2 April

Kommunikationslosigkeit

Kategorie: Ansichtssache — Jahrgang: 20097 Kommentare

verkabelung-002Es ist zum aus der Haut fah­ren. Egal wie man es plant, ein­rich­tet oder sich aus­denkt, irgend­was pas­siert ja immer. Murphy´s Law. Etwa vor 4 Wochen habe ich Über­le­gun­gen ange­stellt, mei­nen Tele­kom Anschluss zu wech­seln, die Enter­tain Masche, da wollte ich dabei sein, schließ­lich gibt es ja jedes Menge Ner­di­ges Zeug, wie die­sen T-Home Media Recei­ver 300, der mit einer Fest­platte aus­ge­rüs­tet ist und auch lau­fende Pro­gramme auf­neh­men und zeit­ver­setzt wie­der­ge­ben kann. Dazu eine schnelle Inter­net­lei­tung und einen Rou­ter, so habe ich mich durch alle For­mu­lare durch­ge­klickt und das Paket bestellt. Schlau wie ich bin sein wollte, habe ich aber gleich nach Abschluss den höher­wer­ti­gen Rou­ter dazu­ge­nom­men, weil die­ser ja neben eini­gen nütz­li­chen USB Schnitt­stel­len auch noch schnel­les WLAN beherrscht.

Es kam natür­lich anders. Irgend­wann bekam ich Post mit Zugangs­da­ten für die ich über­haupt noch keine Geräte beses­sen habe. Dann ruft ein ver­stör­ter T-Com Tech­ni­ker an und fragt mich ob ich die Hard­ware schon hätte, denn er wolle los­le­gen. Das war letz­ten Frei­tag. Als ich dann am Mon­tag die­ser Woche von der Arbeit nach Hause gekom­men bin und gepflegt im Netz chil­len wollte, hat es mich eis­kalt erwischt. Inter­net aus, tot, gestor­ben. Obwohl ich ja mit dem Tod als sol­ches gut umge­hen kann, kommt er in die­sem Fall zu uner­war­tet.  Ein Tritt in die Magen­grube der Kom­mu­ni­ka­tion. Nach­dem ich mich geis­tig über­ge­ben hatte, rea­li­sierte ich das Unglück, der T-Com Tech­ni­ker hatte die Lei­tung bereits umge­stellt und ich hatte noch keine Hard­ware, er konnte hald nicht war­ten irgend­wie.  Sollte kom­men, so ver­sprach man mir an der Kun­den­hot­line, raus­ge­gan­gen wäre es schon das hei­lige Paket

Nach­dem dann ges­tern DHL zu mir nach Hause kam und ich nicht da war, konnte ich mir das Paket mit der Hard­ware heute abho­len, also noch ein Tag Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lo­sig­keit. Jetzt bin ich zuhause ange­kom­men und habe natür­lich erst­mal has­tig das Paket auf­ge­ris­sen und voll­kom­men übereilt ver­ka­belt (siehe Bild) nur um ins Netz zu kom­men, die Dusche muss auf mich war­ten. Irgend­wie Krank, ob ich mich mal The­ra­pie­ren las­sen sollte? In Zei­ten der hoch­mo­der­nen Kom­mu­ni­ka­tion, in der die eigene ver­armt wird deut­lich, wie abhän­gig man doch von die­sem Medium ist. Fern­se­hen ist mir egal, Tele­fon eigent­lich auch, aber das Netz?

Für mich ist das Inter­net schon Gebrauchs­ge­gen­stand gewor­den und weit über eine Form der Kom­mu­ni­ka­tion hin­aus. Ich glaube ich sollte anstän­dig reflek­tie­ren, in mich gehen und mich wie­der auf alte Werte besin­nen. Viel­leicht auch mal wie­der ein Buch lesen, oder die Garage auf­räu­men, Duschen müsste ich ja auch noch, geht ja alles auch ohne. Aber erst­mal drü­ber Blog­gen, das muss schon sein :) Schließ­lich bist DU lie­ber Besu­cher sicher­lich besorgt gewe­sen und hast einen Auf­klä­rung verdient.

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Ansichtssache
Schlagwort: ,

Verwandte Artikel

7 Kommentare

  1. Gene­rel­ler Feh­ler: Telekom-Kunde sein. Ich hatte mit die­ser »Firma« schon so viel Ärger, es ist unbe­schreib­lich zu wel­chem Aus­maß der Inkom­pe­tenz die Leute in dem Laden fähig sind. Aber jetzt hast du es ja über­stan­den, jetzt musst du nur noch die Kabel sau­ber ver­le­gen — etwas, dass ich bei mir auch schon meh­rere Wochen vor mir herschiebe.

  2. @Robert: Ich kann Dei­nen Schmerz nach­voll­zie­hen, ohne Inter­net geht gar nicht. Natür­lich stirbt man komi­scher­weise nicht an dem Ent­zug, aber es fehlt schon was. Und ich muß Tears recht­ge­ben, die Tele­kom scheint sich Pro­bleme in wie auch immer gear­te­ter Form ins Pro­gramm geschrie­ben zu haben.
    Marketing-mäßig scheint es ein Kon­zept von hohen Prei­sen bei mini­ma­ler Kun­den­ori­en­tiert­heit, gepaart mit einem »LMAA«-Prinzip zu sein. Ich habe das bei mei­nem Vater, der Telekom-Kunde ist, miterlebt.

  3. Prin­zi­pi­ell gebe ich euch bei­den Recht, wobei die Wahl des ISP oder Tele­fon­an­bie­ters schwer und unüber­sicht­lich ist und die Erfah­rung gerade im Bezug auf die Tele­kom schwan­ken. Seit meh­re­ren Jah­ren bin ich immer mit der Tele­kom zufrie­den gewe­sen, sie waren zwar nicht immer die güns­tigs­ten, aber haben mich immer »gut behan­delt«. Dafür höre ich nur schlech­tes von ande­ren Anbie­ter. Aber offen­sicht­lich sind das keine All­ge­mei­nen Fakten ;)

    Aber Tears hat schon ganz rich­tig erkannt: Es scheint über­stan­den und vom nächs­ten Tarif­wech­sel bin ich erst­mal wie­der geheilt.

  4. ja, es ist schwer und unüber­sicht­lich, und das Prin­zip, das sich schlechte Nach­rich­ten nicht nur schnel­ler ver­brei­ten, son­dern sich auch län­ger hal­ten, gilt über­all. Des­we­gen ist es umso schwe­rer, den rich­ti­gen Anbie­ter her­aus­zu­fin­den. Ich kenne auch tat­säch­lich Leute, die mit der T-Com hoch­zu­frie­den sind. Ich hoffe, damit habe ich die Ver­wir­rung kompletiert :)

  5. Ich hatte Pro­bleme mit der T-Com und 1und1, tie­ri­schen Stress mit Free­net, AOL ist sowieso Müll… mit Arcor und KabelBW lief dage­gen bis­her alles prima. Mein Ein­druck ist, dass alle Pro­vi­der »erträg­lich« sind bis man kün­digt. Dann fan­gen alle an zu zicken, zu ner­ven und im Zwei­fel­fall zu betrügen.

  6. Wel­come back ;-) … und duschen kannst auch noch nächste Woche.*nochnichtsrieche*

  7. Eigent­lich sollte nach fol­gen­dem Prin­zip vor­ge­gan­gen wer­den: Never touch a run­ning Sys­tem, frei über­setzt. Wenn alles funk­tio­niert und zur Zufrie­den­heit läuft, nicht ein­fach den Anbie­ter wech­seln, nur weil die­ser 1,50€ im Monat spart, denn dadurch fan­gen doch die meis­ten Pro­bleme erst an, ich denke das ist Anbie­ter­über­grei­fend. Daher hat Tears völ­lig recht, die meis­ten fan­gen an zu ner­ven, wenn man sie kün­digt. Wenn das eine Ver­kaufs­stra­te­gie ist, dann funk­tio­niert sie. »Wenn du kün­digst, dann hast du erst­mal kein Inter­net, Tele­fon nur spo­ra­disch und viele Über­ra­schun­gen mehr«.

    @Mysti: Geduscht habe ich den­noch, hat sich sogar gelohnt, der weiße Dusch­bo­den war kurz­zei­tig nicht mehr zu sehen und war in eine Mischung aus Staub­grau und Motoröl­schwarz getaucht. :)

Schreibe einen Kommentar

Hilfe bei der Kommentareingabe?