Was macht die Schwarze Seele, wenn sie vor die Tür geht? Stromkasten-Sitzen und auf die Domplatte gehen waren beliebte Outdoor-Aktivitäten der Grufties in den 80ern zwischen Sonnenauf– und –untergang. Und heute? Bleiben wir vor unseren Computern hocken, bis die nächste Party, Superschwarze-Diskonacht oder das nächste Festival locken? Sollten wir wirklich so eventfokussiert sein? Ich war letztes Wochenende nochmal zu Recherchezwecken auf dem örtlichen Friedhof. Alle für ein Picknick geeigneten Plätze waren leer. Nur wenige, in leberwurstgrau gekleidete Menschen mit Mephisto-Schuhwerk huschten um die alten Grabsteine. Wo treiben sich die Schwarzen nur rum?
Nein, das Bild des schwarz-blassen Stubenhockers stimmt hinten und vorne nicht! Es haben sich aber neue Nischen der Betätigung an frischer Luft gefunden, auf deren Wegen überdurchschnittlich viele Gothics anzutreffen sind. Da sind zum einen die geheimnisvollen, sagenumwobenen und märchenhaften Ausflugsziele, die an den (festivalfreien) Wochenenden angesteuert werden. Wenn Ihr die skurrilen Reiseziele auf www.der-schwarze-planet.de schon alle abgegrast habt oder an einem Sonntagnachmittag etwas in der Nähe Eures Wohnortes sucht, hilft zum Beispiel die auf unsere Szene zugeschnittene Reiseführer-Reihe mit dem eingängigen Namen »Die Schwarzen Führer«. Hier wird jeder unternehmungslustige Gothic schnell fündig. Ohne gleich ein kompaktes kunstgeschichtliches Studium aufzudrängen beschreibt diese Buchreihe in knappen Worten zu jedem aufgeführten Ort die jeweilige mysteriöse, geheimnisvolle oder sagenhafte Geschichte von Schlössern, Burgen, Kirchen bis hin zum Brandenburger Tor. Die Bücher sind um die Jahrtausendwende im Eulen Verlag erschienen und können günstig antiquarisch gejagt und erlegt werden. Den ganzen Artikel lesen… »




