30 März

Ohne Worte: Die spinnen, die Gothics!

Kategorie: Ansichtssache8 Kommentare

Asterix und die Goths

Die spin­nen, die Gothics: « –Hör da mal rein. Lacri­mosa, das ist Gothic-. Ich hab rein­ge­hört, und wusste ab dem Zeit­punkt dass ich Gothic scheiße finde.« (Bild: Mikl Oli­vierCC by-nc-nd, Text: Otranto-Archive)


14 März

Spontis Wochenschau #7/11

Kategorie: Ansichtssache6 Kommentare

Spontis WochenschauWäh­rend Japan im Zorn der Natur zu ersti­cken droht, sitze ich hier vor mei­nem Rech­ner und über­lege, wie ich die Gedan­ken dazu in Worte fas­sen könnte. Ein pole­mi­sches Pam­phlet auf die Kern­kraft? Es wird sich mani­fes­tie­ren, ver­spro­chen. Und immer dann, wenn eine Stimme so laut erscheint, das sie alles zu über­tö­nen ver­mag, scheint der Rest der Welt leise ver­har­rend auf den Teil ihrer Auf­merk­sam­keit zu warten.

Und damit ihr nicht war­ten müsst, habe ich bereits um sieb­ten Male ein Paket geschnürt aus dem was objek­tiv oder sub­jek­tiv in der Favo­ri­ten­lis­ten des Google-Readers gelan­det ist, wie immer kom­men­tiert und begut­ach­tet.  Wem es noch nicht auf­ge­fal­len sein sollte, die Wochen­schau hat auch ein neues Arti­kel­bild. Für die, die wis­sen was da im Hin­ter­grund zu sehen ist, gibt es ein vir­tu­el­les Fleiß­kärt­chen.
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8 März

Männlich dominierte Szene sucht: Östrogen - bitte melde dich.

WeltfrauengothictagDie Gothic-Szene ist ein­deu­tig männ­lich domi­niert. Jeden­falls auf der Bühne. Das klingt logisch, denn die Szene selbst zählt nach ein­schlä­gi­ger Fach­li­te­ra­tur und eige­ner Erfah­rung  mehr Frauen als Män­ner. Die Kon­se­quen­zen: Auf der Bühne domi­niert das männ­li­che Geschlecht als Über­brin­ger des Gothic-Gedankens. Wer­fen wir ein Blick in die aktu­el­len Deut­schen Alter­na­tive Charts, scheint sich das Bild zu bestä­ti­gen. Deine Lakaien, Schand­maul, Blu­ten­gel, Hocico oder auch der auf­er­stan­dene Robert Smith, der bei den Crys­tal Cast­les behaup­tet, er sei nicht ver­liebt. Alles Bands, bei denen ein Mann als schwarze Gali­ons­fi­gur die über­wie­gend weib­li­che Szene begeistert.

Heute ist Welt­frau­en­tag und tat­säch­lich gönne ich den Frauen eine Szene, in der sie domi­nie­ren. Ja, ich gehe sogar noch einen Schritt wei­ter, ich möchte noch mehr Frauen! Vor allem auf der Bühne, denn da sieht es ziem­lich männ­lich aus. Adrian Hates, Ville Valo, Johan Edlund, Chris Pohl oder Sven Fried­rich — es regiert dunk­les, düs­te­res, andro­gy­nes und blas­ses Tes­to­ste­ron, Frauen wer­den meist in die zweite Reihe ver­bannt oder sind dazu ver­dammt, las­ziv zu prä­sen­tie­ren wie eine weib­lich domi­nierte Szene aus­zu­se­hen hat. Östro­gene, die weib­li­chen Sexu­al­hor­mone, sind am Mikro­fon unter­re­prä­sen­tiert. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 März

Mit Worten: Treffpunkt Domplatte Reloaded

Kategorie: Ansichtssache46 Kommentare

Treff­punkt Dom­platte? Genau, über zu einem Bild der Köl­ner Dom­platte aus dem Jahre 1993 gab es eine aus­ge­dehnt fan­tas­ti­sche Dis­kus­sion zum Thema »Vir­tu­elle Dom­plat­ten«. Welch ein Zufall, dass Pixella in der letz­ten Woche ein Video von eben die­sem (?) Tref­fen auf YouTube ent­deckte, das ich euch nicht vor­ent­hal­ten kann. Inhalt­lich sicher nicht beson­ders wert­voll, da es haupt­säch­lich aus unkom­men­tierte Impres­sio­nen besteht, zeigt es jedoch die Stim­mung und Fas­zi­na­tion die­ser Tage sehr deut­lich. Man kam ein­fach hin, quatschte, knüpfte Kon­takte und genoss die ver­wirr­ten Bli­cke der übri­gen Dom Besucher.

Ich gar­niere das ganze mit Aus­zü­gen aus euren Kom­men­ta­ren, das habt ihr nun davon. Wenn ich das irgend­was aus dem Zusam­men­hang geris­sen haben sollte, so bitte ich das im Vor­feld nicht zu ent­schul­di­gen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 März

Warum die Helden Helden sind

Kategorie: Ansichtssache15 Kommentare

Wir sind HeldenAls auf­stre­bende Pop-Band hat man es nicht leicht. Der ganze Erfolgs­druck, die Lust auf mehr, das haschen nach Auf­merk­sam­keit und Popu­la­ri­tät. Die Ver­lo­ckun­gen sind groß, ein Auf­tritt in der BILD-Zeitung riecht nach Ruhm und Aner­ken­nung. Es gibt viele, die sich Rück­grat­los der Popu­la­ri­täts­ma­schi­ne­rie beu­gen, die einem Manage­ment fol­gen, das nur daran denkt den größt­mög­lich Nut­zen für sich selbst zu erhal­ten, Pro­fit zu machen, der Aspekt Kunst wird aus­ge­blen­det. Ich bin der Mei­nung, das Unhei­lig hier als leuch­tend schwar­zes Bei­spiel glänzen.

Wie ich bereits geb­loggt habe, ist die Prä­senz des Gra­fen nahezu all­ge­gen­wär­tig. Für viele war das der Grund, der Musik von Unhei­lig den Rücken zu keh­ren, weil man seine Ideale ver­ra­ten sah. Erst jüngst erschien im Zillo ein Unheilig-Special, das sich mit dem Phä­no­men des Gra­fen und unter­schwel­lig mit der Kom­mer­zia­li­sie­rung aus­ein­an­der­setzte. Auch andere Künst­ler wurde dazu befragt, doch wer klare Worte zum Thema Kom­merz lesen wollte sollte ent­täuscht werden.

»Kaum erreicht ein sen­dungs­be­wuss­ter Musi­ker der Szene ein grö­ße­res Publi­kum, wird „Ver­rat” geschrien, als wäre die Idee eines guten Songs Szenee­igen­tum (…) Ich wün­sche dem Gra­fen, dass er sich nicht an den Ver­su­chun­gen der Mas­sen­in­dus­trie ver­gif­tet…«((Aus dem Arti­kel: Unhei­lige Stim­men, Zillo — Das Musik­ma­ga­zin, Februar 2011, S. 28)) (Bruno Kramm) Zu spät, viel zu Spät. Das Gift zeigt bereits erste Aus­wir­kun­gen, die Kon­takt­lin­sen sind darin bereits auf­ge­löst. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Februar

WGT 2011 - Gezielte Provokation eines unpolitischen Treffens?

Offizieller Banner des WGTNach­dem 2009 eine schwarze Sonne auf der Obsorge-Karte für hohe Wel­len der Empö­rung sorgte, stand auch das WGT 2010 unter einer zwei­fel­haf­ten Sym­bo­lik. Am 19. Februar erhielt ich von Kat­rin G. eine Nach­richt, in der sie von der Ver­wen­dung frag­wür­di­ger Zitate auf der aktu­el­len Home­page des Wave-Gotik-Treffen 2011 spricht. Schon wie­der? In der dar­auf fol­gen­den Woche habe ich mich nach einem Schrift­wech­sel mit Kat­rin und dem Gespräch mit eini­gen Ver­trau­ten damit begon­nen, für einen Arti­kel zu recher­chie­ren. Nach reif­li­cher Über­le­gung ent­schied ich mich für eine Ver­öf­fent­li­chung, gerade weil ich bereits durch mei­nen Arti­kel Umstrit­tene Riefenstahl-Ästhetik auf der WGT Karte 2010? bereits Par­tei ergrif­fen habe, wohl­weis­lich, das ich mich auch die­ses mal einer ange­reg­ten Dis­kus­sion stel­len muss.

Steht das WGT unter einem poli­ti­schen Stern? Ist das nur ein Spiel mit der Pro­vo­ka­tion?  Ist die Ver­wen­dung zwei­fel­haf­ter Sym­bole und Zitate immer schon ein Teil der Szene gewe­sen? Sor­gen die Steine die wir in Was­ser schmei­ßen letzt­end­lich sogar dafür das es in Zukunft kein WGT mehr geben wird? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Februar

Tagebuch: Stille ist Luxus

Kategorie: Hexenfluch13 Kommentare

Nieten statt BonbonsDas Hotel­zim­mer ist sti­ckig. Ich öffne das Fens­ter um den Raum mit fri­scher Luft zu flu­ten, ich schaue in den Raun­hei­mer Nacht­him­mel, atme tief durch und beob­achte einige Flug­zeuge im Lan­de­an­flug auf den Frank­fur­ter Flug­ha­fen. Kein schö­ner Ort zum leben. Das Hotel bie­tet alle Annehm­lich­kei­ten, ein gro­ßes Bett, eine über­teu­erte Mini­bar, ein Bade­zim­mer mit Bade­wanne und Dusche. Auf dem Kopf­kis­sen trohnt das obli­ga­to­ri­sche Bon­bon, das sich geschmack­lich zwi­schen ein­ge­schla­fe­nen Füßen und einem Hauch Orange bewegt.

Wer hat sich das eigent­lich aus­ge­dacht?  Bestimmt ein heim­li­cher Schach­zug der nie­der­ge­las­se­nen Zahn­ärzte. Sie ver­lei­ten den erschöpf­ten Besu­cher nach dem abend­li­chen Zäh­ne­put­zen zum Kon­sum eines Bon­bons oder eines Stü­ckes Scho­ko­lade. Der schafft es natür­lich gerade noch die ver­meint­li­che Auf­merk­sam­keit des Hau­ses zu naschen, bevor sich der Schlaf über seine Augen legt. Und nachts, ja nachts hat dann der Zucker genü­gend Zeit sich durch den Zahn­schmelz zu fres­sen und den Zäh­nen zuzu­set­zen, bis der von Schmer­zen gepei­nigte Hotel­gast dann irgend­wann den Zahn­arzt auf­su­chen muss. Raf­fi­niert! Sol­len die doch lie­ber eine von die­sen klei­nen Fla­schen Was­ser auf das Kopf­kis­sen legen, bevor dar­aus ein alter Trop­fen wird, denn ich bin sicher, für 3,50€ benutzt man lie­ber den Was­ser­hahn. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 Februar

6 Youtube-Filme, die beweisen, dass Gothic im Mainstream angekommen ist

Kategorie: Bewusst Schwarz9 Kommentare

Ja, die Mel­dung ist nicht neu. Gothic ist Trend und alles, was irgend­wie schwarz aus­sieht, wird inzwi­schen als Gothic Look bezeich­net — egal, ob Paris Hil­ton drin steckt oder Lady Gaga. Aber die Aus­wüchse des Gothic Trends haben mitt­ler­weile Dimen­sio­nen erreicht, die so absurd sind, dass man nicht weiß, ob man lachen oder wei­nen soll. Hier sechs Youtube-Fundstücke. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


16 Februar

Cyber: Nur noch eine Mode?

Cyber - Nur noch eine Mode?Ihre Welt ist bunt bis schwarz, ihre Musik laut und schnell. Als Ver­schmel­zung einer Gothic-Attitüde und der tech­no­iden Musik­form die man fälsch­li­cher­weise als Indus­trial bezeich­nete, ent­wi­ckelt sich etwas, das zunächst einige Clubs im Ruhr­ge­biet eroberte und schließ­lich auf Fes­ti­vals und auch dem WGT einen fes­ten Platz ergat­terte. Hier sorg­ten sie nicht allein wegen ihres Musik­ge­schmacks und der Art sich zu klei­den für Auf­se­hen und unge­ahn­tes Kon­flikt­po­ten­tial. Han­delt es sich um eine eigen­stän­dige Szene oder ist es nur ein Trend?

Zu mei­nem Arti­kel Sub­kul­tur! Cyber­gothic, in dem ich ver­suchte die Ver­ket­tung der Sze­nen und den Hin­ter­grund der Cyber zu ergrün­den, erhielt ich mitt­ler­weile über 100 Kom­men­tare die sich mit der Frage beschäf­ti­gen, was Cyber den nun eigent­lich ist, woher es kommt und was es dar­stellt. Eine abschlie­ßende und defi­nie­rende Ant­wort steht noch immer aus, doch viel­leicht ist die auch bald nicht mehr notwendig.

Poten­tial für die Ent­wick­lung einer eigen­stän­di­gen Kul­tur sehe ich per­sön­lich nicht, zu ober­fläch­lich agiert der Groß­teil die­ser Szene, zu par­tyo­ri­en­tiert zei­gen sich deren Mit­glie­der. Es scheint so, als gäbe es zu wenig Inter­esse, der eige­nen Szene Hin­ter­gründe zu ver­mit­teln und Sicht­wei­sen zu ver­lei­hen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 Februar

Tagebuch: Frankfurt spielt ein falsches Spiel

Kategorie: Hexenfluch13 Kommentare

Frankurter Allgemeine Zeitung

Frankfurter Park der Wolkenkratzer

Frank­furt, 14.02.2011 — Wäh­rend die Schau­fens­ter das Fest der Lie­ben­den pro­pa­gie­ren, herrscht am Bahn­hof emsi­ges Trei­ben. »Möch­ten Sie nicht Blu­men kau­fen? Heute ist Valen­tins­tag!« Schon wie­der ein Fest um Geld zu schef­feln. The Grab­bing Hands grab all they can. Unge­dul­dig war­ten die Rei­sen­den auf ihre Züge, Info­stände ersti­cken im Stim­men­ge­wirr der Spra­chen, die Mit­ar­bei­ter kämp­fen wacker.

Drau­ßen stre­cken die Wol­ken­krat­zer ihre kno­chig glän­zen­den Fin­ger in den die­si­gen Him­mel der ein­bre­chen­den Nacht. Sie lachen den alten Mann auf der Park­bank aus, der sich zum Schutz vor der Kälte mit Zei­tun­gen und Kar­tons ein­ge­hüllt hat und schläft. Die gelbe Leucht­re­klame der Com­merz­bank wirft ein scha­les Licht auf die Fal­ten in den Gesich­tern der Men­schen die mit eisi­gen Bli­cke über die Stra­ßen hetzen.

Frank­furt spielt ein fal­sches Spiel.

Gegen­sei­ti­ges Des­in­ter­esse und Arro­ganz sind die Meß­lat­ten des Erfolgs. Die trau­rige Ver­käu­fe­rin die Pro­spekte ver­tei­len muss lächelt, als ich freund­lich ablehne und Ihr in die Augen bli­cke. Der junge Mann am Aus­gang einer Pas­sage der die ver­meint­lich erfolg­rei­chen ver­ab­schie­den soll ist ver­wirrt, als ich ihm einen schö­nen Abend wün­sche. Nein, das jemand ant­wor­tet, dar­auf war er nicht vor­be­rei­tet. Warum hilft eigent­lich nie­mand der Frau mit ihrem Maxi-Cosi die sich eine defekte Roll­treppe hin­auf quält?

Geld macht nicht glück­lich, son­dern ein­sam. Die Kluft zwi­schen Men­schen und sozia­len Schich­ten ist nir­gens offen­sicht­li­cher als in Frank­furt. Die Finanz­me­tro­pole hatte viele Gesich­ter. Die meis­ten sind häßlich.