11 Februar
Andere Länder, andere Sitten
Für die nächste Woche bin ich beruflich verreist, man hat mir angeboten für 1 Woche in einem Tochterunternehmen auszuhelfen. Eine Woche mal etwas anderes zu sehen ist immer wieder aufregend, andere (Bundes-)Länder andere Sitten und Gebräuche und ein bisschen Landschaft, was für´s Auge eben. Da ich aber meine Freizeit gerne mit dem Internet verbringe und natürlich auch bloggen möchte, habe ich mich als ausgesprochener Gruftie-Nerd alles an Technik mitgenommen, was ich kriegen konnte. Als armer Schlucker musste ich mir natürlich einen Großteil der Dinge zusammenorganisieren um nicht Geld auszugeben, was ich eh nicht habe.
Das Laptop auf dem ich jetzt tippe, gehört Spontilienchen, eine höllische Umstellung von 22″ Bildschirmdiagonale auf 15″, das kann ich euch sagen. Wir Menschen gewöhnen uns aber auch an alles. Da ich von keiner W-Lan Internetverbindung in meiner Unterbringungsstätte (von einem Hotel möchte ich nicht wirklich sprechen) profitieren kann, wusste ich vorher, denn wenn ich schonmal in die Pampa fahre, dann bitte informiert. Ich habe einen interessanten Dienstleister aus Berlin entdeckt, der Surftsticks auf Handybasis vermietet. 25€ für eine Woche mit bis zu 3,6 Mbit klang für mich verlockend. Die Firma Flatmobil reagierte zu dem noch sehr flexibel auf meine kurzfristige Anfrage, die ich erst am Donnerstag gestellt habe und war in der Lage mir ein entsprechendes Paket am Samstag zukommen zu lassen. Bevor jetzt gleich wieder jemand an Werbung denkt, eine abschliessende Bewertung folgt erst nach dieser Woche.
Übrig geblieben sind davon rund 250 kb/s (etwa ein Achtel DSL 2000), denn hier in Grünsfeld ist man im gefühlten Arsch der Welt, nur viel kälter. W-Lan Hotspots kennt man hier nur aus Zeitschriften, DSL scheint elitären Mitgliedern dieser Gemeinde vorbehalten zu sein. In dieser Hinsicht ist man ja als Ballungszentrer verwöhnt. Desweiteren habe ich hier eine externe Festplatte mit Musik mitgenommen, einen Kopfhörer und einen MP3 Player, der übrigens auch von Spontilienchen freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde, vielen Dank nochmal dafür.
Meine Fotokamera habe ich auch mitgenommen, leider habe ich es versäumt das entsprechende Verbindungskabel auch mit einzupacken, sonst hätte ich euch einen Blick aus meinem Fenster spendiert. Vielleicht kann ich ja noch ein entsprechendes Kabel organisieren.
So kommt es dann, das ich nun vor der viel zu kleinen Tastatur sitze und diese Zeilen schreiben, während mir John Foxx mit seinem Klassiker Underpass die Ohren vewöhnt, wenigstens ein Stückchen Heimat. Nicht das jetzt einer denkt, ich hätte Heimweh, ich vermisse nur das Gewohnte und erschrecke mich im nächsten Atemzug darüber, wie schnell Dinge die das Leben leichter machen zur Gewohnheit verkommen.
Update: Da ich natürlich kein Kabel organisieren konnte, habe ich erst heute ein entsprechendes Bild nachgereicht und eingefügt, nicht das ich noch in Ungnade falle. Das Bild zeigt den Blick aus dem Zimmerfenster meiner Unterkunft, die Suterrain gelegen hat, daher die ungewöhnliche Kamerahöhe.
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Ansichtssache
Schlagwort: Flatmobil



hat bereits 207 Kommentare abgegeben und schrieb am 16. Februar 2009 um 01:37:
Ach, das mit dem DSL etc. hat nicht unbedingt was zu sagen. Im Großteil des Ortes hier ist nur DSL 1000 verfügbar und ich hab mich auch über ein Jahr damit gequält. Inzwischen bin ich mit 32MBit im Internet, über Kabel, was weniger was mit der anderen Wohnlage (sind nur ein paar Straßen weiter) zu tun hat sondern schlicht mit der alten Hausverwaltung die kein Kabel-Internet zugelassen hat.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spass in deiner Woche »Urlaub«, schade nur, dass es so weit weg ist, sonst hätten wir mal gemütlich was trinken gehen können. Naja, vielleicht ergibt sich das ja noch irgendwann.
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 17. Februar 2009 um 18:21:
Mittlerweile ist die Internetverbindung mit meinem O2 Stick nicht mehr über 56 kB/s zu bringen. Glücklicherweise lässt uns der Betreiber unserer Unterkunft per D-Lan an seinem Internetanschluss teilhaben, der es immerhin mit DSL 1000 Anbindung auf akzeptable Geschwindigkeiten bringt, die Welt ist jedenfalls wieder in Ordnung und ich kann wieder ein bisschen was surfen.
Dein Angebot betrachte ich als aufgeschoben ist nicht aufgehoben, irgendwann sieht man sich, die Welt ist kleiner als man denkt :)
hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 18. Februar 2009 um 09:13:
Krass ist das schon, wenn man nur so wenig Leistung beim Web bekommt, aber da sieht man mal, wie schnell man sich an all die kleinen Dinge des Alltags gewöhnt und sie als normal betrachtet. Ob du nun nochmal so einen »Urlaub« mit machst, würde ich aber fast schon bezweifeln.