7 Februar

The Open Community - Gothic in Australien

Bestimmt sind wie­der die Bri­ten schuld. Als die USA ihre Unab­hän­gig­keit durch­setzte, suchte die bri­ti­sche Regie­rung 1787 nach Mög­lich­kei­ten, sich von unlieb­sa­men Insel­be­woh­nern zu tren­nen, vor­nehm­lich von Men­schen aus der Unter­schicht, die für jede Klei­nig­keit in Straf­ko­lo­nien gesteckt wur­den. Prak­tisch, dass James Cook ein paar Jahre vor­her den aus­tra­li­schen Kon­ti­nent ent­deckte und ihn für die bri­ti­sche Krone reser­vierte, viel­leicht warf er damals ein Hand­tuch über einen Lie­ge­stuhl. Das weit ent­fernte und nur von ein paar unwich­ti­gen Ein­ge­bo­re­nen bewohnte Land wurde zur Straf­ko­lo­nie. Im Januar 1788 erreich­ten dann die ers­ten 11 Schiffe mit Sied­lern und Ver­ur­teil­ten den Kon­ti­nent und grün­de­ten Sydney.

Any­way. Rund 200 Jahre spä­ter dann der nächste bril­lante Schach­zug der Bri­ten, durch geschickte Infil­tra­tion wurde Gothic ein Teil der aus­tra­li­schen Gesell­schaft… Das ist natür­lich Unsinn. Die Sub­kul­tu­ren der spä­ten 70er und frü­hen 80er ver­brei­te­ten sich über­all. Aus­tra­li­sche Gothics jedoch, stel­len in die­sem Blog eine unter­re­prä­sen­tierte Min­der­heit dar. Daher bin ich dank­bar, dass mich Pixella Panik auf einen Link auf­merk­sam machte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Januar

Die gruftigste Fusion aller Zeiten!

Kategorie: Ansichtssache12 Kommentare

»Tschul­di­gung, ist hier noch Platz?«, sagte die Fle­der­maus als sie sich unter Dach­zie­gel ver­kroch. »Klar, du siehst kul­tu­rell aus, das gefällt mir.«, sagte die andere Fle­der­maus und räumte ihre Sachen ein wenige bei­seite. Selbst­zu­frie­den lächel­ten die bei­den und lie­ßen die Köpfe hängen.

Spon­tis wird noch schwär­zer, noch abwechs­lungs­rei­cher, noch sub­kul­tu­rel­ler, noch bes­ser! Warum? Weil zwei schwarze Nasen mehr sehen und mehr schrei­ben kön­nen als eine. Ihr könnt Euch auf neue Kate­go­rien und The­men­be­rei­che, ein Szene-Museum und viele wei­tere dunkle Ideen freuen. Auch das Design des Blogs wird ein wenig ver­än­dert. Wir bas­teln gerade Back­stage an der gruf­tigs­ten Fusion aller Zei­ten und wer­den bald die ers­ten Neue­run­gen ein­spie­len. Was steckt dahinter?

Der innere Zir­kel von Spon­tis hat die pri­vate Fusion von mir (Robert) und mir (Sabrina) ja schon mit­be­kom­men. Nach­dem wir uns eine gemein­same Fle­der­maus­höhle gebaut haben, wol­len wir uns auch online gemein­sam ein­rich­ten. Wir legen also die sabrina-kirnapci.com, die vor­nehm­lich Kunst und Kul­tur zum Inhalt hatte, mit Spon­tis zusam­men, geben ein paar neue Zuta­ten rein und mischen ein­mal kräf­tig durch. Keine Sorge! Spon­tis bleibt ein pri­va­ter Blog und auf die bis­he­ri­gen Kate­go­rien und Inhalte müsst Ihr nicht ver­zich­ten. Einige wer­den aller­dings umbe­nannt. Hier ein klei­ner Über­blick: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


31 Dezember

Spontis 2011: Der persönliche und subjektive Jahresrückblick (1)

Ein Jah­res­rück­blick gehört zu den weni­gen Ritua­len eines Blog­gers, denen ich mich gerne anschließe. Doch anstatt euch mit lang­wei­li­gen Zah­len und Sta­tis­ti­ken zu ner­ven, wie ich es bereits 2010 gemacht habe, wollte ich die­ses Jahr etwas per­sön­li­che­res schrei­ben. Ich ent­schied mich für eine chro­no­lo­gi­sche Reise durch die Monate, bei der ich Arti­kel her­aus­pi­cke, die bei mir einen beson­de­ren Ein­druck hin­ter­las­sen haben, in denen man beson­ders heiß dis­ku­tierte, die häu­fig auf­ge­ru­fen oder schlicht­weg über­haupt nicht beach­tet wur­den. Da ich aber nicht in der Lage bin mich kurz zu fas­sen, ent­schied ich mich für einen kna­cki­gen Zweiteiler.

Januar

Start­schuss für den Gothic Fri­day. 12 Monate und 12 The­men soll­ten es wer­den, die den Teil­neh­mer und den Leser in die eigene Ver­gan­gen­heit, die Gegen­wart und die mög­li­che Zukunft füh­ren soll­ten. Abseits von Fach­li­te­ra­tur, Maga­zi­nen und Berich­ten woll­ten Shan Dark und Ich ein Bild von dem zusam­men­fü­gen, was Gothic war, ist und aus­ma­chen könnte. Wie viel Arbeit wir uns damit ein­bro­cken wür­den, wuss­ten wir nicht, wie viel Freude es uns machen würde, ahn­ten wir nicht und wir mach­ten uns keine Vor­stel­lung davon, wie so man­ches Thema die eigene Sicht­weise änderte. Mit dem ers­ten Thema »Wie bist Du in die Szene gekom­men?« wurde uns aber schnell klar, wie span­nend, viel­fäl­tig und unglaub­lich berei­chernd diese Aktion wer­den würde. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Dezember

Weihnachtsterror zwischen Büchern und Tee

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Ich wusste, ich hätte zu Hause blei­ben sol­len. Ich folgte jedoch dem inne­ren Ruf nach Kon­takt mit der Außen­welt, igno­rierte die Stimme der Ver­nunft und wagte mich in die Fuß­gän­ger­zone. Mal wie­der in der Aus­lage der Buch­hand­lung stö­bern, den hei­mi­schen Tee-Vorrat auf­fül­len oder viel­leicht eine spie­le­ri­sche Herausforderung?

Wie naiv ich doch war. Es hätte doch klar sein müs­sen, dass ich 2 Tage vor dem Weih­nachts­fest auf eine ein­kaufs­wü­tige Masse tref­fen würde, die ver­zwei­felt ver­sucht, das letzte Geschenk für die unlieb­same Ver­wandt­schaft zu ergat­tern. Ich meine, wenn einem die Ideen aus­ge­hen geht man doch in die Buch­hand­lung um ein Buch zu kau­fen, von dem man sich vor­stel­len könnte, dass es der andere gebrau­chen könnte. Bücher zu ver­schen­ken, ja das adelt doch die eige­nen Absich­ten an den Bil­dungs­an­spruch. Schnell ein Buch mit den gesam­mel­ten Wer­ken von Her­mann Hesse, oder einen Gedicht­band von Rilke? Das wirkt lite­ra­risch, bele­sen, gebil­det — ganz egal ob der andere über­haupt Geschmack dafür erüb­ri­gen kann. Ich fühle mich gut, weil ich Bil­dung ver­schenke und der andere muss sich ein­fach gut füh­len, weil man ihm zutraut für sol­che Werke zugäng­lich zu sein. Ein ver­meint­li­che Win-Win Situa­tion. Und wenn alle Ideen aus­ge­hen, dann eben ein Gut­schein, mit dem kann man doch immer was anfangen.

Schnell merkte ich, dass es ein voll­kom­men behäm­merte Idee war, in die Buch­hand­lung zu gehen, 2 Tage vor dem Fest. Ich suchte Ret­tung in der Tee­hand­lung. In Zei­ten von Kaf­fee­misch­ge­trän­ken und Wein­fla­schen, die man Weih­nach­ten nun mal schenkt um das Fest halb­wegs zu ertra­gen., schien das eine gute Alter­na­tive zu sein. Wie eng­stir­nig von mir. Hätte ich nur einen Schritt wei­ter­ge­dacht, wäre mir in den Sinn gekom­men, dass Tee so ähnlich ein­ge­setzt wird wie Bücher. Schlimms­ten­falls sogar zusam­men. Ich meine 9,99€ für ein Buch? Und das zu Weih­nach­ten? Den meis­ten ist diese Form der Wert­schät­zung des ande­ren zu gering und nur ein Buch mit einer fer­tig gedruck­ten Karte? Nein, das geht nicht. Also legt man zu Daniela Kat­zen­ber­gers Werk »Sei schlau, stell Dich dumm« noch schnell einen mög­lichst absur­den Kräu­ter­tee mit Hus­ten­bon­bon­ges­schmack oder eine Schwarztee-Mischung von der man gehört hat, dass sie gut sein soll. Und weil man selbst keine Ahnung hat, löchert man die über­for­der­ten Ver­käu­fe­rin­nen, um am Weih­nachts­abend mit mög­lichst fach­kun­di­gen Aufbrüh-Hilfen auf­war­ten zu kön­nen. So taps­ten hilf­lose Kun­den durch den Tee­la­den und behin­der­ten mich mas­siv beim Kauf mei­nes gelieb­ten Earl Grey, den ich ja eigent­lich auch nur trinke, weil Jean-Luc Picard ihn auch trinkt. Ich wollte ein­fach nur weg. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 November

Von guten Freunden und unerfüllten Wohnträumen

Kategorie: Ansichtssache4 Kommentare

Es dürfte den regel­mä­ßi­gen Lesern nicht ent­gan­gen sein, dass es ruhig gewor­den ist im Blog. Eigent­lich ist es nicht meine Art einen Abwe­sen­heits­ar­ti­kel zu ver­fas­sen, denn ich selbst finde das schreck­lich und über­flüs­sig. Ent­we­der man schreibt, oder man schreibt eben nicht. Ich möchte die­sen Arti­kel zum Anlass neh­men, etwas von Träu­men zu schrei­ben, von guten Freun­den und uner­war­te­ter Hilfe.

Ich bin ein Spät­zün­der und das in jeder Hin­sicht. Ich habe Jahre gebraucht um mich selbst zu fin­den und bin Träu­men hin­ter­her­ge­lau­fen, die unrea­lis­tisch und unmög­lich erschie­nen. Kom­pro­misse, so dachte ich, gehö­ren zum pri­va­ten Leben dazu.  Kom­pro­miss­lo­sig­keit erschien mir ego­is­tisch. So blieb es bei Träu­men von der per­fek­ten Woh­nung, von einem Refu­gium, das ganz und gar den eige­nen Ansprü­chen, Vor­stel­lun­gen und Wün­schen ent­spricht. Kleine Schritte wur­den erkämpft und mün­de­ten in einem Zim­mer, einem Raum. Ein Rück­zugs­ort im Rück­zugs­ort. Fal­sche Kli­schee­vor­stel­lung brems­ten den Drang zusätz­lich, was ich als schön und ästhe­tisch emp­fand, wurde als kit­schig und lächer­lich abge­stem­pelt. Ich bin 37 und end­lich richte ich eine Höhle so ein, wie es mir gefällt. Nennt mich einen Spätzünder.

»Man muss erst her­aus­fin­den, dass es auch anders geht.« sagte eine gute Freun­din zu mir. Und so uto­pisch das für mich klang, ich habe es her­aus­ge­fun­den und das in jeder Hin­sicht. Seit ein paar Wochen reno­vie­ren wir eine gemein­same Höhle vol­ler Gemein­sam­kei­ten, ver­brin­gen viel Zeit in Ein­rich­tungs­häu­sern, Bau­märk­ten um nach den schwar­zen Per­len zu tau­chen. Die ein­zi­gen Kom­pro­misse sind dem Geld­beu­tel geschul­det. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Oktober

Durchspielte Nächte im Winter 2000: Diablo

Kategorie: Ansichtssache1 Kommentar

Im Früh­jahr 1997 war es soweit. Ich hatte die Nase voll von der alten Computer-Klapperkiste, die meine Schwes­ter mir vor eini­gen Jah­ren über­ließ, ein neuer Rech­ner musste her. Schon im Jahr zuvor hatte ich Geld bei­seite gelegt, um mir den lange geheg­ten Traum zu erfül­len. Ein Kom­plett­rech­ner mit allem was das flam­mende Herz begehrte stand bereits im Ein­kaufs­wa­gen des orts­an­säs­si­gen Elektronik-Marktes. Ehren­sa­che, dass ein neues Spiel dazu­ge­legt wurde, schließ­lich musste man ja gleich aus­pro­bie­ren, was der neue Rechen­knecht ver­sprach. Die Packung sah viel­ver­spre­chend aus: Ein düs­te­rer und mit blut­ro­ter Teu­fels­fratze ver­zier­ter Kar­ton, auf dem in flam­men­den Buch­sta­ben DIABLO prangte, ließ mein Herz höher schlagen.

In den fol­gen­den Wochen schlug ich mir die Nächte um die Ohren. Ich fie­berte vor dem Bild­schirm der nächs­ten Mons­ter­horde ent­ge­gen, ver­krampfte meine Hand vol­ler Anspan­nung um die gebeu­telte Maus und beschimpfte vir­tu­elle Mächte mit vul­gä­ren Flü­chen. Das tot­ge­sagte Rol­len­spiel­gerne in Gestalt die­ses äußerst teuf­li­schen Spiels hatte mich in sei­nen Bann gezo­gen, es ver­schlang die Zeit wie ein hung­ri­ger Löwe seine Beute.

Mit einem zwei­ten Teil und eini­gen Erwei­te­rungs­packs endete 2001 ein legen­däre Spiele-Reihe, die nicht nur mich, son­dern auch unzäh­lige andere Begeis­terte Rol­len­spie­ler vor den Bild­schirm lockte. Es folgte viele wei­tere Titel die­ses Gerne, einige davon hatte das Poten­tial es mit mei­nem König der Hack’n’Slay Rol­len­spiele auf­zu­neh­men, doch der Zau­ber die­ses Titels stellte sich nicht wie­der ein. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 Oktober

Pamphlet für eine überfällige Trennung - Cyber und Gothics

Kategorie: Ansichtssache33 Kommentare

Ist es nicht wit­zig, wenn bunte Glüh­würm­chen — oder auch Cyber genannt — zu tech­no­ider Musik tan­zen? Kann man sich nicht herr­lich dar­über amü­sie­ren, wenn im Netz wie­der ein beson­de­res Fund­stück auf­taucht, in dem tan­zende Knick­licht­gruf­ties — oder auch Cyber genannt — an öffent­li­chen Orten ihre »Moves« prä­sen­tie­ren? Sind sie nicht ein­fach lächer­lich, diese soge­nann­ten Cyber-Gothics?

Man mag von die­ser Form der Selbst­dar­stel­lung hal­ten was man möchte, ich finde sie ganz und gar nicht lächer­lich und rege mich zuneh­mend dar­über auf, dass sich andere dar­über lus­tig machen.

Ich stelle für mich fest: Cyber hat mit Gothic nichts zu tun. Weder musi­ka­lisch, noch optisch und schon gar nicht inhalt­lich. Diese Szene hat längst ihren eige­nen Weg gefun­den und ist vor allem bei Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen beson­ders beliebt. Das es zu stän­di­gen ver­ba­len und the­ma­ti­schen Kon­flik­ten inner­halb der schwar­zen Gemeinde kommt liegt ein­zig und allein an der Tat­sa­che, dass Ver­an­stal­ter von Fes­ti­vals und Dis­ko­the­ken­be­trei­ber immer noch mischen, was nicht mehr zusam­men­ge­hört. Ob es jemals zusam­men­ge­hörte, bleibt frag­lich. Die Gründe sind offen­sicht­lich: Man möchte ein mög­lichst brei­tes Publi­kum anspre­chen um Ver­an­stal­tungs­orte und Fes­ti­val­ge­lände aus­rei­chend zu fül­len, damit Geld ver­dient wird. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 September

Einfach nur Karneval? Dragon Con 2011

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

Die Dra­gon Con ist eine der größ­ten Fan­tasy und Science-Fiction Con­ven­ti­ons, die seit 1987 jähr­lich in den USA ver­an­stal­tet wird. Mit über 40.000 Besu­cher ein spek­ta­ku­lä­res Mas­se­ner­eig­nis, das Cosplayer, Manga-Fans, Fan­tasylieb­ha­ber, Rol­len­spie­ler und Science-Fiction-Verrückte aus aller Welt anlockt. Ein sehr beein­dru­cken­des Video über die Con­ven­tion und ihre Besu­cher ent­deckte ich in einem ande­ren Blog.

»Das ist wie Kar­ne­val ohne Alko­hol!«, las ich in den Kom­men­ta­ren, dass brachte mich zum nach­den­ken. Ist das wirk­lich so?  Ich wollte Gefühl der Ent­rüs­tung nach­ge­hen und habe ver­sucht zu beschrei­ben, wo ich den Unter­schied sehe. Und natür­lich möchte auch das Video prä­sen­tie­ren, denn man­che Prot­ago­nis­ten und ihre Kos­tüme sind rei­ner Augen­zu­cker. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 September

Presspauseplay: Über die Kreativität der digitalen Kultur

Als sich der Punk Mitte der 70er Jahre in vie­len Win­keln der Erde aus­brei­tete, stand fest: Das ist eine musi­ka­li­sche Revo­lu­tion. Jeder konnte Musik machen, Talent war nicht wich­tig, nur der unbe­dingte Wille des eige­nen Aus­drucks. Man musste nicht gut klin­gen, man musste nur etwas zu sagen haben und das mög­lichst laut. Ende der 70er dann eine instru­men­telle Revo­lu­tion, Syn­the­si­zer wer­den erschwing­lich und blei­ben nicht nur eli­tä­ren Stu­dios vor­be­hal­ten, son­dern ste­hen bald in vie­len Wohn­zim­mern. Inde­pen­dent Label führte das Esta­blish­ment der Plat­ten­in­dus­trie an der Nase herum. Es war nicht mehr wich­tig, einem gro­ßen Major seine Seele zu ver­kau­fen, unzäh­lige kleine Plat­ten­la­bel boten ein breite Platt­form und fan­den in gut infor­mier­ten Krei­sen schnell Verbreitung.

In den 80er begann eine ganz andere Revo­lu­tion. Com­pu­ter als uni­ver­selle Werk­zeuge unbe­schränk­ter digi­ta­ler Krea­ti­vi­tät ste­hen bald in jedem Haus­halt. In den spä­ten 90ern sorgt das Inter­net für die glo­bale Ver­net­zung krea­ti­ver Men­schen und bie­tet prak­tisch unbe­grenzte Mög­lich­kei­ten der Inspi­ra­tion. Jeder konnte krea­tiv sein, Talent war nicht wich­tig, nur der Wille etwas eige­nes zu erschaf­fen oder etwas vor­han­de­nes zu ver­än­dern. Punk 2.0 — Digi­tal Culture.

Press­pau­se­play ist eine Doku­men­ta­tion über eben diese Krea­ti­vi­tät im Digi­ta­len Zeit­al­ter, in der man sich objek­tiv und kri­tisch mit dem Phä­no­men aus­ein­an­der­setzt. »A Film about Fear, Hope and Digi­tal Cul­ture«. Ein Film der nicht zeigt was mög­lich ist, son­dern der zeigt, wie man damit umgeht. »Das ver­än­dert alles. Die Indus­trie ist tot. Es gab nie eine bes­sere Zeit, ein Künst­ler zu sein.« (Seth Godin) Die Doku­men­ta­tion ist seit ges­tern in vol­ler Länge bei YouTube zu sehen und auf der ent­spre­chen­den Inter­net­seite als HD-Download ver­füg­bar. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 August

Gefühl und Kontrolle: Depeche Mode in der DDR

Kategorie: Szene im Blick4 Kommentare

Depeche Mode in der DDRIch mag Depe­che Mode, wirk­lich jetzt. Die Band beglei­tet mich mit ihrer Musik schon mein gan­zes musi­ka­li­sches Leben. War es noch »Just can’t get enough« im Kin­der­zim­mer, sind die Klänge von »The things you Said« stell­ver­tre­tend für weiße Strümpfe in Halb­schu­hen mit Stahl­kappe, für ein Ori­gi­na­les 101-Shirt und auch für meine ers­ten Ohr­ringe. Regel­mä­ßige Leser wis­sen natür­lich, dass ich maß­los unter­treibe, aber eine Ein­lei­tung im Stile von »Depe­che Mode sind total der Ham­mer!« klingt dann doch eher über­schwäng­lich und unglaubwürdig.

Mein ers­tes Kon­zert war ein ent­spre­chende Nahtod­er­fah­rung, jeden­falls schlug der Puls weit über das von Ärzten emp­foh­le­nen Maß hin­aus. Das war 1990. Was müs­sen die Jugend­li­chen in DDR gefühlt haben, als sie 1988 erfuh­ren, dass Depe­che Mode im März ihr ein­zi­ges Kon­zert anläss­lich des FDJ Geburts­ta­ges gaben? In wel­che Sphä­ren schlug der Puls derer, die es tat­säch­lich geschafft hat­ten, eine Karte zu bekom­men? Ihr wuss­test noch nicht, dass Depe­che Mode ein Kon­zert in der DDR gaben?

Ein groß­ar­ti­ger Arti­kel bei eines­ta­ges und ein wie­der auf­ge­tauch­tes Video vom dama­li­gen Jugend­sen­der DT’64 las­sen Erin­ne­run­gen wach wer­den. Nicht weil ich etwa dabei war, son­dern weil ich viel­leicht das Gefühl wäh­rend die­ser beson­de­ren 90 Minu­ten gut ver­ste­hen kann. Heute läuft schon die ganze Zeit Depe­che Mode und ich habe ein­fach Lust, etwas dar­über zu schrei­ben. Etwas von Gefühl, Musik und Kon­trolle. Den gan­zen Arti­kel lesen… »