10 September

This is England '86

Eng­land 1986. Die Welt­meis­ter­schaft im Fuß­ball fin­det in Mexico statt, die Bri­ten schei­den in einem dra­ma­ti­schen Spiel gegen Argen­ti­nien aus, Wham! wol­len zum Rand des Him­mels und 3,4 Mil­lio­nen Men­schen in Groß­bri­tan­nien sind arbeitslos…

3 Jahre ist es her, das Shane Mea­dows mit seine Sozio­kul­tu­relle Drama »This is Eng­land« die Skinhead-Bewegung im Eng­land der frü­hen 80er ein­fing und in beein­dru­ckend authen­ti­schen Bil­dern auf die Lein­wand zau­berte. Eine Reihe von unver­brauch­ten Gesich­tern der eng­li­schen Film– und Seri­en­land­schaft ver­mochte es, die Cha­rak­tere die sich Mea­dows aus­dachte glaub­haft und ehr­lich dar­zu­stel­len, ohne Kli­schees in die Extreme zu trei­ben. Der Erfolg des Films inspi­rierte ihn zu einer Fort­set­zung: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 September

Here comes the Rain again

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache11 Kommentare

Der Som­mer scheint vor­bei zu sein und wie­der sin­gen belang­lose Zei­tun­gen und Gesprä­che die glei­che Melo­die. Wo ist die Sonne hin? Wird sie noch ein­mal wie­der­kom­men? Was soll der Regen? Regen scheint in unse­rer Brei­ten sowieso ein Syn­onym für Trau­rig­keit, schlechte Laune und Melan­cho­lie zu sein.  »Gutes Wet­ter« defi­niert sich nur durch den Son­nen­schein, aber von dem bitte nicht zu viel und vor allem, nicht zu warm. Ein kul­tu­rel­les Desas­ter, denn wäh­rend wir bei uns zum Regen »schlech­tes Wet­ter« sagen, tanzte man bei afri­ka­ni­schen und india­ni­sche Völ­kern häu­fig für sel­bi­gen. Aber wir waren immer schon anders als die ande­ren, denn obwohl wir im Schnitt mehr Regen– als Son­nen­tage haben, fah­ren wir im euro­päi­schen Ver­gleich fast die meis­ten Cabrios, mehr davon fah­ren nur noch die Bri­ten, die bekann­ter­ma­ßen auch kein Land der Sonne haben

Regen hat aber auch eine roman­ti­sche Seite, seien wir ehr­lich — vor allem für den Gruf­tie. Das liegt viel­leicht in sei­nem Zusam­men­hang mit den Ein­gangs erwähn­ten Eigen­schaf­ten: Trau­rig­keit wird uns Nach­ge­sagt, Ernst­haf­tig­keit wird mit schlech­ter Laune ver­wech­selt und Melan­cho­lie ist ein Teil unse­rer Lebens­phi­lo­so­phie. Das liegt natür­lich zum einen an der Sym­bo­li­schen Kraft des Regens für Trau­rig­keit »No rain can wash away my Tears, no Wind can soo­the my pain.« als auch an der zusätz­li­chen Zeit, die uns der Regen beschert. Das ein­zig Nega­tive am Regen ist auf Äußer­lich­kei­ten fixiert — es ist der Rinn­sal von gelös­tem Haar­spray, der in den schwarz umran­de­ten Augen brennt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 September

Ohne Worte: 8, 9, 10 - Happy Sequential Day!

Wie­der so ein Tag, an dem viele Men­schen Dinge tun, die sie nicht ver­ges­sen möch­ten. Hei­ra­ten zum Bei­spiel, oder auch Kin­der krie­gen. Jack the Rip­per tötete am 08.09.1888 sein zwei­tes Opfer — Annie Chap­man. Ein paar Jahre spä­ter, am 08. Sep­tem­ber 1966 wurde die ers­ter Star Trek Folge (TOS) aus­ge­strahlt. Pink hat übri­gens Geburts­tag. Woran möch­tet ihr euch erinnern?

(via This isn’t hap­pi­ness)


6 September

Spontis Wochenschau #28

von Robert ForstKategorie: Vernetzt, Wochenschau5 Kommentare

Spontis WochenschauWie war euer Wochen­ende? Nach einem kurz­ent­schlos­se­nen Besuch in der örtli­chen Dun­kel­kneipe am Frei­tag­abend, gab es am Sams­tag das lang erwar­tete Klas­sen­tref­fen, das kurio­ser­weise eben­falls in gleich Loka­li­tät endete, jeden­falls für mich. Über das Klas­sen­tref­fen werde ich selbst­ver­ständ­lich noch aus­führ­lich berich­ten, die ganze Ein­drü­cke muss ich erst mal ver­ar­bei­ten und mich von lang geheg­ten Irr­glau­ben befreien. Groß­ar­tig irgendwie.

Natür­lich seit ihr nicht untä­tig geblie­ben und habt mei­nen Sonn­tag wie­der mit schö­nen Arti­keln ver­sorgt, die auch in die­ser Aus­gabe der Wochen­schau vor­stel­len möchte. Als Reak­tion auf einen Arti­kel bei gesichtet.net habe ich die Pings durch einen zusätz­li­chen Track­back ergänzt um zu pro­bie­ren ob damit die Aus­beute ent­spre­chend bes­ser wird. Denn auch mir ist auf­ge­fal­len das ein­fach Pings bei vie­len ande­ren Blog­gern nicht ankom­men. Ich bleibe neu­gie­rig. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 September

Ohne Worte: Skinhead

»For most People who grew up before the six­ties, skin­heads are seen as yet ano­ther unplea­sant and ugly aspect of modern youth. The real Origins and rea­sons for the emer­gence of the cult get lost in outrage at the beha­viour of those who pos­sess the style.« Nick Knight — »Skin­head« (1982)


4 September

30 Jahre 4AD - Ein Rückblick

von Robert ForstKategorie: Dunkle Klänge15 Kommentare

Hätte es eine Abon­ne­ment für ein Plat­ten­la­bel gege­ben, ich hätte das von 4AD genom­men. In der 80ern eines der wich­tigs­ten Independent-Label in Eng­land, bei dem Bands wie Bau­haus, Birth­day Party, Coc­teau Twins, Xmal Deutsch­land, Dead can Dance oder auch der Clan of Xymox unter­ge­kom­men sind. Grün­der Ivo Watts-Russell und Peter Kent arbei­te­ten bei Beggar’s Ban­quet und soll­ten sich Demo-Tapes von jun­gen eng­li­schen Bands anhö­ren und Poten­tial erken­nen. Wir schrei­ben das Jahr 1980 und die Musik­szene ist durch den Punk ordent­lich durch­ein­an­der­ge­wir­belt wor­den und New Wave scheint gut zu funktionieren.

Doch der atmo­sphä­ri­sche und dich­tere Sound auf den bei­den ste­hen, passt nicht so ganz zu dem Bild ihres Arbeit­ge­bers. So lei­hen sie sich 2000 Pfund von ihrem Arbeit­ge­ber und grün­den ihr eige­nes Label 4AD. Das war am 29.August 1980 — Happy Birth­day 4AD (nach­träg­lich). Zum Jubi­läum habe ich mich hin­ge­setzt und die aus mei­ner Sicht ein­fluss­reichs­ten Werke der 80er Zusam­men­ge­fasst und möchte in 10 Videos die Bands zei­gen, die hier groß gewor­den sind. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 September

Tintenkleckse: The Sunday Reeds

Ich gebe zu, nach The Birth­day Party mir lange nichts ver­nünf­ti­ges mehr aus Aus­tra­lien zwi­schen die Kopf­hö­rer gekom­men. Ich gebe auch zu, dass sicher­lich einige Grup­pie­run­gen dabei sein wer­den, die ich bewusst und unbe­wusst ver­passt habe — aber das Leben macht keine Pause, für nie­man­den. Es wird wie­der Zeit die schwarze Tinte zu neh­men um sich von des­sen Ergeb­nis auf einem wei­ßen Blatt Papier beein­dru­cken zu lassen.

Der Trop­fen fällt, sorg­fäl­tig falte ich das Blatt und betrachte das Werk: The Sun­day Reeds

Nach­dem die Aus­tra­lier Romana Ash­ton und Drew Jones aus Mel­bourne auf ihrem Debüt-Album »Drow­ning in History« noch als Duo zu sehen sind, haben sie sich inzwi­schen mit Andy Daw­son einen fes­ten Drum­mer zuge­legt um ihr Defi­ni­tion von Musik auf Live unter die Men­schen zu tra­gen.  Kunst spielt bei den Aus­tra­li­ern ein wich­tige Rolle, so ist Sun­day Reed eine Art Schutz­pa­tro­nin der Kunst, denn schon in den 30er und 40er Jah­ren unter­stütze sie aus­tra­li­sche Künst­ler bei ihrer Arbeit.  Romana Ash­ton hat in Lite­ra­tur und Kul­tur­stu­dien pro­mo­viert und gibt zu, die­ses Ein­flüsse nicht ver­ste­cken zu wol­len »I care just as much about wri­t­ing music/lyrics as I do about the kind of clips we make and the „feel” of the band. I have a PhD in liter­ary and cul­tu­ral stu­dies so I can never be, you know, some kind of roman­ti­ci­zed high­school rock „n” roll drop out. I’m not, so I’m not going to pre­tend to be.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 September

Ohne Worte: Grace Jones

Die schwarze Sti­li­kone der 80er ist die­ses Jahr ver­mut­lich 60 Jahre alt gewor­den, so ganz genau weiß das eigent­lich nie­mand. »Man möchte sie am liebs­ten als ein „Geschöpf“ bezeich­nen, als ein Wesen, des­sen erste Natur die Mas­ke­rade ist. Und das in „Warm Lea­the­rette“, ganz latex­hafte Künst­lich­keit, vor nun drei­ßig Jah­ren erschien, um auf einer LP die Losung „Let’s make love before we die“ eher als Dro­hung denn als Freund­lich­keit sprech­zu­sin­gen« (via faz.net, fuckye­ah­goths)