9 Oktober
Aufgewärmtes schmeckt eben doch besser
Oft habe ich das Gefühl, es gebe nicht genug interessante Nachrichten auf dieser Welt, das jeder etwas einzigartiges entdecken und schreiben könnte. Muss ja auch nicht unbedingt, aufgewärmte Suppe schmeckt immer besser. Bei Nerdcore (via Basicthinking) las ich über die Unsitte über etwas nicht zu schreiben, was bereits jemand anderes geschrieben hat. Ich kann René nur beipflichten: Blödsinn. Es kann nicht Sinn und Zweck des Bloggens sein, ständig etwas neues und einzigartiges zu erschaffen, vielmehr geht es doch darum, etwas aus seiner eigenen Sicht zu interpretieren.
Eine (alte) Nachricht durch viele Sichtweisen neu kennenzulernen und sich selbst darüber ein Bild zu machen ist doch viel besser. Oftmals lese ich eine Neuigkeit in einem Blog, die mich nicht sonderlich interessiert oder berührt, erst du die Interpretation weiterer Blogger eröffnen sich neue Ansichten. Meine Meinung ist dann die Summe aus meinen Gedanken und den Gedanken anderer. Das vergöttern der Meinungen großer Blogs konnte ich noch nie nachvollziehen, das Wort »Meinungsmacher« wie bei Zoomer (inzwischen eingestellt) sind so überflüssig wie ein Blinddarm.
Redundanz spielt dabei für mich keine Rolle, mich fasziniert eher die Relevanz für verschiedensten Personengruppen und die daraus resultierende Vernetzung untereinander. Nichts desto trotz werde ich Renés Bitte nachkommen und auch weiterhin über Dinge schreiben, über die andere schon geschrieben haben. Meine Meinung ist sowieso wichtiger ;)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Ansichtssache
Schlagwort: Bloggen, Meinung, Persönlich


hat bereits 7 Kommentare abgegeben und schrieb am 11. Oktober 2008 um 11:26:
Ich stimme Dir bezüglich der neuen Aspekte vollkommen zu! Aber als wesentlichen Kernpunkte erachte ich trotz allem, dass man seinen Lesern noch einen Mehrwert bietet, indem man ein wenig eigenes Gewürz dazustreut. Sonst ist die Suppe wirklich langweilig und verschwendet einfach nur Zeit. Aber was trage ich Eulen nach Athen? Mit Deinem Beitrag hast Du mir ja schon einen Mehrwert gegeben, auch wenn wir einer Meinung sind :)
hat bereits 1742 Kommentare abgegeben und schrieb am 27. November 2008 um 19:54:
Auch hier muss ich Dir zustimmen, jedoch noch einen Vergleich einstreuen. Bringt man zu viele Gewürze in die Suppe, kippt sie um. Gerade bei viel zitierten Nachrichten und Einträge habe ich gemerkt, das die Grundaussage häufig auch verzerrt wird und dem eigentlichen Artikel vielfach nicht gerecht werden. Deshalb finde ich eine inhaltliche Trennung zwischen dem ursprünglichen Artikel und der eigenen Meinung für wichtig.