17 Mai

New Romantics: Die bizarre Schönheit der Nostalgie

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Blitzkids - Ashes to AshesHeute musste ich darüber nachdenken, ob ich bei meinem letzten Tagebucheintrag zu meiner Reise nach London nicht einen falschen Blickwinkel eingeschlagen hatte. Ich stellte darin wehmütig fest, das von dem Glamour, den die Subkulturen der frühen 80er in der britischen Metropole versprühten, nichts mehr übrig geblieben war und das meine Nostalgie an der völlig anderen Realität die in London herrschte, zerschellte. In Soho versuchte ich beispielsweise das Gefühl von damals aufzuschnappen, als ich an der Ecke Dean und Meard Street das alte Bordell vorstellte, in dessen Keller das Billys, der legendäre Vorläufer des Blitz, seine Pforten öffnete. Dabei, so stellte ich fest, war ich gar nicht auf der Suche nach Orten, sondern nach Menschen, die es so nicht mehr gab, weil das Damals einfach nicht mehr existierte. Die Weisheit, die in mir aufkeimte, erscheint mir so trivial, dass ich fast ein wenig ziere, sie aufzuschreiben: Das Lebensgefühl von damals war untrennbar mit den Zeiten verbunden, in denen sie erlebt wurden und mit den Hintergründen derer, die sie durchlebten, verknüpft. Diese Konstellation ist nicht wiederholbar, nicht reproduzierbar und nicht zu ersetzten. 

Zuhause angelangt habe ich mich wieder in den alten Videos verloren, die als subkulturelles Überbleibsel von einer Zeit erzählen, die uns zwar nostalgisch großartig erscheint, im Grunde aber viel schrecklicher war, als wir sie uns vorstellen. Graham Smiths „We can be Heroes“ habe ich dann gleich nochmal gelesen, die alten Berichte in meinem Archiv durchwühlt und mir gedacht, daraus eine kleine Geschichte zu schreiben über die New Romantics, die nur damals so sein konnten, wie sie waren. Den ganzen Artikel lesen… »


24 April

Von der Entzauberung des Dunkeln – oder: Mimimimimimimi

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Mit dem letzten Gothic-Friday wurde sehr viel gemeckert und auch der (mittlerweile nicht mehr ganz so) neuste Artikel zum Clubsterben sprüht nicht gerade vor Optimismus. Gegen den allgemeinen Verdruss hält Spontis eigentlich gerne und tapfer die positiven Beispiele hoch und genau das hatte ich eigentlich auch vorgehabt – mal wieder ein Musiktext oder so – uneigentlich läuft mir aber zur Zeit etwas ganz andere nur so aus den Fingern…

There we go again: meckern oder herzlich willkommen zu meinem ganz persönlichem Mimimi.

Der folgende Moment war sicher nicht der erste, in welchem mich das Gefühl überkam, aber der erste, der sich prägend in mein Bewusstsein eingegraben hat. Ich hatte den Anfang des letzten Jahres im Ausland in einer ziemlich Grufti befreiten Blase verbracht und dem Kurztripp zum WGT entgegengefiebert wie ein kleines Kind dem Weihnachtsfest. Förmlich ausgehungert war ich. Und dann? Dann mischte sich unter die ganze (Wiedersehens-) Freude und die Begeisterung musikalischen Interessen endlich auch wieder außerhalb meinen eigenen vier Wände nachgehen zu können ein ziemlich doofer Beigeschmack. Den ganzen Artikel lesen… »


6 April

Mein schaurig schönes Tagebuch #14: Auf der Suche nach der Szene

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London - Auf der Suche nach der SzeneLiebes Tagebuch, nachdem ich Dir ja schon von meinem Wochenende in London erzählt habe, will ich Dir auch die folgenden Tage nicht vorenthalten. Entgegen jedes kosmopolitischen Anspruches an mich selbst, habe ich dann doch die altmodischen Kladde zur Hand genommen, um mir Notizen zu den einzelnen Erlebnissen zu machen. Ob das so eine brillante Idee gewesen ist, wage ich in diesem Augenblick zu bezweifeln. Wenn ich nur eine bessere Handschrift hätte! Ich bin mir sicher, dass eben dieses Kladde, sollte sie einmal verloren gehen und Jahrtausende konserviert verschüttet bleiben, die Grundlage für die Entdeckung einer neuen Sprache sein wird. Ganz so, wie der Rosetta-Stein, den ich im britischen Museum bewundern durfte und der für die Entschlüsselung der ägyptischen Hieroglyphen verantwortlich gewesen ist.

In dem kleinen Cafe in Kentish Town warte ich an einem halbwegs sonnigen Montag Morgen darauf, dass die gehetzten Berufstätigen in der U-Bahn verschwunden sind, denn als Tourist im Urlaub habe ich es einfach nicht nötig, mich in übervolle Waggons zu quetschen. Heute, so mein Plan, besorge ich mir mein London-Szene-Gefühl. Diese Emotion ergreift mich immer ein bisschen, wenn ich in London durch die Straßen der Vergangenheit ziehe. Überall liegt diese vibrierende Spannung in der Luft, denn an jeder Ecke schlummert ein wenig von dem, was heute legendär erscheint. Den ganzen Artikel lesen… »


8 März

Mein schaurig schönes Tagebuch #13: London, endlich wieder die Gap minden

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Liebes Tagebuch. Für meinen Bericht aus der britischen Hauptstadt wollte ich kosmopolitisch wirken, das urbane Leben einer Metropole spiegeln und wie so ein neuzeitlicher Schriftsteller und Autor rüberkommen. Kurz gesagt, ich wollte cool sein. Ich schnappte mir also das mitgebrachte Laptop und betrat ein Café mitten in der Londoner Innenstadt, nachdem ich mich wendig wie eine Katze durch das montägliche Chaos der Großstadt geschlängelt habe. Ich orderte einen großen Milchkaffee, suchte mir einen gemütlichen Tisch, richtete das kostenlose WiFi ein und wartete darauf, dass mein Blog aufgerufen wurde. Die Beine lässig übereinander geschlagen, die glänzenden Spitzen der Pikes zum Schaufenster ausgerichtet, rührte ich den Zucker in den Milchkaffee. Ich beobachtete die Menschen, die gehetzt vorbeizogen und all die anderen genauso coolen Leute, die auch im Café über ihren Computern brüteten. Ich wollte die Inspiration, die Energie und die beinahe atemberaubende Geschwindigkeit dieser Stadt in mich aufsaugen, um sie in Worte zu verwandeln die sich wie ein pulsierender Strom literarischer Schönheit auf dem Bildschirm manifestieren sollten. Den ganzen Artikel lesen… »


8 Februar

Mein schaurig schönes Tagebuch – Episode 12: Einsam und doch nicht allein

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das schaurig schoene tagebuchLiebes Tagebuch. Ich entschuldige mich gleich im Voraus für die verlaufende Tinte meiner schwermütigen Worte, denn dieser Eintrag drückt auf die Tränendrüse, jedenfalls auf meine. Glücklicherweise schreibe ich nicht mit Tinte, sondern mit Tasten und Bildschirme neigen bekanntlich auch nicht dazu, unter tropfenförmiger Wassereinwirkung die Worte zu verschmieren. Auch die Schwerkraft spielt bei näherer Betrachtung mit, denn Tränen fallen nach unten und nicht nach vorne. Jedenfalls in diesem Universum. Aber ganz so traurig wie es klingt, oder wie es den Klischees unserer Subkultur nach klingen sollte, ist es dann doch nicht. Im Gegenteil, was mit Einsamkeit beginnt, endet mit Hoffnung. 

Wie du weißt, liebes Tagebuch, sitze ich einsam vor dem Bildschirm, wenn ich Artikel schreibe, Kommentare beantworte, Bilder veröffentliche und Informationen für neue Ideen suche. Das war immer schon so. Ich tauche ein in die virtuelle Welt, in der Gut und Böse, Legal und Illegal und letztendlich auch Einsamkeit und Gemeinschaft so nahe beisammen liegen. Ein paar mal die falschen Tasten gedrückt, hier mal unbedacht was angeklickt, schon ist das Gleichgewicht der Dinge gestört. Und weil das alles so einfach und virtuell erscheint, fühlt sich die Welt dann doch irgendwie unecht an. Denn du kannst sie ausschalten. Ganz einfach. Doch das sollte ein Irrtum sein. Den ganzen Artikel lesen… »


6 Januar

Spontis erhält Abmahnung wegen falsch genutzter Creative Commons Lizenz (Update #4)

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When we share, everyone wins

„Wenn wir teilen, gewinnt jeder.“ – Diesem Spruch auf der Creative Commons Homepage kann ich leider nicht mehr zustimmen.

Als ich draußen bei eisigem Wind den Schlüssel in den Briefkasten bugsierte, konnte ich nicht ahnen, wie kalt es mich erwischen würde. Ein großer Umschlag von einer Anwaltskanzlei aus Kiel landete in meinen Händen und das ungute Gefühl in der Magengegend, das ich beim Aufreißen des Briefes verspürte, ist ein alter Bekannter. Seit mehr als 8 Jahren betreibe ich diesen Blog, den ich seit seiner Eröffnung im August 2008 mit mehr als 1.200 Artikeln gefüllt habe, die man rund 14.000 mal kommentierte. In der ganzen Zeit konnte ich es erfolgreich vermeiden, durch das dünne Eis zu brechen, auf dem man sich zwangsläufig bewegt, wenn man als Blogger das Internet mit Inhalten füllt. Darfst du dieses oder jenes Bild wirklich verwenden? Was darf ich und was darf ich nicht? Ich beschäftige mich intensiv mit den relevanten Themen hinsichtlich Urheberrecht und Bildlizenzen, um zu vermeiden, dass es mich erwischt und trotzdem bleibt immer dieses ungute Gefühl beim Öffnen des Briefkastens, das sich gestern eiskalt bestätigte.

Wie ihr wisst, nutze ich für meine Artikel gerne sprechende Bilder, die den Inhalt wiederspiegeln und den Text grafisch auflockern und auch auf Facebook als Hingucker fungieren. Wenn ich nicht selbst eine eigene Aufnahme beisteuern kann, greife ich gerne auf Bilder zurück, die unter Creative Commons lizenziert wurden. Das sollte dazu dienen, Bilder und Inhalte im Internet kostenfrei zu verbreiten, um so horrende Lizenzgebühren kommerzieller Fotodienste aus dem Weg zu gehen und den Gedanken einer „gerechten Welt“ zu verbreiten. Der Bilderhoster Flickr bietet dazu eine sehr bequeme Suchfunktion, mit der man Bilder zu einem Suchbegriff angezeigt bekommt, die eben unter dieser Lizenz veröffentlicht wurden. Das war für mich ein offenbar einfacher und bequemer Weg, an entsprechende Bilder zu kommen, die meine Artikel bereichern würden. Es lag ja auf der Hand: Der Fotograf war eindeutig mit der kostenfreien Verwendung seiner Bilder einverstanden, vorausgesetzt, man erfüllt die erforderlichen Lizenzbestimmungen.  Den ganzen Artikel lesen… »


31 Dezember

Gedanken zum Jahreswechsel: Fahr zur Hölle 2016!

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Fahr zur Hoelle 2016Ich glaube, ich bin mir sicher. 2016 wird als eines der übelsten Jahre in meine Erinnerung eingehen. Noch nicht einmal wegen persönlicher Rückschläge oder Katastrophen, sondern wegen dem Gefühl, dass das zu sterben beginnt, was mich mein Leben lang begleitet hat, meine Weltsicht geprägt und mich selbst auch ein wenig geformt hat. Unzählige Künstler, Musiker und Schauspieler sind gestorben, die ich nicht alle toll finde, doch mit denen ich einen Teil meines Lebens verbinde, die mit meiner Vergangenheit verknüpft, oder eine andere Bedeutung für mich erlangt haben. Bud Spencer beispielsweise, dessen Filme meine Kindheit bereichert haben, Götz George, der als Schimanski Duisburg unsicher machte, Carrie Fisher, die als bezaubernde Prinzessin Leia den Weltraum verzauberte oder auch Peter Lustig, der immer wollte, dass ich den Fernseher ausmache.

George Michael und Pete Burns, die mein musikalisches Langzeitgedächtnis geprägt haben oder auch David Bowie, der darüber hinaus auch mein Gefühl für Ästhetik beeinflusst hat. Alle tot. Meine Vergangenheit stirbt irgendwie. Sie bröckelt, zerfällt und rinnt wie Sand durch meine Finger. Die Einschläge kommen näher, das düstere Kratzen der eigenen Vergänglichkeit immer spürbarer… Den ganzen Artikel lesen… »


24 August

Guldhans Kolumne: Ein Blick in die (Unter)Welt.

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Guldhans Kolumne - 256Das Weltall, unendliche Weiten. So oder so ähnlich schwadronierte vor zweieinhalb Generationen eine melancholisch philosophische Stimme in den jungen Star Trek Himmel. War doch so oder? Denn ehrlich gesagt kenne ich mich da nicht aus. Und fand das Ganze, abgesehen von dem sympathisch unterkühlten »Faszinierend«, zum Erbrechen öde.
Aber dessen ungeachtet träumte auch ich von der unendlichen Weite. Wenn auch damals einzig im Star Wars Universum. Nichts ahnend, dass diese zum heutigen Tage nicht einmal nur mehr passiv über den Flatscreen flimmert, sondern zum aktiven erkunden lockt. Und das nicht etwa in dem tristen Dunkel des Kosmos, sondern innerhalb des schillernden Bunts des Internets. Gibt es somit einen besseren Grund um übermütig zu werden… Den ganzen Artikel lesen… »


4 August

Ohne Worte: Thorleif Wiik – Ich hoffe, du hast Dein Licht erreicht.

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Robert und Thorleif Den ganzen Artikel lesen… »


12 Juni

Mein schaurig schönes Tagebuch – Episode 11: Das Problem mit den Geburtstagen

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das schaurig schoene tagebuchFreitag, 10. Juni 2016. Ich habe schon wieder Geburtstag! Mittlerweile zum 42. mal und immer noch komme ich nicht klar mit entsprechenden Feierlichkeiten zu einem Anlass, bei denen ich im Mittelpunkt stehe. „Sei Morgen um 18:00 fertig, ich habe eine Überraschung für Dich!„, kündigte mir meine Frau am Vortag meines Geburtstages an. Der Arbeitstag plätscherte dahin und auf dem Weg nach Hause grübelte ich darüber nach, was mich denn nun erwarten könnte. Nachdem ich mich vor lauter Nervosität zweimal beim rasieren geschnitten hatte und die Endabnahme durch Sabrina bestand, war ich fertig und freute mich sehr darüber, als Mone und Ralf vom Rabenhorst klingelten, um mir zum Geburtstag zu gratulierten. Doch es war noch nicht ausgestanden. Ralf und ich wurden auf den Balkon geschickt, damit Sabrina ihren diabolischen Plan in die Tat umsetzen konnte. Als wir dann endlich wieder ins Wohnung durften, standen sie alle beisammen: Nadine und Guido, Hanne und Marcus, Heike und Lothar und wie bereits erwähnt, Simone und Ralf. Auf dem geschmückten Tisch stand ein Laptop aus Schokolade und eine große Geburtstagskarte, die mir sogleich in die Hände gedrückt wurde. Den ganzen Artikel lesen… »