»Wenn sich eine Gothic-Frau und ein Gothic-Mann (oder Gleichgeschlechtliche) einen Kuss geben, dann geschieht das nicht so nebenbei. Der Kuss ist für alle Goths ein ganz tiefes Gefühl, eine völlige Hingabe.« (Ein Zitat von: The Darkness, Bild: nowthisisgothic)
26 Oktober
Spontis Wochenschau #34
Spannende Woche irgendwie. Niggemeier regt durch seinen Neven DuMont geprägten Enthüllungsjournalismus die Frage an, wie viel Anonymität eigentlich gesund sind und ob man wirklich als Blogger die Informationen über seine Kommentatoren auf detektivische Art und Weise demontieren darf. Grundsätzlich halte ich Anonymität für einen Mythos, wer will der kann. Jeder Blogger kennt die Anonymen Kommentare, die sich nicht selten darauf konzentrieren den Autor oder den Inhalt zu diskreditieren oder einfach zu beleidigen. Nicht selten sind aber auch Meinungen dabei, bei denen der Verfasser einfach nicht »erkannt« werden möchte. Mir sind beide Formen der Kommentare recht, anonyme und namentliche, denn nur so kann eine freie Meinungsäußerung und Diskussion am Leben erhalten werden. Ich werte die Kommentare aber anders. Namentliche Kommentare wiegen ganz einfach schwerer als Anonyme, so ist das eben. Wenn ein Kommentator mit Namen, E-Mai und Homepage schreibt: »Dein Blog ist scheiße!« geht mir das nicht so sehr am Po vorbei, als wenn das jemand schreibt der unerkannt bleiben möchte. Wer bei Spontis anonym bleiben möchte, bleibt anonym. Wer was zu sagen hat, braucht keine Anonymität. Den ganzen Artikel lesen… »
25 Oktober
#keepingitpeel - Der berühmteste Radio DJ der Welt
»A balance between things that you know people will like and things that you think people will like.« Heute vor 6 Jahren starb der wohl berühmteste und dienstälteste Radio DJ der BBC, John Peel.Er gilt bis heute als einer der Experten für Musik der durch seine Radiosendungen vielen noch unbekannten Künstlern eine Plattform bot, die für viele der Einstieg zu einer brillianten Karriere werden sollte.Von 1967 bis 2004 lud er an die 4.000 Bands zu seiner heute legendären Peel Session ein, um ohne große Produktion Live ein paar Stücke einzuspielen. Mehr als 3/4 der von ihm gespielten Musik war nie zuvor im Radio zu hören.
40 Jahre lang wühlte sich der Radio DJ durch unzählige Demotapes und Platten, den seine Popularität und sein Ruf als Talententdecker eilte ihm voraus. Als Mitte der 80er die Anzahl der Bands explodierte und viele Plattenfirmen begannen die Entdeckungen zu sondieren, gründete er das Independent-Label »Strange Fruit Records«. Immer wieder spielte er auch alte Stücke bislang verkannter Bands und sorgte so auch noch Jahre später für zahlreiche Wiederentdeckungen.
Joy Division, The Cure, The Fall, Nirvana, New Order, The White Stripes, Velvet Underground, Laibach, Killing Joke, David Bowie, The Clash, X-mal Deutschland, Siouxsie and The Banshees, TV Smith, The Psychedelic Furs, B-Movie, Killing Joke, The Cramps und so viele weitere Bands, das eine allumfassende Aufzählung Seitenlang gehen dürfte. Glücklicherweise hat die BBC alle seine Session in einer sauber geordneten Liste bereitgestellt. Den ganzen Artikel lesen… »
24 Oktober
Videoarchiv: Grufties in Durmersheim 1993
(vielen Dank an Pixella für den Tipp)
»Diese Gemeinde pflegt einen Kult um Tod und Verderben, um Satan und alles bösen Geister. Ihre Religion ist das morbide, verruchte und mythische.« So zitieren zwei Durmersheimer Bürger ihre Tageszeitung zu Beginn des TV Berichts über das »Zillo-Festival« im Sommer 1993. Zu dieser Zeit drängt sich die schwarze Szene durch ihren ungemeinen Zulauf vor allem aus den neuen Bundesländern einer nie dagewesenen Beliebtheit. Glücklicherweise musste die Durmersheimer das Festival nur noch 1994 ertragen, 1995 wanderte es nach Rüsselsheim um 1996 in Hildesheim zu landen, wo es nach Rainer »Easy« Ettlers Tod 2000 vom Veranstalter Scorpio übernommen und »M’era Luna« getauft wurde.
Robert Grevemann vom CDU Gemeinderat der Stadt wird es gefreut haben, das die Szene deren »eine ihrer Facetten deutlich nekrophile Bezüge (sind)« nun weitergezogen ist. Und auch darüber hinaus bekleckern sich die Interviewten nicht gerade mit fundiertem Fachwissen. Immerhin erfreut der Sprecherin mit: »Aus ganz Europa kamen die vermeintlichen Satansbraten und siehe da, hinter der düsteren Maske versteckte sich ein harmloses Völkchen.«
Mit von der musikalischen Partie: Das Ich (auch zum Kurzinterview) und Phillip Boa zum krönenden Abschluss. »Manchen bleibt diese Szene auf Ewig suspekt.« So ist es. Und das werden Berichte wie dieser auch in absehbarer Zukunft nicht ändern. Immerhin: Der jungen Mann im Ärmellosen Shirt trägt ein respektables Vogelnest, das erfordert ein Höchstmaß an Koordination in geschlossenen Räumen. Beteiligte melden sich bitte mit eigenen Berichten und Gegendarstellungen :)
24 Oktober
Es muss nicht immer Halloween sein - Noch 7 Tage bis...
Allerheiligen. Kennt man ja, schließlich müssen viele Menschen an diesem Tag nicht arbeiten und die Kirchen erfreuen sich ungeahnter Beliebtheit. Doch was hat Allerheiligen mit Halloween zu tun? Den einzigen Zusammenanhang aus jüngster Vergangenheit scheint ein bayrischer Alleinhang im Jahre 2008 zu sein, der sich auf ein neues Feiertagsgesetz bezog, das Gastronomen vorschreibt, Halloween Partys nur noch bis Mitternacht veranstalten zu dürfen, sofern es sich nicht um eine geschlossene Gesellschaft handelt. Doch die Überschneidungen mit dem heidnischen Samhain oder dem mexikanischen Dia de Muertos lassen sich nicht leugnen. Gründe genug dem christlichen Feiertag auf den Zahn zu fühlen. Den ganzen Artikel lesen… »
22 Oktober
Ohne Worte: 38 Gothic Street

»The People’s Institute was founded in 1887 by Southern novelist George Washington Cable (1844−1925). Originally known as the Home Culture Clubs, the Institute continues to serve people of Northampton and the surrounding communities.« Gibt es wirklich, auch die Straße.
21 Oktober
Musikperlentaucher - Tauchgang #17
Das Kabinette - The Cabinet
Als die drei Studenten Mick, Dave und Craig in Blackpool Kunst studierten, entdeckten sie ihr gemeinsames Interesse an Musik und alten englischen Kneipen. Ihr zweiter Besuch im Studio brachte das 1983 Stück »The Cabinet« hervor, das man auf 500 Vinyl Singles presste. Auf dunklen Wege gelangten Radio Moderatoren an die Scheibe und machten daraus einen europäischen Underground Hit, der selbst bei der alt ehrwürdigen BBC Gehör fand. Davon angespornt traf man sich 1986 für einige weitere Termine in einem Studio in der Nähe von Manchester und brachte die einzige LP »Spy Thriller« heraus. Das Stück The Cabinet ist eine Hommage an das Cabinet des Doktor Caligari, ein filmisches Meisterwerk aus dem Jahre 1920. Das Kabinette selbst produzierte dazu ein Amateurvideo, das dem Stück visuelle Tiefe verleiht, wenngleich auch die klangliche Qualität leidet. Aber wer möchte, kann das Stück auf dem aktuellen Sampler The Minimals Wave Tapes käuflich erwerben. Den ganzen Artikel lesen… »
20 Oktober
Schwarze Symbolik: Die Fledermaus
Tiere haben in der Gothic-Szene eine lange Tradition, die meisten davon werden als Schmuck in Form von Ringen, Anhängern, Halsketten oder Ohrringen getragen und landen auch nicht selten als Form von Körperkunstwerken auf der Haut. Dabei handelt es sich ausnahmslos um solche, »die im Volksglauben aufgrund ihrer Aufenthaltsorte, ihrer Farbe, ihres Verhaltens oder ihrer nächtlichen Lebensweise mit Negativvorstellungen behaftet sind, also das Schlechte, das Böse, die Sünde oder den Tod versinnbildlichen.« Tiere, die schon seit je her mit Magie, Hexen, Okkultismus oder ganz pauschal dem Bösen in Verbindung gebracht werden sind besonders beliebt, Fledermäuse, Eulen, Schlangen oder auch Spinnen. Die Fledermaus ist mit Abstand das populärste innerhalb und außerhalb der Szene.
In den frühen 80ern öffnete ein legendärer Club in London seine Pforten, der Stil– und Sinnprägend für eine ganze Szene wirkte. Das Batcave verwendet dabei in mehrfacher Hinsicht die Fledermaus als Wappentier, zum einen als Logo, wie auch als Namensgeber — der wohl auch auf die Comicserie Batman zurückzuführen sein dürfte. Aus den Besuchern dieses Club’s wurden später die Batcaver, die dort bevorzugte Musik nannte man Batcave. Daraus resultierte im Laufe der 80er ein weitreichende Verwendung der Fledermaus-Symbolik. Als Symbol ziert es zahlreiche Mailorder-Versender und Modelabel der Szene (XtraX, Bat Attack) und zieht sich so wie ein roter Fader durch die Anfänge der Szene und ist auch heute noch ebenso präsent wie zu Zeiten des Batcave, der das Symbol als erstes mit der Szene in Verbindung brachte. Den ganzen Artikel lesen… »
19 Oktober
Ohne Worte: Sie wollen anders sein

»Sie wollen anders sein und nennen sich Waver«, eine Art Edelpunker. In Münchens Innenstadt präsentieren sie ihren ungewöhnlichen Stil.« (via audiogruft)
17 Oktober
Den eigenen Musikgeschmack nerdig visualisiert
Fleißige Nutzer von last.fm möchten die Empfehlungen die das Portal in Sachen Musik und Menschen mit gleichem Musikgeschmack gar nicht mehr missen. Ich für meine Teil mag diesen nerdigen Nutzen des Audioscrobblers, der so fleißig zuhört wenn ich meine Musiksammlung durchforsche. Wer darin grundsätzlich keinen Nutzen erkennen kann und Musik nur über klassische Medien wie CD oder Vinyl konsumiert und der darüber hinaus vehement gegen die MP3-isierung der Musiklandschaft kämpft, darf sich gerne einige andere Beiträge in diesem Blog zu gemüte führen, in der rechten Leiste gibt es genügend Auswahlmöglichkeiten.
Abgesehen davon bin ich in den letzten Wochen über zwei Möglichkeiten der musikalischen Visualisierung gestolpert, die für die Wochenschau viel zu »mehrwertig« gewesen wären, so dass ich mich dazu entschlossen habe, über die beiden Tools Lastgraph und den Gender Plot selbst zu berichten. Den ganzen Artikel lesen… »




