23 Januar
Digitaler Aktivismus - Online protestieren
Gerade noch diskutiere ich noch mit Tears von Requiem Katharsis über den politischen Aktivismus der Links und Rechts orientierten Gruppen, da erscheint ein Beitrag des elektrischen Reporters in meinen Feedreader, der digitalen und politischen Aktivismus im Netz behandelt. Es geht dabei primär um das Netz als Mittel zum Aktivismus. Ist das Internet wirklich eine adäquates Mittel zum Protest oder nur ein Hilfsmittel zum Protest?
Demonstrationen wurden meiner Meinung nach immer schon ins Leben gerufen um Aufmerksamkeit zu erregen, Aktivismus gibt es um Dinge zu bewegen. Dabei beschränkt man sich nicht nur auf das blockieren, stören und verhindern sondern auch viel zu oft auf zerstören, demolieren und vernichten. So gesehen ist Online Aktivismus ein durchaus ernst zu nehmendes Mittel des Protestes, sind wir doch in unserer Welt ohne das Internet als Kommunikationsmittel sehr eingeschränkt. So zeigen Angriffe auf Server, Postfächer und Internetseite sehr schnellen Erfolg und sind mit »Handfesten« Aktionen durchaus gleichzusetzen. Natürlich ist das Netz auch das schnellste Mittel der Informationsverbreitung und ermöglicht so, Aktionen dezentral und frei von Hierarchie zu organisieren und staatliche Kontrolle (noch) auszuhebeln.
Das Thema das im Video aufgegriffen wird bietet ein weites Feld für Diskussion und Auslegungen, deshalb solltet ihr das erst mal auf euch wirken lassen und mir dann vielleicht mitteilen, ob euch so etwas anspornt etwas kritischer zu bloggen, zu kommentieren und zu schreiben oder ob das Thema eurer Ansicht nach überschätzt wird. Ich glaube ich könnte noch eine ganze Weile über das Thema schreiben, möchte aber dann doch ganz gerne die ein oder andere Meinung dazu hören.
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.
Kategorie: Ansichtssache
Schlagwort: Aktivismus, Politik, Protest, Scientology


hat bereits 207 Kommentare abgegeben und schrieb am 23. Januar 2009 um 15:04:
Remember remember the fifth of November… :D
hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 23. Januar 2009 um 21:25:
Die Möglichkeiten im Internet sind schon fast unbegrenzt und ich denke, wenn ich da an die Bloggergemeinschaft denke, dann glaube ich auch, dass sie durchaus durch solche Online Demos auch was bewegen können. Allerdings wird der bittere Nachgeschmack auch hier sein, dass sich Hacker das zu nutzen machen werden um Dinge zu zerstören. Ich halte es für eine gute Idee und ich denke, dass man es durchaus auch versuchen muss. Viele Wege führen nach Rom. Warum denn nicht auch dieser?
hat bereits 23 Kommentare abgegeben und schrieb am 24. Januar 2009 um 19:54:
Ich will gerne daran glauben, das Blogger die Welt verändern können.
Allerdings sehe ich auch immer Berichte die sich virusartig in der Blogsphäre verbreiten wo eigentlich keiner so ganz genau Bescheid weiß.
Was ist denn zum Beispiel aus den Skandalen um Müller-Milch? Erst die große Welle und später nichts mehr zu hören.
zur Erinnerung ein link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensgruppe_Theo_M%C3%BCller
hat bereits 5 Kommentare abgegeben und schrieb am 25. Januar 2009 um 22:28:
Naja„, ein jeder kann die Welt verändern und wenn es auch nur ein kleine Sache ist, die er ändert… wichtig ist überhaupt dass man daran denkt!
Gruß
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 26. Januar 2009 um 18:30:
@Tears: Wie recht du hast — The Gunpowder Treasone
@Rui: Guter Punkt. Es gibt immer eine gute und eine schlechte Seite, während wir im echten Leben die schlechten Seiten ausblenden können, begegnen sie uns im Internet tagtäglich.
@Funkygog: So schnell wie es kommt, so schnell geht es auch. Doch gibt es nicht auch hier Parallelen zum Reallife? Im Gegensatz zum Menschen vergisst das Netz aber nicht so schnell etwas, wie an deinem Link deutlich zu sehen ist.
@Michael: So ist es! Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.
hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 28. Januar 2009 um 20:45:
Im Internet protestieren? Ist man denn schon zu faul geworden Briefe zu sammeln oder auf die Straße zu gehen?
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 30. Januar 2009 um 19:03:
@Holger: Faul würde ich das nicht nennen, nur modern ;) Solange dabei die Proteste auf der Straße nicht zu kurz kommen, kann das Internet sogar sehr unterstützend wirken. Ist die Verbreitung und die Präsenz entsprechend hoch, wirkt eine Online-Demo parallel zur echte Demo sehr anregend.