Als ich gestern ein Wahlplakat von Guido Westerwelle gesehen habe, stutze ich, so hatte ich den FDP Parteivorsitzenden nicht in Erinnerung. Der Jürgen Prochnow der deutschen Politik, wie ich ihn immer liebevoll nannte, den ich für sein Charaktergesicht und seinen offenen Umgang mit der eigenen Homosexualität immer gemocht habe strahlte wie ein Honigkuchenpferd und wirkt auf mich seltsam verändert. Irgendwie glatter, irgendwie geleckter. Das die Bilder für den Wahlkampf allesamt am Computer retuschiert sein dürften, kann keine Neuigkeit sein.
Hier ein paar Augenringe der letzten Wahlkampfveranstaltung weg retuschieren, das ein oder andere Haar darf auch noch gegen ein buntes ausgetauscht werden, alles im Sinne einer jungen und frischen Partei. Klar werden die Kandidaten auch geschminkt und aufgemotzt, doch wo sind die Grenzen?
Es gibt offenbar doch mehr Sympathiewähler, die ihren Kandidaten nach dem Aussehen beurteilen und weniger nach den Ansichten, die dieser vertritt. Für mich verlieren solche Bilder an Glaubhaftigkeit, und wecken den Eindruck, die Kandidaten hätten noch mehr zu verbergen als ihr Gesicht. Die ganze Straße ist voll mit Gesichtern von denen einige wirken wie die Schergen des Jokers, der einst gegen Batman kämpfte.







