9 Oktober

Aufgewärmtes schmeckt eben doch besser

Kategorie: Ansichtssache — Jahrgang: 20082 Kommentare

Oft habe ich das Gefühl, es gebe nicht genug inter­es­sante Nach­rich­ten auf die­ser Welt, das jeder etwas ein­zig­ar­ti­ges ent­de­cken und schrei­ben könnte. Muss ja auch nicht unbe­dingt, auf­ge­wärmte Suppe schmeckt immer bes­ser. Bei Nerd­core (via Basic­t­hin­king) las ich über die Unsitte über etwas nicht zu schrei­ben, was bereits jemand ande­res geschrie­ben hat. Ich kann René nur bei­pflich­ten: Blöd­sinn. Es kann nicht Sinn und Zweck des Blog­gens sein, stän­dig etwas neues und ein­zig­ar­ti­ges zu erschaf­fen, viel­mehr geht es doch darum, etwas aus sei­ner eige­nen Sicht zu interpretieren.

Eine (alte) Nach­richt durch viele Sicht­wei­sen neu ken­nen­zu­ler­nen und sich selbst dar­über ein Bild zu machen ist doch viel bes­ser. Oft­mals lese ich eine Neu­ig­keit in einem Blog, die mich nicht son­der­lich inter­es­siert oder berührt, erst du die Inter­pre­ta­tion wei­te­rer Blog­ger eröff­nen sich neue Ansich­ten. Meine Mei­nung ist dann die Summe aus mei­nen Gedan­ken und den Gedan­ken ande­rer. Das ver­göt­tern der Mei­nun­gen gro­ßer Blogs konnte ich noch nie nach­voll­zie­hen, das Wort »Mei­nungs­ma­cher« wie bei Zoo­mer (inzwi­schen ein­ge­stellt) sind so über­flüs­sig wie ein Blinddarm.

Redun­danz spielt dabei für mich keine Rolle, mich fas­zi­niert eher die Rele­vanz für ver­schie­dens­ten Per­so­nen­grup­pen und die dar­aus resul­tie­rende Ver­net­zung unter­ein­an­der. Nichts desto trotz werde ich Renés Bitte nach­kom­men und auch wei­ter­hin über Dinge schrei­ben, über die andere schon geschrie­ben haben. Meine Mei­nung ist sowieso wichtiger ;)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Ansichtssache
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2 Kommentare

  1. Ich stimme Dir bezüg­lich der neuen Aspekte voll­kom­men zu! Aber als wesent­li­chen Kern­punkte erachte ich trotz allem, dass man sei­nen Lesern noch einen Mehr­wert bie­tet, indem man ein wenig eige­nes Gewürz dazu­streut. Sonst ist die Suppe wirk­lich lang­wei­lig und ver­schwen­det ein­fach nur Zeit. Aber was trage ich Eulen nach Athen? Mit Dei­nem Bei­trag hast Du mir ja schon einen Mehr­wert gege­ben, auch wenn wir einer Mei­nung sind :)

  2. Auch hier muss ich Dir zustim­men, jedoch noch einen Ver­gleich ein­streuen. Bringt man zu viele Gewürze in die Suppe, kippt sie um. Gerade bei viel zitier­ten Nach­rich­ten und Ein­träge habe ich gemerkt, das die Grund­aus­sage häu­fig auch ver­zerrt wird und dem eigent­li­chen Arti­kel viel­fach nicht gerecht wer­den. Des­halb finde ich eine inhalt­li­che Tren­nung zwi­schen dem ursprüng­li­chen Arti­kel und der eige­nen Mei­nung für wichtig.

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