Und ich bin extra länger aufgeblieben. Warum? Das weiß ich jetzt eigentlich auch nicht mehr so genau. Eigentlich wollte ich mir genüsslich die europäische Ausgabe der MTV Awards (EMA) in Liverpool angucken. Hab ich dann auch gemacht, aber Genuss ist anders. Um aber auf dem laufenden zu bleiben und über den Tellerrand zu gucken um dann doch festzustellen das man lieber seine eigene Suppe löffelt, hat es gereicht.
Gleich der erste Schock in der Kategorie Headliner gewann die Magdeburger Puppenkiste alias Tokio Hotel vor den nominierten Foo Fighters, Linkin Park, Metallica und The Cure. Das kommt dabei heraus wenn die Wahl im Internet veranstaltet und so offenbar Millionen stimmfreudiger Teenies anzieht, die dann wohl möglich kreischend und in hysterischer Gruppen Euphorie ihre Maus bedienen und abstimmen. Es ist ja in Ordnung das Publikum mit entscheiden zu lassen, aber die Wahl ganz in die Hände der offenbar meist minderjährigen Teenager zu legen ist wohl nicht ganz objektiv. Vielleicht hätte sich die deutsche Politik schon lange dieser Waffe bedienen sollen um das große Potential der Erstwähler auszuschöpfen.
In der Kategorie Ultimate Urban, die man wohl am besten mit dem besten RnB Act übersetzen könnte setzte sich Kanye West vor Alicia Keys, Beyonce, Chris Brown und Lil” Wayne durch. Da ich aber keine Ahnung davon habe, halt ich einfach mal die Fresse ;) Rock Out, wohl besser bekannt als bester Rock Act, war mit Linkin Park, Metallica, Paramore und Slipknot ebenfalls sehr hochkarätig besetzt, aber hier konnte 30 Seconds to Mars die Wahl für sich entscheiden. Nicht toll, aber wenn das so gewünscht wird.
Das dann aber Britney Spears mit ihrem Tonträger Blackout die Wahl zum Album of the Year und den Act of 2008 für sich entscheiden konnte ist lächerlich, dabei war die Liste der Nominierte sehr gut besetzt. (Alicia Keys, Coldplay, Duffy, Leona Lewis, Amy Winehouse). Das dann ausgerechnet die Skandalnudel das Rennen macht ist auch nur durch ihre Präsenz in den Medien zu erklären. Da hatten wohl einige einen Blackout beim benutzen ihrer Maus.
Einen Überraschungssieger gibt es dann doch. Als Best Act Ever wurde Rick Astley gekürt, den ich trotz Abwesenheit jetzt mal als Gewinner des Abends hinstellen möchte, denn der Mann hat uns mal in den 80ern einige der schönsten Schlagerpopschnulzen geliefert. So gab es denn damals kaum ein Mädchen das man nicht mit fundiertem Rick Astley Wissen beeindrucken konnte.
Paul McCartney, Multimillionär, Ex-Beatle und Sohn Liverpools wurde für sein Lebenswerk geehrt, dem ich an dieser Stelle etwas Reich-Ranicki gewünscht hätte, damit er auch feststellt, dass er in die Reihe der Preisträger nicht passt. Trotz allem muss ich jedoch feststellen, das die gebotene Show mehr als beeindruckend war und die visuelle Effekte mich wesentlich mehr beeindruckt haben als Take That, die immer noch nicht vernünftig singen können.



hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 21. März 2011 um 11:53:
Hey Leute…
Ich kann mich noch ganz genau an die EMA’s von Liverpool erinnern und Ich habe es damals auch Nicht verstanden wie Britney Spears sich gegen diese Starken Konkurrenten durchsetzen konnte, aber ist nun mal passiert und es hat ihr doch eigentlich ganz gut getan,denn ihr letztes Album wa eigentlich ganz gut!!!
hat bereits 227 Kommentare abgegeben und schrieb am 21. März 2011 um 17:31:
Hehe, ja das mit Rick Astley war auch die Schuld der Internetnutzer, allerdings weniger der Teenie-Mädels als die der Trolls ;D
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 28. März 2011 um 00:02:
@Schatten: Na komm, ganz heimlich magst du den Rick — brauchst dich nicht schämen, ich fand Modern Talking auch mal toll :)
hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 29. April 2011 um 17:52:
Hey…
Ich kann mich noch ganz genau an die EMA’s 2008 in Liverpool erinnern und die waren NICHT wirklich die besten, denn meistens kommen zu den EMA’s NIE die größten Künstler, sondern just die Künstler, die meistens zu dem Zeitpunkt der Show sich in Europa befinden, denn würde ja enorme Kohle kosten für MTV alle Künstler einfliegen zu lassen! Aber die Verleihung des best Headliner Awards war wirklich sehr Komisch, denn dass die Kinder von Tokio Hotel sich gegen die Foo Fighters, Linkin Park und Metallica durchsetzen habe ich nicht verstanden. Und in der Kategorie Best Rock Act war es jetzt nicht wirklich unverdient, dass 30 Seconds to Mars gewonnen haben, obwohl ich die Metallica Videos aus dem Jahr 2008 auch nicht schlecht fand, aber leider können Wir das nicht mehr ändern und hoffen mal dass es nächstes mal anders ausgeht;-)
hat bereits 227 Kommentare abgegeben und schrieb am 29. April 2011 um 19:35:
@Robert
Ach nicht nur heimlich, ich gebe zu ich steh auf 80er Jahre Schnulzen :D
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 11. Mai 2011 um 00:53:
@Schatten: Gut zu wissen, ich werden deinen Fetisch befriedigen :)