Im Straßenverkehr hat man es leicht. Wenn man sich penibel an alle aufgestellten Regeln und Verbote hält, aufmerksam die Schilder liest und immer ein wachsames Auge auf sein Umfeld hat, bleibt man vor unliebsamen Überraschungen weitestgehend verschont. Wäre das im Internet nur auch so. Gerne würde ich mich an alle Regeln halten und mich so vor Damokles Schwert schützen, das scheint mir aber unmöglich — viel schlimmer noch, es wird mir unmöglich gemacht. Das Wort Abmahnung ist wohl jedem ein Begriff geworden, denn monatlich verteilen Postboten tausende von Abmahnungen in Briefkästen sorgloser Tauschbörsenbenutzer, Internetseitenbetreiber, Ebayer und Blogger weil ein Maschinerie von Anwälten nur darauf wartet tätig werden zu können um die Rechte ihrer Mandaten kostenpflichtig zu vertreten.
Immer wieder sorgen kuriose oder prominente Abmahnungen für Aufsehen unter den Netzaktiven. Es vergeht kein Monat in dem nicht ein besonders absurder Fall von Rechtsverletzung in Form von zahlreichen Artikel die Runde macht. Ein Artikel in der aktuellen c’t bringt die Sache auf den Punkt: »Von wegen rechtsfreier Raum — das Internet entwickelt sich zum undurchdringlichen juristischen Dschungel. Selbst wer den sauberen Rechtspfad nicht verlässt, kann in die Falle tappen. Eine ganze Reihe unscharfer Regelungen sorgt dafür, dass dem Netznutzer horrende Kosten drohen, wenn nicht gar Schlimmeres.« Den ganzen Artikel lesen… »










