25 August

Zeit ist käuflich: Die Dr. Martens "Broken In" Kollektion

Sze­ne­ve­te­ra­nen wis­sen: Ein Blick auf die Mar­tens ver­rät etwas über den Erfah­rungs­schatz des Trä­gers. Neu, frisch und unge­tra­gen? Nein, so dür­fen wasch­echte Mar­tens ein­fach nicht aus­se­hen. Leute, die ein sol­ches paar anha­ben, wer­den kri­tisch beäugt und schnell als Mit­läu­fer oder Mode­op­fer abge­stem­pelt. Die Lauf­stege in den Mode­me­tro­po­len machen es schließ­lich vor: Ehe­ma­lige Arbei­ter­stie­fel sind ange­sagt, wer trendy und cool sein möchte, trägt wel­che, setzt sie noch mit engen Röh­ren­ho­sen oder Leg­gings in Szene und stol­ziert damit über die 5th Ave­nue um bei Tif­fa­nys noch Schmuck zu kau­fen. Sie ver­sprü­hen den Hauch Under­ground den sich die breite Masse wünscht, wer­den asso­zi­iert mit den 80ern oder ein­zel­nen Musik­rich­tun­gen oder Jugend­sze­nen. Mar­tens sind Status-Symbole für ein ver­meint­li­ches Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl. Kern­sa­nierte Alt­bau­woh­nun­gen in ange­sag­ten, ehe­mals ver­ru­fe­nen Stadt­tei­len kön­nen ähnli­chen Zwe­cken dienen.

Men­schen, deren Mar­tens so aus­se­hen wie seit Jah­ren getra­gen, die ver­schlis­sen sind und vol­ler Nar­ben und Abschür­fun­gen, sind Vete­ra­nen. »These Boots are made for wal­king, and that’s just what they’ll do. One of these Days these Boots are gonna walk all over you.« (Videob­oots) Was die­ses Paar Schuhe alles erlebt haben muss! Wilde Kon­zerte in viel zu engen Clubs mit Bands, die damals kei­ner kannte und heute welt­be­rühmt sind. Stun­den­lange Tanz­ex­zesse in den Dico­the­ken die­ser Welt, von denen die meis­ten heute geschlos­sen sind und spä­ter zu Legen­den wur­den. Unzäh­lige Schritte durch ferne Län­der und Städte durch Staub, Matsch, Was­ser und Schnee. Ja, wer ein sol­ches paar Mar­tens trägt, der hat was zu erzäh­len, seine Schuhe haben etwas zu erzäh­len. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 August

Der antifaschistische Schutzwall als Souvenir

Kategorie: Szene im Blick3 Kommentare

Am 13. August 1961 befahl die Füh­rung der DDR unter Wal­ter Ulbricht den Bau der Ber­li­ner Mauer. Noch in der Nacht roll­ten Poli­zei und Armee Sta­chel­draht aus und began­nen damit, Beton­pfähle in den Boden zu ram­men. Was in den nächs­ten Jah­ren folgte, waren Wach­türme, Todes­strei­fen, Nie­mands­land und unzäh­lige Tote , die bei ihrer Flucht ums Leben kamen. Die Mauer beto­nierte die deutsch-deutsche Tei­lung und löst im Wes­ten eine bei­spiel­lose Welle der Gleich­gül­tig­keit aus.

Heute gedenkt man in zahl­rei­chen Ver­samm­lung und Gedenk­ver­an­stal­tung dem 50. Jah­res­tag des Baus der Ber­li­ner Mauer. Das ist gut so, denn wir lau­fen Gefahr, die DDR, die Mauer und alles was dahin­ter gesche­hen ist, zu baga­tel­li­sie­ren. »Wir müs­sen auf­pas­sen, dass die DDR nicht Kult wird«, sagte Ber­lins Bür­ger­meis­ter Wower­eit bereits 2004. DDR-Shops und Sou­ve­nirs, ein Check­point Char­lie als Tou­ris­ten­at­trak­tion oder die Mauer als Welt­kul­tur­erbe? Mir wird schlecht, wenn ich in Fil­men wie »Good bye, Lenin!« sehe, dass die DDR ver­harm­lost und in ein Licht gerückt wird, in dem die meis­ten Dinge einen posi­ti­ven Glanz erhal­ten. Der Mensch neigt dazu, sich nur an das Gute zu erin­nern und spricht sogar davon, was »damals alles bes­ser war«. Die junge Welt geht sogar noch einen Schritt wei­ter und bedankt sich für 28 Jahre Mauer. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


9 August

Brennendes London: War is declared, and battle come down

Kategorie: Ansichtssache4 Kommentare

Lon­don Cal­ling to the far away Towns: Now war is decla­red, and battle come down...« lau­ten die ers­ten Lied­zei­len des Klas­si­kers von »The Clash«, in dem sie 1979 von der bri­ti­schen Haupt­stadt in einem düs­te­ren End­zeit­sze­na­rio in Schutt und Asche sin­gen. 2011 bekom­men die Worte eine erschre­ckende Vision . Bil­der vom bren­nen­den Dop­pel­de­cker­bus­sen wer­fen ein merk­wür­di­ges Licht auf die pul­sie­rende Metro­pole, die noch einige Tage zuvor, mit eben genann­ten Song die olym­pi­schen Som­mer­spiele 2012 bewar­ben. In den bri­ti­schen Nach­rich­ten gibt es nur noch ein Thema, die Aus­schrei­tun­gen im Stadt­teil Tot­ten­ham, von denen die inter­na­tio­nale Presse ein Bild der Ver­wüs­tung und Plün­de­rung zeich­net und über den Glo­bus ver­teilt. Nein, die­ser Arti­kel dient nicht mei­ner Mei­nungs­äu­ße­rung, son­dern soll ledig­lich hel­fen, den Blick auf die Dinge hin­ter den lodern­den Fas­sen­den zu lenken.

Was ist pas­siert? Am 4. August erschießt die Poli­zei den 29-jährigen Fami­li­en­va­ter Mark Dug­gan auf der Ferry Lane Bridge im Lon­do­ner Stadt­teil Tot­ten­ham bei einer geplan­ten Fest­nahme. Die Beam­ten gaben an, dass Dug­gan das Feuer aus einem Taxi her­aus auf sie eröff­nete. Bis­her konn­ten aber keine abschlie­ßen­den Beweise vor­ge­legt wer­den, die diese Dar­stel­lung unter­mau­ern. Zwei Tage lang hül­len sich offi­zi­elle Stel­len in Schwei­gen. Am 6. August fin­det eine fried­li­che Demons­tra­tion von rund 200 Anwoh­nern statt, die vor der zustän­di­gen Poli­zei­wa­che endet und Auf­klä­rung über die Umstände for­dert. In den Abend­stun­den eska­lierte die Situa­tion, die zu Brand­an­schlä­gen, Kra­wal­len und Plün­de­rung führt.

Doch das ist nur die Spitze des Eis­ber­ges, denn die Gewalt ent­lädt sich nicht nur wegen dem tra­gi­schen Tod eines jun­gen Man­nes. Wie bereits vor rund 25 Jah­ren wird Eng­land von einem extrem kon­ser­va­ti­ven Tories regiert, deren Poli­tik deut­li­che Par­al­lel­len zu Mar­g­ret That­chers Regie­rungs­zeit erken­nen lässt. Der strenge Spar­kurs der bri­ti­schen Regie­rung wird bereits seit Mona­ten hef­tig kri­ti­siert und äußert sich immer wie­der in Demons­tra­tio­nen und Kra­wal­len. Zunächst wer­den die Stu­di­en­ge­büh­ren mas­siv erhöht, was zu Pro­tes­ten unter den Stu­die­ren­den führt. Die Initia­tive UK Uncut wird gebo­ren, die bereits im Novem­ber des letz­ten Jah­res zu brei­tem Wider­stand gegen die Spar– und Steu­er­po­li­tik auf­ruft. Anfang 2011 for­mie­ren sich unter dem »Anti-Austerity Pro­tests« UK Uncut und zahl­rei­che Gewerk­schafts­ver­bän­den zur bis­lang größ­ten Demons­tra­tio­nen. Am 26. März betei­li­gen sich etwa 300.000 Men­schen an den Pro­tes­ten, die schon zu die­sem Zeit­punkt in Stra­ßen­schlach­ten und Zer­stö­run­gen enden. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 Juli

Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet

Kategorie: Bewusst Schwarz1 Kommentar

NYHQ2011-1108In Ost­afrika sind 500.000 Kin­der akut vom Hun­ger­tod bedroht, Jean Zieg­ler brachte das Pro­blem in einer nie gehal­te­nen Eröff­nungs­rede vor der Salz­bur­ger Fest­spie­len deut­lich auf den Punkt: »Alle fünf Sekun­den ver­hun­gert ein Kind unter zehn Jah­ren. 37 000 Men­schen ver­hun­gern jeden Tag, und fast eine Mil­li­arde sind per­ma­nent schwers­tens unter­er­nährt. Und der­selbe Weltfood-Report der FAO, der all­jähr­lich diese Opfer­zah­len gibt, sagt, dass die Welt­land­wirt­schaft in der heu­ti­gen Phase ihrer Ent­wick­lung pro­blem­los das Dop­pelte der Welt­be­völ­ke­rung nor­mal ernäh­ren könnte. Schluss­fol­ge­rung: Es gibt kei­nen objek­ti­ven Man­gel, also keine Fata­li­tät für das täg­li­che Mas­sa­ker des Hun­gers, das in eisi­ger Nor­ma­li­tät vor sich geht.«

Harte Fak­ten einer har­ten Wahr­heit. Wäh­rend täg­lich ton­nen­weise Lebens­mit­tel in Super­märk­ten ver­nich­tet wer­den, weil sie nicht mehr so schön aus­se­hen, ster­ben an einem ande­ren Platz der glei­chen Erde tau­sende Men­schen an Hun­ger. Eine dunkle Welt und eine düs­tere Zukunft für eine ver­blen­dete Gesell­schaft. Das zeigte die schwarze Szene schon vor 30 Jah­ren, als sie damit begann, ästhe­tisch zu pro­vo­zie­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Juli

I don't like Mondays

Kategorie: Ansichtssache8 Kommentare

Es gibt Mon­tage, da bleibt einem jedes Lachen im Halse ste­cken. Es klebt fest, es will nicht her­aus­kom­men, es soll nicht her­aus­kom­men, es darf nicht her­aus­kom­men. Heute ist mir nicht nach lachen zumute, hätte ich doch bloß kei­nen Zugang zu den Nach­rich­ten. Könnte man doch ein­fach mal die Augen ver­schlie­ßen vor dem was da drau­ßen ist. Aus­schal­ten. Ich kann nicht aus­wei­chen, ich will wis­sen, möchte Fra­gen stel­len: Warum das alles?

Suchen wir nicht nach Grün­den für Dinge, die wir nicht ver­ste­hen kön­nen, weil die Gründe selbst über die Vor­stel­lungs­kraft jedes ein­zel­nen gehen wür­den. Es fin­det statt, auf der gan­zen Welt, jeden Tag, auch ohne dass jemand eine Kamera dar­auf richtet.

Die Boom­town Rats besan­gen die Ant­wort auf die Frage, warum 1979 ein 16-jähriges Mäd­chen auf dem gegen­über­lie­gen­den Schul­hof 2 Men­schen erschoss und 9 wei­tere ver­letzte, in einem Lied. Auf die Frage nach dem Warum ant­wor­tete das Mäd­chen: »I don’t like Mon­days. This livens up the day.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 Juli

Video: Die Invasion und Befreiung eines Schäfers

Kategorie: Ansichtssache3 Kommentare

Es gibt wohl unzäh­lige Unter­ti­tel für die­sen Film, jeder Betrach­ter sucht andere Worte, hegt andere Gedan­ken. Doch die meis­ten sind sich einig. Erobe­rung und Befrei­ung sind manch­mal die Erfin­dung derer, die erobern und befreien wol­len, den erober­ten und befrei­ten schen­ken die wenigs­ten ihr Gehör. Basie­rend auf einem Comic von Tom Gauld hat der Ani­ma­ti­ons­künst­ler Matt Abbiss den kur­zen Film »Inva­sion« kre­iert, der auf so char­mante und ein­dring­li­che Weise die Sinn­haf­tig­keit so man­cher Befrei­ung spie­gelt. Doch auf­ge­passt. Auch wenn die Bot­schaft klar und deut­lich erscheint, ist nicht immer alles schwarz und weiß, so wie es die­ser Film sug­ge­riert. Eine Befrei­ung ist nicht immer eine Befrei­ung. Ein Hoch auf den König! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 Juli

Nature misses you: Zeit, sich zu erinnern

Kategorie: Ansichtssache8 Kommentare

We miss you Kampagne»Alle wol­len unbe­dingt zurück zur Natur, aber kei­ner zu Fuß.« Spon­tis, das waren in den 70er und 80er Jah­ren Men­schen, die ihre links­ge­rich­te­ten poli­ti­schen Akti­vi­tä­ten und Ansich­ten mit Hilfe ein­gän­gi­ger und ein­präg­sa­mer Sprü­che unter die breite Masse streu­ten. Das revo­lu­tio­näre Ele­ment der Spon­ta­nei­tät, der Gedanke, dass die Ver­än­de­rung im klei­nen beginnt und nicht nur durch eta­blierte Par­teien in Gang gesetzt wer­den muss, führte damals zu einer anti­au­to­ri­tä­ren Hal­tung und letzt­end­lich zur einer Bewe­gung, die durch spon­tane und den­noch orga­ni­sierte Aktio­nen in der Öffent­lich­keit für Auf­merk­sam­keit sorg­ten, um so die Ver­än­de­rung im Klei­nen anzustoßen.

Das ist heute genauso so aktu­ell wie damals. Men­schen, die in Sit­zungs­sä­len stun­den­lang dar­über bera­ten, wie Natur­schutz und Umwelt­pro­ble­ma­ti­ken gelöst wer­den kön­nen, bevor sie in ihre Luxus­ka­ros­sen stei­gen um sich nach Hause fah­ren zu las­sen, müs­sen zwangs­läu­fig sur­real wir­ken. Die Poli­tik ist mehr damit beschäf­tigt ihren Ent­schei­dung zu ver­mark­ten, als diese auch umzu­set­zen, oder gar selbst zu leben. Grüne Oasen in Städ­ten wer­den gehul­digt, Stadt­parks wer­den als Natur geprie­sen, Zoos als Schutz­zo­nen für Tiere ange­se­hen. Idea­ler­weise immer mit gro­ßen und gut aus­ge­bau­ten Park­plät­zen und einer aus­rei­chen­den Anzahl Ver­sor­gungs­tech­ni­scher Ein­rich­tun­gen wie Imbiss­bu­den, Toi­let­ten, Geträn­ke­stän­den und Kios­ken. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Juli

Rebellion gegen die dunkle Seite der Macht

Greenpeace gegen VolkswagenDer täg­li­che Infor­ma­ti­ons­t­su­nami, der über uns her­ein­bricht, kann krank­ma­chen. Wir sind mehr damit beschäf­tigt die Infor­ma­tio­nen auf­zu­neh­men, sie zu sor­tie­ren und für uns nach Rele­vanz ord­nen, als das es uns gelin­gen würde, wirk­lich und nach­hal­tig begrei­fen zu kön­nen, was die Infor­ma­tion tat­säch­lich aus­sagt. »Letz­ten Monat, ja letz­ten Monat war doch irgend­was in Japan, aber hast du schon von EHEC gehört und über­haupt, diese Grie­chen, das Geld krie­gen wir doch nie zurück!« — wir schüt­zen uns, indem wir das, was unaus­weich­lich erscheint, kon­su­mie­ren. Ver­ar­bei­tung, Mei­nungs­bil­dung oder Aus­ein­an­der­set­zung? Nicht heute, Mor­gen vielleicht.

Hin­neh­men. Wir fin­den uns mir der Tat­sa­che ab, das es so ist, wie es ist. Jeder Gedanke daran, was wird, was wer­den kann und was wir tun kön­nen, wird von der nächs­ten Nach­richt erstickt, die sen­sa­tio­nel­ler, auf­re­gen­der und span­nen­der erscheint. Der Fin­ger am »Off-Schalter« der Fern­be­die­nung ver­harrt in trot­zi­ger Ruhe. Was wir dabei nicht mer­ken, ist die schlei­chende Gleich­gül­tig­keit, aus dem ver­meint­li­chen Schutz wird Igno­ranz. Wer Auf­merk­sam­keit will, muss krea­tiv sein und die ver­füg­ba­ren Waf­fen für sich zu nut­zen wis­sen. Gerade im digi­ta­len Zeit­al­ter, ist das wich­tig und lässt sich belie­big auf die dunkle und die helle Seite der Macht anwen­den. Die dunkle Seite der Macht? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Juni

Der längste Tag des Jahres: Mittsommer

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

MittsommerWenn man aus dem Fens­ter schaut, glaubt man nicht an den Ein­zug des Som­mers. Dabei sind wir — rein astro­no­misch gese­hen — schon auf sei­nem Höhe­punkt. Der 21. Juni ist der längste Tag und folg­lich die kür­zeste Nacht des Jah­res. Obwohl nun alles blüht und in grü­ner Pracht erstrahlt, wer­den die Tage fortan kür­zer. Frü­her glaubte man, dass die Natur in der Mitt­som­mer­nacht magisch sei. Elfen tanz­ten zur Musik und grum­me­lige Trolle stan­den hin­ter den Bäu­men. Es hieß, dass der Mor­gen­tau kranke Tiere und Men­schen hei­len konnte. Drui­den sam­mel­ten den Tau des Mitt­som­mer­mor­gens in klei­nen Fla­schen und Gefä­ßen. Die­ser wurde dann auch zum Backen benutzt. Das Brot wurde beson­ders lecker und die Bröt­chen beson­ders groß, so der Glaube.

Gerade in skan­di­na­vi­schen Län­dern zele­briert man die­sen Tag ganz beson­ders. Nach Weih­nach­ten ist es in Schwe­den bei­spiels­weise das größte Fest. Eine über­be­wer­tete Möbel­haus­kette aus Schwe­den macht damit ja auch bei uns Wer­bung, was eigent­lich para­dox ist, denn die meis­ten Sachen kom­men ja sowieso aus China und da ist der 21. Juni kein Grund zum Feiern.

Mitt­som­mer ist übri­gens Gruftie-Trauertag, denn die Nacht ist - wie ein­gangs erwähnt - beson­ders kurz und damit ist die Zeit des geschütz­ten Rück­zugs beson­ders kurz. Wenn Gruf­ties Trauer tra­gen, lau­fen sie aus­nahms­weise ganz in Schwarz herum, denn die Welt um sie herum ist schreck­lich bunt an die­sem Tag. Selbst Google sollte man heute mei­den, denn das »Doodle« des heu­ti­gen Tages birgt Gefah­ren sofor­ti­ger Ver­blen­dung der emp­find­li­chen Augen der Nacht. Idea­ler­weise bleibt man zu Hause, legt sich in sei­nen Sarg und schließt den Deckel. Längs­ter Som­mer­tag. Wie  schrecklich.

Wenn schon, dann bitte nach Sto­ne­henge. Da tref­fen sich auch heute wie­der selbst­er­nannte Drui­den, Hei­den, Hexen, Wicca-Anhänger und New Age Lieb­ha­ber, um dar­auf zu war­ten, ob etwas pas­siert und um merk­wür­dige Rituale zu fei­ern. Denn die wirk­lich Ver­rück­ten sind ganz woan­ders: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 Juni

New York: On the other Side

Kategorie: Ansichtssache3 Kommentare

TimesquareEs gibt Orte, die muss man mal gese­hen haben, auch wenn man rück­bli­ckend gerne auf die­ses Erfah­rung ver­zich­tet hätte. Nach mei­ner Reise in die USA bin ich um eine wei­tere Erfah­rung rei­cher, denn New York ist ein sol­cher Ort. Als schein­bar mys­ti­scher Dreh­ort, der immer wie­der in Fil­men zum Mit­tel­punkt gemacht wird, als Zen­trum des ame­ri­ka­ni­schen Lebens­traums ent­puppt sich die Metro­pole als rie­sige Sei­fen­blase aus geplatz­ten Träu­men und zer­tre­te­nen Hoff­nun­gen. Ob man nun sel­ber diese Erfah­rung machen muss oder nicht, über­lasse ich jedem selbst.

Ich möchte meine Ein­drü­cke von New York schil­dern und viel­leicht die ein oder andere Illu­sion neh­men, denn wie ich einem kur­zen Face­book Lebens­zei­chen ent­nahm, wollte die meis­ten mir tau­schen und hät­ten den Schmerz, der durch das stän­dige »nach Oben gucken« ver­stärkt wurde, gerne in Kauf genommen.

Ganz objek­tiv betrach­tet halte ich die Stadt auch für kein Schnäppchen-Paradies, ein paar 8-Loch Mar­tens für 230 Dol­lar eine hüb­sche Hose mit Rie­men­schnü­rung an der Seite für 189 Dol­lar? Nein, keine Schnäpp­chen, viel­leicht war ich auch nur in den fal­schen Läden, Sze­ne­ty­pi­sches erscheint mir jeden­falls deut­lich zu teuer. Elek­tro­ni­sches wie Fern­se­her, MP3 Player und Mobil­te­le­fone ist in der Tat güns­ti­ger und die Aus­wahl der Läden ist unglaub­lich. Die Stadt ist rie­sig, laut,bunt, ein­drucks­voll bis atem­be­rau­bend und kommt nie­mals zu Ruhe. Wer dass erwar­tet, wird sich dort gut auf­ge­ho­ben füh­len. Aber hier sind es meine Ein­drü­cke: Den gan­zen Arti­kel lesen… »