6 Februar

Vom Quietschen und anderen Geräuschen

Kategorie: Ansichtssache — Jahrgang: 200910 Kommentare

Ges­tern war ja die bereits ange­kün­digte Geburts­tags­feier im Pulp, der ich mich natür­lich nicht ent­zie­hen konnte. Doch eigent­lich war mir die Geburts­tags­feier Schnuppe, tan­zen wollte ich, ein biss­chen gucken auch. So habe ich mich dann um 22:30 auf den Weg gemacht, mit­zu­fei­ern. In der Hoff­nung, das die meis­ten Quiet­sche­goths1 schon wie­der nach Hause gefah­ren sind. Habe ich schon mal erzählt das mich der erste Weg nach der Ankunft immer auf die Toi­lette führt? Scheint mir schon zu einer Kon­di­tio­nie­rung gewor­den zu sein. So rich­tig voll war es nicht, trotz dem mehr an Wer­bung, was aber sicher­lich nicht nega­tiv ist denn genau das ist es ja, was ich so sehr schätze.

Beim gucken ist mir übri­gens wie­der ein­mal auf­ge­fal­len, das einige Men­schen offen­bar und Wahr­neh­mungs­stö­run­gen lei­den und ihr Out­fit nicht ein­ge­hend im Spie­gel betrach­ten, denn wo soll der Kör­per hin, wenn das Kor­sett die Taille schnürt? Rich­tig er quellt oben raus. Aber was erzähle ich, schließ­lich ist das eine sub­jek­tive Wahr­neh­mung mei­ner­seits, die wohl­mög­lich auf Bil­dern beruht, die mir die Gesell­schaft und die Wer­bung in den Kopf gebrannt haben.

Nach einer 1 stün­di­gen Dau­er­t­anz­ein­lage und einer Fla­sche Was­ser sowie einem gro­ßen Bit­ter Lemon führte mich der Weg erneut auf die Toi­lette, die zu mei­nem erstauen recht gut besucht war, so das ich mich in eine abschließ­bare Ein­zel­ka­bine zurück­ge­zo­gen habe. Inter­es­sant was ich da ent­deckt habe, Spu­ren von Hän­den an der Toi­let­ten­wand und ein gebrauch­tes Kon­dom in der Schüs­sel. Bana­nen­ge­schmack, wie mir die leere Hülle auf dem Absatz des Spül­kas­tens ver­riet. Sehr löb­lich, das offen­sicht­lich trotz gro­ßer Lust ein schüt­zen­des Kon­dom ver­wen­det wurde, merk­wür­dig wel­cher Ort dafür gewählt wurde, denn eine Dis­co­the­ken­toi­lette finde ich per­sön­lich ein biss­chen eklig. Aber das ist bestimmt wie­der so eine Wahrnehmungsgeschichte.

Lei­der wurde das Best Of Motto der musi­ka­li­schen Aus­wahl etwas zu wört­lich genom­men und so lie­fen für mei­nen Geschmack zu vie­len 80s Klas­si­ker, die zwar gut sind, aber aus­ge­lutscht und mei­nen Kör­per nicht wirk­lich zum Tanz anre­gen. Da ich aber schon rein kör­per­lich noch in der Nacht­schicht ste­cke, konnte ich alle Anwe­sen­den mit wei­te­ren Tanz­ein­la­gen beglü­cken. An den ange­kün­dig­ten Gewinn­spie­len habe ich nicht teil­ge­nom­men, hab sie immer ver­passt, das sie in einem ande­ren Bereich des Ladens statt­ge­fun­den haben, offen­bar habe ich auch nichts ver­passt, denn strah­lende Gesich­ter ange­sichts eines Gewinns konnte ich nicht aus­ma­chen. Aber klar irgend­wie, schließ­lich sind wir ja schwarz und böse und gehen zum lachen in den Kel­ler ;) Stich­wort Lachen, ein Video das rein the­ma­tisch wie die Faust auf´s Auge passt habe ich bei Mys­tera­xix ent­deckt, zu köstlich.

  1. Ein ande­rer Begriff für Knud­del­gruft. Die klei­nen Gothics zwi­schen 13 und 17, die schon schwarz und böse sein wol­len, aber nur klein, knudd­lig und nied­lich sind und noch viel rum­quiet­schen. []

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Ansichtssache
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10 Kommentare

  1. Jaja, das hirn­lose Rum­ge­fi­cke in oder vor der Disco. Zu den Zei­ten als mich meine bes­sere Hälfte noch öfter ein­mal in die Disco genö­tigt hat konnte man doch regel­mä­ßig mit­ver­fol­gen wer an wel­chem Wochen­ende mit wem… aber mir solls ja egal sein, solangs auf dem Klo oder dem Park­platz pas­siert und nicht, wie es eini­gen Gestal­ten auch zuzu­trauen wäre, am Rand der Tanzfläche.

    Bei dem Video hab ich übri­gens auf das PENG gewartet…

  2. Auf ein PENG habe ich zunächst auch gewar­tet, aber das stellte sich bei nähe­ren Über­le­gun­gen als kon­tra­pro­duk­tiv her­aus, denn Glück­li­cher­weise hal­ten die Teile so viel aus, sonst hät­ten wir irgend­wann mehr Toi­let­ten­kin­der. (Ich muss weg, mir den Mund mit Kern­seife auswaschen…)

  3. Ich ver­meide es grund­sätz­lich, dass ich in einer sol­chen Disko auf die Toi­lette gehe. Ich ver­su­che das echt bis aufs Äuserste zu ver­mei­den. Dann ver­kneife ich es mir lie­ber und suche mir vor der Tür einen Baum.

    Aller­dings muss ich auch sagen, dass ich auch gerne Tanze aber eben aus dem Grund, dass es mir da zu hef­tig zugeht ein­fach nicht gerne in eine Disko gehe. DAnn lie­ber in ein rich­ti­ges Tanz­lo­kal. ABer in den Meis­ten ist das Durch­schnitts­al­ter 50 und da habe ich dann doch noch weit hin.

  4. Nur mal neben­bei: Irgend­wie ist der Feed putt. Oder mein Pro­gramm spinnt.

    Und hört sich ja doch irgend­wie nach einem inter­es­san­ten Abend an. So irgend­wie halt.

  5. @Marcel: Rich­tig tan­zen im Tanz­lo­kal stellt in dei­nem geschätz­ten Alter natür­lich aber auch eine Kurio­si­tät dar, wie kannst du es auch nur wagen als Jung­spund diese Ver­an­stal­tun­gen zu besu­chen? Nein, aber ehr­lich, würde auch gerne einen rich­ti­gen Tanz kön­nen, wahr­schein­lich brau­che ich das irgend­wann zu einem beson­de­ren Anlass ;)
    @Lordy: Stimmt, offen­bar hat sich da ein Feh­ler ein­ge­schli­chen. Ich habe jetzt den ver­mut­li­chen Stö­ren­fried ent­fernt. Sollte alles wie­der seine Rich­tig­keit haben, aber danke für die Info ;)

  6. Ja. Nun funk­tio­niert er wie­der. Bitte, bitte.

  7. Und waren die meis­ten Quietsch­goth bereits zu Hause? ;)

    Sex auf der Disco Toi­lette? Och nööööö … da gibt es bes­sere Lokalitäten.

    BTW, es ist wirk­lich erstaun­lich wie­viel Kör­per manch­mal »oben« her­aus kom­men kann ;)

  8. Ja, sah zumin­des­tens so aus, obwohl ich mich ange­sichts der heu­ti­gen Fähig­kei­ten der Mäd­chen sich zu schmin­ken und zu sty­len schwer tue, das Alter zu schät­zen, vor allem wenn es dun­kel ist. Das Bild von der Dame kann ich Dir gar nicht beschrei­ben, sagen wir: Sie sah aus wie eine Wurst im Natur­darm, an der eine Seite auf­ge­platzt ist, oder so ähnlich jedenfalls.

  9. Robert, du bist ein­fach viel zu intol(l)erant für diese Szene!

  10. Der Gang zur Toi­lette ist da keine Kon­di­tio­nie­rung son­dern halt­lose Flucht, Sponti. Ich ver­stehe dich.

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