5 Juni

Wir werden beobachtet!

Kategorie: Szene im Blick6 Kommentare

Die Gothic-Szene erfährt Auf­merk­sam­keit aus vie­len Rich­tun­gen. Sei es der Ein­fluss auf Mode­de­sign, Woh­nungs­ein­rich­tun­gen oder Pop­mu­sik, unsere Außen­dar­stel­lung scheint für viele Men­schen nicht mehr pro­vo­zie­rend, son­dern inspi­rie­rend zu sein. Da erscheint es nur logisch, dass auch die Wis­sen­schaft ein Auge auf die Schwarz­ge­wan­de­ten gewor­fen hat.

Doch was neh­men die For­scher von uns wahr? Was geben wir wil­lent­lich und unbe­ab­sich­tig preis? Und wel­che wis­sen­schaft­lich ver­wert­ba­ren »Erkennt­nisse« wer­den ver­öf­fent­licht? Frei nach dem Motto aller mün­di­gen Netz­bür­ger »Watch Your Back!« wer­fen wir hier einen Blick zurück auf die, die uns beob­ach­ten, und gehen auf die Suche nach unse­rem »Blin­den Fleck«. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


4 Juni

Schwarz-Braun sind auch wir?

Kategorie: Szene im Blick9 Kommentare

Viele Sze­nen blei­ben von der Anklage ver­schont, da man ihnen beim bes­ten Wil­len keine Rechts­ori­en­tiert­heit unter­stel­len mag. Manche Sze­nen wur­den der­art von rechts unter­wan­dert, dass diese daran zer­bra­chen. Beste Bei­spiele hier­für wäre die Skinhead-Bewegung.

In die­sem schwarz-bunten Hau­fen bro­delt der Vor­wurf und schwappt von Mal zu Mal stär­ker an die Ober­flä­che. Ob die Auf­schreie objek­tiv begrün­det oder nur einer sub­jek­ti­ven Wahr­neh­mung ver­schul­det sind, wer ver­mag das schon zu sagen? Den­noch sei nicht zu über­se­hen, dass wirk­lich rechte Gesin­nun­gen inner­halb die­ser schwar­zen Schafe exis­tie­ren. Nicht bei der Masse, aber bei Ein­zel­nen inner­halb der Masse. So etwas lässt sich nicht aus­schlie­ßen. Weder hier noch in der Nachbarschaft.

Doch diese gilt es her­aus­zu­fil­tern. Alle diese Kame­ra­den, die das Stroh wie­der­käuen, das man in den Köp­fen der Sym­pa­thi­san­ten von NPD und Kon­sor­ten vor­fin­det. Diese gilt es zu selek­tie­ren, zu kri­ti­sie­ren und rechts lie­gen zu las­sen. Damit der letzte Rest Kunst und Kul­tur inner­halb die­ser Nachtschatten-Szene alleine einen Platz für Pro­vo­ka­tion bie­tet und nicht zum Forum der Pro­pa­ganda verkommt.

Es ist nur bedau­er­lich, dass man dahin­ge­hend bevor­mun­det wird. Denn statt ihrer Ahnungs­lo­sig­keit mit Schwei­gen nach­zu­kom­men, meckern viele Außen­ste­hen­den die Medien voll. Und spre­chen einem damit so ganz neben­bei die eigene geis­tige Leis­tung ab. Näm­lich das Ver­mö­gen, selbst­stän­dig selek­tie­ren, hin­ter­fra­gen und dif­fe­ren­zie­ren zu kön­nen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


31 Mai

Braucht der Goth Muskelshirts?

Kategorie: Szene im Blick17 Kommentare

Bild: Dale­k­wi­dow /flickr.com CC Lizenz

Die Tage zie­hen sich in die Länge, wäh­rend die Nächte wie­der ver­stärkt das Nacht­volk auf die Stra­ßen ziehen. Die Natur erwachte, belebte sich zur Blüte ihrer kurz­wei­li­gen Periode und ein som­mer­li­cher Wind umschmiegt zei­ge­wil­lige Haut.

Ohne Frage, das Land ver­liert sich erneut in der war­men Jah­res­zeit und zeich­net damit ein all­ge­mein­gül­ti­ges Bewusst­sein in die Gesich­ter: »Der Som­mer ist der Tod, es lebe der Sommer«

Son­nen­si­mu­lie­rende Schein­wer­fer star­ren auf Mode­püpp­chen mit Katalog-Lächeln, prei­sen Klei­dung an, bei der man für den Luxus des Weni­ger an Stoffs ein Mehr an Geld hin­le­gen darf. Mädels prah­len mit hohem Bauch­frei oder knech­ten mit tie­fem Aus­schnitt. Zumeist bei­des in Kombination.

Wäh­rend die Kna­ben der Gesell­schaft ihr Umfeld mit dem Anblick nack­ter Waden ter­ro­ri­sie­ren oder ihren gemei­ßel­ten Ober­kör­per durch »Size-S-Shirt« bre­chen las­sen. Wenn die Oberarm-Masse nicht schon völ­lig ärmel­los in der Sonne bra­ten muss.

Körperkult auch in der Schwarzen Szene?

Ein für die Jugend des Lan­des bezeich­nen­der Dar­stel­lungs­ri­tus, der sze­ne­über­grei­fend als All­ge­mein­gut gekenn­zeich­net wer­den kann. Auch wenn jede Grup­pie­rung ihre eige­nen Kli­schees besitzt. Schließ­lich kommt der Begriff der einen schwar­zen Szene ja nicht von unge­fähr. Und auch wenn sich jeder inner­halb der Szene als Indi­vi­duum ver­sucht, so gehört doch jeder der glei­chen Art an. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 Mai

Hey, Gothic! Bist du true oder untrue?

Kategorie: Szene im Blick23 Kommentare

drizzd — Fotolia.com

Vor eini­ger Zeit erzählte mir ein Freund eine Bege­ben­heit, die sich auf einem »schwar­zen« Fes­ti­val zuge­tra­gen hat. Auf wel­chem weiß ich nicht mehr und ich habe auch ver­ges­sen, wie es zu besag­ter Situa­tion kam, aber das spielt eigent­lich auch keine Rolle.

Mein Freund, sei­nes Zei­chens ein Gothic/Gruftie der ers­ten Stunde, war nur mit einem schlich­ten, schwar­zen T-Shirt, einer schwar­zen Jeans und Doc Mar­tens beklei­det — wenig Schmuck, kein Kajal, kein Schnick­schnack. Auch das Haupt­haar war man­gels Masse eher zweck­mä­ßig gestaltet.

Er kam ins Gespräch mit einer Gruppe jün­ge­rer Gothics, die alle­samt im durch­ge­styl­ten Gothic-Outfit erstrahl­ten und sich bes­tens mit der Szene aus­kann­ten — zumin­dest mit der, die sie in den ein­schlä­gi­gen Szene-Magazinen in Wort, Bild und Wer­be­an­zeige prä­sen­tiert bekom­men hatten.

Im Laufe des Gesprächs sah einer der jün­ge­ren Gothics mei­nen Freund von oben bis unten an und sagte schließlich:

»Du bist doch eh nicht true, so wie du aussiehst!«

Die ande­ren stimm­ten zu und die kleine Ver­samm­lung löste sich dann auch bald auf. Zurück blieb ein nach­denk­li­cher, schwarz geklei­de­ter Mann mitt­le­ren Alters, der schon in den 80ern in den auf­kom­men­den Szene-Clubs auf The Cure getanzt hatte, und der nun etwas ver­wirrt aus dem unech­ten, schwar­zen Out­fit blickte.

Als wis­sens­durs­tige Alt-Gruftis schlu­gen wir im Inter­net nach, was denn »true« und »untrue« Gothics sind, fan­den jedoch keine ein­deu­ti­gen Ant­wor­ten. Dafür aber viele eher scherz­haft gemeinte Tests zum Thema (ein­fach mal nach »True Goth«, »True Gothic« oder »Real Gothic« goo­geln). Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 Mai

Shipping up to Boston

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Boston bei NachtEs ist schon ein merk­wür­di­ges Gefühl, wenn man der Zeit aus ihren Fän­gen fliegt. Obwohl hin­ter dem Flug­zeug­fens­ter schon längst Nacht sein sollte, scheint der Tag nicht enden zu wol­len. Erst als wir in Bos­ton lan­den, ver­sinkt die Sonne im Meer.

An der Grenze heißt es war­ten. Übergroße Plas­ma­bild­schirme sug­ge­rie­ren, die USA seien eine heile Welt, in der allen freund­lich sind und für­ein­an­der ein­ste­hen, sie zei­gen weite Land­schaf­ten, intakte Fami­lien, mutige Feu­er­wehr­män­ner, Land­schaft und Fried­lich­keit. Kein Bild von maro­den Geld­in­sti­tu­ten oder den 200 Droh­nen, die Prä­si­dent Obama über Pakis­tan Ein­sätze flie­gen lässt. Uner­müd­lich häm­mert der Spre­cher seine Paro­len von Sicher­heit und Ver­trauen durch die Laut­spre­cher. »Wel­come to America!«

Als ich dran bin, schlägt die Rea­li­tät zu. Wo komme ich her? Wo will ich hin? Was mache ich beruf­lich, sind meine Eltern Ter­ro­ris­ten und war mein Opa ein Nazi? Der Grenz­be­amte mit der eiser­nen Mine nimmt sei­nen Job sehr ernst. Er kon­trol­liert akri­bisch meine Papiere, fragt wie lange ich blei­ben will, wo ich woh­nen werde und ob ich alleine bin. Fin­ger­ab­drü­cke der rech­ten Hand wer­den genom­men, Fin­ger­ab­drü­cke der lin­ken Hand wer­den genom­men. Ein Digi­tal­foto wird auch gemacht. »Don’t smile, Sir.« — »Sorry.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 Mai

Es ist nicht zum aushalten: Freitag der 13.

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Freitag der 13thEs ist wie­der soweit: Heute ist der 13. Mai 2011 und es ist Frei­tag. Die magi­sche Uhr­zeit 13:13 ver­strich ereig­nis­los, ich bin fast ein wenig ent­täuscht. Bei Spon­tis ist es mitt­ler­weile der dritte Frei­tag, der auf einen 13. des Monats fällt und jedes­mal habe ich dar­über berich­tet. Wäh­rend ich 2009 die Fak­ten über diese Unheil­ge­schwän­ger­ten Tag zusam­men­trug, habe ich 2010 nach eben­falls ent­täusch­ter Erwar­tung wenigs­tens ein hüb­sches Video der Gebrü­der Lumiére gefunden.

Die Welt ist so schreck­lich unmys­tisch gewor­den. Nach­dem ich heute viel zu spät auf­ge­stan­den bin und mich auch eigent­lich nur das Klin­geln der Tür auf­ge­weckt hat, ahnte ich schon, dass dies kein guter Tag wer­den konnte. Der Ver­mie­ter wollte den Kel­ler ent­rüm­peln, wovon ich eigent­lich nichts wusste obwohl ich seine E-Mail dazu schon vor ein paar Wochen gele­sen hatte, und ich sah mich genö­tigt, run­ter­zu­ge­hen um dar­auf zu ach­ten das nichts fal­sches unter die Räder kommt. Unten ange­kom­men rauschte mir natür­lich ein Sack Bau­schutt vor die Füße und bedeckte mei­nen gruf­tig schwar­zen Kör­per mit einer dün­nen Schicht Staub, so dass ich aus­sah, als hätte ich gerade eine Füh­rung in der hie­si­gen Bäcke­rei genos­sen. Ich quit­tierte den Dienst an Kel­ler und Ver­mie­ter und habe mich unter die Dusche gestellt um mich von die­sem Unfall zu rei­ni­gen. Das ich dabei zunächst Kör­per­lo­tion mit Sham­poo ver­wech­selt habe, erwähne ich nur bei­läu­fig, denn bereits kurz nach­dem ich den Ort der Rei­ni­gung wie­der ver­las­sen hatte, klin­gelte es erneut an der Tür. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 Mai

IDAHO am 17.5.2011: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Kategorie: Ansichtssache11 Kommentare

Am 17. Mai 1990 strich die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) Homo­se­xua­li­tät aus der Liste der bekann­ten Krank­hei­ten. Seit­dem fei­ern Les­ben und Schwule den Inter­na­tio­nal Day Against Homo­pho­bia (IDAHO), den inter­na­tio­na­len Tag gegen Homo­pho­bie. Wäh­rend sich man­che Men­schen vor Spin­nen ängs­ti­gen (Arach­no­pho­bie), fürch­ten Homo­pho­bie geschä­digte Men­schen die gleich­ge­schlecht­li­chen Ver­hal­tens­weise von Les­ben und Schwu­len. Kurz gesagt: Sie haben Angst vor Homosexuellen.

Die Ableh­nung und Angst dehnt sich im übri­gen auch auf Cross­dres­ser und Trans­gen­der aus, die durch extra­va­gan­ten und geschlech­ter­ver­wi­schen­den Klei­dungs­stil auf­fal­len.  Dabei rea­gie­ren die meis­ten Men­schen nach dem glei­chen Mus­ter. Was nicht in ihr Welt­bild passt, wird abge­lehnt und pau­scha­li­siert in eine Ecke der Mei­nungs­bil­dung gedrängt, die meist von Vor­ur­tei­len geprägt ist. Man­gelnde Bereit­schaft der Aus­ein­an­der­set­zung, feh­len­des Wis­sen um Vor­ur­teile und Kli­schees zu ent­kräf­ten, schürt die Glut der Angst.

Trans­gen­der wird dem­nach immer noch als »F64.9 Stö­rung der Geschlechts­iden­ti­tät, nicht näher bezeich­net« bei der WHO ein­ge­stuft. Dem­nach, haben Män­ner mit einem Hang zum gesell­schaft­lich unüb­li­chen Klei­dungs­stil eine Stö­rung der Geschlechts­iden­ti­tät und sind krank. Wie ein­fach man sich die Welt doch machen kann. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 April

26. April 1986: Ein Geburtstag ohne Feier

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Tschernobyl-Fukushima-Gedenken_Wien2011-04-25_2000_KerzenJede Gene­ra­tion schafft sich ihre Kata­stro­phen, das ist eine Tra­di­tion der Mensch­heit. Am 26. April 1986 explo­diert der Kern­re­ak­tor des Kraft­werks in Tscher­no­byl, nahe der ukrai­ni­schen Stadt Pry­pjat. Tage spä­ter erreicht die radio­ak­tive Wolke auch Deutschland.

Ich bin 11 Jahre alt und ver­stehe nicht, warum die Bau­ern in den Nach­rich­ten ihre Salate unter­pflü­gen und meine Mut­ter lie­ber Kon­ser­ven öffnet als Gemüse zuzu­be­rei­ten. Die all­abend­li­che Tages­schau wird schwei­gend ertra­gen, anschlie­ßend schal­ten wir den Fern­se­her ab.

Was man in den Nach­rich­ten nicht sieht, fin­det nicht statt. Was heute durch die Welt zuckt, ist mor­gen nur ein Ver­merk in einem Archiv.

Alles das, was Fukus­hima für die heu­tige Gene­ra­tion ver­kör­pert,  hatte in mei­ner Jugend längst eine schreck­li­che Gestalt. Ereig­nisse wecken Erin­ne­rung, auch an die Zeit nach den Nach­rich­ten. Heute ist einer der Tage, an dem ich ganz neu erklä­ren kann, warum ich schwarz trage. Ich ver­flu­che den Tag an dem Tscher­no­byl gebo­ren wurde, soll diese wider­li­che Kind der Ener­gie­po­li­tik end­lich verrecken.

Der nie­der­län­di­sche Foto­graf Robert Knoth (Green­peace) hat zwi­schen 1999 und 2005 die vier stark radio­ak­tiv ver­seuch­ten Regio­nen rund um Tscher­no­byl besucht und dabei Bil­der von Men­schen gemacht, die der Strah­lung ein bizar­res und schreck­li­ches Gesicht ver­lei­hen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 April

Aberglaube und Eier zu Ostern

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Rabbit-and-Fox

Ostern ist das Fest der Auf­er­ste­hung. Nicht nur Tot­ge­glaubte sind auf­er­stan­den, nein auch die Natur erwacht nun voll­ends aus ihrem Win­ter­tod. In man­chen Gegen­den glaubte man, das die Sonne an Ostern einen Freu­den­tanz machte, wenn sie auf­ging. Die Men­schen stie­gen auf einen Berg oder gin­gen ans Meer um sich das Ereig­nis nicht ent­ge­hen zu las­sen. Wer nichts sah und sich gegen den Aber­glau­ben stellte, galt als ver­hext. Das klingt plau­si­bel, denn schließ­lich glaubte man auch, dass das Ver­spei­sen von Mehl gemischt mit gerie­be­nem Brot ein Jahr lang vor Schwan­ger­schaft schüt­zen würde.

Warum zu Ostern unbe­dingt Eier geges­sen wer­den, ist schrift­lich nicht aus­rei­chen belegt. Gut mög­lich, dass es prag­ma­ti­sche Gründe hatte: Da wäh­rend der Fas­ten­zeit keine Eier geges­sen wer­den durf­ten und die Hüh­ner den­noch wel­che leg­ten, sam­mel­ten sich große Eier­berge an. Eier die man selbst nicht ver­wer­ten konnte, wur­den erst gekocht und dann ver­schenkt. Viel­leicht glaubte man auch, alles Heil­brin­gende sei ver­steckt und ließ des­we­gen die Eier suchen. Spä­ter malte man sie bunt an, damit man sie über­haupt fand.

Andere behaup­ten, das junge Mäd­chen ihrem liebs­ten ein oder meh­rere Eier schenk­ten, dabei spielte die Farbe und die Anzahl eine ganz ent­schei­de­nen Rolle. Ein grü­nes Ei sym­bo­li­sierte die Hoff­nung in den zwei­samen Bund, mit einem gel­ben zeigte man an, eifer­süch­tig zu sein, ein blaues Ei beschwor die Treue und ein rotes Ei sollte die Liebe bekräf­ti­gen. Schenkte man sei­nem liebs­ten 6 Eier, so bedeu­tete das, dass sie ihn hei­ra­ten wollte. Des­we­gen gibt es auch im Super­markt Eier im 6er Pack — für den Hei­rats­wil­li­gen zum leich­te­ren herum tra­gen, nicht dass ein Ei kurz vor­her kaputt geht. Könnte man meinen.

Im übri­gen behaup­tet man, das Wort »Ostern« stamme aus dem ger­ma­ni­schen und bezeichne das Früh­lings­fest, an dem die Leute auf den Ber­gen tanz­ten und die auf­ge­hende Sonne begrüß­ten.  (aus dem alt­ger­man­ni­schen Aus­trō > Ausro für „Mor­gen­röte“) und weil den Chris­ten das zu lang­wei­lig war, habe die kur­zer­hand jeman­den auf­er­ste­hen las­sen, das las sich viel spek­ta­ku­lä­rer und war aber lange nicht so spa­ßig. Könnte man jeden­falls glau­ben, wenn man dann über­haupt glaubt. Frohe Ostern!

(Bild­quelle: How to be a Retro­naut)


11 April

Eine Frage des schwarzen Humors, dürfen wir lachen?

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Hopscotch_to_oblivionDie Gothic-Szene ist ein Witz!

1905 erforscht ein gewis­ser Sig­mund Freud den Witz und seine Wir­kung auf das mensch­li­che Unter­be­wusst­sein. Er behaup­tete, das Witze ein Ven­til für die Aus­ein­an­der­set­zung mit gesell­schaft­lich tabui­sier­ten The­men seien, die sich der Mensch erzählt, um sich dar­über Aus­druck zu ver­lei­hen und seine Mei­nung in Humor zu ver­pa­cken.  Schwar­zer Humor, ist ein ganz beson­dere Art der kon­tro­ver­sen Aus­ein­an­der­set­zung. Wo lie­gen die Gren­zen des guten Geschmacks? Darf man sich dar­über lus­tig machen?

Wir kom­bi­nie­ren. Die Gothic-Szene trägt schwarz und man sagt ihr nach, sich eher mit gesell­schaft­lich tabui­sier­ten The­men wie Tod und Ver­gäng­lich­keit zu beschäf­ti­gen. Dar­über hin­aus besagt ein uralte Über­lie­fe­rung, das es bei man­chen ein Aus­druck für die Abkehr von einer viel zu bun­ten Welt, in der die bun­ten Medien vor­kauen, was wir gut zu fin­den haben und was wir bitte ableh­nen sol­len. Wenn man so möchte, eine ästhe­tisch nach­denk­li­che Art der kon­tro­ver­sen Aus­ein­an­der­set­zung. Oft genug spren­gen wir durch unsere Erschei­nung die Gren­zen des guten Geschmacks und man macht sich in aller­lei Form über uns lustig.

Sind wir nur Gegen­stand schwar­zen Humors, oder sind wir gar selbst der Humor? Ist die Szene also ein Witz? Ist schwar­zer Humor die ein­zig adäquate Art, einen wasch­ech­ten Grufti zum lachen zu brin­gen? Und wenn ja, kön­nen wir auch über uns Selbst lachen? Den gan­zen Arti­kel lesen… »