11 Februar

Andere Länder, andere Sitten

Kategorie: Ansichtssache — Jahrgang: 20093 Kommentare

gruensfeld

Für die nächste Woche bin ich beruf­lich ver­reist, man hat mir ange­bo­ten für 1 Woche in einem Toch­ter­un­ter­neh­men aus­zu­hel­fen. Eine Woche mal etwas ande­res zu sehen ist immer wie­der auf­re­gend, andere (Bundes-)Länder andere Sit­ten und Gebräu­che und ein biss­chen Land­schaft, was für´s Auge eben. Da ich aber meine Frei­zeit gerne mit dem Inter­net ver­bringe und natür­lich auch blog­gen möchte, habe ich mich als aus­ge­spro­che­ner Gruftie-Nerd alles an Tech­nik mit­ge­nom­men, was ich krie­gen konnte. Als armer Schlu­cker musste ich mir natür­lich einen Groß­teil der Dinge zusam­me­n­or­ga­ni­sie­ren um nicht Geld aus­zu­ge­ben, was ich eh nicht habe.

Das Lap­top auf dem ich jetzt tippe, gehört Spon­ti­li­en­chen, eine höl­li­sche Umstel­lung von 22″ Bild­schirm­dia­go­nale auf 15″, das kann ich euch sagen. Wir Men­schen gewöh­nen uns aber auch an alles. Da ich von kei­ner W-Lan Inter­net­ver­bin­dung in mei­ner Unter­brin­gungs­stätte (von einem Hotel möchte ich nicht wirk­lich spre­chen) pro­fi­tie­ren kann, wusste ich vor­her, denn wenn ich schon­mal in die Pampa fahre, dann bitte infor­miert. Ich habe einen inter­es­san­ten Dienst­leis­ter aus Ber­lin ent­deckt, der Surft­sticks auf Han­dy­ba­sis ver­mie­tet. 25€ für eine Woche mit bis zu 3,6 Mbit klang für mich ver­lo­ckend. Die Firma Flat­mo­bil rea­gierte zu dem noch sehr fle­xi­bel auf meine kurz­fris­tige Anfrage, die ich erst am Don­ners­tag gestellt habe und war in der Lage mir ein ent­spre­chen­des Paket am Sams­tag zukom­men zu las­sen. Bevor jetzt gleich wie­der jemand an Wer­bung denkt, eine abschlies­sende Bewer­tung folgt erst nach die­ser Woche.

Übrig geblie­ben sind davon rund 250 kb/s (etwa ein Ach­tel DSL 2000), denn hier in Grüns­feld ist man im gefühl­ten Arsch der Welt, nur viel käl­ter. W-Lan Hot­spots kennt man hier nur aus Zeit­schrif­ten, DSL scheint eli­tä­ren Mit­glie­dern die­ser Gemeinde vor­be­hal­ten zu sein. In die­ser Hin­sicht ist man ja als Bal­lungs­zen­trer ver­wöhnt. Des­wei­te­ren habe ich hier eine externe Fest­platte mit Musik mit­ge­nom­men, einen Kopf­hö­rer und einen MP3 Player, der übri­gens auch von Spon­ti­li­en­chen freund­li­cher­weise zur Ver­fü­gung gestellt wurde, vie­len Dank noch­mal dafür.

Meine Foto­ka­mera habe ich auch mit­ge­nom­men, lei­der habe ich es ver­säumt das ent­spre­chende Ver­bin­dungs­ka­bel auch mit ein­zu­pa­cken, sonst hätte ich euch einen Blick aus mei­nem Fens­ter spen­diert. Viel­leicht kann ich ja noch ein ent­spre­chen­des Kabel organisieren.

So kommt es dann, das ich nun vor der viel zu klei­nen Tas­ta­tur sitze und diese Zei­len schrei­ben, wäh­rend mir John Foxx mit sei­nem Klas­si­ker Under­pass die Ohren vewöhnt, wenigs­tens ein Stück­chen Hei­mat. Nicht das jetzt einer denkt, ich hätte Heim­weh, ich ver­misse nur das Gewohnte und erschre­cke mich im nächs­ten Atem­zug dar­über, wie schnell Dinge die das Leben leich­ter machen zur Gewohn­heit verkommen.

Update: Da ich natür­lich kein Kabel orga­ni­sie­ren konnte, habe ich erst heute ein ent­spre­chen­des Bild nach­ge­reicht und ein­ge­fügt, nicht das ich noch in Ungnade falle. Das Bild zeigt den Blick aus dem Zim­mer­fens­ter mei­ner Unter­kunft, die Suter­rain gele­gen hat, daher die unge­wöhn­li­che Kamerahöhe.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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3 Kommentare

  1. Ach, das mit dem DSL etc. hat nicht unbe­dingt was zu sagen. Im Groß­teil des Ortes hier ist nur DSL 1000 ver­füg­bar und ich hab mich auch über ein Jahr damit gequält. Inzwi­schen bin ich mit 32MBit im Inter­net, über Kabel, was weni­ger was mit der ande­ren Wohn­lage (sind nur ein paar Stra­ßen wei­ter) zu tun hat son­dern schlicht mit der alten Haus­ver­wal­tung die kein Kabel-Internet zuge­las­sen hat.

    Ich wün­sche dir auf jeden Fall viel Spass in dei­ner Woche »Urlaub«, schade nur, dass es so weit weg ist, sonst hät­ten wir mal gemüt­lich was trin­ken gehen kön­nen. Naja, viel­leicht ergibt sich das ja noch irgendwann.

  2. Mitt­ler­weile ist die Inter­net­ver­bin­dung mit mei­nem O2 Stick nicht mehr über 56 kB/s zu brin­gen. Glück­li­cher­weise lässt uns der Betrei­ber unse­rer Unter­kunft per D-Lan an sei­nem Inter­net­an­schluss teil­ha­ben, der es immer­hin mit DSL 1000 Anbin­dung auf akzep­ta­ble Geschwin­dig­kei­ten bringt, die Welt ist jeden­falls wie­der in Ord­nung und ich kann wie­der ein biss­chen was sur­fen.
    Dein Ange­bot betrachte ich als auf­ge­scho­ben ist nicht auf­ge­ho­ben, irgend­wann sieht man sich, die Welt ist klei­ner als man denkt :)

  3. Krass ist das schon, wenn man nur so wenig Leis­tung beim Web bekommt, aber da sieht man mal, wie schnell man sich an all die klei­nen Dinge des All­tags gewöhnt und sie als nor­mal betrach­tet. Ob du nun noch­mal so einen »Urlaub« mit machst, würde ich aber fast schon bezweifeln.

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