7 November

MTV Awards - Masse, nicht Klasse

Kategorie: Ansichtssache — Jahrgang: 20086 Kommentare

Und ich bin extra län­ger auf­ge­blie­ben. Warum? Das weiß ich jetzt eigent­lich auch nicht mehr so genau. Eigent­lich wollte ich mir genüss­lich die euro­päi­sche Aus­gabe der MTV Awards (EMA) in Liver­pool angu­cken. Hab ich dann auch gemacht, aber Genuss ist anders. Um aber auf dem lau­fen­den zu blei­ben und über den Tel­ler­rand zu gucken um dann doch fest­zu­stel­len das man lie­ber seine eigene Suppe löf­felt, hat es gereicht.

Gleich der erste Schock in der Kate­go­rie Head­li­ner gewann die Mag­de­bur­ger Pup­pen­kiste alias Tokio Hotel vor den nomi­nier­ten Foo Figh­ters, Lin­kin Park, Metal­lica und The Cure. Das kommt dabei her­aus wenn die Wahl im Inter­net ver­an­stal­tet und so offen­bar Mil­lio­nen stimm­freu­di­ger Tee­nies anzieht, die dann wohl mög­lich krei­schend und in hys­te­ri­scher Grup­pen Eupho­rie ihre Maus bedie­nen und abstim­men. Es ist ja in Ord­nung das Publi­kum mit ent­schei­den zu las­sen, aber die Wahl ganz in die Hände der offen­bar meist min­der­jäh­ri­gen Teen­ager zu legen ist wohl nicht ganz objek­tiv. Viel­leicht hätte sich die deut­sche Poli­tik schon lange die­ser Waffe bedie­nen sol­len um das große Poten­tial der Erst­wäh­ler auszuschöpfen.

In der Kate­go­rie Ulti­mate Urban, die man wohl am bes­ten mit dem bes­ten RnB Act über­set­zen könnte setzte sich Kanye West vor Ali­cia Keys, Beyonce, Chris Brown und Lil” Wayne durch. Da ich aber keine Ahnung davon habe, halt ich ein­fach mal die Fresse ;) Rock Out, wohl bes­ser bekannt als bes­ter Rock Act, war mit Lin­kin Park, Metal­lica, Para­more und Slip­knot eben­falls sehr hoch­ka­rä­tig besetzt, aber hier konnte 30 Seconds to Mars die Wahl für sich ent­schei­den. Nicht toll, aber wenn das so gewünscht wird.

Das dann aber Brit­ney Spears mit ihrem Ton­trä­ger Black­out die Wahl zum Album of the Year und den Act of 2008 für sich ent­schei­den konnte ist lächer­lich, dabei war die Liste der Nomi­nierte sehr gut besetzt. (Ali­cia Keys, Cold­play, Duffy, Leona Lewis, Amy Wine­house). Das dann aus­ge­rech­net die Skan­dal­nu­del das Ren­nen macht ist auch nur durch ihre Prä­senz in den Medien zu erklä­ren. Da hat­ten wohl einige einen Black­out beim benut­zen ihrer Maus.

Einen Über­ra­schungs­sie­ger gibt es dann doch. Als Best Act Ever wurde Rick Ast­ley gekürt, den ich trotz Abwe­sen­heit jetzt mal als Gewin­ner des Abends hin­stel­len möchte, denn der Mann hat uns mal in den 80ern einige der schöns­ten Schla­ger­pop­schnul­zen gelie­fert. So gab es denn damals kaum ein Mäd­chen das man nicht mit fun­dier­tem Rick Ast­ley Wis­sen beein­dru­cken konnte.

Paul McCart­ney, Mul­ti­mil­lio­när, Ex-Beatle und Sohn Liver­pools wurde für sein Lebens­werk geehrt, dem ich an die­ser Stelle etwas Reich-Ranicki gewünscht hätte, damit er auch fest­stellt, dass er in die Reihe der Preis­trä­ger nicht passt. Trotz allem muss ich jedoch fest­stel­len, das die gebo­tene Show mehr als beein­dru­ckend war und die visu­elle Effekte mich wesent­lich mehr beein­druckt haben als Take That, die immer noch nicht ver­nünf­tig sin­gen können.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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6 Kommentare

  1. Hey Leute…

    Ich kann mich noch ganz genau an die EMA’s von Liver­pool erin­nern und Ich habe es damals auch Nicht ver­stan­den wie Brit­ney Spears sich gegen diese Star­ken Kon­kur­ren­ten durch­set­zen konnte, aber ist nun mal pas­siert und es hat ihr doch eigent­lich ganz gut getan,denn ihr letz­tes Album wa eigent­lich ganz gut!!!

  2. Hehe, ja das mit Rick Ast­ley war auch die Schuld der Inter­net­nut­zer, aller­dings weni­ger der Teenie-Mädels als die der Trolls ;D

  3. @Schatten: Na komm, ganz heim­lich magst du den Rick — brauchst dich nicht schä­men, ich fand Modern Tal­king auch mal toll :)

  4. Hey…

    Ich kann mich noch ganz genau an die EMA’s 2008 in Liver­pool erin­nern und die waren NICHT wirk­lich die bes­ten, denn meis­tens kom­men zu den EMA’s NIE die größ­ten Künst­ler, son­dern just die Künst­ler, die meis­tens zu dem Zeit­punkt der Show sich in Europa befin­den, denn würde ja enorme Kohle kos­ten für MTV alle Künst­ler ein­flie­gen zu las­sen! Aber die Ver­lei­hung des best Head­li­ner Awards war wirk­lich sehr Komisch, denn dass die Kin­der von Tokio Hotel sich gegen die Foo Figh­ters, Lin­kin Park und Metal­lica durch­set­zen habe ich nicht ver­stan­den. Und in der Kate­go­rie Best Rock Act war es jetzt nicht wirk­lich unver­dient, dass 30 Seconds to Mars gewon­nen haben, obwohl ich die Metal­lica Videos aus dem Jahr 2008 auch nicht schlecht fand, aber lei­der kön­nen Wir das nicht mehr ändern und hof­fen mal dass es nächs­tes mal anders ausgeht;-)

  5. @Robert
    Ach nicht nur heim­lich, ich gebe zu ich steh auf 80er Jahre Schnul­zen :D

  6. @Schatten: Gut zu wis­sen, ich wer­den dei­nen Fetisch befriedigen :)

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