20 August

Ohne Worte: Joy Division Konzert (1979)

Spontis Thema

Joy Divi­sion Kon­zert Pos­ter: Frei­tag, 30. März 1979 — Walt­hams­tow Jugend­zen­trum, im Juni des sel­ben Jah­res ver­öf­fent­li­chen sie ihr legen­dä­res Album Unknown Plea­su­res. (via Man­ches­ter District Music Archiv)


13 August

Freitag der 13. (schon wieder)

Spontis Thema

Kühl und sach­lich hatte ich bereits die Fas­zi­na­tion des beson­de­ren Datum erklärt. Viel­leicht zu kühl, denn im schlimms­ten Fall ist Wis­sen der Tod jeder Phan­ta­sie und das möchte ich natür­lich nicht. Eigent­lich hätte ich die­ses Datum auch ver­passt, wäre da nicht Ein­gangs erwähn­ter Arti­kel, der an die­sem Frei­tag zu den belieb­tes­ten gehört. Und was mache ich? Ich ver­helfe dem Blog hier völ­lig blau­äu­gig in die neuste Ver­sion 3.0.1 ohne mir dar­über im kla­ren zu sein, welch fatale Fol­gen das haben könnte. Hätte ich vor­her gewusst wel­cher Tag heute ist, ich möchte mir gar nicht aus­ma­len was alles hätte pas­sie­ren können.

Aber es ist nichts gesche­hen. Nicht bei mei­ner Word­Press Instal­la­tion und nicht bei den ande­ren Instal­la­tio­nen die ich betreibe. Und das ist Grund genug der Brü­der Lumiére zu geden­ken und wie­der ein­mal die Pup­pen tan­zen zu las­sen. Natür­lich nur post-mortem, denn wir wol­len ja stil­echt bleiben.

YouTube Preview Image

10 August

Das Archiv der Jugendkulturen retten - Warum?

Spontis Thema

In der Zei­tung Neues Deutsch­land führte Redak­teur Mar­tin Krö­ger ein sehr infor­ma­ti­ves Inter­view mit dem Lei­ter des Archivs, Klaus Farin, das die Hin­ter­gründe der Ret­tungs­ak­tion für das Archiv der Jugend­kul­tu­ren anspricht.  Aus Jugend­kul­tu­rel­ler und Bil­dungs­po­li­ti­scher Sicht wirft das ein kri­ti­sches Licht auf die Haupt­stadt selbst, denn obwohl hier offen­sicht­lich viel inves­tiert wird, blei­ben wich­ti­gere Dinge unbe­rück­sich­tigt. Ein Regel­för­de­rung erhält das Archiv nicht, dass heißt eine regel­mä­ßige finan­zi­elle Unter­stüt­zung durch Bund, Land oder Ber­li­ner Senat fehlt. Es gibt zwar pro­jekt­be­zo­gene Mit­tel durch die Bun­des­pro­gramme „Viel­falt tut gut” und „Jugend für Viel­falt, Demo­kra­tie und Tole­ranz”, die sind aber auf spe­zi­fi­sche Auf­gabe zuge­schnit­ten und füh­ren nur sel­ten zu einem Mietzuschuss.

Ein­zige feste Ein­nah­me­quelle des Archivs der Jugend­kul­tu­ren ist der eigene Ver­lag, des­sen Erlös aber auch nicht aus­reicht allein die Miet­kos­ten von 5000€ pro Monat zu decken. So sprin­gen die Mit­ar­bei­ter immer wie­der ein, um Lücken in der Kasse durch pri­vate Finanz­sprit­zen zu fül­len. Am 31. Okto­ber, dem Stich­tag für die Spen­den­ak­tion läuft der Miet­ver­trag des Archivs auf der Fidi­cin­straße 3, Ber­lin aus. Bis dahin muss ent­schie­den wer­den ob der Miet­ver­trag für die Räume ver­län­gert wer­den kann, oder gekün­digt wer­den muss, wei­tere Jahre mit Ver­schul­dungs­ga­ran­tie kön­nen und wol­len die 28 Ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter nicht mehr auf sich neh­men. Letzt­end­lich wäre das das Ende des Archivs in sei­ner jet­zi­gen Form. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 August

Enola Gay - Is Mother proud of Little Boy today?

Kategorie: Ansichtssache7 Kommentare
Spontis Thema

Ein glei­ßen­der Blitz erhellt die Stadt. Die unglaub­li­che Hel­lig­keit und Inten­si­tät ver­dampft die obers­ten Haut­schich­ten ste­hen­ge­blie­be­ner Pas­san­ten, ihre Umrisse bren­nen sich in die Häu­ser­wände der Stadt kurz bevor die Druck­welle Men­schen und Häu­ser weg­reißt. Nie­mand im direk­ten Deto­na­ti­ons­be­reich über­lebt den Ein­schlag der Bombe, die töd­li­che Strah­lung legt sich wie ein Schleier des Todes über die Stadt. Noch wäh­rend die Feu­er­säule den Him­mel erhellt, ver­sinkt die Erde in tiefe Fins­ter­nis. Men­schen die vor der Hitze zum Fluss flie­hen und davon trin­ken, fal­len spä­ter die Haare aus. Rote Fle­cken bede­cken den gan­zen Kör­per noch bevor sie qual­voll inner­lich verbluten.

Heute vor 65 Jah­ren, am 6. August 1945 zer­störte eine Atom­bombe die japa­ni­sche Stadt Hiro­shima und tötete etwa 150.000 Men­schen. Um 8:15 wirft die Enola Gay, ein ame­ri­ka­ni­scher B29 Bom­ber seine töd­li­che Fracht „Little Boy” über der Stadt ab. Zusam­men mit der Bombe auf Naga­saki, die 3 Tage spä­ter abge­wor­fen wur­den been­den die Ame­ri­ka­ner ihren Krieg mit Japan und unter­zeich­nen am 2. Sep­tem­ber die Kapi­tu­la­tion des Landes.

Ato­mare Bom­ben und ato­mare Ener­gie gewin­nen in den Jah­ren nach Ende des 2. Welt­krie­ges zuneh­mend an Bedeu­tung und gip­feln in Wett­rüs­ten und dem kal­ten Krieg. Die gegen­sei­tige Andro­hung eines Atom­krie­ges der Super­mächte, die zynisch unter dem Begriff Abschre­ckung geführt wurde, beschwor erst­mals Aus­lö­schungs­sze­na­rien der Mensch­heit her­auf. Immer wie­der scheint der Streit zwi­schen Ost und West zu eska­lie­ren. In den 80ern wächst der Pro­test gegen ato­mare Machen­schaf­ten, in Deutsch­land wird offen gegen Atom­waf­fen pro­tes­tiert — die vor allem jun­gen Men­schen ersti­cken an der Gewiss­heit das es mit einem Knopf­druck vor­bei sein könnte und auch die Kern­en­er­gie, die man nach der Ölkrise 1973 als Heil­mit­tel für eine ein­sei­tige Abhän­gig­keit sah stößt auf Kri­tik. Atom­kraft? Nein Danke. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Juli

[Update] Massenpanik bei Loveparade in Duisburg

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare
Spontis Thema

Die Love­pa­rade, die die­ses Jahr unter dem Motto „The Art of Love” in Duis­burg statt­fand wurde durch eine Kata­stro­phe nur noch ein Schat­ten ihrer selbst. Bei einer Mas­sen­pa­nik vor dem Haupt­ein­gang des Ver­an­stal­tungs­ge­län­des sind nach Anga­ben von tagesschau.de min­des­tens 19 Men­schen ums Leben gekom­men, 342 wur­den schwer ver­letzt. (Stand vom 25.07.2010 — 07:42) Wie es letzt­end­lich zu dem Unglück kom­men konnte ist noch unge­klärt, die zahl­rei­chen und mitt­ler­weile auf YouTube hoch­ge­la­de­nen Videos zeich­nen ein erschre­cken­des Bild.

Wie auf dem Live­ti­cker Der Wes­ten nach­zu­le­sen ist, sieht Duis­burgs Ober­bür­ger­meis­ter die Schuld bei den Besu­chern selbst: „Duis­burgs Ober­bür­ger­meis­ter Adolf Sau­er­land sieht die Ursa­chen nicht im Sicher­heits­kon­zept. Die Ursa­che sei, das 15 Men­schen über die Absper­rung und dann die Mauer hoch­ge­klet­tert seien und — ver­mut­lich aus acht bis neun Metern Höhe — her­un­ter­ge­fal­len seien. Die Not­ärzte hät­ten bei den Toten und Ver­letz­ten Quet­schun­gen des Rücken­marks fest­ge­stellt. Das unter­strei­che seine These.” (20:32) Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Juli

Archiv der Jugendkulturen - Jetzt retten!

Kategorie: Ansichtssache11 Kommentare
Spontis Thema

Mehr­fach hatte ich schon über das Archivs der Jugend­kul­tu­ren geschrie­ben und auch aus mei­ner Mit­glied­schaft kei­nen Hehl gemacht. Doch so spie­ßig der Name auch klingt, umso wich­ti­ger ist seine Auf­gabe. Es sam­melt Wis­sen und Infor­ma­tio­nen über Jugend­kul­tu­ren und Sze­nen, enga­giert sich in Auf­klä­rung und Ver­mitt­lung, forscht sel­ber auf neuen und unbe­kann­ten Gebie­ten und hat sich in den letz­ten Jah­ren auch mit zahl­rei­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen einen Namen gemacht. Das Archiv ist in Europa eine ein­zig­ar­tige Ein­rich­tung. die Arbeit mehr­fach aus­ge­zeich­net und die Biblio­thek ein­zig­ar­tig. Dar­über hin­aus bemüht man sich mit dem Pro­jekt Cul­ture on the Road das Wis­sen in die Repu­blik zu tra­gen. Und jetzt, nach 12 Jah­ren Arbeit steht es kurz vor dem Aus. Den gan­zen Arti­kel lesen… »