3 Oktober
Ich bin ein Individualistischer Macher
Die Neugier ist ein starkes Gefühl. Jedenfalls bei mir. So kam ich nicht daran vorbei, einem Button auf den Grund zu gehen, den ich im Blog von Pixella Panik entdeckt habe. Gelandet bin ich auf einer Internetseite für einen individuellen Persönlichkeitstest. Zunächst war ich skeptisch, gibt es doch viel zu viele unseriöse Angebote bei denen man nach 0,5 Mausklicks schon Post von einem Inkassounternehmen bekommt. Beim genaueren Hinsehen konnte ich jedoch keinerlei Fallstricke entdecken und habe mich voll und ganz meiner Neugier hingegeben. Nach ein paar Fragen hatte ich es dann schriftlich, ich bin der individualistische Macher.
Der individualistische Macher ist ein selbstbewusster und sehr unabhängiger Mensch. Er ist eine ruhige und sachliche Person, sehr rational, ein ausgesprochener Verstandesmensch. Seinen Individualismus pflegt er intensiv und er genießt es, seine analytischen Fähigkeiten an neuen Aufgaben zu messen. Dabei ist er jedoch ein sehr spontaner und impulsiver Mensch, der gerne seinen plötzlichen Eingebungen folgt. Der individualistische Macher ist ein guter und genauer Beobachter, der aufmerksam alles registriert, was um ihn herum vorgeht. Für Zwischenmenschliches hat er allerdings weniger feine Antennen und wundert sich, wenn er bei anderen durch seine direkte und unverblümte Art gelegentlich aneckt. Verpflichtungen schätzt er nicht besonders; lässt man ihm aber seine Freiheit, ist er ein unkomplizierter, umgänglicher und fröhlicher Zeitgenosse. mehr lesen?
Auf den ersten Blick konnte ich mit dem Begriff nichts anfangen, die Erklärung sollte Licht ins Dunkel bringen. Und in der Tat, ich konnte mich durchaus wiederfinden. Erschreckend oder absehbar? Für mich beides, denn es ist immer erschreckend wenn man mit seinen Defiziten konfronitiert wird, absehbar weil ich schließlich weiss ich doch wer ich bin. Wer bist du? Sinn und Zweck der Internetseite iPersonic ist der Verkauf von Broschüren, die versprechen den Defiziten seines Typs mit Rat und Tat beiseite zu stehen. So eine Broschüre habe ich mir jetzt nicht gekauft, ich nehme das Schicksal meines Typs lieber selbst in die Hand, bin ja schließlich ein Macher.
(Quelle: Gefunden bei Everyday ist Halloween, iPersonic)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Ansichtssache
Schlagwort: Individualist, Macher, Persönlichkeit, Test



hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 3. Oktober 2008 um 11:48:
Jo, mach mal.
Ich habe mir auch keine Broschüre gekauft. Bin schließlich viel zu schüchtern und reserviert dazu :)
hat bereits 1742 Kommentare abgegeben und schrieb am 6. Oktober 2008 um 08:56:
Eine verstrickte Situation! Ich glaube die Partnerwahl sollte derartigen Persönlichkeitstests unterliegen, damit man sich grundsätzlich ergänzt. Wenn man dann noch alle Broschüren sein Eigen nennt, steht der Spitze des Maslowschen Bedürfnispyramide nichts mehr im Weg ;)
hat bereits 378 Kommentare abgegeben und schrieb am 27. Februar 2011 um 13:41:
Das ist ja lustig, dass du den Test schon vor so langer Zeit gemacht hast. Ich hab ihn erst im vergangenen Dezember entdeckt. So lange gibt es die Seite schon? Ich war total erstaunt, dass die Analyse bei mir so punktgenau getroffen hat. Ich glaube, das ist echt ein ganz guter Test — im Gegensatz zu denen aus den üblichen Frauenmagazinen. ;-) Ich bin ein Analytischer Denker:
http://www.ipersonic.de/typ/AD.html
Selbstverständlich habe ich mir auch die anderen Persönlichkeitstypen angeschaut, weil ich ja ein analytischer Denker bin und wissen wollte, ob die so geschickt formuliert sind, dass jedes Profil irgendwie passen würde. ;-) Ergebnis: Nur bei AD kann ich beinahe jeden Satz so unterschreiben. Erstaunlich.
hat bereits 306 Kommentare abgegeben und schrieb am 27. Februar 2011 um 13:57:
Analytischer Denker…ebenso. Doch da ich das nun sein soll oder bin, kam ich dem gleich nach und hinterfragte die ganze Aktion. Ergo:
Ich erachte es als allzu plump dieses nur anhand dieser vier vorgegebenen Antwortblocks festmachen zu wollen. Einzelantworten wären da schon wertvoller gewesen.
hat bereits 378 Kommentare abgegeben und schrieb am 27. Februar 2011 um 14:04:
Das überrascht mich jetzt nicht :-). Warum man mit vier allgemeinen Antworthaufen so treffende Analysen hin bekommt, weiß ich auch nicht. Ich glaube, wir müssen das mal analysieren. :-)
hat bereits 125 Kommentare abgegeben und schrieb am 27. Februar 2011 um 14:22:
Normalerweise halte ich nicht viel von solchen Tests, da sie immer zu Allgemein gehalten werden und die Antworten austauschbar sind; aber dieser hier ist tatsächlich anders. Interessant und recht erstaunlich, wie der »Zielstrebige Realist« auf mich passt.
hat bereits 1742 Kommentare abgegeben und schrieb am 2. März 2011 um 03:49:
Ja, testet euch nur weiter. *notier* Das mit der Testerei geht sogar noch einige Schritte weiter. Mittlerweile werden auch im Beruf Mitarbeiter, vor allem in führenden oder deligierenden Positionen, ähnlichen Tests unterworfen um ihre Eignug als Mitarbeiten zu überprüfen. Das ist natürlich auch ein Stück weit gefährlich, denn schnell können solche Daten auch gegen jemanden eingesetzt werden, was jetzt aber nur für die professionellen Tests gilt, nicht so sehr für iPersonic.
hat bereits 306 Kommentare abgegeben und schrieb am 2. März 2011 um 05:18:
[…]Mittlerweile werden auch im Beruf Mitarbeiter, vor allem in führenden oder delegierenden Positionen, ähnlichen Tests unterworfen um ihre Eignung als Mitarbeiten zu überprüfen.[…]
Eine weitere Perversion unserer hochgeschätzten Leistungsgesellschaft. Inwieweit sind solche Test eigentlich mit der Unantastbarkeit der Menschwürde und dem Recht auf persönliche Entfaltung vertretbar.
Einstellungstest im Sinne der Allgemeinbildung und zur Überprüfung des Verhaltens in Stresssituationen ist ja schön und gut. Aber derartiges nötigt einen wirklich bald dazu, vor dem Personalmanager die Hose komplett herunterzulassen.
Warum wird man vor dem Stellenantritt nicht einfach für einen Monat in eine Anstalt verfrachtet und durchgeleuchtet. So spart man sich die Anbiederung der Bewerbung und kann ganz entspannt das lückenlose persönliche Psychogramm entscheiden lassen.
hat bereits 1742 Kommentare abgegeben und schrieb am 2. März 2011 um 16:01:
Ein düsteres Szenario das du malst. Ich finde solche Test auch eher gefährlich, denn was hindert den Arbeitgeber daran die Testergebnisse gegen einen zu verwenden wenn man kostenschonend wegrationalisiert werden soll? Das einzige was mir Trost spendet ist die Tatsache das kein Test vermag den Menschen an sich abzubilden. Die meisten bestehen aus viel mehr als der einen getesteten Facette. Menschen sind wie unbekannte Blüten, manche riechen gut wenn sie sich öffnen und manche riechen furchtbar um ihre Feinde zu verjagen.