2 April
Kommunikationslosigkeit
Es ist zum aus der Haut fahren. Egal wie man es plant, einrichtet oder sich ausdenkt, irgendwas passiert ja immer. Murphy´s Law. Etwa vor 4 Wochen habe ich Überlegungen angestellt, meinen Telekom Anschluss zu wechseln, die Entertain Masche, da wollte ich dabei sein, schließlich gibt es ja jedes Menge Nerdiges Zeug, wie diesen T-Home Media Receiver 300, der mit einer Festplatte ausgerüstet ist und auch laufende Programme aufnehmen und zeitversetzt wiedergeben kann. Dazu eine schnelle Internetleitung und einen Router, so habe ich mich durch alle Formulare durchgeklickt und das Paket bestellt. Schlau wie ich bin sein wollte, habe ich aber gleich nach Abschluss den höherwertigen Router dazugenommen, weil dieser ja neben einigen nützlichen USB Schnittstellen auch noch schnelles WLAN beherrscht.
Es kam natürlich anders. Irgendwann bekam ich Post mit Zugangsdaten für die ich überhaupt noch keine Geräte besessen habe. Dann ruft ein verstörter T-Com Techniker an und fragt mich ob ich die Hardware schon hätte, denn er wolle loslegen. Das war letzten Freitag. Als ich dann am Montag dieser Woche von der Arbeit nach Hause gekommen bin und gepflegt im Netz chillen wollte, hat es mich eiskalt erwischt. Internet aus, tot, gestorben. Obwohl ich ja mit dem Tod als solches gut umgehen kann, kommt er in diesem Fall zu unerwartet. Ein Tritt in die Magengrube der Kommunikation. Nachdem ich mich geistig übergeben hatte, realisierte ich das Unglück, der T-Com Techniker hatte die Leitung bereits umgestellt und ich hatte noch keine Hardware, er konnte hald nicht warten irgendwie. Sollte kommen, so versprach man mir an der Kundenhotline, rausgegangen wäre es schon das heilige Paket
Nachdem dann gestern DHL zu mir nach Hause kam und ich nicht da war, konnte ich mir das Paket mit der Hardware heute abholen, also noch ein Tag Kommunikationslosigkeit. Jetzt bin ich zuhause angekommen und habe natürlich erstmal hastig das Paket aufgerissen und vollkommen übereilt verkabelt (siehe Bild) nur um ins Netz zu kommen, die Dusche muss auf mich warten. Irgendwie Krank, ob ich mich mal Therapieren lassen sollte? In Zeiten der hochmodernen Kommunikation, in der die eigene verarmt wird deutlich, wie abhängig man doch von diesem Medium ist. Fernsehen ist mir egal, Telefon eigentlich auch, aber das Netz?
Für mich ist das Internet schon Gebrauchsgegenstand geworden und weit über eine Form der Kommunikation hinaus. Ich glaube ich sollte anständig reflektieren, in mich gehen und mich wieder auf alte Werte besinnen. Vielleicht auch mal wieder ein Buch lesen, oder die Garage aufräumen, Duschen müsste ich ja auch noch, geht ja alles auch ohne. Aber erstmal drüber Bloggen, das muss schon sein :) Schließlich bist DU lieber Besucher sicherlich besorgt gewesen und hast einen Aufklärung verdient.
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Ansichtssache
Schlagwort: DSL, internet


hat bereits 207 Kommentare abgegeben und schrieb am 2. April 2009 um 17:17:
Genereller Fehler: Telekom-Kunde sein. Ich hatte mit dieser »Firma« schon so viel Ärger, es ist unbeschreiblich zu welchem Ausmaß der Inkompetenz die Leute in dem Laden fähig sind. Aber jetzt hast du es ja überstanden, jetzt musst du nur noch die Kabel sauber verlegen — etwas, dass ich bei mir auch schon mehrere Wochen vor mir herschiebe.
hat bereits 259 Kommentare abgegeben und schrieb am 2. April 2009 um 18:06:
@Robert: Ich kann Deinen Schmerz nachvollziehen, ohne Internet geht gar nicht. Natürlich stirbt man komischerweise nicht an dem Entzug, aber es fehlt schon was. Und ich muß Tears rechtgeben, die Telekom scheint sich Probleme in wie auch immer gearteter Form ins Programm geschrieben zu haben.
Marketing-mäßig scheint es ein Konzept von hohen Preisen bei minimaler Kundenorientiertheit, gepaart mit einem »LMAA«-Prinzip zu sein. Ich habe das bei meinem Vater, der Telekom-Kunde ist, miterlebt.
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 2. April 2009 um 21:10:
Prinzipiell gebe ich euch beiden Recht, wobei die Wahl des ISP oder Telefonanbieters schwer und unübersichtlich ist und die Erfahrung gerade im Bezug auf die Telekom schwanken. Seit mehreren Jahren bin ich immer mit der Telekom zufrieden gewesen, sie waren zwar nicht immer die günstigsten, aber haben mich immer »gut behandelt«. Dafür höre ich nur schlechtes von anderen Anbieter. Aber offensichtlich sind das keine Allgemeinen Fakten ;)
Aber Tears hat schon ganz richtig erkannt: Es scheint überstanden und vom nächsten Tarifwechsel bin ich erstmal wieder geheilt.
hat bereits 259 Kommentare abgegeben und schrieb am 3. April 2009 um 13:02:
ja, es ist schwer und unübersichtlich, und das Prinzip, das sich schlechte Nachrichten nicht nur schneller verbreiten, sondern sich auch länger halten, gilt überall. Deswegen ist es umso schwerer, den richtigen Anbieter herauszufinden. Ich kenne auch tatsächlich Leute, die mit der T-Com hochzufrieden sind. Ich hoffe, damit habe ich die Verwirrung kompletiert :)
hat bereits 207 Kommentare abgegeben und schrieb am 3. April 2009 um 13:11:
Ich hatte Probleme mit der T-Com und 1und1, tierischen Stress mit Freenet, AOL ist sowieso Müll… mit Arcor und KabelBW lief dagegen bisher alles prima. Mein Eindruck ist, dass alle Provider »erträglich« sind bis man kündigt. Dann fangen alle an zu zicken, zu nerven und im Zweifelfall zu betrügen.
hat bereits 30 Kommentare abgegeben und schrieb am 3. April 2009 um 21:57:
Welcome back ;-) … und duschen kannst auch noch nächste Woche.*nochnichtsrieche*
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 5. April 2009 um 08:52:
Eigentlich sollte nach folgendem Prinzip vorgegangen werden: Never touch a running System, frei übersetzt. Wenn alles funktioniert und zur Zufriedenheit läuft, nicht einfach den Anbieter wechseln, nur weil dieser 1,50€ im Monat spart, denn dadurch fangen doch die meisten Probleme erst an, ich denke das ist Anbieterübergreifend. Daher hat Tears völlig recht, die meisten fangen an zu nerven, wenn man sie kündigt. Wenn das eine Verkaufsstrategie ist, dann funktioniert sie. »Wenn du kündigst, dann hast du erstmal kein Internet, Telefon nur sporadisch und viele Überraschungen mehr«.
@Mysti: Geduscht habe ich dennoch, hat sich sogar gelohnt, der weiße Duschboden war kurzzeitig nicht mehr zu sehen und war in eine Mischung aus Staubgrau und Motorölschwarz getaucht. :)