23 Januar

Digitaler Aktivismus - Online protestieren

Kategorie: Ansichtssache — Jahrgang: 20097 Kommentare

Gerade noch dis­ku­tiere ich noch mit Tears von Requiem Kathar­sis über den poli­ti­schen Akti­vis­mus der Links und Rechts ori­en­tier­ten Grup­pen, da erscheint ein Bei­trag des elek­tri­schen Repor­ters in mei­nen Fee­dre­a­der, der digi­ta­len und poli­ti­schen Akti­vis­mus im Netz behan­delt. Es geht dabei pri­mär um das Netz als Mit­tel zum Akti­vis­mus. Ist das Inter­net wirk­lich eine adäqua­tes Mit­tel zum Pro­test oder nur ein Hilfs­mit­tel zum Protest?

Demons­tra­tio­nen wur­den mei­ner Mei­nung nach immer schon ins Leben geru­fen um Auf­merk­sam­keit zu erre­gen, Akti­vis­mus gibt es um Dinge zu bewe­gen. Dabei beschränkt man sich nicht nur auf das blo­ckie­ren, stö­ren und ver­hin­dern son­dern auch viel zu oft auf zer­stö­ren, demo­lie­ren und ver­nich­ten. So gese­hen ist Online Akti­vis­mus ein durch­aus ernst zu neh­men­des Mit­tel des Pro­tes­tes, sind wir doch in unse­rer Welt ohne das Inter­net als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel sehr ein­ge­schränkt. So zei­gen Angriffe auf Ser­ver, Post­fä­cher und Inter­net­seite sehr schnel­len Erfolg und sind mit »Hand­fes­ten« Aktio­nen durch­aus gleich­zu­set­zen. Natür­lich ist das Netz auch das schnellste Mit­tel der Infor­ma­ti­ons­ver­brei­tung und ermög­licht so, Aktio­nen dezen­tral und frei von Hier­ar­chie  zu orga­ni­sie­ren und staat­li­che Kon­trolle (noch) auszuhebeln.

Das Thema das im Video auf­ge­grif­fen wird  bie­tet ein wei­tes Feld für Dis­kus­sion und Aus­le­gun­gen, des­halb soll­tet ihr das erst mal auf euch wir­ken las­sen und mir dann viel­leicht mit­tei­len, ob euch so etwas anspornt etwas kri­ti­scher zu blog­gen, zu kom­men­tie­ren und zu schrei­ben oder ob das Thema eurer Ansicht nach über­schätzt wird. Ich glaube ich könnte noch eine ganze Weile über das Thema schrei­ben, möchte aber dann doch ganz gerne die ein oder andere Mei­nung dazu hören.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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7 Kommentare

  1. Remem­ber remem­ber the fifth of Novem­ber… :D

  2. Die Mög­lich­kei­ten im Inter­net sind schon fast unbe­grenzt und ich denke, wenn ich da an die Blog­ger­ge­mein­schaft denke, dann glaube ich auch, dass sie durch­aus durch sol­che Online Demos auch was bewe­gen kön­nen. Aller­dings wird der bit­tere Nach­ge­schmack auch hier sein, dass sich Hacker das zu nut­zen machen wer­den um Dinge zu zer­stö­ren. Ich halte es für eine gute Idee und ich denke, dass man es durch­aus auch ver­su­chen muss. Viele Wege füh­ren nach Rom. Warum denn nicht auch dieser?

  3. Ich will gerne daran glau­ben, das Blog­ger die Welt ver­än­dern kön­nen.
    Aller­dings sehe ich auch immer Berichte die sich virus­ar­tig in der Blog­sphäre ver­brei­ten wo eigent­lich kei­ner so ganz genau Bescheid weiß.
    Was ist denn zum Bei­spiel aus den Skan­da­len um Müller-Milch? Erst die große Welle und spä­ter nichts mehr zu hören.
    zur Erin­ne­rung ein link:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensgruppe_Theo_M%C3%BCller

  4. Naja„, ein jeder kann die Welt ver­än­dern und wenn es auch nur ein kleine Sache ist, die er ändert… wich­tig ist über­haupt dass man daran denkt!

    Gruß

  5. @Tears: Wie recht du hast — The Gun­pow­der Tre­a­sone
    @Rui: Guter Punkt. Es gibt immer eine gute und eine schlechte Seite, wäh­rend wir im ech­ten Leben die schlech­ten Sei­ten aus­blen­den kön­nen, begeg­nen sie uns im Inter­net tag­täg­lich.
    @Funkygog: So schnell wie es kommt, so schnell geht es auch. Doch gibt es nicht auch hier Par­al­le­len zum Real­life? Im Gegen­satz zum Men­schen ver­gisst das Netz aber nicht so schnell etwas, wie an dei­nem Link deut­lich zu sehen ist.
    @Michael: So ist es! Stell Dir vor es ist Krieg und kei­ner geht hin.

  6. Im Inter­net pro­tes­tie­ren? Ist man denn schon zu faul gewor­den Briefe zu sam­meln oder auf die Straße zu gehen?

  7. @Holger: Faul würde ich das nicht nen­nen, nur modern ;) Solange dabei die Pro­teste auf der Straße nicht zu kurz kom­men, kann das Inter­net sogar sehr unter­stüt­zend wir­ken. Ist die Ver­brei­tung und die Prä­senz ent­spre­chend hoch, wirkt eine Online-Demo par­al­lel zur echte Demo sehr anregend.

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