4 Juni

Schwarz-Braun sind auch wir?

von GuldhanKategorie: Szene im Blick9 Kommentare

Viele Sze­nen blei­ben von der Anklage ver­schont, da man ihnen beim bes­ten Wil­len keine Rechts­ori­en­tiert­heit unter­stel­len mag. Manche Sze­nen wur­den der­art von rechts unter­wan­dert, dass diese daran zer­bra­chen. Beste Bei­spiele hier­für wäre die Skinhead-Bewegung.

In die­sem schwarz-bunten Hau­fen bro­delt der Vor­wurf und schwappt von Mal zu Mal stär­ker an die Ober­flä­che. Ob die Auf­schreie objek­tiv begrün­det oder nur einer sub­jek­ti­ven Wahr­neh­mung ver­schul­det sind, wer ver­mag das schon zu sagen? Den­noch sei nicht zu über­se­hen, dass wirk­lich rechte Gesin­nun­gen inner­halb die­ser schwar­zen Schafe exis­tie­ren. Nicht bei der Masse, aber bei Ein­zel­nen inner­halb der Masse. So etwas lässt sich nicht aus­schlie­ßen. Weder hier noch in der Nachbarschaft.

Doch diese gilt es her­aus­zu­fil­tern. Alle diese Kame­ra­den, die das Stroh wie­der­käuen, das man in den Köp­fen der Sym­pa­thi­san­ten von NPD und Kon­sor­ten vor­fin­det. Diese gilt es zu selek­tie­ren, zu kri­ti­sie­ren und rechts lie­gen zu las­sen. Damit der letzte Rest Kunst und Kul­tur inner­halb die­ser Nachtschatten-Szene alleine einen Platz für Pro­vo­ka­tion bie­tet und nicht zum Forum der Pro­pa­ganda verkommt.

Es ist nur bedau­er­lich, dass man dahin­ge­hend bevor­mun­det wird. Denn statt ihrer Ahnungs­lo­sig­keit mit Schwei­gen nach­zu­kom­men, meckern viele Außen­ste­hen­den die Medien voll. Und spre­chen einem damit so ganz neben­bei die eigene geis­tige Leis­tung ab. Näm­lich das Ver­mö­gen, selbst­stän­dig selek­tie­ren, hin­ter­fra­gen und dif­fe­ren­zie­ren zu kön­nen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


31 Mai

Braucht der Goth Muskelshirts?

von GuldhanKategorie: Szene im Blick17 Kommentare

Bild: Dale­k­wi­dow /flickr.com CC Lizenz

Die Tage zie­hen sich in die Länge, wäh­rend die Nächte wie­der ver­stärkt das Nacht­volk auf die Stra­ßen ziehen. Die Natur erwachte, belebte sich zur Blüte ihrer kurz­wei­li­gen Periode und ein som­mer­li­cher Wind umschmiegt zei­ge­wil­lige Haut.

Ohne Frage, das Land ver­liert sich erneut in der war­men Jah­res­zeit und zeich­net damit ein all­ge­mein­gül­ti­ges Bewusst­sein in die Gesich­ter: »Der Som­mer ist der Tod, es lebe der Sommer«

Son­nen­si­mu­lie­rende Schein­wer­fer star­ren auf Mode­püpp­chen mit Katalog-Lächeln, prei­sen Klei­dung an, bei der man für den Luxus des Weni­ger an Stoffs ein Mehr an Geld hin­le­gen darf. Mädels prah­len mit hohem Bauch­frei oder knech­ten mit tie­fem Aus­schnitt. Zumeist bei­des in Kombination.

Wäh­rend die Kna­ben der Gesell­schaft ihr Umfeld mit dem Anblick nack­ter Waden ter­ro­ri­sie­ren oder ihren gemei­ßel­ten Ober­kör­per durch »Size-S-Shirt« bre­chen las­sen. Wenn die Oberarm-Masse nicht schon völ­lig ärmel­los in der Sonne bra­ten muss.

Körperkult auch in der Schwarzen Szene?

Ein für die Jugend des Lan­des bezeich­nen­der Dar­stel­lungs­ri­tus, der sze­ne­über­grei­fend als All­ge­mein­gut gekenn­zeich­net wer­den kann. Auch wenn jede Grup­pie­rung ihre eige­nen Kli­schees besitzt. Schließ­lich kommt der Begriff der einen schwar­zen Szene ja nicht von unge­fähr. Und auch wenn sich jeder inner­halb der Szene als Indi­vi­duum ver­sucht, so gehört doch jeder der glei­chen Art an. Den gan­zen Arti­kel lesen… »