4 Januar

Alea iacta est - 2010 rollen sie wieder

Kategorie: Ansichtssache — Jahrgang: 2010Keine Kommentare

Die Wür­fel sind gefal­len, jeden­falls für das schei­dende 2009. Nach­dem ich ges­tern kei­nen anstän­di­gen Arti­kel ver­fas­sen konnte, da mich eine Erkäl­tung dahin­ge­rafft hat, muss ich das heute nach­ho­len. Und nein, mein Thema ist nicht Män­ner sind weh­lei­dig, sonst würde ich euch mit mei­ner Nahtod­er­fah­rung lang­wei­len. Zunächst erst­mal und für die meis­ten noch­mals eine fro­hes neues Jahr(zehnt), das sich so anfühlt als müsste all das was in die­sen 10 Jah­ren pas­siert ist, erst noch auf­ge­ar­bei­tet wer­den. Schließ­lich waren die 80er auch nicht schon 1990 Kult, kann ja alles noch werden.

Dafür sind die 00er das Zeit­al­ter der Mul­ti­in­for­mel­len Ver­ar­bei­tung, man muss nicht mehr dafür sor­gen über­haupt Infor­ma­tio­nen zu bekom­men, son­dern die rele­van­ten von den nicht rele­van­ten zu son­die­ren. Ein Jahr­zehnt, in dem jeder, der einen Com­pu­ter mit Inter­net­zu­gang besitzt zum poten­ti­el­len Straf­tä­ter gestem­pelt wurde, in dem der Staat in sei­ner Hilf­lo­sig­keit Gesetze erlässt, die nie­man­dem nüt­zen. Immer­hin habe ich 2008 ange­fan­gen zu blog­gen, 2009 war mein ers­tes vol­les Blogjahr.

Gele­gen­heit ein­mal das zusam­men­zu­fas­sen, was ich mir 2009 rein Blog­tech­nisch zum Ziel gemacht hatte und was ich davon letzt­end­lich ein­ge­hal­ten habe:

365 Bei­träge?

Mein ehr­gei­zi­ges Ziel war, das ich jeden Tag einen Bei­trag ver­fas­sen, das ich aber lei­der nicht ein­hal­ten konnte. Qua­li­tät und Quan­ti­tät sind als Frei­zeit­blog­ger nicht unter einen Hut zu brin­gen und so habe ich zu Las­ten der Quan­ti­tät lie­ber Bei­träge ver­fasst, mit denen ich mich auch wohl­fühle.  Letzt­end­lich ist man selbst sein größ­ter Kri­ti­ker und steht sich dabei ein ums andere mal selbst im Weg, der Begriff der geis­ti­gen Kas­tra­tion machte hier die Runde. Ein guter Bei­trag braucht Zeit und jeder, der selbst bloggt kann nach­voll­zie­hen wie viel Zeit für das eigene Blog benö­tigt wird. Ein Bei­trag will geschrie­ben und recher­chiert wer­den um nicht nach­her vor Men­schen mit Klug­scheis­ser­syn­drom dumm da zu ste­hen, natür­lich möchte man ihn auch noch ent­spre­chend im Form brin­gen und schnib­belt ein hüb­sches Bild zurecht. Quel­len und Ver­weise wol­len sau­ber ver­linkt wer­den und letzt­end­lich ist da auch noch ein gewis­ser Anspruch an die deut­sche Recht­schrei­bung. Ich weiß nicht wie lange Ihr braucht und ehr­lich gesagt weiß ich noch nicht mal, wie lange ich brau­che, aber eine dicke Stunde brau­che ich immer.

Kom­men­tare!

Sind das Salz in der Suppe. Hab” ich mal irgendwo gele­sen und fand es auch noch äußerst pas­send. Ich wollte die Leute zu kri­ti­schen Kom­men­tare ermun­tern und habe mich bemüht den Arti­kel auch einen Dis­kus­si­ons­be­darf zu ver­schaf­fen. Natür­lich ist auch das ein Plus an Arbeit, denn ich erhebe den Anspruch alle Kom­men­tare zu beant­wor­ten. Die Arbeit hat sich gelohnt, sel­ten konnte ich mei­nen Weit­blick so schär­fen wie durch die kri­ti­schen und kon­struk­ti­ven Kom­men­tare mei­ner Besu­cher. Die eigene Kri­tik– und Dis­kus­si­ons­fä­hig­keit zur ver­bes­sern ist für mich per­sön­lich eins der wich­tigs­ten Ziele. Dazu haben auch die vie­len Kom­men­ta­ren beige­tra­gen, die sich dar­auf ein­ge­las­sen haben und ihre Mei­nung teil­weise sehr wort­ge­wal­tig kund getan haben.

Men­schen…

Hin­ter jedem Text und hin­ter jedem Kom­men­tar steht ein Mensch. Ich kann nicht behaup­ten ich würde meine Kom­men­ta­to­ren und Besu­cher ken­nen, man kann den Men­schen eben doch nur vor den Moni­tor gucken und nicht dahin­ter. Aber jeder Blog­ger und jeder Kom­men­ta­tor ver­rät ein biss­chen von sich selbst und sorgte damit für ein Bild, das frei von äuße­ren Erschei­nung einen klei­nen Ein­blick in den Men­schen vor dem Moni­tor gibt. Ich bin immer sehr fas­zi­niert jeman­den dann im Bild zu Gesicht zu bekom­men oder wie im Falle von Karn­stein per­sön­lich ken­nen­zu­ler­nen. Ich bin und bleibe eben ein neu­gie­ri­ger Mensch.

Danke!

Ein Dank an alle die in die­sem Blog für Ideen, Kom­men­tare, Anre­gun­gen und Kri­tik sorg­ten, an die vie­len schwar­zen See­len die in den Kom­men­tare wort­reich ihre Mei­nung schrie­ben, ihr seid meine Inspi­ra­tion. Ein Dank an alle die, die sich bereit­wil­lig mei­nen Fra­gen stell­ten und immer ein offe­nes Ohr für meine Anlie­gen hat­ten. Viel­leicht schaffe ich es auch 2010 wie­der, meine Leser zu begeis­tern oder zum mit­dis­ku­tie­ren anzu­re­gen. Mir wäre es ein Ehre.

(Bild­quelle: aftab./flickr.com)

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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