
drizzd — Fotolia.com
Vor einiger Zeit erzählte mir ein Freund eine Begebenheit, die sich auf einem »schwarzen« Festival zugetragen hat. Auf welchem weiß ich nicht mehr und ich habe auch vergessen, wie es zu besagter Situation kam, aber das spielt eigentlich auch keine Rolle.
Mein Freund, seines Zeichens ein Gothic/Gruftie der ersten Stunde, war nur mit einem schlichten, schwarzen T-Shirt, einer schwarzen Jeans und Doc Martens bekleidet — wenig Schmuck, kein Kajal, kein Schnickschnack. Auch das Haupthaar war mangels Masse eher zweckmäßig gestaltet.
Er kam ins Gespräch mit einer Gruppe jüngerer Gothics, die allesamt im durchgestylten Gothic-Outfit erstrahlten und sich bestens mit der Szene auskannten — zumindest mit der, die sie in den einschlägigen Szene-Magazinen in Wort, Bild und Werbeanzeige präsentiert bekommen hatten.
Im Laufe des Gesprächs sah einer der jüngeren Gothics meinen Freund von oben bis unten an und sagte schließlich:
»Du bist doch eh nicht true, so wie du aussiehst!«
Die anderen stimmten zu und die kleine Versammlung löste sich dann auch bald auf. Zurück blieb ein nachdenklicher, schwarz gekleideter Mann mittleren Alters, der schon in den 80ern in den aufkommenden Szene-Clubs auf The Cure getanzt hatte, und der nun etwas verwirrt aus dem unechten, schwarzen Outfit blickte.
Als wissensdurstige Alt-Gruftis schlugen wir im Internet nach, was denn »true« und »untrue« Gothics sind, fanden jedoch keine eindeutigen Antworten. Dafür aber viele eher scherzhaft gemeinte Tests zum Thema (einfach mal nach »True Goth«, »True Gothic« oder »Real Gothic« googeln). Den ganzen Artikel lesen… »