2 Juni

Aleister Crowley - das große Biest

von Rosa ChalybeiaKategorie: Hintergründe9 Kommentare

»Der böseste Mensch der je gelebt hat« ist damals wie heute wohl eine der schil­lernds­ten und geheim­nis­um­wit­terts­ten Gestal­ten über­haupt. Zu Leb­zei­ten schon scho­ckierte er die vik­to­ria­ni­sche Gesell­schaft am liebs­ten mit Sex­skan­da­len und Dro­gen­ex­zes­sen, er liebte die Selbst­dar­stel­lung und sonnte sich in dem fins­te­ren Ruf der ihm damals schon vor­aus eilte. Sein Selbst­be­wusst­sein hier­bei war schein­bar gren­zen­los, er trat als schot­ti­scher »Laird of Bole­s­kin« in ent­spre­chen­dem Habi­tus auf und ernannte sich selbst sogar zum Gott. Auf den fei­nen Par­ties der Ober­schicht war er aber nicht nur des­we­gen ein wenig gern gese­he­ner Gast — man sagt er wäre berüch­tigt dafür gewe­sen die teu­ren Tep­pi­che der rei­chen Gast­ge­ber mit sei­nem Darm­in­halt zu ver­sauen. Viele frau­en­feind­li­che Aus­sa­gen sol­len aus sei­nem Mund gekom­men sein — nicht gerade der Typ Mensch mit dem man sich leicht anfreun­den möchte …

Doch das ist nur eine Seite — sein Werk ist bis heute bedeu­tend und Umfang­reich, Crow­ley war ein über­durch­schnitt­lich intel­li­gen­ter Mensch mit schar­fem Ver­stand, seine Per­sön­lich­keit und sein Werk inspi­rie­ren bis heute Künst­ler aller Art — und nicht wenige davon stam­men aus dem schwar­zen Sze­neum­feld, maß­geb­lich genannt seien hier­bei Gene­sis P.Orridge (Throb­bing Gristle) und David Tibet, der mit »Cur­rent 93″ ziem­lich deut­lich auf Thelema — ein magi­sches Sys­tem das von Crow­ley erfun­den wurde — anspricht. Gerade im Bereich des Ritual Indus­trial fin­den sich immer wie­der Künst­ler die Crow­leys Werk in ihrer Musik ver­ar­bei­ten — und das seit den Ursprün­gen des spä­te­ren Gothics in den aus­ge­hen­den 70ern bis Anfang der 80er Jahre.

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29 Mai

Back to the Future - mit einem Kult-Auto

von Rosa ChalybeiaKategorie: Hintergründe7 Kommentare

DMC Logo auf dem KühlergrillDamit Roberts Blog wäh­rend sei­nes Urlaubs nicht ver­waist, bin auch ich, Rosa Cha­ly­beia, mit am Start und schreibe, zusam­men mit den ande­ren Gast­au­to­ren, flei­ßig Artikel.

Lange nach­den­ken musste ich für mei­nen ers­ten Gast­bei­trag zum Glück nicht — es geht, wie so oft, auch dies­mal zurück in die 80er. Auf­hän­ger sei ein Film der anno 1985 über die Kino­lein­wände flim­merte — »Back to the Future« hieß es da, und der jugend­li­che Marty McFly wird vom kau­zi­gen Doc Brown mit einem futu­ris­ti­schen Auto, wel­ches eigent­lich eine Zeit­rei­se­ma­schine ist, in die 50er zurück beför­dert wo er seine Eltern dazu brin­gen muss sich inein­an­der zu ver­lie­ben damit er selbst in der Gegen­wart auch wirk­lich exis­tiert. Der Strei­fen zog zwei Sequels nach sich.

Ja, die Story ist ein­fach, aber das Gesamt­werk ist und bleibt ein­fach Kult pur. Zur Ein­stim­mung dann mal den Trai­ler von »Back to the Future«: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 April

Subkultur! - Wicca

von Rosa ChalybeiaKategorie: Hintergründe10 Kommentare

Subkultur - WiccaMagi­sche Kreise, Pen­ta­gramme und heid­ni­sche Feste im fah­len Licht des Mon­des? Schrul­lige Hexen die Bar­fuß um den Schein des knis­tern­den Feu­ers tan­zen oder doch etwa eine mur­melnde Gemeinde Bedeu­tungs­schwan­ge­rer Men­schen? Und was zum Teu­fel hat das alles über­haupt mit Gothic zu tun?

Ein­lei­tung: Spon­tis ist nicht gerade der Quell neu­re­li­giö­ser Bewe­gun­gen oder neu ins Leben geru­fe­ner Natur– und Mys­te­ri­en­re­li­gion, da liegt es nahe, sich pro­fes­sio­nelle Hilfe zu holen. Daher habe ich Rosa Cha­ly­beia gebe­ten, einen pas­sen­den Bei­trag für die Reihe Sub­kul­tur! zu ver­fas­sen und war mehr als glück­lich, dass Sie zustimmte. Rosa beschäf­tigt sich schon seit gefühl­ten Ewig­kei­ten mit allem was mys­te­riös, reli­giös oder heid­nisch ist und im Laufe ihrer Kar­riere in der schwar­zen Szene viele Erfah­run­gen dazu gesam­melt. Bis jetzt kenne ich nie­man­den, der auf die­sen Gebie­ten fun­dier­te­res Wis­sen zu bie­ten hätte.

An die­ser Stelle möchte ich ein paar Worte über Wicca ver­lie­ren, auch wenn diese „Bewe­gung“ mit Gothic erst mal nichts zu tun hat, heute ver­schrän­ken sich an die­sem Punkt die Sze­ne­gren­zen oft­mals. Mag es am natür­li­chen Inter­esse des gemei­nen Gothics für okkulte Dinge lie­gen ;) — oder an der Suche nach ande­ren Wegen als die aus­ge­tre­te­nen Pfade eta­blier­ter Reli­gio­nen, wenn es darum geht die Welt auf spi­ri­tu­el­lem Wege zu erfah­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »