9 November

Kristallnacht - Deutschland am 9.11.1938

Kategorie: Ansichtssache — Jahrgang: 2008Keine Kommentare

Mil­lio­nen von Glas­split­tern zestör­ter Schau­fens­ter­schei­ben in denen sich der Feu­er­schein der bren­nen­den Syn­ago­gen und Geschäfte fun­kelt gaben dem Tag ihren Namen, Kris­tall­nacht. In der Reichs­po­grom­nacht vom 9. auf den 10. Novem­ber 1938 hat­ten Nazis in ganz Deutsch­land Geschäfte und jüdi­sche Got­tes­häu­ser in Brand gesetzt, Woh­nun­gen jüdi­scher Bür­ger demo­liert und ihre Bewoh­ner miss­han­delt und ermor­det. In der offi­zi­el­len Nazi­bi­lanz des Ter­rors waren 91 Tote, 267 zer­störte Got­tes­häu­ser sowie 7500 ver­wüs­tete Geschäfte ver­zeich­net. Die Wahr­heit liegt aber weit über die­sen Zah­len, denn viele Juden wur­den in die­ser Nacht hin­ge­rich­tet oder in den Tod getrie­ben und nahezu alle jüdi­schen Syn­ago­gen und Fried­höfe wur­den zerstört.

Sol­che Tage dür­fen nie in Ver­ges­sen­heit gera­ten und nicht tot­ge­schwie­gen wer­den. Mitt­ler­weile sind 70 Jahre ver­gan­gen, die heu­ti­gen Gene­ra­tio­nen kön­nen nichts mehr daran ändern was ihre Vor­fah­ren ange­rich­tet haben, soll­ten aber offen damit umge­hen und rech­tes Gedan­ken­gut im Keim ersti­cken. Mitt­ler­weile halte ich Europa für weit­sich­ti­ger als die Deut­schen selbst, denn uns ist es immer noch am unan­ge­nehms­ten sich damit auseinanderzusetzen.

Fremde Lite­ra­tur wurde damals ver­brannt, heute wird sie ver­bo­ten oder wie man ange­neh­mer sagen kann, vom Ver­trieb und von der Repro­duk­tion aus­ge­schlos­sen. Haken­kreuz­sym­bole die auf viel ältere Kul­tu­ren zurück­zu­füh­ren sind, lösen heute Empö­rung aus ohne das man wirk­lich den Blick hin­ter die Kulis­sen wagt. Wie die Zeit berich­tete, darf Hit­lers Mein Kampf nicht ver­trie­ben und gedruckt wer­den obwohl der Inhalt nur die Gedan­ken eines Man­nes zei­gen, der die Grenze vom Genie zum Wahn­sinn hin­ter sich gelas­sen hat. 2015 läuft das Urhe­ber­recht des Frei­staa­tes Bay­ern aus, dann kann auch damit hem­mungs­los Geld ver­dient werden.

Warum gibt es keine kom­men­tierte, auf­klä­rende Auf­lage des Buches, des­sen Erlös einer Stif­tung gegen Rechts­ra­di­ka­lis­mus zu gute kommt? Auf­klä­rung und unzen­sierte Infor­ma­tio­nen sind die ein­zi­gen Mög­lich­kei­ten mün­di­gen Bür­ger eine eigen­stän­dige Mei­nung zu ermöglichen.

httpv://www.youtube.com/view_play_list?p=274A21DFD049BC2B

via tagesschau.de, End­sta­tion Rechts — Bild: Pic­to­rial History of the Holo­caust,  Yitz­hak Arad. New York: Macmil­lan, 1990

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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  1. Lordys Weblog » Reichspogromnacht schreibt:

    […] Roberts Blog kann man dar­über auch noch ein wenig […]