2 Oktober

Aktion Kinder in Gefahr - Stoppt die BRAVO!

Kategorie: Ansichtssache — Jahrgang: 20089 Kommentare

Skan­dal oder Wahr­heit? In sei­nem Blog schreibt Robert Basic über die Aktion Kin­der in Gefahr und der Peti­tion die Bravo zu stop­pen. Was zunächst unglaub­lich erschien ent­puppte sich dann aber als bit­tere Wahr­heit. Die Deut­sche Ver­ei­ni­gung für eine Christ­li­che Kul­tur fin­det die Por­no­gra­phi­schen und Ero­ti­schen Inhalte der BRAVO als Kin­der­ge­fähr­dend. Ist das wirk­lich so? In der Tat fin­den sich in der BRAVO immer wie­der Bil­der von nack­ten Jugend­li­chen und die letzte Foto-Love Story endete im Bett. Tokio Hotel hat mal über den Sex mit Fans gespro­chen. Inter­es­sant finde ich das auch nicht, Por­no­gra­phie defi­niere ich jetzt anders, aber jeder hat da wohl eine andere Meinung.

Mein Arbeits­kol­lege zum Bei­spiel, mit dem ich gleich dar­über dis­ku­tie­ren musste. Der sieht das genauso und führt zu recht an, das ich selbst noch keine Kin­der habe um das über­haupt zu beur­tei­len. Ich denke es liegt an den Eltern dafür zu sor­gen, das sol­che Inhalte nicht auf offene Ohren stos­sen, son­dern auf Infor­mierte. Wenn Kin­der die Eltern auf sol­che Sachen anspre­chen sollte dar­über offen gespro­chen wer­den, Ver­bote haben noch nie funk­tio­niert und erhö­hen nur den Reiz. Aber das bleibt eben Ansichtssache.

Viel übler ist der rest­li­chen Inhalt der Inter­net­seite des DVCK, was da nicht alles als schlecht und ver­bo­ten ange­se­hen wird sprengt die Fes­seln des guten Geschmacks. Es gibt Links­ra­di­kale und Rechts­ra­di­kale, gibt es auch Christradikale?

Des­we­gen for­dere ich für mei­nen Teil: Stoppt den DVCK! Nein zur Mei­nungs­ma­che gegen Homo­se­xu­elle, ver­bie­tet die Publi­ka­tio­nen über Got­tes­läs­te­rung und den Wunsch nach Zen­sur im Inter­net. Schützt unsere Kin­der vor den christ­li­chen Ansich­ten aus dem Mit­tel­al­ter. Denn das Niveau der Inter­net­seite ent­spricht dem der BRAVO, abstos­send und widerlich.

(Quel­len: Gele­sen bei Robert Basic, Aktion Kin­der in Gefahr, Bravo)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Ansichtssache
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9 Kommentare

  1. du hast recht, das niveau der bravo ist unter aller sau, der inhalt für die oft noch sehr jun­gen leser noch nicht unbe­dingt emp­feh­lens­wert. doch hey, was im fern­se­hen gen­zeigt wird, ist oft­mals schlim­mer und in der bravo steht wenigs­tens tole­ranz ganz weit oben.
    ich hab auch frü­her die bravo ver­schlun­gen, v.a. natür­lich die dr.sommer usw. sei­ten — genauso wie viele mei­ner freunde– ver­dor­ben und ein schlech­ter mensch bin ich glaub ich nicht geworden :-)

  2. Zen­sur ist sowieso fast immer falsch. Im Unter­grund ent­ste­hen erst recht extreme For­men von wasau­chim­mer. Trotz­dem fände ich es schön würde die BRAVO irgend­wie ihre Niveau wie­der­fin­den, falls sie mal eines hatte ;-) Was ich bei vie­len Medien für die heu­ti­gen Jugend nicht gerne sehe, ist die stän­dige Prä­senz von Sex. Es ist noch nicht lange her, da hörte ich zwei Mädels im Super­markt fol­gen­des sagen… »ich hab noch nie…ich will es end­lich hin­ter mir haben, ist ja schon pein­lich« Die bei­den waren viel­leicht gerade vierzehn…Die meis­ten von uns haben Sex, aber es wird viel zu stark als etwas ange­se­hen, dass man haben »muss«, damit man gesell­schafts­fä­hig ist…

    Ansons­ten finde ich sol­che fana­ti­sche Men­schen beängs­ti­gend… Sie sind gewillt andere Men­schen ins Elend zu stür­zen (The­ra­pie zur Hei­lung von Homo­se­xu­el­len bei­spiels­weise), obwohl das nicht mög­lich ist. Schlim­mer ist noch, dass ihre »Hilfe« nur dar­auf grün­det etwas nicht akzep­tie­ren zu können…na Danke.

    Vie­len Dank auch noch für die Ver­lin­kung! Ich hätte dein Blog ja sonst kaum gefunden^^

    Liebe Grüsse

  3. @Katha: Genauso sehe ich das auch. Solange der Gross­teil der Bevöl­ke­rung für Ein­schalt­quo­ten sorgt, die die Sen­der in ihrer Pro­gramm­ge­stal­tung unter­stüt­zen, wird sich daran auch lei­der nichts ändern. Des­we­gen liegt ja auch mei­ner Mei­nung nach der Schlüs­sel zum Erfolg an ande­rer Stelle. Dr. Som­mer war damals der ein­zige Grund die Zei­tung zu lesen ;)

    @Atanua: Ich muss der Bravo zu gute hal­ten, das sie als Maga­zin schon mehr als 40 Jahre besteht und immer ein Mei­nungs­ma­cher gewe­sen ist, so ist die aktu­elle Aktion »Gegen Gewalt an Schu­len« sicher­lich nicht ver­kehrt. Viel­leicht sollte die Bravo sich dar­auf besin­nen Mei­nung zu machen und mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen und nicht dem Trend der Jugend hin­ter­her­lau­fen nur um die Auf­lage zu steigern.

    Kein Pro­blem mit der Ver­lin­kung, wir wis­sen ja, gute Dinge lie­gen in der Dun­kel­heit verborgen :)

  4. Meine Stimme gegen die DVCK hast du!
    Die­ser in der Mir­ko­welle auf­ge­wärmte Kreuz­zug stinkt zum Himmel.

    Was die Bravo angeht: Der Sex ist ok, sollte nur wie du gesagt hast auf auf­ge­klärte Ohren (und Augen) tref­fen, aber bewahrt unsere Kin­der von die­ser grau­sa­men Musik :D

  5. Unmög­lich, was ist aus Deutsch­land gewor­den. Da wun­dert man sich über die Bru­ta­li­tät der Jugend­li­chen. Die Werte haben sich total ver­scho­ben. Wo hat uns die »Anti-antiautoritäre Erzie­hung hin­ge­bracht???
    Jeder Mensch braucht Regeln, aber doch nicht so eine Zei­tung oder Schmierenbroschüre.

  6. @Bourguignon Inge­burg: Vie­len Dank für dei­nen Ein­trag. Ich frage mich jedoch, was die Bru­ta­li­tät der Jugend­li­chen mit der Bravo zu tun hat, obwohl ich dir rein the­ma­tisch zustimme. Ohne Regeln geht es nicht, einige der Grund­werte die die Kir­che oder auch die Bibel ver­mit­telt sind durch­aus hilf­reich. Ver­feh­lun­gen, wie sie von Dir ange­spro­chen wer­den sind auch oft bei den Eltern zu fin­den, was nicht unbe­dingt an einer anti­au­to­ri­tä­ren Erzie­hung liegt.

  7. DVCK wol­len stop­pen, das »homos« Kin­der adop­tie­ren dür­fen… Vie­leicht haben die dar­aus gelehrnt, was vor­wie­gend Katho­li­sche Pas­to­ren in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der mit Kin­dern ange­stellt haben. Und da meist kleine Jungs betei­ligt waren, kann ich nach­voll­zie­hen, warum die was gegen »Homo«-Ehen haben. Ansons­ten kann man von die­sen kran­ken, extre­mis­ti­schen Spin­nern nichts ver­nünf­ti­ges erwar­ten. Wenn die schon auf Ihrer Home­page im Erken­nungs­bal­ken nen Tipp­feh­ler haben.
    PS.: wer bei mir Tipp­feh­ler fin­det, darf diese gern behal­ten. Es wird kei­ner­lei Fin­der­lohn gezahlt :-)

  8. @Pantherchen: Hab ihn gefun­den! Aber ich gebe Dir recht, von sol­chen extre­mis­ti­schen Spin­ner halte ich auch wenig. Auch wenn ich die Ver­tei­di­gung ihrer für sie so wich­ti­gen »Werte« nach­voll­zie­hen kann (im Falle der Homo-Ehe). Es gibt eben Men­schen die für das fal­sche Ein­tre­ten, ich hoffe das es immer mehr Men­schen gibt die für das rich­tige eintreten.

  9. Bevor sich die Chris­ten auf die BRAVO stür­zen, soll­ten sie erst ein­mal ihre ver­hei­lig­ten Schrift der bei­den Tes­ta­mente nach jugend­ge­fähr­den­den Text­stel­len durch­su­chen. Denn allein mit dem ent­ste­hen­den Fun­dus hät­ten sie genug Arbeit.

    Als ers­tes Geständ­nis, ich las nie die BRAVO. Als jenes Blatt hier legal beses­sen wer­den durfte war ich zu alt um damit anzu­fan­gen. Aller­dings blät­terte ich ab und zu amü­siert dar­in­nen, wenn es irgendwo rum lag und ich dort zufäl­lig der Lan­ge­weile aus­ge­lie­fert war. Somit kenne ich mich zumin­dest genug mit Dr. Som­mer und Nackt­schne­cken­bil­dern aus, um meine Mei­nung kund­zu­tun. Mit dem DVCK werde ich mich spä­ter noch amü­siert beschäftigen…

    Jeden­falls stimme ich zu, dass die BRAVO mit dem Thema recht offen umgeht und ich stimme auch zu, dass deren The­men bzw. The­men­set­zun­gen mich eben­falls nur ins Grü­beln brin­gen. Aber das ist eine Frage der Inter­esse und Welt­an­schau­ung und damit als sub­jek­tiv anzu­se­hen und nicht wirk­lich zu ver­ur­tei­len.
    Auch ich möchte zustim­men und sage, dass even­tu­ell in den Geschich­ten ein Hauch von Ero­tik weht, aber Por­no­gra­fie ist etwas ande­res. Der Rest lässt sich gut in die Kate­go­rie Auf­klä­rung setzen.

    Aber es ist nun ein­mal so, dass der helle Auf­schrei über den unred­li­chen Inhalt die­ses unchrist­li­chen Blat­tes nur von sol­chen Gra­na­ten aus­geht, die über­haupt nicht wis­sen, wovon sie da reden. Denn neh­men wir den gan­zen gesell­schaft­lich gepräg­ten Hirn­spuck von reli­giö­sem Anstand und gesell­schaft­li­chen Nor­men bei­seite und sehen den Men­schen bio­lo­gisch ratio­nal als das was er ist: Ein Lebe­we­sen. Basie­rend auf Koh­len­stoff und gehal­ten von Ami­no­säu­ren dient er nur einem Zwe­cke; dem der Erhal­tung der Art. Ergo: Er hegt ein instink­ti­ves Inter­esse an sol­chen The­men. Und solang die­ses Inter­esse mit seriö­sem Gedan­ken auf­ge­fan­gen und ver­bild­licht wird spricht doch nichts dage­gen.
    Jedes Kind, das noch nicht soweit ist, wird sich nicht an den Fotos oder Frage-Antwort-Doktorspielchen stö­ren. Wie auch. Der Mensch besitzt im Grunde einen völ­lig unge­zwun­ge­nen Umgang mit dem Thema. Das Kind rennt ebenso sorg­los über den FKK-Strand wie durch den Spiel­platz. Nur der Erwach­sene hat stän­dig Angst, dass sein Hand­tuch ver­rutscht und er mit dem Anblick bei die­sem ein ewi­ges Trauma ver­ur­sacht. Und Kinder…bzw. Jugend­li­che, wel­che schon reges Inter­esse an dem Thema Liebe und Sex haben, soll­ten sich auch offen dar­über infor­mie­ren kön­nen. Oder muss man sich ein­ge­ste­hen, dass die Epo­che der Auf­klä­rung doch 200 Jahre hin­ter uns liegt. Jugend­li­che fei­xen wohl über beson­dere Albern­hei­ten, grei­fen sich an den Kopf oder seh­nen sich im Zuge neu­ge­won­ne­ner Ein­sam­keit nach mehr als nur den Bil­dern, aber das sind auch schon sie ein­zi­gen Reak­tio­nen. Ver­stö­rend wirkt das nur auf den reli­giös ver­keil­ten Ver­stand. Oder all jene, die so kon­di­tio­niert wur­den, dass diese selbst mit 30 Jah­ren noch glau­ben, dass man von Ero­tik­bil­dern krumme Fin­ger und Rücken­marks­schwund bekommt bzw. von der BRAVO blind wird…vor allem wenn dabei die Uhr ste­hen bleibt.

    Somit frage ich mich immer, was diese Bevor­mun­dung soll. Erst wenn Jugend­li­che frei­wil­lig und ehr­lich gegen die BRAVO revol­tie­ren, dann erst gestehe ich dem Blatt jugend­ge­fähr­den­den Inhalt ein. Das ein­zige Pro­blem hin­sicht­lich der Arti­kel und Bil­der wer­den nicht die Jugend­li­chen sein, son­dern alle alten Säcke, wel­che sich diese Bil­der aus­schnei­den und in Brief­mar­ken­al­ben unterm Bett ver­ste­cken. Aber jeder Gedanke zieht auch seine Schat­ten­sei­ten an. Davon müss­ten gerade die Chris­ten sehr viele Lie­der sin­gen kön­nen. Sei es bezüg­lich Schat­ten und/ oder Jugend­ge­fähr­dung. Aber viel­leicht ist auch des­halb von dem Lager der Wider­stand immer so groß, immer­hin wis­sen die dahin­ge­hend doch genau, wovon sie reden.

    Zu Bour­gu­i­gnon Ingeburg

    […]Unmög­lich, was ist aus Deutsch­land gewor­den. Da wun­dert man sich über die Bru­ta­li­tät der Jugend­li­chen. Die Werte haben sich total ver­scho­ben. Wo hat uns die „Anti-antiautoritäre Erzie­hung hin­ge­bracht???
    Jeder Mensch braucht Regeln, aber doch nicht so eine Zei­tung oder Schmierenbroschüre.[…]

    Wenn man sich mit dem Thema ein­mal näher beschäf­ti­gen würde, anstatt nur Latri­ne­pa­ro­len abzu­son­dern, so würde man ein­se­hen müs­sen, dass gerade der Zwang zur Gewalt führt.
    Keine Jugend­li­chen, wel­che die Frei­heit ihrer Erzie­hung genos­sen lan­de­ten spä­ter groß­flä­chig in der dahin­ge­hen­den Sta­tis­tik. Son­dern all­jene, die unter den Regeln und/oder dem Starr­sinn des Eltern­hau­ses ein­gin­gen. Werte anti­au­to­ri­tär zu ver­mit­teln ist natür­lich schwie­ri­ger als den Koch­löf­fel zu schwin­gen, aber den­noch mach­bar. Jeden­falls schätze ich, dass jene Erzie­hung damit gemeint war. Denn „Anti-Antiautoritär“ passte nicht in den Kon­text der Aus­sage, somit schließe ich ein­mal auf einen Tipp­feh­ler im Eifer der Aus­sage. Jeden­falls gehört es dazu, dass Inter­esse des Kin­des zu ergrün­den, um es zu ver­ste­hen und damit ein­stu­fen zu kön­nen, anstatt gleich von einer Schmie­ren­bro­schüre zu spre­chen. Da halte ich es für weit­aus gefähr­li­cher jeden Abend eine Guten-Nacht-Geschichte aus der BILD vor­zu­tra­gen, als dem puber­tie­ren­den Nach­wuchs die BRAVO zu kau­fen. Egal ob ich das Heft mag oder nicht.

    Zudem kann man sämt­li­che Regel­werke der Bibel auch unre­li­gös ver­mit­teln. Da diese nur eine wei­tere Inter­pre­ta­tion dar­stel­len, aber diese »Wahr­heit« nicht erfanden.

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