29 Dezember

Horror ist keine Kunstblutorgie

Kategorie: Ansichtssache3 Kommentare

Heute wird´s blu­tig, irgend­wie ist mir danach. Höchst­wahr­schein­lich liegt es daran das es in letz­ter Zeit kei­nen anstän­di­gen Hor­ror­film mehr gege­ben hat. Sicher­lich ist meine Defi­ni­tion eines anstän­di­gen Hor­ror­films einer andere als eure, aber hier geht es ja auch nicht um eure. Anstän­dige Hor­ror­filme fah­ren einen schma­len Grat zwi­schen Splat­ter­fil­men wie bei­spiels­weise Bra­in­dead und weich­ge­spül­tem Mist wie Düs­tere Legen­den oder Final Desti­na­tion.

Bra­in­dead ist sicher­lich kein schlech­ter Film, wenn man ihn als Komö­die betrach­tet, viel­leicht war er von Herr der Ringe Regis­seur Peter Jack­son auch so beab­sich­tigt. Unbe­stä­tig­ten Gerüch­ten soll es die größte Kunst­blutschlacht aller Zei­ten gewe­sen sein, denn allein 300 Liter feinste Mischung waren für die Rasen­mä­her­szene nötig. Final Desti­na­tion erin­nert mich an die film­ge­wor­dene Umset­zung von Micro-Machines, in der es darum geht mög­lichst viele kuriose Ket­ten­re­ak­tio­nen aus­zu­lö­sen bevor es zu einem Ende kommt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Dezember

Mönchengladbacher Pressespiegel - Woche 52

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

In eige­ner Sache

Eigent­lich war der Pres­se­spie­gel als Expe­ri­ment ange­dacht, mit dem ich dem Mön­chen­glad­ba­cher Leser ein wenig hel­fen möchte auf dem lau­fen­den zu blei­ben und über die Stadt in der er lebt mehr zu erfah­ren. Mir per­sön­lich erging es eigent­lich immer so, das ich das Gefühl hatte etwas ver­passt zu haben, so dass ich ange­fan­gen habe den Lokal­teil diver­ser Zei­tung zu stu­die­ren. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das für das nächste Jahr fort­füh­ren möchte — viel­leicht hilfst DU mir ja dabei, indem du etwas über diese Arti­kel­reihe kom­men­tierst oder mir eine Nach­richt schreibst, ob es Dir gefällt. Bis dahin gibt es erst­mal den letz­ten Pres­se­spie­gel für 2008, der erwar­tungs­ge­mäß kür­zer aus­fällt, schließ­lich gab es zwei­mal keine Tageszeitung.

Fern­se­hen aus Mönchengladbach

Ab dem 19. Januar 2009 star­tet der lokale Fern­seh­sen­der City­Vi­sion, der von Mon­tag bis Frei­tag zwi­schen 16 und 24 Uhr sen­det. Jeder Zuschauer mit Kabel­an­schluss ist in der Lage den Fern­seh­sen­der zu emp­fan­gen. Der neue Sen­der teilt sich zusam­men mit Son­nen­klar TV den Kanal 18 und kann damit von rund 115.000 Men­schen in und um Mön­chen­glad­bach emp­fan­gen wer­den. Schon jetzt kann man sich auf der Inter­net­seite einige der Filme anschauen. City Vision bie­tet damit einen Mön­chen­glad­bach fokus­sier­ten Ein­blick und ist damit eine gute Ergän­zung zur sehr guten WDR Media­thek. (RP — 23.12.2008) Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 Dezember

Schwarze Weihnachten

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare

Heute ist Hei­lig­abend, Höhe­punkt und Finale des 3 mona­ti­gen Kosum­ter­rors. Die letz­ten und ganz har­ten stür­zen sich noch ein­mal bis zur Mit­tags­zeit in die Städte und Kauf­tem­pel um auch noch das letzte Geschenk zu besor­gen. Erwach­sene Män­ner strei­ten sich an der Gemü­se­aus­lage um die schein­bar letzte, weih­nacht­lich rote Paprika. Auch ich werde mich noch ein letz­tes mal in das Getüm­mel stür­zen, denn es fehlt immer noch der Weih­nachts­baum — den kau­fen wir aber immer erst am hei­li­gen Abend, so will es eine uralte und von mei­nem Vater über­lie­ferte Fami­li­en­tra­di­tion. Er sagt, die gibt´s dann bil­li­ger. Aha. Das es dann nur noch die ver­krüp­pel­ten und defor­mier­ten gibt, hat er mir ver­schwie­gen, aber Tra­di­tion ist Tradition.

Schwarze Weih­nach­ten gibt es übri­gens nicht, mei­ner Erfah­rung nach sind an Weih­nach­ten alle gleich. Punks hocken unterm Weih­nachts­baum und gröh­len Weih­nachts­lie­der, wäh­rend wir Gothics am Advents­kranz sit­zend ein leben­des Kan­nin­chen opfern.  Ist natür­lich Blöd­sinn, auch wenn sich das der ein oder andere so vor­stel­len mag, denn gerade an Weih­nach­ten ist kaum jemand gerne allein. In die­sem Punkt stimme ich Lordy zu und zähle mich zu sei­ner drit­ten Kate­go­rie der Weih­nacht­s­ty­pen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Dezember

Worte des Jahres 2008

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare

Ich habe bei Biggi gele­sen, dass die Gesell­schaft für deut­sche Spra­che (GfdS) hat die Wör­ter des Jah­res 2008 gewählt. Gewählt wer­den Worte, die 2008 beson­dere Bedeu­tung erlangt haben und damit in aller Munde gewe­sen sind. Wenn ich mir das Ran­king so anschaue, kann es aber bestimmt nicht reprä­sen­ta­tiv gewe­sen sein, denn mul­ti­po­lar habe ich diese Jahr noch nicht in den Mund genom­men. Ich habe mir erlaubt die Top 10 der GfdS mit den erst bes­ten Gedan­ken zu kom­men­tie­ren mit einer musi­ka­li­schen Ant­wort zu ver­se­hen und bei Google danach zu suchen. Her­aus­ge­kom­men ist meine Inter­pre­ta­tion der Worte die­ses Jahres.

  • Finanz­krise (Google Platz 1)
    Ist an mir übri­gens spur­los vor­bei­ge­gan­gen, denn ohne Finan­zen keine Krise. Das Geld aber in unse­rer Welt regiert dürf­ten seit Ein­füh­rung der Wäh­run­gen nichts neues sein. Das die Zah­len aber in Dimen­sio­nen empor­stei­gen wür­den, die jeg­li­che Vor­stel­lungs­kraft über­stei­gen wollte nie­mand für bare Münze nehmen.

Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Dezember

Mönchengladbacher Pressespiegel - Woche 51

When the Past is Present

Es kommt nicht häu­fig vor, dass ich über Borus­sia Mön­chen­glad­bach berichte, schließ­lich habe ich mit Fuß­ball nicht viel zu tun und ein­fach keine Ahnung davon, ein schö­ner Clip der däni­schen Seite partofthegame.tv hat meine Neu­gier geweckt. Die Däni­sche Jour­na­lis­tin Camilla Peder­sen war 5 Tage zu Gast in Mön­chen­glad­bach und hat die Stim­mung des schla­fen­den Rie­sen ein­ge­fan­gen. Haupt­säch­lich wer­den die Glanz­zei­ten des Clubs in den 70ern beleuch­tet, auch Rai­ner Bon­hof und einige Urge­stein Glad­ba­cher Fans kom­men zu Wort. Das kann ich euch nicht vor­ent­hal­ten.(RP — 16.12.2008) Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Dezember

Musik Online: Von Urlaub und Jobs

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare

farin_urlaub-croppedUrhe­ber­recht ist nicht nur undurch­sich­tig son­dern scheint auch undurch­dring­bar. Was urhe­ber­recht­lich geschützt ist und was nicht, scheint in der Hand der Musik­in­dus­trie zu lie­gen, die den Gesetz­ge­ber durch ihre Markt­macht immer wie­der zu offen­bar halb­her­zi­gen Novel­lie­run­gen zwingt. Der deut­sche Nor­malu­ser (NU) ist ein geset­zes­treuer Bür­ger, der nicht vor­sätz­lich beab­sich­tigt diese zu bre­chen. Lei­der wird es dem NU immer schwe­rer gemacht, nichts falsch zu machen. Mario Six­tus fragt: Ist jeder Nut­zer ein Pirat? Obwohl er damit ein wenig Licht in die schier end­lose Dun­kel­heit zu brin­gen ver­sucht, scheint immer noch nicht klar, was zu tun ist. Was tun, wenn kei­ner kauft? lie­fert löb­li­cher­weise auch gleich ein paar Vor­schläge. Doch wo bleibt der Künstler?

In einem Inter­view der FAZ mit dem Musi­ker Farin Urlaub (Die Ärzte), das ich bei der Hasen­farm ent­deckt habe, geht der Künst­ler kurz auf die Ver­mark­tung von Musik über das Inter­net ein­geht. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 Dezember

Mönchengladbacher Pressespiegel - Woche 50

Kuno, die Legende

Schon wie­der ein Kil­ler­wels im Volks­gar­ten­wei­her. Nach­dem die Legende um den ori­gi­na­len Kuno 2003 ein töd­li­ches Ende nahm, hat Hob­by­ang­ler Dirk Klin­ken­berg am Sonn­tag einen wei­te­ren dicken Fisch an Land gezo­gen, so groß, das ihm Spa­zier­gän­ger bei der Ber­gung der Bes­tie hel­fen muss­ten. Die Legende besagt, das ein­mal 3 kleine Welse im Volks­gar­ten­wei­her aus­ge­setzt wur­den. 2001 soll einer der drei Brü­der dann einen Dackel ver­schlun­gen haben. 2003 fand man dann Kuno I. tot im Schilf, der anschlie­ßend im Schloss Rhe­ydt aus­ge­stellt wurde. Kuno II. wird wohl ver­speist wer­den, das Mys­te­rium um den drit­ten der Brü­der bleibt offen. (WDR, RP — 08.12.2008)

Weih­nachts­post

Im Brief­ver­tei­l­er­zen­trum Güd­derath ist der Teu­fel los. Oder bes­ser gesagt das Christ­kind. Zur Weih­nachts­zeit ist es immer beson­ders stres­sig, 2,5 Mil­lio­nen Post­sen­dun­gen pro Tag sind zu bewäl­ti­gen. Die Post­pro­fis emp­feh­len übri­gens, die Weih­nachts­päck­chen 2 Tage und die Briefe 1 Tag vor Hei­lig­abend auf­zu­ge­ben, damit sie pünkt­lich zum Fest in den Brief­käs­ten lan­den. Für Aus­lands­sen­dun­gen soll­ten man mit vier Tagen rech­nen. (WZ — 09.12.2008) Den gan­zen Arti­kel lesen… »


12 Dezember

Fundsache: Pflaster für Dunkelhäutige

Kategorie: Ansichtssache17 Kommentare

Ich mag die Ein-Euro-Shops nicht, ein gan­zer Laden mit Arti­keln die ich nicht gebrau­chen kann in einer Qua­li­tät die nicht zu gebrau­chen ist. Um aber Dinge zweck­ent­frem­det als Deko­ra­tion zu ver­wen­den ideal, gerade zu Weih­nachts­zeit. So bin ich mit Spon­ti­li­en­chen beim Ein­kaufs­bum­mel in einem eben sol­chen Laden gelan­det und habe mich ein wenig umge­se­hen, wäh­rend Sie über immer neue Zweck­ent­frem­dun­gen der ange­prie­se­nen Pro­dukte nach­dachte und dabei in einem mur­meln­den Sing-Sang verfiel.

Das Pflas­ter für Dun­kel­häu­tige unter­brach mei­nen Streif­zug abrupt. Da hat sich eine Firma doch tat­säch­lich lie­be­voll um die ästhe­ti­schen Fra­gen der Men­schen mit dunk­ler Haut­farbe gemacht und ein gleich­far­bi­ges Pflas­ter auf den Markt gebracht. Der Kakao­braune, selbst­kle­bende Scho­ko­rie­gel aus dem ver­trau­ens­er­we­ckende Hause Chemo­plast wirkt dabei so hoch­wer­tig wie Baby­milch aus China. Der Kleb­stoff riecht scharf nach Ver­dün­nung, Kle­be­kraft und Haut­ver­träg­lich­keit indis­ku­ta­bel, denn bei mir löste sich das Pflas­ter im muti­gen Selbst­ver­such nach 5 Minu­ten und hin­ter­ließ einen röt­li­chen Schim­mer der Haut.

Viel unglück­li­cher als die Qua­li­tät ist aber die Ver­pa­ckung. Ist es ras­sis­tisch, Men­schen­ver­ach­tend oder ein­fach nur däm­lich? Ich finde, es ist ein­fach nur däm­lich, warum nicht ein­fach ein brau­nes Pflas­ter ver­kau­fen und den Ver­wen­dungs­zweck dem Kun­den über­las­sen? So nicht, dachte sich Chemo­plast und machte dar­aus ein Pflas­ter für Dun­kel­häu­tige, das oben­drein auch noch mit einem lachen­den Gesicht einer Ziel­grup­pen­per­son aus­ge­rüs­tet ist.

Das wäre doch eine Markt­lü­cke. Gothicpflas­ter in modi­schem Schwarz und mit Patchou­li­ge­ruch, Punk­pflas­ter mit Nie­ten und Iro­ke­sen­wund­auf­lage und Hip-Hop Pflas­ter mit ein­ge­ar­bei­te­ten Glitzer­stei­nen und in Übergröße.


10 Dezember

Brokeback Mountain in Italien zensiert

Kategorie: Ansichtssache6 Kommentare

Als ich Bro­ke­back Moun­tain 2005 zum ers­ten mal gese­hen haben, war ich über­rascht. Das liegt zum einen daran, das ich nor­ma­ler­weise den Film links lie­gen gelas­sen hätte da ich Wes­tern und die ganze Cow­boy Roman­tik ganz furcht­bar finde zum ande­ren inter­es­sierte mich die Kurz­fas­sung der Story nicht son­der­lich, ich hatte aber auch nur die ers­ten 2 Zeile gele­sen. Glück­li­cher­weise war es aber ein lang­wei­li­ger und tris­ter Tag, so ent­schloss ich mich den Film doch anzuschauen.

Er löschte mein Welt­bild des har­ten Kerls des­sen Leben so gerad­li­nig ver­läuft wie seine sexu­elle Ori­en­tie­rung end­gül­tig aus mei­nen Gedächt­nis. Der Film ver­nich­tet das mythi­sche Bild des Cow­boys, han­delt er doch von zwei zer­ris­se­nen Män­nern die ihre Homo­se­xua­li­tät ent­de­cken was im Ame­rika der 60er ein tot­ge­schwie­ge­nes Phä­no­men ist. Regis­seur Ang Lee bekam einen Oscar für die beste Regie und der ver­stor­bene Heath Led­ger wurde nicht nur in der Schwu­len­szene zum Star son­dern zeigte seine Qua­li­tä­ten als Schauspieler.

Nor­ma­ler­weise gehörte die­ser Film auf jeden Sen­de­plan öffentlich-rechtlicher Sen­de­an­stal­ten, die sich zur Erfül­lung ihres Bil­dungs­auf­tra­ges um die­sen Film reis­sen müss­ten. Das ita­lie­ni­sche Staats­fern­se­hen Rai Due beschnitt den Film am Mon­tag um zwei Sze­nen, in denen zu sehen ist, wie sich die bei­den Män­ner lie­ben. Wesent­lich deut­li­chere hete­ro­se­xu­elle Lie­bes­sze­nen sowie gewalt­tä­tige Sze­nen wur­den nicht her­aus­ge­schnit­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 Dezember

Briten blockieren Wikipedia Artikel der Scorpions

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

Seit Wind of Change kennt die Scor­pi­ons eigent­lich jeder, die Hymne der deut­schen Ein­heit gehört mitt­ler­weile zu den tot gespiel­tes­ten Lie­dern mei­ner per­sön­li­chen musi­ka­li­schen Zeit­rech­nung. Das die­ser Wind der Ver­än­de­rung die Alt-Rocker noch ein­mal mit Ihrer Ver­gan­gen­heit kon­fron­tiert, dürfte nicht nur inner­halb der Band für Auf­se­hen gesorgt haben. Stein des Ansto­ßes ist das Cover des 1976 erschie­nen Albums Vir­gin Kil­ler (Jung­frauen Mör­der), das ein nack­tes und offen­bar kind­li­ches Mäd­chen hin­ter einen zer­sprun­ge­nen Glas­scheibe zeigt. Wiki­pe­dia zeigt die­ses Cover in ihrem eng­lisch­spra­chi­gen Arti­kel über die­ses Album und wurde des­we­gen für die bri­ti­schen Nut­zer des Inter­nets gesperrt.

Die 6 größ­ten bri­ti­schen Inter­net­pro­vi­der sind der Emp­feh­lung der Inter­net Watch Foun­da­tion (IWF) nach­ge­kom­men und haben den Zugang zu die­sem Arti­kel blo­ckiert, damit kann der größte Teil der bri­ti­schen Bevöl­ke­rung die­sen Arti­kel nicht mehr auf­ru­fen.  Sie fürch­ten, mit dem Gesetz zum Schutz vor Kin­der­por­no­gra­phie in Kon­flikt zu kom­men. Schon 1976 sorgte das Cover inter­na­tio­nal für Auf­se­hen und wurde durch einige Län­der zen­siert und durch die Dar­stel­lung der Band­mit­glie­der ersetzt, um den kom­mer­zi­el­len Erfolg nicht zu gefähr­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »