene ero­ti­sche Aus­strah­lung zum inspi­ra­ti­ven Reiz.« Mitt­ler­weile gehört die Uni­form zum guten Ton der Szene und ist belieb­tes Mit­tel zu Pro­vo­ka­tion und keh­ren den Sinn in das Gegen­teil. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 Mai

Die Qual der Wahl

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Schon wie­der wäh­len gehen? Ein schö­ner Sams­tag, so schön dass ich den Wunsch einen klei­nen Ein­kaufs­bum­mel zu ver­su­chen in die Tat umge­setzt habe. Natür­lich war ich mir der Tat­sa­che bewusst, das es wohl voll wer­den würde. Schließ­lich steht die Land­tags­wahl vor der Tür und außer­dem spielt der hei­mi­sche Fuß­ball­ver­ein auf eige­nem Rasen. Auf hal­bem Weg dann ver­wun­derte mich ein mas­si­ves Poli­zei­auf­ge­bot um den Stand einer Par­tei herum, das sich aus der Ent­fer­nung durch laut­star­kes Pfei­fen und Grö­len einer anwe­sen­den Men­schen­schar bemerk­bar machte.

Ein ver­rück­tes Bild. Da musste der mit rund 10 Per­so­nen besetzte Stand von viel­leicht 80 Poli­zis­ten vor rund 120 auf­ge­brach­ten Men­schen »beschützt« wer­den. Über­all film­ten Kame­ras das Gesche­hen. Die Par­tei Pro-NRW filmt mit 3 Kame­ras die gegen sie auf­ge­brach­ten Men­schen, die eben­falls mit 4 Kame­ras zurück­film­ten. Mit­ten­drin dann die Poli­zei, die eben­falls mit 2 Kame­ras filmte. Der Über­wa­chungs­staat färbt auf seine Bür­ger ab, irgend­wie Para­dox. Immer­hin konnte man von den wahr­schein­lich lächer­li­chen Paro­len der Par­tei Pro-NRW nichts hören. Das ist auch bes­ser so, sonst hätte sich wohl­mög­lich jemand dazu ver­lei­ten las­sen kön­nen sich durch Men­schen und Poli­zei­ab­sper­rung zu drän­gen um eines der Flug­blät­ter zu ergat­tern. Ruhige Minu­ten zwi­schen den Rufen auf­ge­brach­ter Bür­ger nutzte ich scham­los aus um mich selbst mit Pfif­fen an der Grup­pen­dy­na­mik zu beteiligen.

Und dazwi­schen immer wie­der Pas­san­ten, die von dem gan­zen Gesche­hen nichts wis­sen woll­ten und der Sache lie­ber mit gesenk­tem Blick aus dem Weg gin­gen. Ein jun­ges Paar kreuzte mein Sicht­feld, bei denen ich im vor­bei­ge­hen »Müs­sen wir schon wie­der wäh­len gehen?« auf­schnap­pen konnte.  Ja, ihr müsst. Sonst bringt die ganze Demo­kra­tie nichts. Wen ihr wählt, müsst ihr ent­schei­den. Ihr seid unpo­li­tisch und habt kei­nen Bock zu wäh­len? Gut, dann meckert aber spä­ter nicht rum was euch alles nicht gefällt an die­sem (Bundes-)Land. Nutzt die Zeit die ihr bis mor­gen noch habt und beschäf­tigt euch mit der Land­tags­wahl in NRW mit den Kan­di­da­ten und den Pro­gram­men, jeder hat doch etwas, was ihn beson­ders stört oder inter­es­siert. Unpo­li­tisch heißt nicht, den Kopf in den Sand zu ste­cken und abzu­war­ten was passiert.

(Bild­quelle: André Wal­ter via flickr.com)

27 April

Leichtfertiger Umgang mit Symbolen rechter Ideologien

Es ist auf Fes­ti­vals und Groß­ver­an­stal­tun­gen der schwar­zen Szene wie bei­spiels­weise dem bevor­ste­hen­den WGT 2010  in Leip­zig immer wie­der eine Ent­de­ckungs­reise. Zwi­schen geschnitz­ten Figu­ren, Stö­cken und Wand­schmuck für den ambi­tio­nier­ten Gothic-Haushalt fin­den sich ver­mut­lich auch unzäh­li­gen Schmuck­stände mit in Sil­ber gegos­se­nen Pen­ta­gram­men, kel­ti­schen Kreu­zen und Dra­chen eben auch Tris­ke­len, Runen und Schwarze Sonnen.

Ich möchte kei­nen, der meint sich der­ar­ti­gen Schmuck um den Hals hän­gen zu müs­sen in eine poli­ti­sche Schub­la­den drän­gen. Die indi­vi­du­elle Aus­drucks­form der eige­nen Per­sön­lich­keit ist viel­fäl­tig und auch mir beson­ders wich­tig. Ein ver­meint­lich Kon­tro­ver­ses Sym­bol auf Tasche oder Jacke oder als Schmuck an Fin­gern oder am Hals reicht nicht für eine Ein­ord­nung der poli­ti­schen Gesin­nung aus. Doch die Nai­vi­tät und Belie­big­keit, mit der einige Leute immer wie­der sol­che Sym­bole ein­set­zen ist erschre­ckend und lässt mich zuwei­len am Ver­stand besag­ter Sze­ne­gän­ger zweifeln.

Die Schwarze Sonne ist ein popu­lä­res Bei­spiel für den leicht­fer­ti­gen Umgang mit Sym­bo­len. Erin­nern wir uns an die Ver­wen­dung der Sonne auf der »Obsor­ge­karte« für das WGT 2009, die beim Grab­stein­schub­ser anschau­lich doku­men­tiert ist. Was ist an der schwar­zen Sonne ver­kehrt?  »Die Schwarze Sonne ist ein Sym­bol aus zwölf in Ring­form gefass­ten gespie­gel­ten Sieg-Runen. Vor­lage für das Sym­bol ist ein ähnli­ches Boden­or­na­ment in Gestalt eines Son­nen­ra­des, das in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus von der SS im Nord­turm der Wewels­burg ein­ge­las­sen wurde« Zur Zeit des drit­ten Rei­ches wurde die­ses Sym­bol nie für offi­zi­elle Pro­pa­ganda ver­wen­det, was den rela­tiv schwa­chen Bekannt­heits­grad zu erklä­ren ver­mag, aber trotz­dem kei­nen Zwei­fel an des­sen Her­kunft offen lässt. Die Nazis selbst erschu­fen das Sym­bol als Zei­chen für ihren Orden der »art­ge­mä­ßen Reli­gion« treuer SS-Anhänger und diente den Mör­dern als Zen­trum für ihre bizar­ren Hul­di­gun­gen der eige­nen Rasse. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 April

Legale Mörder? - Wikileaks zeigt Video eines Kampfeinsatzes im Irak 2007

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US-Kampfeinsatz im Irak 2007Auf der Seite Col­la­te­ral Mur­der hat Wiki­leaks ein Video ver­öf­fent­licht, das zeigt, wie ein US-Kampfhubschrauber vom Typ Apa­che in eine Gruppe Men­schen feu­ert, die von den Sol­da­ten völ­lig falsch als »bewaff­net« ein­ge­stuft wer­den. Kei­ner trägt eine Waffe, ein Jour­na­list der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters trägt sei­nen Foto­ap­pa­rat über der Schul­ter.  »Have five to six indi­vi­du­als with AK47s. Request per­mis­sion to engage.« Das Schnell­feu­er­ge­wehr häm­mert in die Gruppe. Einige wer­den direkt getrof­fen und fal­len zu Boden, wäh­rend der getrof­fene Jour­na­list Saeed Chmagh ver­sucht zu flie­hen. Die Kamera des Hub­schrau­bers zeigt scho­nungs­los wie akri­bisch die Sol­da­ten den flie­hen­den Mann ver­fol­gen und auf eine Gele­gen­heit war­ten auch ihn zu töten: »Cra­zy­horse: »Come on, buddy. All you gotta do is pick up a wea­pon.«

Kurze Zeit spä­ter hält ein Mini­van neben den Ver­letz­ten und Toten der Gruppe an und ver­sucht die Ver­letz­ten zu ber­gen. Ein Mann öffnet die Schie­be­tür und trägt einen der Ver­wun­de­ten in das Fahr­zeug, auf dem Bei­fah­rer­sitz sind zwei Kin­der zu sehen. Wie­der ist das Häm­mern des Maschi­nen­ge­wehrs zu hören, die Zeit zwi­schen den Schüs­sen und ihrem Ein­schla­gen macht deut­lich, wie weit der Hub­schrau­ber ent­fernt sein muss. Der Mini­van wird durch­lö­chert, ver­sucht zu flie­hen um dann von einer zwei­ten Salve end­gül­tig zu Stre­cke gebracht zu wer­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 April

Osterdienstag - Das Ende vom Osterhasen

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Der Hund frisst den HasenHeute ist Oster­diens­tag, Ostern nähert sich end­lich dem Ende. Oster­diens­tag? Ursprüng­lich nannte man es Tri­duum Sacrum, die Hei­lige 3-Tage-Zeit, die sich ledig­lich auf den Kar­frei­tag, den Kar­sams­tag und Oster­sonn­tag erstreckte. Kar­frei­tag soll Jesus ja gestor­ben sein und am Oster­sonn­tag fei­ert man seine Auf­er­ste­hung. Im Mit­tel­al­ter sorg­ten die Arbeits­fau­len für eine Ver­dopp­lung der Fei­er­tage, die man hier­zu­lande Kar­tage nannte. Nach Grün­don­ners­tag, Kar­frei­tag und Kar­sams­tag hatte man dann plötz­lich einen Oster­sonn­tag, Oster­mon­tag und Oster­diens­tag. Fau­les Gesindel.

Im 19. Jahr­hun­dert ver­schwand der Oster­diens­tag, da er mit zuneh­men­der Ver­staat­li­chung und Indus­tria­li­sie­rung nicht mehr trag­bar erschien (Säku­la­ri­sa­tion) und letzt­end­lich blieb es bei der heu­ti­gen Form. Doch dann kam irgend­wann der Oster­hase, der am Oster­sonn­tag die Eier ver­steckt und die Fei­er­tag im Laufe der Zeit immer wei­ter ins lächer­li­che zog. Wer eigent­lich auf die Idee kam dem Hasen die Rolle des Eier-Versteckers zu Teil wer­den zu las­sen, ist unge­klärt. Wer möchte, infor­miert sich auf Wiki­pe­dia nach mög­li­chen Ursprüngen.

Ich denke, man suchte nach einer Mög­lich­keit für die Kin­der am die­sem Fest teil­ha­ben zu las­sen, das schließ­lich auch das Ende der Fas­ten­zeit sym­bo­li­sierte. Weil Tod und Auf­er­ste­hung Jesu ist ja für Kin­der keine wirk­lich span­nende Geschichte. So wurde aus dem vom Tod gepräg­ten Fest ein vom Oster­ha­sen gepräg­tes Fest. Ein Kon­sum­fest, denn alle schnei­den sich vom Kuchen eine Scheibe ab und pro­fi­tie­ren von den arbeits­freien Tagen. Panik­ein­käufe zu den Fei­er­ta­gen und die Oster­fe­rien besche­ren allen mög­li­chen Bran­chen zusätz­li­che Ein­nah­men, es wird sug­ge­riert das alles, wo Ostern drauf­klebt, Tra­di­tion dar­stellt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »