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	<title>Spontis &#187; Ansichtssache</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>The Open Community - Gothic in Australien</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 19:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarzes Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Szene im Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[goth]]></category>
		<category><![CDATA[SubKultur!]]></category>

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		<description><![CDATA[Bestimmt sind wieder die Briten schuld. Als die USA ihre Unabhängigkeit durchsetzte, suchte die britische Regierung 1787 nach Möglichkeiten, sich von unliebsamen Inselbewohnern zu trennen, vornehmlich von Menschen aus der Unterschicht, die für jede Kleinigkeit in Strafkolonien gesteckt wurden. Praktisch, dass James Cook ein paar Jahre vorher den australischen Kontinent entdeckte und ihn für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/02/Powerhouse-Museum-80s.jpg" rel="shadowbox[sbpost-14122];player=img;" title="Powerhouse Museum - 80s"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-14123" title="Powerhouse Museum - 80s" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/02/Powerhouse-Museum-80s-300x75.jpg" alt="" width="300" height="75" /></a>Bestimmt sind wieder die Briten schuld. Als die USA ihre Unabhängigkeit durchsetzte, suchte die britische Regierung 1787 nach Möglichkeiten, sich von unliebsamen Inselbewohnern zu trennen, vornehmlich von Menschen aus der Unterschicht, die für jede Kleinigkeit in Strafkolonien gesteckt wurden. Praktisch, dass James Cook ein paar Jahre vorher den australischen Kontinent entdeckte und ihn für die britische Krone reservierte, vielleicht warf er damals ein Handtuch über einen Liegestuhl. Das weit entfernte und nur von ein paar unwichtigen Eingeborenen bewohnte Land wurde zur Strafkolonie. Im Januar 1788 erreichten dann die ersten 11 Schiffe mit Siedlern und Verurteilten den Kontinent und gründeten Sydney.</p>
<p>Anyway. Rund 200 Jahre später dann der nächste brillante Schachzug der Briten, durch geschickte Infiltration wurde Gothic ein Teil der australischen Gesellschaft… Das ist natürlich Unsinn. Die Subkulturen der späten 70er und frühen 80er verbreiteten sich überall. Australische Gothics jedoch, stellen in diesem Blog eine unterrepräsentierte Minderheit dar. Daher bin ich dankbar, dass mich <a href="http://pixella-bloggt.com/">Pixella Panik</a> auf einen Link aufmerksam machte.<span id="more-14122"></span></p>
<p>Das australische <a href="http://www.powerhousemuseum.com/the80sareback/">Powerhouse Museum</a> hat sich 2011 in einer groß angelegten Ausstellung den 80ern gewidmet und darin auch einen nicht unbeachtlichen Teil den Subkulturen gewidmet, unter anderem den Gothics. Zu Wort kommen Zeitzeugen, die mit Bildern gewürzte Anekdoten zum Besten geben. Interessant, lustig und irgendwie nostalgisch, es fühlt sich alles irgendwie vertraut an. Es ist erstaunlich. Da entwickelt sich eine Subkultur rund 16.000km entfernt mit den gleichen Ansichten und Leidenschaften. Gothic verbindet?</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rILd2bVjLis">http://www.youtube.com/watch?v=rILd2bVjLis</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rILd2bVjLis"><img src="http://img.youtube.com/vi/rILd2bVjLis/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>In einem <a href="http://www.powerhousemuseum.com/the80sareback/index.php/2009/12/goths-in-the-80s-jodie-meidling-rachel-black-david-kendall/">Video zur Ausstellung</a> erzählen Jodie Meidling, Rachel Black und David Kendall aus ihrer Vergangenheit und zeigen einige Bilder aus ihrer Jugend. Wir erfahren nichts neues, nichts anderes und nichts außergewöhnliches. Genau das finde ich faszinierend, vermutete ich doch zu mindestens in einigen Details entscheidende Unterschiede. Doch es scheint einfach keine zu geben, sogar das, was die drei von sich erzählen klingt vertraut und heimatlich. Vielleicht zählen wir doch einfach zum selben Kulturkreis, oder vielleicht stimmt auch das, was Jodie sagt:</p>
<blockquote><p>Goth is an open community where you can be whoever you want to be. It doesn’t matter how you present yourself. Even if you don’t wear the right things, it didn’t matter, and I learnt that as I went along. It’s such an open and beautiful community. There’s no judgment, and that’s why it meant so much to me. That you could wear anything and be whoever you wanted to be, and there was absolutely no judgment at all.</p></blockquote>
<p>Eine große Gemeinschaft, hier und überall. Trotz des herrschenden Individualismus scheinen wir bestrebt, uns mit Gleichgesinnten zu treffen. Dabei scheint meiner Ansicht nach einiges von dem verloren gegangen zu sein, was »früher« möglicherweise besser war. »<em>no judgment at all</em>« Wahrscheinlich aber auch eine verklärte Erinnerung. Schade ist, dass es keine (oder kaum) regionale Einflüsse auf die Subkultur zu scheinen gibt, ob Gothic hier oder in Australien, alles scheint gleich zu sein. Vielleicht doch nur ein Kopie dessen, was uns auf der Bühne vorgelebt wird und was durch globale Vernetzung überall verbreitet wird.</p>
<p>Informativ ist es trotzdem. Sehr interessant sind auch die Video-Beiträge über die zahlreichen anderen Subkulturen (Rockabilly, Metalheads, Mods, Skinheads, Punks und Hip Hop), wie auch der Rest der Ausstellungsseite »<a href="http://www.powerhousemuseum.com/the80sareback/">The 80s are Back</a>«.<br />
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<li><a href='http://www.spontis.de/schwarze-szene/dunkelkunst/ohne-worte-1984/' title='Ohne Worte: 1984'>Ohne Worte: 1984</a></li>
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<li><a href='http://www.spontis.de/schwarze-szene/dunkelkunst/ohne-worte-red-light/' title='Ohne Worte: Red Light'>Ohne Worte: Red Light</a></li>
</ul>
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		<title>Die gruftigste Fusion aller Zeiten!</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 21:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Fusion]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Kirnapci]]></category>
		<category><![CDATA[Spontis]]></category>

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		<description><![CDATA[»„Tschuldigung, ist hier noch Platz?«, sagte die Fledermaus als sie sich unter Dachziegel verkroch. »Klar, du siehst kulturell aus, das gefällt mir.«, sagte die andere Fledermaus und räumte ihre Sachen ein wenige beiseite. Selbstzufrieden lächelten die beiden und ließen die Köpfe hängen. Spontis wird noch schwärzer, noch abwechslungsreicher, noch subkultureller, noch besser! Warum? Weil zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/fusion.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13612];player=img;" title="Die gruftigste Fusion aller Zeiten"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft  wp-image-13613" title="Die gruftigste Fusion aller Zeiten" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/fusion-300x262.jpg" alt="" width="240" height="210" /></a>»„<em>Tschuldigung, ist hier noch Platz?</em>«, sagte die Fledermaus als sie sich unter Dachziegel verkroch. »<em>Klar, du siehst kulturell aus, das gefällt mir.</em>«, sagte die andere Fledermaus und räumte ihre Sachen ein wenige beiseite. Selbstzufrieden lächelten die beiden und ließen die Köpfe hängen.</p>
<p>Spontis wird noch schwärzer, noch abwechslungsreicher, noch subkultureller, noch besser! Warum? Weil zwei schwarze Nasen mehr sehen und mehr schreiben können als eine. Ihr könnt Euch auf neue Kategorien und Themenbereiche, ein Szene-Museum und viele weitere dunkle Ideen freuen. Auch das Design des Blogs wird ein wenig verändert. Wir basteln gerade Backstage an der gruftigsten Fusion aller Zeiten und werden bald die ersten Neuerungen einspielen. Was steckt dahinter?</p>
<p>Der innere Zirkel von Spontis hat die private Fusion von mir (Robert) und mir (Sabrina) ja schon mitbekommen. Nachdem wir uns eine gemeinsame Fledermaushöhle gebaut haben, wollen wir uns auch online gemeinsam einrichten. Wir legen also die <a title="Sabrinas alte Höhle" href="http://www.sabrina-kirnapci.com">sabrina-kirnapci.com</a>, die vornehmlich Kunst und Kultur zum Inhalt hatte, mit Spontis zusammen, geben ein paar neue Zutaten rein und mischen einmal kräftig durch. Keine Sorge! Spontis bleibt ein privater Blog und auf die bisherigen Kategorien und Inhalte müsst Ihr nicht verzichten. Einige werden allerdings umbenannt. Hier ein kleiner Überblick:<span id="more-13612"></span></p>
<p> </p>
<p><strong>Ansichtssache</strong></p>
<ul>
<li><strong>Szene im Blick</strong><br />
In diese Kategorie packen wir alle Artikel, die sich mit Entwicklungen in der Szene beschäftigen. Mitunter kann es hier ziemlich kritisch werden.</li>
<li><strong>Bewusst Schwarz</strong><br />
In dieser Kategorie wollen wir auf all das eingehen, was uns „bewusst“ schwarz tragen lässt. Wir reden über schwarze Projekte und gemeinnützige Organisationen oder stellen gesellschaftliche Themen zur Diskussion.</li>
<li><strong>Hexenfluch</strong><br />
Manchmal muss man sich einfach auskotzen und seine Meinung ungeschönt und völlig undiplomatisch zum Besten geben. Also werden wir — verhext nochmal — im Blog auch ordentlich fluchen!</li>
</ul>
<p><strong>Schwarze Szene</strong></p>
<ul>
<li><strong>Dunkle Vergangenheit</strong><br />
Früher war alles anders. Ob es besser war, liegt im Auge des Betrachters. Die dunkle Vergangenheit beschäftigt sich mit Zeitzeugen und Artikeln dieser Zeit, nimmt kritisch unter die Lupe, fragt nach, klärt auf. Interviews mit Szene-Protagonisten, alte Zeitschriften und Bücher sowie Bilder und Filmmaterial.</li>
<li><strong>Finstere Orte</strong><br />
Beim Blick über den Tellerrand kann es doch tatsächlich passieren, dass man seinen Horizont erweitert. Ausflugsziele und Reiseberichte, interessante Orte und schöne Plätze. Auch Friedhöfe kommen nicht zu kurz. (Anmerkung Sabrina: <em>Örks! Na gut, das überlasse ich dem Wizard of Goth.</em>) (Anmerkung Robert: <em>Mecker nicht rum, ich gucke mir auch mit Dir dämliche Vampir-Serien an.</em>)</li>
<li><strong>Do-Goth-Yourself</strong><br />
Ein Thema des „Gothic Friday“, das wir ausbauen wollen. Wer hier kreative Ideen hat, kann sie jederzeit gerne einreichen. Wir zählen auf Euch!</li>
<li><strong>Hintergründe</strong><br />
In der Schwarzen Szene wimmelt es von Symbolen und Anspielungen. Wir graben die entsprechenden geschichtlichen Hintergründe und Bedeutungen aus. Darüber hinaus gibt es hier Infos zu szenerelevanten Themen vom Mittelalter über Feiertage bis hin zu Traditionen und Ritualen.</li>
<li><strong>Interviews</strong><br />
Wir wollen künftig Leute aus der Szene zu Wort kommen lassen, die was zu erzählen haben. Das können Künstler aller Richtungen sein oder auch Leute, die von den Anfängen der Szene oder von besonderen Ereignissen berichten.</li>
<li><strong>Veranstaltungen</strong><br />
Vorankündigungen und Berichte über Konzerte und Festivals. Wenn wir da gewesen sind, schreiben wir darüber. Gewollt subjektiv und nicht immer auf den Punkt gebracht.</li>
</ul>
<p><strong>Dunkle Klänge</strong></p>
<ul>
<li><strong>Frisch &amp; Schwarz</strong><br />
Frische, schwarze Musik , die uns gefällt. Tourstarts, Neuveröffentlichungen und neue Videos.</li>
<li><strong>Dunkle Lichtblicke</strong><br />
Hier stellen wir szenerelevante Bands und andere Künstler vor, die nicht immer im Licht der schwarzen Szene stehen, es aber verdient hätten.</li>
<li><strong>Back To The Roots</strong><br />
Wir tauchen ab zu den musikalischen Wurzeln der Szene in den 70er und 80er Jahren. Wir erzählen von Bands, die für die musikalische Szenebildung verantwortlich waren.</li>
</ul>
<p><strong>SubKultur!</strong></p>
<ul>
<li><strong>Wortkunst</strong><br />
Dunkle Literatur und szenerelevante Bücher.</li>
<li><strong>In Szene gesetzt</strong><br />
Ein Blick auf kulturelle Ereignisse, die im Zusammenhang mit Szene-Themen stehen und auf einer Bühne stattfinden. Ausstellungen, bei denen Kunst in Szene gesetzt wird,  packen wir ebenfalls mit rein.</li>
<li><strong>Schwarze Leinwand</strong><br />
Wir stellen Bilder, Filme und Videos vor, die einen zweiten Blick verdient haben.</li>
<li><strong>Dresscode Black</strong><br />
Wir stellen Künstler vor, die beispielsweise Kleider schneidern, Schmuck basteln oder Hüte und andere originelle, gruftige Accessoires anfertigen. Es muss nicht immer X-tra-X sein!</li>
<li><strong>Schwarz in Hörweite</strong><br />
Manchmal muss man hinhören, um zu verstehen. In Zeiten von visueller Bombardierung stellen wir Hörbares vor, dem man ein Ohr schenken sollte. Hörspiele, Radiosendungen, Podcasts.</li>
</ul>
<p><strong>Schwarz Vernetzt</strong></p>
<ul>
<li><strong>Wochenschau</strong><br />
Altbekannt und gern gelesen: die unregelmäßige Sammlung von Links, die uns gefallen, inspirieren oder zum Lachen bringen.</li>
<li><strong>Schwarzhändler</strong><br />
Gruftige Auktionen, besondere Shops, dunkle Shopping-Ideen, originelle Geschenke – werbefrei und garantiert provisionsfrei!</li>
<li><strong>Schattenseiten</strong><br />
Wir stellen szenerelevante Webseiten und Blogs vor. Gerne auch Deinen! Voraussetzung: Deine Seite gefällt uns.</li>
</ul>
<p>Ein ganz neuer Punkt wird das Szene-Museum sein, das wir zusammen mit Solitaire einrichten werden. Hier finden sich bald unzählige Bilder, Flyer, Konzert– und Eintrittskarten, die von euch mit kleinen Anekdoten angereichert werden können. Wir würden uns freuen, wenn ihr jetzt schon damit beginnt, eure Archive zu durchstöbern, um gnadenlos all das einzuscannen, zu dem ihr eine Erinnerung übrig habt. Das Szenemuseum soll auch durch Eure Ideen und Vorschläge wachsen.</p>
<p>Der Blog sabrina-kirnapci.com wird Ende Januar abgeschaltet. Alle dort befindlichen und relevanten Inhalte werden bei Spontis zu neuem Leben erweckt und in die neue Struktur eingepflegt.</p>
<p><strong>Und sonst?</strong></p>
<p>Auch in diesem Jahr wird es ein Spontis-Treffen auf dem WGT geben, das unter unserer gemeinsamen Federführung noch schöner und besuchenswerter werden wird. Bestimmt! Darüber hinaus ist auch eine weitere Veranstaltung geplant, die euch überraschen und uns vor eine große Herausforderung stellen wird. Ihr dürft gespannt sein.<br />
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</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Spontis 2011: Der persönliche und subjektive Jahresrückblick (1)</title>
		<link>http://www.spontis.de/ansichtssache/spontis-2011-der-personliche-und-subjektive-jahresruckblick-1/</link>
		<comments>http://www.spontis.de/ansichtssache/spontis-2011-der-personliche-und-subjektive-jahresruckblick-1/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 20:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Jahresrückblick gehört zu den wenigen Ritualen eines Bloggers, denen ich mich gerne anschließe. Doch anstatt euch mit langweiligen Zahlen und Statistiken zu nerven, wie ich es bereits 2010 gemacht habe, wollte ich dieses Jahr etwas persönlicheres schreiben. Ich entschied mich für eine chronologische Reise durch die Monate, bei der ich Artikel herauspicke, die bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/12/Spontis-2011.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13429];player=img;" title="Spontis 2011"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft  wp-image-13434" title="Spontis 2011" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/12/Spontis-2011-224x300.jpg" alt="" width="179" height="240" /></a>Ein Jahresrückblick gehört zu den wenigen Ritualen eines Bloggers, denen ich mich gerne anschließe. Doch anstatt euch mit langweiligen Zahlen und Statistiken zu nerven, wie ich es bereits <a href="http://www.spontis.de/internes/blogstatistik-jahresrueckblick-2010/">2010</a> gemacht habe, wollte ich dieses Jahr etwas persönlicheres schreiben. Ich entschied mich für eine chronologische Reise durch die Monate, bei der ich Artikel herauspicke, die bei mir einen besonderen Eindruck hinterlassen haben, in denen man besonders heiß diskutierte, die häufig aufgerufen oder schlichtweg überhaupt nicht beachtet wurden. Da ich aber nicht in der Lage bin mich kurz zu fassen, entschied ich mich für einen knackigen Zweiteiler.</p>
<p><strong>Januar</strong></p>
<p>Startschuss für den Gothic Friday. 12 Monate und 12 Themen sollten es werden, die den Teilnehmer und den Leser in die eigene Vergangenheit, die Gegenwart und die mögliche Zukunft führen sollten. Abseits von Fachliteratur, Magazinen und Berichten wollten Shan Dark und Ich ein Bild von dem zusammenfügen, was Gothic war, ist und ausmachen könnte. Wie viel Arbeit wir uns damit einbrocken würden, wussten wir nicht, wie viel Freude es uns machen würde, ahnten wir nicht und wir machten uns keine Vorstellung davon, wie so manches Thema die eigene Sichtweise änderte. Mit dem ersten Thema »<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-januar-wie-bist-du-in-die-szene-gekommen/">Wie bist Du in die Szene gekommen?</a>« wurde uns aber schnell klar, wie spannend, vielfältig und unglaublich bereichernd diese Aktion werden würde.<span id="more-13429"></span></p>
<p>Der Graf polarisiert die Leser. Der Artikel »<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gedankenspiel/der-graf-und-sein-produkt-scheinheilig-geschoren-um-zu-erleben/">Der Graf und sein Produkt: Scheinheilig — Geschoren um zu erleben?</a>« wird heiß diskutiert. Der beispiellose musikalische Erfolg, der in der Szene begann und nun im Mainstream die Massen begeistert, ist vielen treuen Unheilig-Fans sauer aufgestoßen. Doch die Menge der neuen Fans, die Unheilig durch ihre »große Fahrt« gewonnen haben, lässt den Verlust verschmerzen. Der Graf kann von seiner Musik leben, ein Ziel das viele Musiker seit Jahren verfolgen. Er hat in Kauf genommen, durch massive Medienpräsenz den Erfolg zu vergrößern. Ihm ist jeder Fan recht. Jeder der seine Musik mag, zu seinen Konzerten geht und die CD im Laden kauft. Ein Weg, den viele seiner Kollegen eingeschlagen haben und einschlagen werden.</p>
<p><strong>Februar</strong></p>
<p>Ein Nager hebt ab. Mit dem letzten Teil der 8-teiligen Reihe »<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gedankenspiel/der-graf-und-sein-produkt-scheinheilig-geschoren-um-zu-erleben/">Ratte macht die Fliege</a>« endet ein legendärer Foto-Love-Roman der Bravo, der 1987 als Vorlage und Szene-Einstieg für viele Jugendliche diente. Man fühlt mit Carla, der Gruftie-Braut aus München, die sich aufmacht die englische Insel zu erobern, um ihrer Szene-Zugehörigkeit die krönende schwarze Kirsche aufzusetzen. Die Freundinnen, die zunächst von Carla begeistert sind, sind nun zerstritten. Ein Ausflug in die Szene hat für neue Prioritäten gesorgt. Während Dagmar in den Armen ihres Freundes liegt, wird Vero immer extremer und zur Einzelgängerin.</p>
<p>Geknickt, geschüttelt und zum Leuchten gebracht. Spontis thematisiert erneut den Konflikt zwischen Cyber und Gothic und titelt: »<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gedankenspiel/cyber-nur-noch-eine-mode/">Cyber: Nur noch eine Mode?</a>«. Die Frage, ob diese Bewegung eine reine Modeerscheinung ist, oder doch mit Inhalt gefüllt werden kann, wird 120 mal kommentiert. Für mich bleibt der Eindruck, dass eine Subkultur ohne Inhalt sich irgendwann in Wohlgefallen auflöst und eine Szene ohne Gemeinsamkeiten keine Szene ist. Es geht um falsch verstandene Toleranz, Abgrenzungsverhalten und musikalische Inkompatibilität. Ausgang: offen. Schlussfolgerung: unklar.</p>
<p><strong>März</strong></p>
<p>Das Bühne ist männlich dominiert, auch in der Musik der Szene. Während sich die Gothics als Szene mit relativ hohem Frauenanteil präsentieren, muss man die weiblich geführten Acts mit der Pinzette herauspicken. »<a href="http://www.spontis.de/ansichtssache/mannlich-dominierte-szene-sucht-ostrogen-bitte-melde-dich/">Männlich dominierte Szene sucht: Östrogen — bitte melde dich</a>« nenne ich meinen Aufruf an die Frauen wieder mehr Präsenz auf der Bühne zu zeigen. Nicht weil wir Männer sonst nichts anzuhimmeln hätten, sondern nur wegen der Abwechslung. Es wäre doch schön, wenn Frauen nicht als knapp bekleidete Bühnenhasen dienen würden, sondern wenn sich auch mal Männer lasziv zu der engelsgleichen Stimme einer Frau räkeln würden, oder?</p>
<p>Der Artikel »<a href="http://www.spontis.de/ansichtssache/mit-worten-treffpunkt-domplatte-reloaded/">Mit Worten: Treffpunkt Domplatte Reloaded</a>« bringt die kommentierenden Damen auf falsche Gedanken. Sie präsentieren ihren besten Anmachsprüche: <em>Spruch 1: Kannste mir mal dei­nen Kajal leihen? - Spruch 2: **stol­per** Huch, mein nie­ten­arm­band hat sich in dei­nem Spinnennetz-Shirt ver­fan­gen. Magst mir raushelfen?? - Spruch 3: Tschul­di­gung, kannst du mir mal den Stie­fel schnü­ren? Das geht mit den Samt­hand­schu­hen so schlecht. - Spruch 4: Du siehst aus wie frisch gebis­sen –oder wo hast du dich in den letz­ten 400 Jah­ren vor mir versteckt? - Spruch 5: Du stehst auf mei­nem Lack­man­tel… und ich steh auf deine Bon­dage Hose. </em>Wenn das funktionieren sollte, wirft das ein zwiespältiges Licht auf die Herren der Schöpfung.</p>
<p><strong>April</strong></p>
<p>Komme ich jetzt ins Fernsehen? Die Picture Puzzle Medien Produktionsfirma suchte für eine Sendung Gothic-Szenemitglieder, die sich einige Tage im Gothic-Alltag mit der Kamera begleiten lassen. Ein Angebot, dass ich leider ablehnen musste. Ich halte meinen Alltag für sterbenslangweilig (obwohl diese Wortwahl natürlich wieder durch eine klischeehafte Mehrdeutigkeit glänzt) und habe natürlich abgelehnt. Es war so ärgerlich, hätte ich doch nur einen Alltag voller Tieropferungen, Kreuzen, Spinnweben und dunklen Ritualen. Sicher wäre ich dann mutiger gewesen und hätte das Angebot angenommen. Nachzulesen im Artikel »<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/neulich-im-virtuellen-postkasten-mochten-sie-ins-fernsehen/">Neulich im virtuellen Postkasten: Möchten Sie ins Fernsehen?</a>«</p>
<p>Grufties sind sportlich. Sie laufen, bis der Kajal vom Schweiß gelöst die Wangen herunterläuft, sie trainieren ihre Muskeln, bis die Netzhemden zum zerreißen gespannt sind, und sie färben das Wasser der Schwimmbades schwarz, während sie angestrengt ihre Bahnen ziehen. Warum? Kein Kommentar auf das Bild im Artikel »<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/dunkelkunst/ohne-worte-sport-ist-mord/">Ohne Worte: Sport ist Mord</a>« sprechen eine deutliche Sprache.</p>
<p><strong>Mai</strong></p>
<p>Das WGT steht unmittelbar bevor. Während  ich selbst in den USA verweile, kümmert sich eine Horde liebenswürdiger Grufties um weitere Inhalte im Blog. Orphi zieht mit ihrem Beitrag »<a href="http://www.spontis.de/vernetzt/gastbeitrage/hey-gothic-bist-du-true-oder-untrue/">Hey, Gothic! Bist du true oder untrue?</a>« die meisten Leser in ihren Bann. Die aus dem umgangssprachlichen Gebrauch stammende Floskel »True« oder »Untrue« bezieht sich demnach auf Äußerlichkeiten. Dem Schein wird offenbar mehr Bedeutung zugemessen, als dem inneren Glanz, der den Schein womöglich zum Leuchten bringt. Selbst die Verfasserin selbst scheint sich ihrer Selbst nicht sicher zu sein, denn auch sie vermag nicht zu erklären, was eigentlich »true« ist.</p>
<p>Ich wurde genötigt, bedrängt und verführt. Ein leichtes Spiel für die Leser des Blogs, mich zu einem »<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/spontis-family-treffen-zum-wgt-in-leipzig/">Spontis Family Treffen zum WGT in Leipzig</a>« zu animieren, denn ich war willig und bereit und habe nur den Bedrängten gespielt. Man will ja nicht wie jemand wirken, den man leicht beeinflussen kann. Rückblickend kann ich sagen, dass ich dumm gewesen wäre, wenn ich das Treffen nicht veranstaltet hätte, denn die Möglichkeit einige Leser in Fleisch und Blut kennen zulernen hat mich tief bewegt und nachhaltig beeindruckt. Ich freue mich schon jetzt auf eine Wiedersehen, wenn es 2012 heißt: Spontis-Family Treffen in Leipzig!</p>
<p><strong>Juni</strong></p>
<p>Während andere im Staub der Wüste nach längst vergangenen Kulturen suchen um mit spektakulären Neuentdeckungen zu glänzen, machen ich meine Entdeckung des Jahres in Velbert. <a href="http://www.schementhemen.de/">Schementhemen</a> ist eine Lese– und Kulturbühne mit amplitudenhaftem Niveau, es bewegt sich bewusst nach oben um mit skurrilen Geschichten zu beeindrucken und wieder in steiler Talfahrt nach unten, um mit Fäkalhumor die Zuschauer zum lachen zu bringen. Mich natürlich nicht, ich bewege mich logischerweise nur auf der Spitze der Amplitude. Fortan besuche ich die Lesungen regelmäßig und werde auch sicherlich 2012 des öfteren im Flux zu finden sein. »<a href="http://www.spontis.de/auseinandergesetzt/druckerschwarze/schementhemen-mit-myk-jung-und-klaus-markert/">Schementhemen mit Myk Jung und Klaus Märkert</a>« bietet einen Überblick über die Dinge, die den Besucher erwarten. Bei Schementhemen-Jahresausklang mit anschließendem skurrilen Wichteln habe ich ein Poster der Subkulturen ergattert. Irgendwie passend und bezeichnend.</p>
<p>Das WGT hinterlässt Spuren. Der <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/wave-gotik-treffen-2011-pressespiegel/">Pressespiegel zum Wave Gotik Treffen 2011</a> gehört im Juni zu den beliebtesten Beiträgen. Man ist neugierig, wie die Presse das Treffen aufgenommen hat und zu welchen Schlussfolgerung sich Journalisten hinreißen lassen. Allen voran die BILD, die ihre lüsterne Leserschaft zu beeindrucken versucht: »<em>Eine Straps-Domina führt ihren Skla­ven an der Kette durch die Stadt. Nur in Kor­sett und Strümp­fen, aber mit Son­nen­schirm stol­ziert eine junge Frau über die Peters­straße. Eine Schön­heit im durch­sich­ti­gen Reif­rock macht die Grufti-Jungs ver­rückt. Schwarze Engel in knap­pen BH, Hös­chen und Netz­strümp­fen schwe­ben durch die City, dazu Elfen in Lack und Leder.« </em>Das weckt offenbar das Interesse, der neugierigen Leserschaft. Lack, Leder, Höschen, Strapse, Domina und Korsett sind die Schlagworte, die vielleicht den braven Familienvater zu nächtlichen Phantasien reizen, während seine Frau über Kopfschmerzen klagt und einschläft.<br />
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		<title>Weihnachtsterror zwischen Büchern und Tee</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 23:14:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
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		<category><![CDATA[Terror]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich wusste, ich hätte zu Hause bleiben sollen. Ich folgte jedoch dem inneren Ruf nach Kontakt mit der Außenwelt, ignorierte die Stimme der Vernunft und wagte mich in die Fußgängerzone. Mal wieder in der Auslage der Buchhandlung stöbern, den heimischen Tee-Vorrat auffüllen oder vielleicht eine spielerische Herausforderung? Wie naiv ich doch war. Es hätte doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/12/Gingerbread-Zombie.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13358];player=img;" title="Gingerbread Zombie"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft  wp-image-13360" title="Gingerbread Zombie" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/12/Gingerbread-Zombie-224x300.jpg" alt="" width="157" height="210" /></a>Ich wusste, ich hätte zu Hause bleiben sollen. Ich folgte jedoch dem inneren Ruf nach Kontakt mit der Außenwelt, ignorierte die Stimme der Vernunft und wagte mich in die Fußgängerzone. Mal wieder in der Auslage der Buchhandlung stöbern, den heimischen Tee-Vorrat auffüllen oder vielleicht eine spielerische Herausforderung?</p>
<p>Wie naiv ich doch war. Es hätte doch klar sein müssen, dass ich 2 Tage vor dem Weihnachtsfest auf eine einkaufswütige Masse treffen würde, die verzweifelt versucht, das letzte Geschenk für die unliebsame Verwandtschaft zu ergattern. Ich meine, wenn einem die Ideen ausgehen geht man doch in die Buchhandlung um ein Buch zu kaufen, von dem man sich vorstellen könnte, dass es der andere gebrauchen könnte. Bücher zu verschenken, ja das adelt doch die eigenen Absichten an den Bildungsanspruch. Schnell ein Buch mit den gesammelten Werken von Hermann Hesse, oder einen Gedichtband von Rilke? Das wirkt literarisch, belesen, gebildet — ganz egal ob der andere überhaupt Geschmack dafür erübrigen kann. Ich fühle mich gut, weil ich Bildung verschenke und der andere muss sich einfach gut fühlen, weil man ihm zutraut für solche Werke zugänglich zu sein. Ein vermeintliche Win-Win Situation. Und wenn alle Ideen ausgehen, dann eben ein Gutschein, mit dem kann man doch immer was anfangen.</p>
<p>Schnell merkte ich, dass es ein vollkommen behämmerte Idee war, in die Buchhandlung zu gehen, 2 Tage vor dem Fest. Ich suchte Rettung in der Teehandlung. In Zeiten von Kaffeemischgetränken und Weinflaschen, die man Weihnachten nun mal schenkt um das Fest halbwegs zu ertragen., schien das eine gute Alternative zu sein. Wie engstirnig von mir. Hätte ich nur einen Schritt weitergedacht, wäre mir in den Sinn gekommen, dass Tee so ähnlich eingesetzt wird wie Bücher. Schlimmstenfalls sogar zusammen. Ich meine 9,99€ für ein Buch? Und das zu Weihnachten? Den meisten ist diese Form der Wertschätzung des anderen zu gering und nur ein Buch mit einer fertig gedruckten Karte? Nein, das geht nicht. Also legt man zu <em>Daniela Katzenbergers</em> <a href="http://shop.spiegel.de/shop/action/productDetails/14905364/daniela_katzenberger_sei_schlau_stell_dich_dumm_3404606698.html">Werk</a> »Sei schlau, stell Dich dumm« noch schnell einen möglichst absurden Kräutertee mit Hustenbonbongesschmack oder eine Schwarztee-Mischung von der man gehört hat, dass sie gut sein soll. Und weil man selbst keine Ahnung hat, löchert man die überforderten Verkäuferinnen, um am Weihnachtsabend mit möglichst fachkundigen Aufbrüh-Hilfen aufwarten zu können. So tapsten hilflose Kunden durch den Teeladen und behinderten mich massiv beim Kauf meines geliebten Earl Grey, den ich ja eigentlich auch nur trinke, weil Jean-Luc Picard ihn auch trinkt. Ich wollte einfach nur weg.<span id="more-13358"></span></p>
<p>Ich spare mir den Weg zur ortsansässige Spielehandlung, irre verwirrt an den Fressbuden des Weihnachtsmarktes vorbei und lasse mich von der Glühwein geschwängerten Luft einhüllen, während ein ums andere mal »Rudolf the Rednose Reindeer« durch die Lautsprecher dudelt. Es gibt kein entrinnen, ich muss hier durch! Ich habe mir die Suppe eingebrockt, also muss ich sie jetzt auch auslöffeln. Der aufgesetzt fröhliche Weihnachtsmann am Eingang der Einkaufgalerie, in dessen Parkhaus ich meinen Wagen abgestellt habe, passt da wie die Faust aufs Auge. Einen Gutschein für den nächsten Bücherkauf? Die Gratis-Tee-Probe »Wintertraum« der benachbarten Teehandlung? Nur meine gute Erziehung und gefestigte Vorstellung von Moral und Ethik halten mich davon ab, ihm mit seinem künstlichen Bart zu erwürgen, während die Glocke aus seiner Hand zwischen seinen Zähnen steckt. Hilfe! Weihnachtsterror!</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=6Ks8H8UxGnE">http://www.youtube.com/watch?v=6Ks8H8UxGnE</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=6Ks8H8UxGnE"><img src="http://img.youtube.com/vi/6Ks8H8UxGnE/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>(Bildquelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/davecobb/">davecobb@flickr.com</a> | <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">CC by-nc-sa</a>)<br />
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		<title>Von guten Freunden und unerfüllten Wohnträumen</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 14:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Einrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Gruftie]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es dürfte den regelmäßigen Lesern nicht entgangen sein, dass es ruhig geworden ist im Blog. Eigentlich ist es nicht meine Art einen Abwesenheitsartikel zu verfassen, denn ich selbst finde das schrecklich und überflüssig. Entweder man schreibt, oder man schreibt eben nicht. Ich möchte diesen Artikel zum Anlass nehmen, etwas von Träumen zu schreiben, von guten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Fledermaus.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12992];player=img;" title="Fledermaus"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-12993" title="Fledermaus" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Fledermaus-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Es dürfte den regelmäßigen Lesern nicht entgangen sein, dass es ruhig geworden ist im Blog. Eigentlich ist es nicht meine Art einen Abwesenheitsartikel zu verfassen, denn ich selbst finde das schrecklich und überflüssig. Entweder man schreibt, oder man schreibt eben nicht. Ich möchte diesen Artikel zum Anlass nehmen, etwas von Träumen zu schreiben, von guten Freunden und unerwarteter Hilfe.</p>
<p>Ich bin ein Spätzünder und das in jeder Hinsicht. Ich habe Jahre gebraucht um mich selbst zu finden und bin Träumen hinterhergelaufen, die unrealistisch und unmöglich erschienen. Kompromisse, so dachte ich, gehören zum privaten Leben dazu.  Kompromisslosigkeit erschien mir egoistisch. So blieb es bei Träumen von der perfekten Wohnung, von einem Refugium, das ganz und gar den eigenen Ansprüchen, Vorstellungen und Wünschen entspricht. Kleine Schritte wurden erkämpft und mündeten in einem Zimmer, einem Raum. Ein Rückzugsort im Rückzugsort. Falsche Klischeevorstellung bremsten den Drang zusätzlich, was ich als schön und ästhetisch empfand, wurde als kitschig und lächerlich abgestempelt. Ich bin 37 und endlich richte ich eine Höhle so ein, wie es mir gefällt. Nennt mich einen Spätzünder.</p>
<p>»<em>Man muss erst herausfinden, dass es auch anders geht.</em>« sagte eine gute Freundin zu mir. Und so utopisch das für mich klang, ich habe es herausgefunden und das in <em>jeder</em> Hinsicht. Seit ein paar Wochen renovieren wir eine gemeinsame Höhle voller Gemeinsamkeiten, verbringen viel Zeit in Einrichtungshäusern, Baumärkten um nach den schwarzen Perlen zu tauchen. Die einzigen Kompromisse sind dem Geldbeutel geschuldet.<span id="more-12992"></span></p>
<p><strong>Der Weg ist das Ziel?</strong></p>
<p>Nicht für mich. Am liebsten würde ich mit dem Finger schnippen und alles ist wie von Geisterhand fertiggestellt. Blöd nur, dass die Realität anders aussieht. Wände und Decken streichen sich nicht von allein und defekte Heizungsrohre, die während der Renovierungsarbeiten entdeckt werden, werfen Zeitpläne schonungslos zurück. Erschwerend hinzu kommt, dass ich zwar ein ausgeprägtes Helfer-Syndrom habe, es mir aber schwerfällt, selbst nach Hilfe zu fragen. Glücklicherweise gibt es Menschen, die das wissen und entsprechende schonungslos ihre Hilfe anbieten.  Ein überraschender Telefonanruf brachte unerwartete Hilfe:</p>
<div id="attachment_12995" class="wp-caption alignright" style="width: 112px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: right;"><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Gute-Freunde-2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12992];player=img;" title="Gute Freunde 2"><img class="size-thumbnail wp-image-12995" title="Gute Freunde 2" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Gute-Freunde-2-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" /></a><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">…kompetenter Koordination</p></div>
<div id="attachment_12994" class="wp-caption alignright" style="width: 150px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: right;"><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Gute-Freunde.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12992];player=img;" title="Gute Freunde"><img class="size-thumbnail wp-image-12994" title="Gute Freunde" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Gute-Freunde-150x112.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">Umfangreiche Arbeiten bedürfen…</p></div>
<p>»<em>Sag mal, kommst du am Freitag?</em>»<br />
»<em>Ich weiß noch nicht, ich wollte eigentlich am Wochenende streichen um muss noch alles abkleben.</em>»<br />
»<em>Du renovierst? Prima, dann kann ich mich endlich mal revanchieren. Wann soll ich kommen?</em>»<br />
»<em>Ähm…</em>»<br />
»<em>Okay, dann also am Sonntag Mittag.</em>«</p>
<p>Widerstand zwecklos. Ich bin dann tatsächlich nicht der Einladung zum Freitag Abend gefolgt, sondern habe den örtlichen Baumarkt besucht, um mich mit entsprechenden Materialien einzudecken. Ich habe angefangen auszuräumen, zu demontieren und abzukleben. Samstag dann eine wiederum überraschende E-Mail mit sinngemäßem Inhalt:</p>
<p>»<em>Stefan hat mir gestern erzählt, dass du renovierst.<br />
Ich habe mir gedacht, eine fünfte Hand kann man immer gebrauchen, wenn du nichts dagegen hast, sehen uns dann Sonntag Mittag.<br />
Viele Grüße, Marco.</em>«</p>
<p>Wer jetzt schwarze Wände erwartet hat, wird enttäuscht. Das passt einfach nicht zum Ambiente der Räume, die gestrichen wurden. Ich glaube, ohne Hilfe hätte ich sicherlich doppelt so lange gebraucht und wäre nur halb so zufrieden gewesen. Ich hatte die Hilfe ehrlich gesagt nicht erwartet, denn ich bin nicht der Typ, der sich wirklich aufopfernd für die Pflege seiner Freundschaften einsetzt. Manchmal melde ich mich wochenlang nicht und bin auf Menschen angewiesen, die das ebenso unverkrampft sehen wie ich. Dankeschön.</p>
<p><strong>Schwarzes Licht am Ende des Tunnels</strong></p>
<p>Aus Kreidezeichnungen wird Realität und aus Träumen Wirklichkeit. Schritt für Schritt, denn eine Wohnung wächst mit seinen Bewohnern. Es ist erstaunlich, wie die Kompromisslosigkeit und Detailverliebtheit ein völlig neues Ambiente schaffen. Ein Freund, der half ein Sofa durch das Treppenhaus zu wuchten, sagte: »<em>Komisch, es ist die gleiche Wohnung, aber sie hat eine völlig neue Aura.</em>« Zu esoterisch? Vielleicht ist auch das wieder eine Klischeevorstellung, von der man sich lösen muss. Denn was man fühlt ist eben manchmal kitschig und könnte der Vorstellung einer Gruftie-Wohnung näher kommen, als es der Verstand zulassen möchte. Erlaubt ist, was gefällt. Kompromisse sind doof.</p>
<p>Die Zeit kommt zurück und vielleicht kehrt auch bald wieder genug Ruhe ein, um Spontis mit frischem Wind zu versorgen, damit dieser Blog schnell wieder Fahrt aufnimmt. Abwesenheitsartikel sind nicht meine Stärke, ich mag sie einfach nicht.</p>
<p><strong>Impressionen</strong></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Hexenk%C3%BCche2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12992];player=img;" title="Hexenküche2"><img class="alignnone size-medium wp-image-13008" title="Hexenküche2" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Hexenk%C3%BCche2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Kerzenleuchter.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12992];player=img;" title="Kerzenleuchter"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13009" title="Kerzenleuchter" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Kerzenleuchter-300x244.jpg" alt="" width="270" height="220" /></a></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Heizung.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12992];player=img;" title="Heizung"><img class="size-medium wp-image-13001 alignnone" title="Heizung" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Heizung-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Bibliothek.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12992];player=img;" title="Bibliothek"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="size-medium wp-image-12998 alignleft" title="Bibliothek" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Bibliothek-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Wohnzimmertisch.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12992];player=img;" title="Wohnzimmertisch"><img class="alignnone size-medium wp-image-13005" title="Wohnzimmertisch" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Wohnzimmertisch-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Wohnecke.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12992];player=img;" title="Wohnecke"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13006" title="Wohnecke" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/Wohnecke-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a><br />
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		<title>Durchspielte Nächte im Winter 2000: Diablo</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 23:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Diablo]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Frühjahr 1997 war es soweit. Ich hatte die Nase voll von der alten Computer-Klapperkiste, die meine Schwester mir vor einigen Jahren überließ, ein neuer Rechner musste her. Schon im Jahr zuvor hatte ich Geld beiseite gelegt, um mir den lange gehegten Traum zu erfüllen. Ein Komplettrechner mit allem was das flammende Herz begehrte stand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Diablo-Nacht.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12964];player=img;" title="Diablo Nacht"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-12965" title="Diablo Nacht" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Diablo-Nacht-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Im Frühjahr 1997 war es soweit. Ich hatte die Nase voll von der alten Computer-Klapperkiste, die meine Schwester mir vor einigen Jahren überließ, ein neuer Rechner musste her. Schon im Jahr zuvor hatte ich Geld beiseite gelegt, um mir den lange gehegten Traum zu erfüllen. Ein Komplettrechner mit allem was das flammende Herz begehrte stand bereits im Einkaufswagen des ortsansässigen Elektronik-Marktes. Ehrensache, dass ein neues Spiel dazugelegt wurde, schließlich musste man ja gleich ausprobieren, was der neue Rechenknecht versprach. Die Packung sah vielversprechend aus: Ein düsterer und mit blutroter Teufelsfratze verzierter Karton, auf dem in flammenden Buchstaben DIABLO prangte, ließ mein Herz höher schlagen.</p>
<p>In den folgenden Wochen schlug ich mir die Nächte um die Ohren. Ich fieberte vor dem Bildschirm der nächsten Monsterhorde entgegen, verkrampfte meine Hand voller Anspannung um die gebeutelte Maus und beschimpfte virtuelle Mächte mit vulgären Flüchen. Das totgesagte Rollenspielgerne in Gestalt dieses äußerst teuflischen Spiels hatte mich in seinen Bann gezogen, es verschlang die Zeit wie ein hungriger Löwe seine Beute.</p>
<p>Mit einem zweiten Teil und einigen Erweiterungspacks endete 2001 ein legendäre Spiele-Reihe, die nicht nur mich, sondern auch unzählige andere Begeisterte Rollenspieler vor den Bildschirm lockte. Es folgte viele weitere Titel dieses Gerne, einige davon hatte das Potential es mit meinem König der Hack’n’Slay Rollenspiele aufzunehmen, doch der Zauber dieses Titels stellte sich nicht wieder ein.<span id="more-12964"></span></p>
<p>2008 kündigte Blizzard den dritten Teil der Saga an, seit September läuft die geschlossene Beta. Grund genug in Erinnerungen zu schwelgen und ein Bild  auszugraben, dass in einer langen Winternacht aus dem Jahr 2000 stammt und mich bei einer legendären TCP/IP-Party zeigt, in der wir im Mehrspielermodus Diablo II huldigten.</p>
<p>Videos, die das Vergangene zeigen und die Lust auf den neuesten Teil der baldigen Trilogie wecken, sind Schuld daran, dass ich euch mit dieser Erinnerung belästige. Ich mag Computerspiele mit Geschichten, in dem man die Rolle eines Helden übernimmt und sich auf der Jagd nach Verbesserung durch dunkle Gemäuer quält. Vermutlich werde ich mir Urlaub nehmen, dass Zimmer abdunkeln, Kerzen entzünden und mir mit einem Kaffee die Nacht um die Ohren schlagen. Vorausgesetzt, <a href="http://www.diablo3.com">Diablo III</a> erscheint auch pünktlich.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=kLedw4HACNc">http://www.youtube.com/watch?v=kLedw4HACNc</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=kLedw4HACNc"><img src="http://img.youtube.com/vi/kLedw4HACNc/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Einen Vorgeschmack auf die Geschichte von Diablo III bietet dieser Einblick:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=nlhWqmVeDno">http://www.youtube.com/watch?v=nlhWqmVeDno</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=nlhWqmVeDno"><img src="http://img.youtube.com/vi/nlhWqmVeDno/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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		<title>Pamphlet für eine überfällige Trennung - Cyber und Gothics</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 20:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber]]></category>
		<category><![CDATA[Cybergoth]]></category>
		<category><![CDATA[Gothic]]></category>
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		<description><![CDATA[Ist es nicht witzig, wenn bunte Glühwürmchen — oder auch Cyber genannt — zu technoider Musik tanzen? Kann man sich nicht herrlich darüber amüsieren, wenn im Netz wieder ein besonderes Fundstück auftaucht, in dem tanzende Knicklichtgrufties — oder auch Cyber genannt — an öffentlichen Orten ihre »Moves« präsentieren? Sind sie nicht einfach lächerlich, diese sogenannten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Cyberdance.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12858];player=img;" title="Cyberdance"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-12859" title="Cyberdance" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Cyberdance-300x143.jpg" alt="" width="300" height="143" /></a>Ist es nicht witzig, wenn bunte Glühwürmchen — oder auch Cyber genannt — zu technoider Musik tanzen? Kann man sich nicht herrlich darüber amüsieren, wenn im Netz wieder ein besonderes <a href="http://www.spiegeloffline.de/2011/09/09/industrial-fur-alle/">Fundstück</a> auftaucht, in dem tanzende Knicklichtgrufties — oder auch Cyber genannt — an öffentlichen Orten ihre »Moves« präsentieren? Sind sie nicht einfach lächerlich, diese sogenannten Cyber-Gothics?</p>
<p>Man mag von dieser Form der Selbstdarstellung halten was man möchte, ich finde sie ganz und gar nicht lächerlich und rege mich zunehmend darüber auf, dass sich andere darüber lustig machen.</p>
<p>Ich stelle für mich fest: Cyber hat mit Gothic nichts zu tun. Weder musikalisch, noch optisch und schon gar nicht inhaltlich. Diese Szene hat längst ihren eigenen Weg gefunden und ist vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders beliebt. Das es zu ständigen verbalen und thematischen Konflikten innerhalb der schwarzen Gemeinde kommt liegt einzig und allein an der Tatsache, dass Veranstalter von Festivals und Diskothekenbetreiber immer noch mischen, was nicht mehr zusammengehört. Ob es jemals zusammengehörte, bleibt fraglich. Die Gründe sind offensichtlich: Man möchte ein möglichst breites Publikum ansprechen um Veranstaltungsorte und Festivalgelände ausreichend zu füllen, damit Geld verdient wird. <span id="more-12858"></span></p>
<p>Ich mag diese Form der Selbstdarstellung nicht, kann der Musik nichts abgewinnen und empfinde es auch als störend, wenn bunt leuchtende Gestalten auf der Tanzfläche meine Stimmung zerstören. Gerade bei Musiktiteln, die Potential für Überschneidungen liefern. Ein Trennung beider Szenen ist nützlich für beide Seiten, nur nicht für die Veranstalter, denn die haben dadurch Schwierigkeiten, ein entsprechendes Einzelpublikum anzulocken. Der Frust jedes Einzelnen über Zustände, die er scheinbar hinnehmen muss, entlädt sich dann in den Kommentaren zu entsprechenden Videos.</p>
<p>Aber Hand auf’s Herz: Wo bitte liegt der Unterschied zwischen Jugendlichen, die ihre Cyber-Moves präsentieren und denen die Hip-Hop, Breakdance oder Jumpstyle tanzen und ihre selbstgedrehten Videos auf YouTube veröffentlichen? Wir müssen uns nicht auf die gleiche Stufe mit denen stellen, die nichts anderes zu tun haben, als sich permanent darüber lustig zu machen was sie selbst nicht wollen oder können. Ich sehe mich zu mindestens außerstande genug Körperkontrolle aufzubringen, um auch nur eins der beiden vorgestellten Videos nachzutanzen. Und überhaupt, aus einem anderen Blickwinkel könnte man sich auch über das 3 Schritte vor und 3 Schritte zurück lächerlich machen, keine Frage. Ich finde es sogar ausgesprochen gut, wenn man seine Zeit damit verbringt einen Tanz oder eine Choreografie einzustudieren, diese zu filmen um sie sich selbst zu bewahren oder Freunden zu zeigen. Das wäre nichts für mich persönlich, aber zu mindestens eine — so finde ich — sinnvollere Freizeitbeschäftigung als rein destruktive und selbstzerstörerische Gemeinsamkeiten.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=O_IGuUsqJwQ">http://www.youtube.com/watch?v=O_IGuUsqJwQ</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=O_IGuUsqJwQ"><img src="http://img.youtube.com/vi/O_IGuUsqJwQ/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Pm4EpiD2rrI">http://www.youtube.com/watch?v=Pm4EpiD2rrI</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Pm4EpiD2rrI"><img src="http://img.youtube.com/vi/Pm4EpiD2rrI/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Liebe Gothics, liebe Cyber. Ihr passt einfach nicht zusammen. Versucht nicht, Parallelen zu finden, wo keine sind. Es mag sein, dass wir uns in mancher Hinsicht musikalisch ähneln, das liegt aber daran, dass sich EBM, Industrial oder auch Futurepop ähnlich tanzbar anfühlen. Wir können uns Gegenseitig nicht riechen, weil wir von Veranstaltern zusammengepfercht werden, die oftmals nur an ihren Gewinn denken. Jeder kämpft um seine Rückzugorte. Die einen wollen zu technoider Musik sich und ihre Tanzschritte präsentieren, die andern wollen sich in Ruhe ihrer Melancholie hingeben und sich mit geschlossenen Augen schleichend über die Tanzfläche schieben.</p>
<p>Hört auf damit, euch Gegenseitig lächerlich zu machen und nehmt euch nicht selbst so ernst. Besucht doch häufiger Veranstaltungen, die sich musikalischen klar voneinander unterscheiden, denn so wird letztendlich jedem Veranstalter klar, wohin der Weg führen könnte. Wenn es keine gibt, folgt den <a href="http://der-schwarze-planet.de/elektronische-nacht/">Beispielen</a> und macht eure eigenen Party. Und ehrlich gesagt sind mit Videos mit tanzenden Cyber lieber als die, in denen sich Jugendliche verprügeln oder mit frisierten Rollern über die Landstraße düsen. Tanzen hat noch niemandem geschadet, egal zu welcher Musik, mit welchen Klamotten und in welcher Form auch immer.</p>
<p>(Bildquelle: Screenshot aus <a href="http://www.youtube.com/watch?v=W0G-IDflOM0">YouTube-Video</a>)<br />
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		<title>Einfach nur Karneval? Dragon Con 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 18:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Dragon Con]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Dragon Con ist eine der größten Fantasy und Science-Fiction Conventions, die seit 1987 jährlich in den USA veranstaltet wird. Mit über 40.000 Besucher ein spektakuläres Massenereignis, das Cosplayer, Manga-Fans, Fantasyliebhaber, Rollenspieler und Science-Fiction-Verrückte aus aller Welt anlockt. Ein sehr beeindruckendes Video über die Convention und ihre Besucher entdeckte ich in einem anderen Blog. »Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Dragonconlogo-1.png" rel="shadowbox[sbpost-12783];player=img;" title="Dragon Con"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-12784" title="Dragon Con" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Dragonconlogo-1-150x141.png" alt="" width="150" height="141" /></a>Die <a href="http://www.dragoncon.org/">Dragon Con</a> ist eine der größten Fantasy und Science-Fiction Conventions, die seit 1987 jährlich in den USA veranstaltet wird. Mit über 40.000 Besucher ein spektakuläres Massenereignis, das Cosplayer, Manga-Fans, Fantasyliebhaber, Rollenspieler und Science-Fiction-Verrückte aus aller Welt anlockt. Ein sehr beeindruckendes Video über die Convention und ihre Besucher entdeckte ich in einem <a href="http://www.crackajack.de/2011/09/22/dragoncon-cosplay-video/">anderen Blog</a>.</p>
<p>»<em>Das ist wie Karneval ohne Alkohol!</em>«, las ich in den Kommentaren, dass brachte mich zum nachdenken. Ist das wirklich so?  Ich wollte Gefühl der Entrüstung nachgehen und habe versucht zu beschreiben, wo ich den Unterschied sehe. Und natürlich möchte auch das Video präsentieren, denn manche Protagonisten und ihre Kostüme sind reiner Augenzucker.<span id="more-12783"></span></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=KYDrwujtV2A">http://www.youtube.com/watch?v=KYDrwujtV2A</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=KYDrwujtV2A"><img src="http://img.youtube.com/vi/KYDrwujtV2A/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Mit Karneval kenne ich mich aus, denn hier am Niederrhein bekommt man diese alljährlich Treiben in die Wiege gelegt, es ist schon fast einer religiösen Konditionierung gleichzusetzen. Gemocht habe ich es nie, manchmal bin ich mitgegangen um die Erinnerung an die Ablehnung aufzufrischen. Im Kern besteht der Karneval aus einer alten Tradition, Kostümen und hemmungslosen, verkleideten Ausleben eines mir unerklärlichen Zwanges nach dem Loslassen der eigenen Vernunft. Alkohol spielt eine wichtige Rolle, denn bei vielen Menschen scheint das der Schlüssel zu einem enthemmten Zustand zu sein, in dem das in Ordnung ist, was sonst eben nicht in Ordnung ist. Vernunft weicht selbstauferlegter Unvernunft, <em>»kommt lasst uns Spaß haben und feiern bis der Arzt kommt!</em>« es wirkt wie ein mehrtägiges Freisprengen von gesellschaftlichen Konventionen. Für mich ist das nichts mehr, vor einiger Zeit beschloss ich endgültig, mich dieser merkwürdigen Tradition nicht mehr zu beugen. <a href="http://www.spontis.de/ansichtssache/am-aschermittwoch-ist-alles-vorbei/">2009</a> unternahm ich einen letzten Versuch, dieses Fest zu verarbeiten. Ein Fehlschlag, ich werde es nie verstehen.</p>
<p>Und was hat das mit der Dragon Con zu tun? Nichts! Genau das ist der Punkt. Ich bin kein Cosplayer, finde diese Art der Selbstdarstellung aber sehr interessant, spannend und kreativ. Menschen leben ihren Leidenschaften aus, zeigen ihrer Fertigkeiten und Phantasie und haben Freude daran, sich zu verkleiden um in die Rolle ihres Vorbildes zu schlüpfen. Ich glaube nicht, dass ein als Tiger verkleideter Karnevalist einen Tiger als Form einer Fantasy-Figur verehrt oder selbst einmal als Tiger leben möchte. Natürlich geht es bei der Convention um das Sehen und Gesehen-Werden, es ist ein Schaulaufen der Eitelkeiten, eine Leistungspräsentation der Fertigkeiten, doch daran kann ich nichts verwerfliches entdecken. Im Gegenteil. Viele der Teilnehmer benötigen keine Enthemmung in Form von Alkohol, viele der Kostüme sind extrem aufwendig hergestellt. Man kennt die Geschichte seiner Figur, identifiziert sich mit ihren Abenteuern.</p>
<p>Die einzige Gemeinsamkeit mit Karneval bleibt wohl das Verkleiden und das ist auch gut so. Man mag es als infantil betrachten, wenn sich Erwachsene als Comic-Helden verkleiden, mag sogar sein, dass man den gemeinen Gothic mit ähnlichen Augen betrachtet, ich finde das Gegenteil ist der Fall. Für mich ist es weitaus Erwachsener, seinen Leidenschaften nachzugehen, sich weiterhin auszuprobieren und sich sein ganz eigenes Bild von Vernunft und Unvernunft zu schaffen. Muss ich mir von einem als Zahnpastatube verkleideten, volltrunkenen Karnevalisten sagen lassen, eine Dragon Con oder Cosplay wären albern?  Manchmal wünschte ich, ein Spiegel gehörte zur Grundausstattung meiner Tasche.<br />
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